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	<title>Kommentare für Global Review</title>
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	<description>Politik und Kritik weltweit</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Jan 2013 00:02:17 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Marx&#8211;Band 4 des Kapital, der illusorische Finanzkapitalismus und das Gesetz der tendenziell fallenden Zinsrate von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-863</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 00:02:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1393#comment-863</guid>
		<description>Ich war mir freilich nicht bewusst als Orakel befragt zu werden und schäme mich dafür, zu der umfassenden »schlüssigen« Theorie zu schweigen (worüber ist ja nicht ganz klar). 

Aber bevor man zu großartigen, an herbeigegoogelten Quellen entzündeten Spekulationen ansetzt, sollte man doch besser wissen, was Derivate sind und wozu es sie gibt, dass negative Zinsen keine Neuheit sind und in welcher Beziehung der Zins zum Profit steht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war mir freilich nicht bewusst als Orakel befragt zu werden und schäme mich dafür, zu der umfassenden »schlüssigen« Theorie zu schweigen (worüber ist ja nicht ganz klar). </p>
<p>Aber bevor man zu großartigen, an herbeigegoogelten Quellen entzündeten Spekulationen ansetzt, sollte man doch besser wissen, was Derivate sind und wozu es sie gibt, dass negative Zinsen keine Neuheit sind und in welcher Beziehung der Zins zum Profit steht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Marx&#8211;Band 4 des Kapital, der illusorische Finanzkapitalismus und das Gesetz der tendenziell fallenden Zinsrate von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-860</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 19:32:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1393#comment-860</guid>
		<description>Von Ralf Ostner:

	Lieber Dr.X 

	Sie schrieben: 

	&quot;Der &quot;Unterbietungswettbewerb&quot; ist m.E. auch eine Folge der Ernennung
Draghis zum Chef der EZB, aus meiner Sicht ein schwerwiegender Fehler.


	Draghi ist ja nur das Phänomen, die Charaktermaske, die
inthronisiert wurde, um gewisse eherne Gesetze der Ökonomie, die
apersonal sind, zu exekutieren. Er ist nicht die Ursache, sondern die
Folge.Mit Unterbietungswettbewerb meine ich die globale Konkurrenz von
Finanzkapitalien und Staaten die Zinsen zu senken--genauso wie sie
dies in der Realökonomie mit Löhnen, Steuern und anderen
&quot;Standortvorteilen&quot; machen.Dennoch bleibt die Frage, ob diese Tendenz
nicht reversibel ist. Ich glaube schon, dass es Gegenlenkugen wie bei
Reagans Hochzinspolitik gibt, aber diese Gegenlenkung erfolgt unter
extrem desperaten Situationen und zeitigt nachhaltige Folgen
langfristig. Die EU, die USA und Japan scheinen schon in einem
Unterbietungswettbewerb beim Zins, die Brix-Staaten blieben bisher
davon verschont, aber der Artikel der FTD macht klar, dass Brasiliens
Zinssenkung in diesem Kontext zu verstehen ist. Wenn sich Chinas oder
Indiens Wachstum abschwächen sollte, wenn der Yuan konvertibel werden
soll, werden wir vielleicht ähnliche Readjustierungen der Zinssätze
auch feststellen können. 

	„Zur &quot;Gesetzmäßigkeit&quot; der niedrigen Zinsen: Mir fiel
nachträglich ein, dass Otto Röpke, einer der Väter der Sozialen
Marktwirtschaft, in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zwar kein
&quot;Gesetz&quot;, aber eine treffende empirische Beobachtung formulierte:
&quot;Banken haben im Allgemeinen die Tendenz, niedrigere Zinsen zu
verlangen als volkswirtschaftlich geboten. Dies hängt damit zusammen,
dass sie das Interesse haben, ihren Umsatz zu steigern&quot;. Damals gab&#039;s
noch keine Boni. Und heute gibt es sie. Röpke hat den Punkt genau
getroffen.&quot;“ 

	Ich glaube nicht, dass das Bonisystem die Erklärung für die
Finanzkrise und die sinkenden Zinsen ist. Ich behaupte: Auch ohne Boni
hätte es diese Entwicklung gegeben. Die Boni forcierten die
Entwicklung nur etwas. Meiner Ansicht nach hat die Finanzkrise primär
damit zu tun, dass ab 2001 die New Economy, d.h. die
Investitionsmöglichkeiten in die neuen Industrien zusammenbrachen--es
gibt Leute, die nennen das das Auslaufen der Langen Welle--und
zugleich die BRIC-Staaten so mit Kapital und Investitionen
übersättigt waren, dass sich aus beiden Quellen eine riesige nicht
mehr verwertbare Kapitalmasse ergab. Schon hier wäre es zur
eigentlichen Finanz- und Weltwirtschaftskrise gekommen. Aber exakt zu
diesem Zeitpunkt entdeckte der US-amerikanische Staat für sein
Finanzkapital einen Ausweg: Die subprimes--über Fanny Mae und die
anderen Institute. Das verzögerte den eigentlichen Ausbruch der Krise
nochmals um 5 Jahre, bis die Bubble platzte. Was lernen wir daraus?
Genau wie Marx es sagte, existiert der Kapitalismus eben nur mit
Krisen oder wie VWler es sagen mit &quot;Schweinezyklus&quot;, aber wir sollten
mal in der Bevölkerung reinbekommen, dass es keinen ewigen Boom gibt,
sondern eben immer nur Boom und Krise, Boom und Krise.Genauso wie der
deutsche Exportboom auch mal wieder in eine Krise kommt. Wenn man
diesen Zusammenhang klar macht--auch im Erziehungssystem-, gäbe es
vielleicht weniger Politikverdrossenheit und Kritik am politischen
System, dass eben auf einem sich abwechselnden boomenden und dann
wieder crashenden Unterbau aufgebaut ist. 

	Mit besten Grüssen 

	Ralf Ostner</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ralf Ostner:</p>
<p>	Lieber Dr.X </p>
<p>	Sie schrieben: </p>
<p>	&#8220;Der &#8220;Unterbietungswettbewerb&#8221; ist m.E. auch eine Folge der Ernennung<br />
Draghis zum Chef der EZB, aus meiner Sicht ein schwerwiegender Fehler.</p>
<p>	Draghi ist ja nur das Phänomen, die Charaktermaske, die<br />
inthronisiert wurde, um gewisse eherne Gesetze der Ökonomie, die<br />
apersonal sind, zu exekutieren. Er ist nicht die Ursache, sondern die<br />
Folge.Mit Unterbietungswettbewerb meine ich die globale Konkurrenz von<br />
Finanzkapitalien und Staaten die Zinsen zu senken&#8211;genauso wie sie<br />
dies in der Realökonomie mit Löhnen, Steuern und anderen<br />
&#8220;Standortvorteilen&#8221; machen.Dennoch bleibt die Frage, ob diese Tendenz<br />
nicht reversibel ist. Ich glaube schon, dass es Gegenlenkugen wie bei<br />
Reagans Hochzinspolitik gibt, aber diese Gegenlenkung erfolgt unter<br />
extrem desperaten Situationen und zeitigt nachhaltige Folgen<br />
langfristig. Die EU, die USA und Japan scheinen schon in einem<br />
Unterbietungswettbewerb beim Zins, die Brix-Staaten blieben bisher<br />
davon verschont, aber der Artikel der FTD macht klar, dass Brasiliens<br />
Zinssenkung in diesem Kontext zu verstehen ist. Wenn sich Chinas oder<br />
Indiens Wachstum abschwächen sollte, wenn der Yuan konvertibel werden<br />
soll, werden wir vielleicht ähnliche Readjustierungen der Zinssätze<br />
auch feststellen können. </p>
<p>	„Zur &#8220;Gesetzmäßigkeit&#8221; der niedrigen Zinsen: Mir fiel<br />
nachträglich ein, dass Otto Röpke, einer der Väter der Sozialen<br />
Marktwirtschaft, in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zwar kein<br />
&#8220;Gesetz&#8221;, aber eine treffende empirische Beobachtung formulierte:<br />
&#8220;Banken haben im Allgemeinen die Tendenz, niedrigere Zinsen zu<br />
verlangen als volkswirtschaftlich geboten. Dies hängt damit zusammen,<br />
dass sie das Interesse haben, ihren Umsatz zu steigern&#8221;. Damals gab&#8217;s<br />
noch keine Boni. Und heute gibt es sie. Röpke hat den Punkt genau<br />
getroffen.&#8221;“ </p>
<p>	Ich glaube nicht, dass das Bonisystem die Erklärung für die<br />
Finanzkrise und die sinkenden Zinsen ist. Ich behaupte: Auch ohne Boni<br />
hätte es diese Entwicklung gegeben. Die Boni forcierten die<br />
Entwicklung nur etwas. Meiner Ansicht nach hat die Finanzkrise primär<br />
damit zu tun, dass ab 2001 die New Economy, d.h. die<br />
Investitionsmöglichkeiten in die neuen Industrien zusammenbrachen&#8211;es<br />
gibt Leute, die nennen das das Auslaufen der Langen Welle&#8211;und<br />
zugleich die BRIC-Staaten so mit Kapital und Investitionen<br />
übersättigt waren, dass sich aus beiden Quellen eine riesige nicht<br />
mehr verwertbare Kapitalmasse ergab. Schon hier wäre es zur<br />
eigentlichen Finanz- und Weltwirtschaftskrise gekommen. Aber exakt zu<br />
diesem Zeitpunkt entdeckte der US-amerikanische Staat für sein<br />
Finanzkapital einen Ausweg: Die subprimes&#8211;über Fanny Mae und die<br />
anderen Institute. Das verzögerte den eigentlichen Ausbruch der Krise<br />
nochmals um 5 Jahre, bis die Bubble platzte. Was lernen wir daraus?<br />
Genau wie Marx es sagte, existiert der Kapitalismus eben nur mit<br />
Krisen oder wie VWler es sagen mit &#8220;Schweinezyklus&#8221;, aber wir sollten<br />
mal in der Bevölkerung reinbekommen, dass es keinen ewigen Boom gibt,<br />
sondern eben immer nur Boom und Krise, Boom und Krise.Genauso wie der<br />
deutsche Exportboom auch mal wieder in eine Krise kommt. Wenn man<br />
diesen Zusammenhang klar macht&#8211;auch im Erziehungssystem-, gäbe es<br />
vielleicht weniger Politikverdrossenheit und Kritik am politischen<br />
System, dass eben auf einem sich abwechselnden boomenden und dann<br />
wieder crashenden Unterbau aufgebaut ist. </p>
<p>	Mit besten Grüssen </p>
<p>	Ralf Ostner</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Marx&#8211;Band 4 des Kapital, der illusorische Finanzkapitalismus und das Gesetz der tendenziell fallenden Zinsrate von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-859</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 19:31:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1393#comment-859</guid>
		<description>Von Ralf Ostner:

	Lieber Herr Ostner, 

	erstmal alles Gute zum neuen Jahr. 

	Ferner: Ich bin kein Volkswirt. Aber folgende Tendenz beobachten ich
schon seit längerem, wobei ich nicht glaube, dass es hier eine
Gesetzmäßigkeit gibt, sondern interessenorientiertes Handeln: 

	Die FED betreibt seit über einem Jahrzehnt konsequent eine Politik
des billigen Dollars. Das macht zum einen aus US-Perspektive durchaus
Sinn, denn nur so können die USA ihr wachsendes
Außenhandelsbilanzdefizit bewältigen und gleichzeitig eine einseitig
auf Stärkung der Binnennachfrage ausgerichete Politik betreiben. 

	Langfristig sind die Nutznießer dieser Politik in erster Linie aber
die Finanzspekulanten, die von extrem günstigen Krediten profitieren,
mit geborgtem Geld ihre Geschäfte betreiben und dann rechtzeitig vor
Platzen der Blase aussteigen. Siehe Michael Douglas in den
entsprechenden Filmen. 

	Wir erleben also in immer kürzeren Abständen das Phänomen der
ASSET-Inflation und das Platzen von Blasen. Opfer sind die
Kleinanleger (siehe den US-Film &quot;Boiler Room&quot;) und die Steuerzahler. 

	Gesetzmäßig ist das alles nicht unbedingt, aber auch nicht illegal.


	Viele Grüße 

	Ihr 

	Dr.X 

	Lieber Dr.X 

	dennoch ist es auffällig, dass die Notenbanken und Banken historisch
niedrige Zinsen haben--nicht nur die Fed, sondern auch die EZB (0,75%)
und die japanische Notenbank um die Null.Ja, das geht sogar soweit,
dass es kurzfristig sogar zum Phänomen der Negativzinsen kam.Die
Politik des billigen Geldes scheint somit nicht nur eine Angelegenheit
der Fed, sondern ein allgemeineres Phänomen.Es scheint so etwas wie
ein Unterbietungswettbewerb zu bestehen. 

	Lieber Dr. X, 

	auch folgender Artikel zu den Bric-Staaten der
FinicialTimesDeutschland (FTD) zeigt: Die Leitszinsen werden als zu
hoch empfunden, den Brictsaaten niedrigere Zinsen angeraten. Brasilien
als Hoffnung, da s die Leitzinsen drückte.Mal sehen, ob es auch noch
zu einem Unterbietungswettbewerb bei den Zinsen in den Bric-Staten
kommt. 

	Mit beste Grüssen 

	Ralf Ostner 

	Bric-Staaten: Dicke Luft zum Jubiläum  

	Premium Zehn Jahre nach der Gründung des Akronyms &quot;Bric&quot; sacken die
Mitgliedsländer an den Börsen tief ab. Dabei bot gerade dieses Jahr
ideale Voraussetzungen für ein fulminantes Kursfeuerwerk.  

	von Isabel Gomez, Frankfurt 

	Die Voraussetzungen für ein schönes Jubiläum waren gut: Die
Rivalen in den Industrieländern wachsen mau oder gar nicht mehr,
türmen immer höhere Schulden auf, und ihre Anleger lechzen
angesichts niedriger Zinsen nach attraktiven Renditen. 

	Und doch war es ein schlechtes Jahr für die Bric-Staaten Brasilien
Russland, Indien und China. Und das ausgerechnet zehn Jahre, nachdem
der damalige Chefstratege von Goldman Sachs, Jim O&#039;Neill, 2001 das
Akronym Bric für die wachstumsstarken Länder prägte, die laut
damaliger Prognose bis 2050 zu den größten Volkswirtschaften der
Welt wachsen sollten. 

	   [1]Als sich die Oberhäupter der Bric-Staaten - Manmohan Singh
(Indien), Dmitri Medwedew (Russland) Hu Jintao (China) und Dilma
Rousseff (Brasilien, v. l.) - im Frühjahr trafen, waren die
Aussichten noch gut 

	2011 konnte der von MSCI berechnete Bric-Index jedoch nicht von den
Schuldenproblemen in Industrieländern profitieren, sondern sackte um
24 Prozent weg - doppelt so stark wie die Börsen der
schuldengeplagten Euro-Länder. Die US-Börsen legten sogar leicht zu,
wie auch selbst biedere US-Standardwerte gemessen am S&amp;P 500 seit
fünf Quartalen in Folge besser laufen als Bric-Aktien. 

	Auf Dauer kann sich die Bilanz zwar sehen lassen - und das aus
Marketing-, aber auch Renditegesichtspunkten: Rund 70 Mrd. Dollar
(53,5 Mrd. Euro) flossen laut Berechnungen der Nachrichtenagentur
Bloomberg seit 2001 in Bric-Fonds. Bric-Aktien warfen seit 2001 das
Vierfache des Ertrags des US-Index S&amp;P 500 ab. Nun bekommen die
Bric-Staaten allerdings Wachstumsschmerzen - und daran ist der
Marketingerfolg mitschuldig. &quot;Die Zuflüsse sind über Jahre weit
über das hinausgegangen, was einige Teilmärkte verkraften konnten.
Das hat die Bewertungen überhöht und viele Firmen schnell satt
werden lassen&quot;, urteilt ein Schwellenländerfondsmanager. Ein
chinesischer Lebensmittelkonzern wie Want Want ist mit dem 36-Fachen
des Gewinns bewertet bei einem geschätzten Umsatzplus von gerade
einmal 7,7 Prozent für 2012. 

	   [2]Erwartungen nicht erfüllt 

	Arjuna Mahendran, Asien-Stratege bei HSBC, geht davon aus, dass die
Indizes der Bric-Staaten 2012 um weitere 20 Prozent fallen werden.
&quot;Verglichen mit den USA waren die Unternehmensdaten schlecht, weil die
Firmen höhere Löhne, höhere Zinssätze und Währungsschwankungen
aushalten müssen, und im besten Fall werden sie im zweiten Halbjahr
2012 die Auswirkungen der lockeren Geldpolitik spüren&quot;, so Mahendran.


	Auch am Wachstumsmodell keimen Zweifel: Das Bric-Wirtschaftswachstum
flachte im dritten Quartal 2011 auf das niedrigste Niveau seit zwei
Jahren ab. In China bremsen weniger Exporte und die staatliche
Begrenzung von Immobilieninvestitionen das Wachstum. In Indien stieg
der Leitzins, und die Rupie fiel auf ein Rekordtief, was die Inflation
antrieb und Investoren fernhielt. Brasilien und Russland, deren
Wachstum auf Rohstoffen fußt, trafen fallende Metallpreise und das
langsamere Wachstum Chinas. Durchschnittlich wuchsen die vier Länder
2007 um 9,7 Prozent, für 2012 rechnet der Internationale
Währungsfonds (IWF) mit 6,1 Prozent. &quot;Wir haben möglicherweise den
Wachstumsgipfel der Bric-Staaten als Gruppe gesehen&quot;, glaubt nun
selbst Goldman-Ökonom Dominic Wilson. 

	Hoffnung schöpfen Verfechter aus der Geldpolitik - Brasilien
drückte seinen Leitzins seit August um 1,5 Prozentpunkte auf elf
Prozent, und auch in China deuten sich seit November die ersten
geldpolitischen Lockerungen seit 2008 an. Nach Leitzinssenkungen in
den Jahren 2003, 2005 und 2008 legte der MSCI Bric Index um
durchschnittlich 35 Prozent zu - allerdings nur kurzfristig. 

	Mehr und mehr Anleger werden nun skeptisch: 15 Mrd. Dollar zogen
Anleger nun 2011 aus Bric-Fonds wieder ab, wie Bloomberg-Daten zeigen.
Allein aus in Deutschland zugelassenen Schwellenländerfonds flossen
bis Oktober 1,6 Mrd. Euro ab, wie aus Daten des Branchenverbands BVI
hervorgeht. Der Mittelabfluss könnte sich fortsetzen. &quot;Im letzten
Jahrzehnt musste man nur verstehen, dass die Bric-Staaten das große
Ding waren, um hohe Renditen einzufahren. Es ist schwieriger zu
akzeptieren, dass heute allein der Glaube an das langfristige Wachstum
dieser Länder als Investitionsgrund ausreicht&quot;, schreibt
Goldman-Ökonom Wilson. 

	http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html
[3] 

	Lieber Herr Ostner, 

	Der &quot;Unterbietungswettbewerb&quot; ist m.E. auch eine Folge der Ernennung
Draghis zum Chef der EZB, aus meiner Sicht ein schwerwiegender Fehler.


	Zur &quot;Gesetzmäßigkeit&quot; der niedrigen Zinsen: Mir fiel nachträglich
ein, dass Otto Röpke, einer der Väter der Sozialen Marktwirtschaft,
in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zwar kein &quot;Gesetz&quot;, aber eine
treffende empirische Beobachtung formulierte: &quot;Banken haben im
Allgemeinen die Tendenz, niedrigere Zinsen zu verlangen als
volkswirtschaftlich geboten. Dies hängt damit zusammen, dass sie das
Interesse haben, ihren Umsatz zu steigern&quot;. Damals gab&#039;s noch keine
Boni. Und heute gibt es sie. Röpke hat den Punkt genau getroffen. 

	Lieber Dr.X 

	der Verweis auf den Vater des Ordoliberalismus Otto Röpke ist sehr
wertvoll. Können Sie sich noch erinnern, in welchem Buch oder in
welcher Quelle dieses Zitat fiel und in welchem Kontext es stand? 

	Wenn aber Röpke schon diese Tendenz auffällt und er sie empirisch
für die erste Hälfte des 20. Jahrhundert meint feststellen zu
können, wäre es desto interessanter, wie sich dies im Verlaufe der
zweiten Hälfte des des 20. Jahrhunderts und den ersten 3 Jahrzehnten
des 21. Jahrhunderts entwickelte--also, ob die Empirie da für solch
eine gewagte These vom tendenziell fallenden Zins etwas hergibt. Als
Gegenargument könnte man ja bringen, dass es nach dem 2. Weltkrieg
wohl niedrigere Zinsen gab als dann unter der Hochzinsära Reagans in
den 80ern (bis zu 13%), es also zu einer absoluten Umkehrung des
Trends kam.Meine Behauptung ist auch nicht, dass es zu einer solchen
Gegensteuerung nicht kommen kann, aber das die Tendenz trotz allem
langfristig fallend bleibt.Interessant wäre es herauszufinden, wie
und wann gegengesteuert wird--genauso wie beim tendenziellen Fall der
Profitrate.Ich habe nächste Woche mit einer Ökonomin der Bundesbank
ein Kaffeetreffen--mal sehen, was sie dazu sagen kann. 

	Mit besten Grüssen 

	Ralf Ostner

Links:
------
[1]
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html
[2]
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html
[3]
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ralf Ostner:</p>
<p>	Lieber Herr Ostner, </p>
<p>	erstmal alles Gute zum neuen Jahr. </p>
<p>	Ferner: Ich bin kein Volkswirt. Aber folgende Tendenz beobachten ich<br />
schon seit längerem, wobei ich nicht glaube, dass es hier eine<br />
Gesetzmäßigkeit gibt, sondern interessenorientiertes Handeln: </p>
<p>	Die FED betreibt seit über einem Jahrzehnt konsequent eine Politik<br />
des billigen Dollars. Das macht zum einen aus US-Perspektive durchaus<br />
Sinn, denn nur so können die USA ihr wachsendes<br />
Außenhandelsbilanzdefizit bewältigen und gleichzeitig eine einseitig<br />
auf Stärkung der Binnennachfrage ausgerichete Politik betreiben. </p>
<p>	Langfristig sind die Nutznießer dieser Politik in erster Linie aber<br />
die Finanzspekulanten, die von extrem günstigen Krediten profitieren,<br />
mit geborgtem Geld ihre Geschäfte betreiben und dann rechtzeitig vor<br />
Platzen der Blase aussteigen. Siehe Michael Douglas in den<br />
entsprechenden Filmen. </p>
<p>	Wir erleben also in immer kürzeren Abständen das Phänomen der<br />
ASSET-Inflation und das Platzen von Blasen. Opfer sind die<br />
Kleinanleger (siehe den US-Film &#8220;Boiler Room&#8221;) und die Steuerzahler. </p>
<p>	Gesetzmäßig ist das alles nicht unbedingt, aber auch nicht illegal.</p>
<p>	Viele Grüße </p>
<p>	Ihr </p>
<p>	Dr.X </p>
<p>	Lieber Dr.X </p>
<p>	dennoch ist es auffällig, dass die Notenbanken und Banken historisch<br />
niedrige Zinsen haben&#8211;nicht nur die Fed, sondern auch die EZB (0,75%)<br />
und die japanische Notenbank um die Null.Ja, das geht sogar soweit,<br />
dass es kurzfristig sogar zum Phänomen der Negativzinsen kam.Die<br />
Politik des billigen Geldes scheint somit nicht nur eine Angelegenheit<br />
der Fed, sondern ein allgemeineres Phänomen.Es scheint so etwas wie<br />
ein Unterbietungswettbewerb zu bestehen. </p>
<p>	Lieber Dr. X, </p>
<p>	auch folgender Artikel zu den Bric-Staaten der<br />
FinicialTimesDeutschland (FTD) zeigt: Die Leitszinsen werden als zu<br />
hoch empfunden, den Brictsaaten niedrigere Zinsen angeraten. Brasilien<br />
als Hoffnung, da s die Leitzinsen drückte.Mal sehen, ob es auch noch<br />
zu einem Unterbietungswettbewerb bei den Zinsen in den Bric-Staten<br />
kommt. </p>
<p>	Mit beste Grüssen </p>
<p>	Ralf Ostner </p>
<p>	Bric-Staaten: Dicke Luft zum Jubiläum  </p>
<p>	Premium Zehn Jahre nach der Gründung des Akronyms &#8220;Bric&#8221; sacken die<br />
Mitgliedsländer an den Börsen tief ab. Dabei bot gerade dieses Jahr<br />
ideale Voraussetzungen für ein fulminantes Kursfeuerwerk.  </p>
<p>	von Isabel Gomez, Frankfurt </p>
<p>	Die Voraussetzungen für ein schönes Jubiläum waren gut: Die<br />
Rivalen in den Industrieländern wachsen mau oder gar nicht mehr,<br />
türmen immer höhere Schulden auf, und ihre Anleger lechzen<br />
angesichts niedriger Zinsen nach attraktiven Renditen. </p>
<p>	Und doch war es ein schlechtes Jahr für die Bric-Staaten Brasilien<br />
Russland, Indien und China. Und das ausgerechnet zehn Jahre, nachdem<br />
der damalige Chefstratege von Goldman Sachs, Jim O&#8217;Neill, 2001 das<br />
Akronym Bric für die wachstumsstarken Länder prägte, die laut<br />
damaliger Prognose bis 2050 zu den größten Volkswirtschaften der<br />
Welt wachsen sollten. </p>
<p>	   [1]Als sich die Oberhäupter der Bric-Staaten &#8211; Manmohan Singh<br />
(Indien), Dmitri Medwedew (Russland) Hu Jintao (China) und Dilma<br />
Rousseff (Brasilien, v. l.) &#8211; im Frühjahr trafen, waren die<br />
Aussichten noch gut </p>
<p>	2011 konnte der von MSCI berechnete Bric-Index jedoch nicht von den<br />
Schuldenproblemen in Industrieländern profitieren, sondern sackte um<br />
24 Prozent weg &#8211; doppelt so stark wie die Börsen der<br />
schuldengeplagten Euro-Länder. Die US-Börsen legten sogar leicht zu,<br />
wie auch selbst biedere US-Standardwerte gemessen am S&#038;P 500 seit<br />
fünf Quartalen in Folge besser laufen als Bric-Aktien. </p>
<p>	Auf Dauer kann sich die Bilanz zwar sehen lassen &#8211; und das aus<br />
Marketing-, aber auch Renditegesichtspunkten: Rund 70 Mrd. Dollar<br />
(53,5 Mrd. Euro) flossen laut Berechnungen der Nachrichtenagentur<br />
Bloomberg seit 2001 in Bric-Fonds. Bric-Aktien warfen seit 2001 das<br />
Vierfache des Ertrags des US-Index S&#038;P 500 ab. Nun bekommen die<br />
Bric-Staaten allerdings Wachstumsschmerzen &#8211; und daran ist der<br />
Marketingerfolg mitschuldig. &#8220;Die Zuflüsse sind über Jahre weit<br />
über das hinausgegangen, was einige Teilmärkte verkraften konnten.<br />
Das hat die Bewertungen überhöht und viele Firmen schnell satt<br />
werden lassen&#8221;, urteilt ein Schwellenländerfondsmanager. Ein<br />
chinesischer Lebensmittelkonzern wie Want Want ist mit dem 36-Fachen<br />
des Gewinns bewertet bei einem geschätzten Umsatzplus von gerade<br />
einmal 7,7 Prozent für 2012. </p>
<p>	   [2]Erwartungen nicht erfüllt </p>
<p>	Arjuna Mahendran, Asien-Stratege bei HSBC, geht davon aus, dass die<br />
Indizes der Bric-Staaten 2012 um weitere 20 Prozent fallen werden.<br />
&#8220;Verglichen mit den USA waren die Unternehmensdaten schlecht, weil die<br />
Firmen höhere Löhne, höhere Zinssätze und Währungsschwankungen<br />
aushalten müssen, und im besten Fall werden sie im zweiten Halbjahr<br />
2012 die Auswirkungen der lockeren Geldpolitik spüren&#8221;, so Mahendran.</p>
<p>	Auch am Wachstumsmodell keimen Zweifel: Das Bric-Wirtschaftswachstum<br />
flachte im dritten Quartal 2011 auf das niedrigste Niveau seit zwei<br />
Jahren ab. In China bremsen weniger Exporte und die staatliche<br />
Begrenzung von Immobilieninvestitionen das Wachstum. In Indien stieg<br />
der Leitzins, und die Rupie fiel auf ein Rekordtief, was die Inflation<br />
antrieb und Investoren fernhielt. Brasilien und Russland, deren<br />
Wachstum auf Rohstoffen fußt, trafen fallende Metallpreise und das<br />
langsamere Wachstum Chinas. Durchschnittlich wuchsen die vier Länder<br />
2007 um 9,7 Prozent, für 2012 rechnet der Internationale<br />
Währungsfonds (IWF) mit 6,1 Prozent. &#8220;Wir haben möglicherweise den<br />
Wachstumsgipfel der Bric-Staaten als Gruppe gesehen&#8221;, glaubt nun<br />
selbst Goldman-Ökonom Dominic Wilson. </p>
<p>	Hoffnung schöpfen Verfechter aus der Geldpolitik &#8211; Brasilien<br />
drückte seinen Leitzins seit August um 1,5 Prozentpunkte auf elf<br />
Prozent, und auch in China deuten sich seit November die ersten<br />
geldpolitischen Lockerungen seit 2008 an. Nach Leitzinssenkungen in<br />
den Jahren 2003, 2005 und 2008 legte der MSCI Bric Index um<br />
durchschnittlich 35 Prozent zu &#8211; allerdings nur kurzfristig. </p>
<p>	Mehr und mehr Anleger werden nun skeptisch: 15 Mrd. Dollar zogen<br />
Anleger nun 2011 aus Bric-Fonds wieder ab, wie Bloomberg-Daten zeigen.<br />
Allein aus in Deutschland zugelassenen Schwellenländerfonds flossen<br />
bis Oktober 1,6 Mrd. Euro ab, wie aus Daten des Branchenverbands BVI<br />
hervorgeht. Der Mittelabfluss könnte sich fortsetzen. &#8220;Im letzten<br />
Jahrzehnt musste man nur verstehen, dass die Bric-Staaten das große<br />
Ding waren, um hohe Renditen einzufahren. Es ist schwieriger zu<br />
akzeptieren, dass heute allein der Glaube an das langfristige Wachstum<br />
dieser Länder als Investitionsgrund ausreicht&#8221;, schreibt<br />
Goldman-Ökonom Wilson. </p>
<p>	<a href="http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html" rel="nofollow">http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html</a><br />
[3] </p>
<p>	Lieber Herr Ostner, </p>
<p>	Der &#8220;Unterbietungswettbewerb&#8221; ist m.E. auch eine Folge der Ernennung<br />
Draghis zum Chef der EZB, aus meiner Sicht ein schwerwiegender Fehler.</p>
<p>	Zur &#8220;Gesetzmäßigkeit&#8221; der niedrigen Zinsen: Mir fiel nachträglich<br />
ein, dass Otto Röpke, einer der Väter der Sozialen Marktwirtschaft,<br />
in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zwar kein &#8220;Gesetz&#8221;, aber eine<br />
treffende empirische Beobachtung formulierte: &#8220;Banken haben im<br />
Allgemeinen die Tendenz, niedrigere Zinsen zu verlangen als<br />
volkswirtschaftlich geboten. Dies hängt damit zusammen, dass sie das<br />
Interesse haben, ihren Umsatz zu steigern&#8221;. Damals gab&#8217;s noch keine<br />
Boni. Und heute gibt es sie. Röpke hat den Punkt genau getroffen. </p>
<p>	Lieber Dr.X </p>
<p>	der Verweis auf den Vater des Ordoliberalismus Otto Röpke ist sehr<br />
wertvoll. Können Sie sich noch erinnern, in welchem Buch oder in<br />
welcher Quelle dieses Zitat fiel und in welchem Kontext es stand? </p>
<p>	Wenn aber Röpke schon diese Tendenz auffällt und er sie empirisch<br />
für die erste Hälfte des 20. Jahrhundert meint feststellen zu<br />
können, wäre es desto interessanter, wie sich dies im Verlaufe der<br />
zweiten Hälfte des des 20. Jahrhunderts und den ersten 3 Jahrzehnten<br />
des 21. Jahrhunderts entwickelte&#8211;also, ob die Empirie da für solch<br />
eine gewagte These vom tendenziell fallenden Zins etwas hergibt. Als<br />
Gegenargument könnte man ja bringen, dass es nach dem 2. Weltkrieg<br />
wohl niedrigere Zinsen gab als dann unter der Hochzinsära Reagans in<br />
den 80ern (bis zu 13%), es also zu einer absoluten Umkehrung des<br />
Trends kam.Meine Behauptung ist auch nicht, dass es zu einer solchen<br />
Gegensteuerung nicht kommen kann, aber das die Tendenz trotz allem<br />
langfristig fallend bleibt.Interessant wäre es herauszufinden, wie<br />
und wann gegengesteuert wird&#8211;genauso wie beim tendenziellen Fall der<br />
Profitrate.Ich habe nächste Woche mit einer Ökonomin der Bundesbank<br />
ein Kaffeetreffen&#8211;mal sehen, was sie dazu sagen kann. </p>
<p>	Mit besten Grüssen </p>
<p>	Ralf Ostner</p>
<p>Links:<br />
&#8212;&#8212;<br />
[1]<br />
<a href="http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html" rel="nofollow">http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html</a><br />
[2]<br />
<a href="http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html" rel="nofollow">http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html</a><br />
[3]<br />
<a href="http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html" rel="nofollow">http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:bric-staaten-dicke-luft-zum-jubilaeum/60147546.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Marx&#8211;Band 4 des Kapital, der illusorische Finanzkapitalismus und das Gesetz der tendenziell fallenden Zinsrate von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-858</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 19:31:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1393#comment-858</guid>
		<description>Von Ralf Ostner:

Florian Beck [1]
 3. Januar 2013 um 19:08 [2] 

	Oh je, welcher der heutigen Ökonomen beruft sich denn auf Keynes,
von Marx ganz zu schweigen? 

	Einen vierten Band (oder fünften, wenn Du die Theorien über den
Mehrwert mitrechnest) haben ja schon viele geschrieben.  

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Dann benenne doch mal ein paar Autoren und vor allem solche, die eine
schlüssige Theorie über den Mehrwert hinaus auf das Finanzkapital
als treibender Kraft und dessen Gesetzmässigkeiten geschrieben
haben.Also Autoren, die nicht nur die Finanzkrise beschrieben, sondern
eine Theorie dafür liefern.Und vor allem einen Autor der einmal
Gesetzmässigkeiten postuliert, wie ich dies mit dem Gesetz der
tendenziell fallenden Zinsrate gatan hat.Am weitest führenden
erscheint mir da noch Robert Kurz und die Krisisgruppe, die jedoch
auch wieder nur bei einer Zusammenbruchstheorie landen. 

	Aber auch Robert Kurz kommt nie zu einer Theorie wie ich, z.B. des
Gesetzes der tendenziell fallenden Zinsrate in Analogie mit dem Gesetz
der tendenziell fallenden Profitrate. 

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Im Prinzip gibts zwei Tendenzen mit Marx »umzugehen«. Die eine ist
– und das hat schon sehr früh begonnen – zu behaupten, der
Kapitalismus habe sich geändert und die Analyse müsse modifiziert
werden: dazu gehört Lenins Imperialismustheorie, die Theorie des
Monopolkapitalismus, das angebliche Verschwinden der Klassen,
Globalisierung und eben auch die These, heute gehe es v.a. um das
Finanzkapital.  

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Du sagst, dass es sie gibt, aber nicht, was zentral falsch an der
Auffassung ist, dass sich der Kapitalismus modifiziert habe.Lenins
Imperialismustheorie und die Theorie des Monopolkapitalismus halte ich
für falsch—die Kritik dazu wurde bei der Marxistischen Gruppe unter
der Rubrik „Falsche Klassiker“ schon geschrieben.Dennoch
„umgehst“ du eben die neuen Formen des Finanzkapitalismus, im
speziellen die Derivate, die unter Reagan und Thatcher seit den 80er
Jahren eingeführt wurden und die weder Marx noch Lenin kannten oder
jemals beschrieben. 

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Die andere ist die Akzentverschiedbung auf Rassismus, Patriarchat,
Umweltschutz, etc.; dazu gehören in gewisser Weise die Postmoderne
einerseits, die Ideologiekritik andrerseits. 

	Bitte nicht durch die Assoziationen von »fiktiv« und
»illusorisch« aufs Glatteis führen lassen. 

	 »Illusorisch« kommt bei Marx kaum vor und wird synonym mit
»fiktiv« verwendet. Gemeint sind damit v.a. Staatsschulden, weil
dieses Geld nie als Kapital eingesetzt wurde. 

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Kurz bestätigst du doch damit: Marx hat sich mit dem
Finanzkapitalismus nicht beschäftigt und kannte keine Entwicklung hin
zu Derivaten.Das ist ja gerade die Lücke 

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Dass heute das Finanzkapital eine wichtiger Rolle spielt als vor 150
Jahren, versteht sich von selbst. 

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Also bestätigst du damit auch eine Akzentverschiebung: Dass das
Finanzkapital eine grössere Rolle spielt. Oben hast du das noch als
„Umgehung“ beschrieben. 

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	 Darüber werden auch ständig Bücher geschrieben, ich weiß nicht
wo da ein Mangel sein soll. Populär ist zur Zeit David Graebers
»Debt: The First 5000 Years«. Seine These ist, dass dem Kapitalismus
(und nicht nur dem) der Kredit zugrunde liegt und der wiederum nur
durch den Staat (speziell den amerikanischen) existieren kann. Das ist
natürlich eine anti-marxistische Position par excellence, die
übersieht, dass der Kapitalismus seine Voraussetzungen
einschließlich Staat und Kredit (in einem ihm brauchbaren Form!)
reproduziert. Die richtige Analyse des Finanzkapitals wäre daher, zu
fragen, was die heutigen Formen des Finanzkapitals notwendig macht.  

	-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Dazu schweigst du aber auch recht beharrlich und lieferst keine
nähere Erklärung. 

	Warum brauchte es die Lösung vom Goldstandard, die Einführung des
illusorischen Kapitals, speziell der Derivate,etc. Vielleicht wäre
die Globalsierung da vielleicht doch eine Erklärung. Wenn die
Wirtschaft mehr multinationalisiert und globaler wird, müssen dies
auch die Finanzinstrumente. Dennoch bleibt zu erklären, wie es dazu
kommen kann, dass die weltweite Realwirtschaft nur noch 50 Billionen
US$ erwirtschaftet, während allein der Derivatehandel 500 Billionen
US$ beträgt.Das macht doch klar, wer der Hund ist, der mit dem
Schwanz wedelt. 

	---------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Und damit sind wir wieder beim Industriekapitalismus. Auch wenn es im
Kapital um die Form des Reichtums geht, ist es doch der »Reichtum«,
der sich immer wieder durchsetzt. Denn auch der Staat, selbst der
amerikanische, lebt nicht von fiktivem Kapital, sondern durch
Aktenordner, Gewehre, Computer und Flugzeugträger. Und das
Finanzkapital korrespondiert mit Hochhäusern, Polizeifahrzeugen,
Villen, Computerprogrammen und den Werkzeugen, die bei
Zwangsräumungen eingesetzt werden – oder es existierte nicht. 

	
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------


	Daran richtig ist, dass die Realwirtschaft und die Produktivität
eines Landes letztendlich auch wieder bei der Beurteilung seiner
Finanzbonität hergenommen werden—Griechenland deswegen ein
schlechtes Rating erhält, da es keine produktive Industrie und
Staatsverschuldung von 160% hat. Japan aber mit 200%
Staatsverschuldung aufgrund produktiver Industrie eine deutlich
günstigere Bonität eingeräumt bekommt.Aber die Tendenz der
fallenden Zinsen erklärt der Verweis auf den industriellen
undmateriellen Reichtum auch nicht.

Links:
------
[1] http://www.global-review.info
[2]
http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-854</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ralf Ostner:</p>
<p>Florian Beck [1]<br />
 3. Januar 2013 um 19:08 [2] </p>
<p>	Oh je, welcher der heutigen Ökonomen beruft sich denn auf Keynes,<br />
von Marx ganz zu schweigen? </p>
<p>	Einen vierten Band (oder fünften, wenn Du die Theorien über den<br />
Mehrwert mitrechnest) haben ja schon viele geschrieben.  </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Dann benenne doch mal ein paar Autoren und vor allem solche, die eine<br />
schlüssige Theorie über den Mehrwert hinaus auf das Finanzkapital<br />
als treibender Kraft und dessen Gesetzmässigkeiten geschrieben<br />
haben.Also Autoren, die nicht nur die Finanzkrise beschrieben, sondern<br />
eine Theorie dafür liefern.Und vor allem einen Autor der einmal<br />
Gesetzmässigkeiten postuliert, wie ich dies mit dem Gesetz der<br />
tendenziell fallenden Zinsrate gatan hat.Am weitest führenden<br />
erscheint mir da noch Robert Kurz und die Krisisgruppe, die jedoch<br />
auch wieder nur bei einer Zusammenbruchstheorie landen. </p>
<p>	Aber auch Robert Kurz kommt nie zu einer Theorie wie ich, z.B. des<br />
Gesetzes der tendenziell fallenden Zinsrate in Analogie mit dem Gesetz<br />
der tendenziell fallenden Profitrate. </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Im Prinzip gibts zwei Tendenzen mit Marx »umzugehen«. Die eine ist<br />
– und das hat schon sehr früh begonnen – zu behaupten, der<br />
Kapitalismus habe sich geändert und die Analyse müsse modifiziert<br />
werden: dazu gehört Lenins Imperialismustheorie, die Theorie des<br />
Monopolkapitalismus, das angebliche Verschwinden der Klassen,<br />
Globalisierung und eben auch die These, heute gehe es v.a. um das<br />
Finanzkapital.  </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Du sagst, dass es sie gibt, aber nicht, was zentral falsch an der<br />
Auffassung ist, dass sich der Kapitalismus modifiziert habe.Lenins<br />
Imperialismustheorie und die Theorie des Monopolkapitalismus halte ich<br />
für falsch—die Kritik dazu wurde bei der Marxistischen Gruppe unter<br />
der Rubrik „Falsche Klassiker“ schon geschrieben.Dennoch<br />
„umgehst“ du eben die neuen Formen des Finanzkapitalismus, im<br />
speziellen die Derivate, die unter Reagan und Thatcher seit den 80er<br />
Jahren eingeführt wurden und die weder Marx noch Lenin kannten oder<br />
jemals beschrieben. </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Die andere ist die Akzentverschiedbung auf Rassismus, Patriarchat,<br />
Umweltschutz, etc.; dazu gehören in gewisser Weise die Postmoderne<br />
einerseits, die Ideologiekritik andrerseits. </p>
<p>	Bitte nicht durch die Assoziationen von »fiktiv« und<br />
»illusorisch« aufs Glatteis führen lassen. </p>
<p>	 »Illusorisch« kommt bei Marx kaum vor und wird synonym mit<br />
»fiktiv« verwendet. Gemeint sind damit v.a. Staatsschulden, weil<br />
dieses Geld nie als Kapital eingesetzt wurde. </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Kurz bestätigst du doch damit: Marx hat sich mit dem<br />
Finanzkapitalismus nicht beschäftigt und kannte keine Entwicklung hin<br />
zu Derivaten.Das ist ja gerade die Lücke </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Dass heute das Finanzkapital eine wichtiger Rolle spielt als vor 150<br />
Jahren, versteht sich von selbst. </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Also bestätigst du damit auch eine Akzentverschiebung: Dass das<br />
Finanzkapital eine grössere Rolle spielt. Oben hast du das noch als<br />
„Umgehung“ beschrieben. </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	 Darüber werden auch ständig Bücher geschrieben, ich weiß nicht<br />
wo da ein Mangel sein soll. Populär ist zur Zeit David Graebers<br />
»Debt: The First 5000 Years«. Seine These ist, dass dem Kapitalismus<br />
(und nicht nur dem) der Kredit zugrunde liegt und der wiederum nur<br />
durch den Staat (speziell den amerikanischen) existieren kann. Das ist<br />
natürlich eine anti-marxistische Position par excellence, die<br />
übersieht, dass der Kapitalismus seine Voraussetzungen<br />
einschließlich Staat und Kredit (in einem ihm brauchbaren Form!)<br />
reproduziert. Die richtige Analyse des Finanzkapitals wäre daher, zu<br />
fragen, was die heutigen Formen des Finanzkapitals notwendig macht.  </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>	Dazu schweigst du aber auch recht beharrlich und lieferst keine<br />
nähere Erklärung. </p>
<p>	Warum brauchte es die Lösung vom Goldstandard, die Einführung des<br />
illusorischen Kapitals, speziell der Derivate,etc. Vielleicht wäre<br />
die Globalsierung da vielleicht doch eine Erklärung. Wenn die<br />
Wirtschaft mehr multinationalisiert und globaler wird, müssen dies<br />
auch die Finanzinstrumente. Dennoch bleibt zu erklären, wie es dazu<br />
kommen kann, dass die weltweite Realwirtschaft nur noch 50 Billionen<br />
US$ erwirtschaftet, während allein der Derivatehandel 500 Billionen<br />
US$ beträgt.Das macht doch klar, wer der Hund ist, der mit dem<br />
Schwanz wedelt. </p>
<p>	&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>	Und damit sind wir wieder beim Industriekapitalismus. Auch wenn es im<br />
Kapital um die Form des Reichtums geht, ist es doch der »Reichtum«,<br />
der sich immer wieder durchsetzt. Denn auch der Staat, selbst der<br />
amerikanische, lebt nicht von fiktivem Kapital, sondern durch<br />
Aktenordner, Gewehre, Computer und Flugzeugträger. Und das<br />
Finanzkapital korrespondiert mit Hochhäusern, Polizeifahrzeugen,<br />
Villen, Computerprogrammen und den Werkzeugen, die bei<br />
Zwangsräumungen eingesetzt werden – oder es existierte nicht. </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>	Daran richtig ist, dass die Realwirtschaft und die Produktivität<br />
eines Landes letztendlich auch wieder bei der Beurteilung seiner<br />
Finanzbonität hergenommen werden—Griechenland deswegen ein<br />
schlechtes Rating erhält, da es keine produktive Industrie und<br />
Staatsverschuldung von 160% hat. Japan aber mit 200%<br />
Staatsverschuldung aufgrund produktiver Industrie eine deutlich<br />
günstigere Bonität eingeräumt bekommt.Aber die Tendenz der<br />
fallenden Zinsen erklärt der Verweis auf den industriellen<br />
undmateriellen Reichtum auch nicht.</p>
<p>Links:<br />
&#8212;&#8212;<br />
[1] <a href="http://www.global-review.info" rel="nofollow">http://www.global-review.info</a><br />
[2]<br />
<a href="http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-854" rel="nofollow">http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-854</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Marx&#8211;Band 4 des Kapital, der illusorische Finanzkapitalismus und das Gesetz der tendenziell fallenden Zinsrate von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2013/01/03/marx-band-4-des-kapital-der-illusrische-finanzkapitalismus-und-das-gesetz-der-tendenziell-fallenden-zinsrate/#comment-854</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 18:08:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1393#comment-854</guid>
		<description>Oh je, welcher der heutigen Ökonomen beruft sich denn auf Keynes, von Marx ganz zu schweigen?

Einen vierten Band (oder fünften, wenn Du die Theorien über den Mehrwert mitrechnest) haben ja schon viele geschrieben. Im Prinzip gibts zwei Tendenzen mit Marx »umzugehen«. Die eine ist – und das hat schon sehr früh begonnen – zu behaupten, der Kapitalismus habe sich geändert und die Analyse müsse modifiziert werden: dazu gehört Lenins Imperialismustheorie, die Theorie des Monopolkapitalismus, das angebliche Verschwinden der Klassen, Globalisierung und eben auch die These, heute gehe es v.a. um das Finanzkapital. Die andere ist die Akzentverschiedbung auf Rassismus, Patriarchat, Umweltschutz, etc.; dazu gehören in gewisser Weise die Postmoderne einerseits, die Ideologiekritik andrerseits.

Bitte nicht durch die Assoziationen von »fiktiv« und »illusorisch« aufs Glatteis führen lassen. »Illusorisch« kommt bei Marx kaum vor und wird synonym mit »fiktiv« verwendet. Gemeint sind damit v.a. Staatsschulden, weil dieses Geld nie als Kapital eingesetzt wurde.

Dass heute das Finanzkapital eine wichtiger Rolle spielt als vor 150 Jahren, versteht sich von selbst. Darüber werden auch ständig Bücher geschrieben, ich weiß nicht wo da ein Mangel sein soll. Populär ist zur Zeit David Graebers »Debt: The First 5000 Years«. Seine These ist, dass dem Kapitalismus (und nicht nur dem) der Kredit zugrunde liegt und der wiederum nur durch den Staat (speziell den amerikanischen) existieren kann. Das ist natürlich eine anti-marxistische Position par excellence, die übersieht, dass der Kapitalismus seine Voraussetzungen einschließlich Staat und Kredit (in einem ihm brauchbaren Form!) reproduziert. Die richtige Analyse des Finanzkapitals wäre daher, zu fragen, was die heutigen Formen des Finanzkapitals notwendig macht. Und damit sind wir wieder beim Industriekapitalismus. Auch wenn es im Kapital um die Form des Reichtums geht, ist es doch der »Reichtum«, der sich immer wieder durchsetzt. Denn auch der Staat, selbst der amerikanische, lebt nicht von fiktivem Kapital, sondern durch Aktenordner, Gewehre, Computer und Flugzeugträger. Und das Finanzkapital korrespondiert mit Hochhäusern, Polizeifahrzeugen, Villen, Computerprogrammen und den Werkzeugen, die bei Zwangsräumungen eingesetzt werden – oder es existierte nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh je, welcher der heutigen Ökonomen beruft sich denn auf Keynes, von Marx ganz zu schweigen?</p>
<p>Einen vierten Band (oder fünften, wenn Du die Theorien über den Mehrwert mitrechnest) haben ja schon viele geschrieben. Im Prinzip gibts zwei Tendenzen mit Marx »umzugehen«. Die eine ist – und das hat schon sehr früh begonnen – zu behaupten, der Kapitalismus habe sich geändert und die Analyse müsse modifiziert werden: dazu gehört Lenins Imperialismustheorie, die Theorie des Monopolkapitalismus, das angebliche Verschwinden der Klassen, Globalisierung und eben auch die These, heute gehe es v.a. um das Finanzkapital. Die andere ist die Akzentverschiedbung auf Rassismus, Patriarchat, Umweltschutz, etc.; dazu gehören in gewisser Weise die Postmoderne einerseits, die Ideologiekritik andrerseits.</p>
<p>Bitte nicht durch die Assoziationen von »fiktiv« und »illusorisch« aufs Glatteis führen lassen. »Illusorisch« kommt bei Marx kaum vor und wird synonym mit »fiktiv« verwendet. Gemeint sind damit v.a. Staatsschulden, weil dieses Geld nie als Kapital eingesetzt wurde.</p>
<p>Dass heute das Finanzkapital eine wichtiger Rolle spielt als vor 150 Jahren, versteht sich von selbst. Darüber werden auch ständig Bücher geschrieben, ich weiß nicht wo da ein Mangel sein soll. Populär ist zur Zeit David Graebers »Debt: The First 5000 Years«. Seine These ist, dass dem Kapitalismus (und nicht nur dem) der Kredit zugrunde liegt und der wiederum nur durch den Staat (speziell den amerikanischen) existieren kann. Das ist natürlich eine anti-marxistische Position par excellence, die übersieht, dass der Kapitalismus seine Voraussetzungen einschließlich Staat und Kredit (in einem ihm brauchbaren Form!) reproduziert. Die richtige Analyse des Finanzkapitals wäre daher, zu fragen, was die heutigen Formen des Finanzkapitals notwendig macht. Und damit sind wir wieder beim Industriekapitalismus. Auch wenn es im Kapital um die Form des Reichtums geht, ist es doch der »Reichtum«, der sich immer wieder durchsetzt. Denn auch der Staat, selbst der amerikanische, lebt nicht von fiktivem Kapital, sondern durch Aktenordner, Gewehre, Computer und Flugzeugträger. Und das Finanzkapital korrespondiert mit Hochhäusern, Polizeifahrzeugen, Villen, Computerprogrammen und den Werkzeugen, die bei Zwangsräumungen eingesetzt werden – oder es existierte nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-833</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 12:58:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-833</guid>
		<description>Oh oh, allerlei Kommentare! Oder eigentlich nur einen: ich würde mich um die Sache drücken und methodische Pseudokritik üben und so Realitätsverweigerung betreiben. Nun hab ich aber ernsthaft gedacht, »die Sache« wäre die Studie des Bundeswehr-think-tanks, also hab ich mir die angesehen. Was von der zu halten ist, interessiert unseren Autor nicht. Es soll aber trotzdem um die Ölkrise gehen. Fein, aber auf welcher Grundlage sollen wir das nun diskutieren? Wenn jemand, der eine vernünftige Recherche verlangt, als »akademischer Mensch« beleidigt wird (und dabei hatte ich eine andere Studie genannt, die gar nicht so tolpatschig daherkommt, aber die war wohl schon zu akademisch), dann bleibt nur noch abstrakt (also von den konkreten Verhältnissen abgesehen) zu diskutieren. Auch recht. Also:
1. Wenn es ein Faktum ist, dass die Ölkrise uns entweder zu Roten Khmer oder Amish machen wird, dann bin ich darüber nicht erfreut (obwohl ich immer schon mal mit einer Kutsche fahren wollte). Aber wenn es ein Faktum ist, dann ist es wohl Schicksal, oder nicht? Es sei denn:
2. Katastrophale Auswirkungen sind nur unter bestimmten Bedingungen zu erwarten. Aber unter welchen? Die Bundeswehrstudie gibt darauf *gar keine* Antwort (und war darum eine schlechte Quelle, wenn es Dir um diese Frage zu tun ist). Technisch ist das Öl fast überall zu ersetzen, auf jeden Fall aber als Energielieferant. Wann erwächst daraus eine Krise?
3. Einerseits durch einen plötzlichen Umbruch. Daraus lassen sich leicht apokalyptische Szenarien entwickeln, aber ja genauer man hinschaut, desto unwahrscheinlicher sind die. Schau Dir doch mal die Entwicklung des Ölpreises in den letzte dreißig Jahren an! Dass die Ölkrise in Zukunft noch größere Schwankungen hervorbringen wird, ist gut möglich. Aber wie gesagt: für Hungersnöte und Massenarbeitslosigkeit braucht der Kapitalismus keine Ölkrise. Mir scheint eher, dass Du es bist, der von dieser Tatsache ablenkt.
4. Andrerseits daraus, dass die Produktion teurer wird. Das wiederum hat zwei Seiten: Erstens hat es Auswirkungen auf die kapitalistisch organisierte Wirtschaft. Konkurrenznachteile für bestimmte Produkte bedeuten zwar immer gleichzeitig Konkurrenzvorteile für andere Produkte – aber allein schon, dass sich ein neues Gleichgewicht herstellen muss, bedeutet die *Möglichkeit* einer Krise. Das neue Gleichgewicht stellt sich aber nicht nur zwischen einzelnen Kapitalisten her, sondern auch zwischen verschiedenen Nationalökonomien. *Das* ist es, worum es in der Bundeswehrstudie geht. Und wenn du mich fragst, wie ich *dazu* stehe: gar nicht, weil mir völlig wurscht ist, ob deutschen Interessen genüge getan wird.
5. Die andere Seite ist die, dass mehr Ressourcen für die Energieproduktion aufgewendet werden müssen. Öl ist billig. Wenn es teurer wird oder man auf Alternativen ausweicht, bleibt weniger Arbeitskraft für andere Dinge übrig. Ob dann weniger Lebensmittel produziert werden oder weniger Mobiltelefone, hängt wieder von den Produktionsverhältnissen ab. Dass der Kapitalismus nicht zu dem Zweck existiert, die Zahl der Hungernden zu minimieren, muss ich dir nicht erklären.
6. Dass man »die gesellschaftliche Stabilität oder wie man das so schön euphemistisch nennt, eben auch mit Gewalt und mittels einer Militärdiktatur bereit ist aufrechtzuerhalten« ist , dass »der einschneidenste Zivilisationsbruch unserer Neuzeit sein wird« dagegen nicht bloß ignorant, sondern auch interessiert, indem Du von den realen Zivilisationsbrüchen absiehst, den die deutsche Gewalt in Griechenland durchsetzt oder der militante Islamismus in seinen jeweiligen Heimatländern.
7. Ein anderes Thema ist, wer an einer Verteuerung am meisten leidet. Dass es der sogenannte »kleine Mann« sei, ist unwahrscheinlich, weil der gegenwärtig mehr Steuern als für den Rohstoff zahlt.
8. Zusammenfassend: Ein billiger Rohstoff verschwindet. Das hat Nachteile. Viele dieser Nachteile, vor allem bei der Umstellung, sind der herrschenden Produktionsweise zuzuschreiben. In ihr droht uns ein Schicksal wie unter den Roten Khmer oder den Amish – mit oder ohne Ölkrise.
9. Mach mal die Rechnung, was es kosten würde die Traktoren (für die Landwirtschaft) und die Druckerpressen (für die Bücher) mit Biodiesel und Kernenergie zu betreiben. Die Antwort ist keine Apokalypse, sondern eine Frage der Prioritäten und damit der Produktionsverhältnisse.
10. Die Frage, wie man »dazu« steht, macht keinen Sinn, solange man nicht sagt, wessen Interessen man vertritt. Der Bundeswehr geht es um den deutschen Konkurrenzvorteil. Mir nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh oh, allerlei Kommentare! Oder eigentlich nur einen: ich würde mich um die Sache drücken und methodische Pseudokritik üben und so Realitätsverweigerung betreiben. Nun hab ich aber ernsthaft gedacht, »die Sache« wäre die Studie des Bundeswehr-think-tanks, also hab ich mir die angesehen. Was von der zu halten ist, interessiert unseren Autor nicht. Es soll aber trotzdem um die Ölkrise gehen. Fein, aber auf welcher Grundlage sollen wir das nun diskutieren? Wenn jemand, der eine vernünftige Recherche verlangt, als »akademischer Mensch« beleidigt wird (und dabei hatte ich eine andere Studie genannt, die gar nicht so tolpatschig daherkommt, aber die war wohl schon zu akademisch), dann bleibt nur noch abstrakt (also von den konkreten Verhältnissen abgesehen) zu diskutieren. Auch recht. Also:<br />
1. Wenn es ein Faktum ist, dass die Ölkrise uns entweder zu Roten Khmer oder Amish machen wird, dann bin ich darüber nicht erfreut (obwohl ich immer schon mal mit einer Kutsche fahren wollte). Aber wenn es ein Faktum ist, dann ist es wohl Schicksal, oder nicht? Es sei denn:<br />
2. Katastrophale Auswirkungen sind nur unter bestimmten Bedingungen zu erwarten. Aber unter welchen? Die Bundeswehrstudie gibt darauf *gar keine* Antwort (und war darum eine schlechte Quelle, wenn es Dir um diese Frage zu tun ist). Technisch ist das Öl fast überall zu ersetzen, auf jeden Fall aber als Energielieferant. Wann erwächst daraus eine Krise?<br />
3. Einerseits durch einen plötzlichen Umbruch. Daraus lassen sich leicht apokalyptische Szenarien entwickeln, aber ja genauer man hinschaut, desto unwahrscheinlicher sind die. Schau Dir doch mal die Entwicklung des Ölpreises in den letzte dreißig Jahren an! Dass die Ölkrise in Zukunft noch größere Schwankungen hervorbringen wird, ist gut möglich. Aber wie gesagt: für Hungersnöte und Massenarbeitslosigkeit braucht der Kapitalismus keine Ölkrise. Mir scheint eher, dass Du es bist, der von dieser Tatsache ablenkt.<br />
4. Andrerseits daraus, dass die Produktion teurer wird. Das wiederum hat zwei Seiten: Erstens hat es Auswirkungen auf die kapitalistisch organisierte Wirtschaft. Konkurrenznachteile für bestimmte Produkte bedeuten zwar immer gleichzeitig Konkurrenzvorteile für andere Produkte – aber allein schon, dass sich ein neues Gleichgewicht herstellen muss, bedeutet die *Möglichkeit* einer Krise. Das neue Gleichgewicht stellt sich aber nicht nur zwischen einzelnen Kapitalisten her, sondern auch zwischen verschiedenen Nationalökonomien. *Das* ist es, worum es in der Bundeswehrstudie geht. Und wenn du mich fragst, wie ich *dazu* stehe: gar nicht, weil mir völlig wurscht ist, ob deutschen Interessen genüge getan wird.<br />
5. Die andere Seite ist die, dass mehr Ressourcen für die Energieproduktion aufgewendet werden müssen. Öl ist billig. Wenn es teurer wird oder man auf Alternativen ausweicht, bleibt weniger Arbeitskraft für andere Dinge übrig. Ob dann weniger Lebensmittel produziert werden oder weniger Mobiltelefone, hängt wieder von den Produktionsverhältnissen ab. Dass der Kapitalismus nicht zu dem Zweck existiert, die Zahl der Hungernden zu minimieren, muss ich dir nicht erklären.<br />
6. Dass man »die gesellschaftliche Stabilität oder wie man das so schön euphemistisch nennt, eben auch mit Gewalt und mittels einer Militärdiktatur bereit ist aufrechtzuerhalten« ist , dass »der einschneidenste Zivilisationsbruch unserer Neuzeit sein wird« dagegen nicht bloß ignorant, sondern auch interessiert, indem Du von den realen Zivilisationsbrüchen absiehst, den die deutsche Gewalt in Griechenland durchsetzt oder der militante Islamismus in seinen jeweiligen Heimatländern.<br />
7. Ein anderes Thema ist, wer an einer Verteuerung am meisten leidet. Dass es der sogenannte »kleine Mann« sei, ist unwahrscheinlich, weil der gegenwärtig mehr Steuern als für den Rohstoff zahlt.<br />
8. Zusammenfassend: Ein billiger Rohstoff verschwindet. Das hat Nachteile. Viele dieser Nachteile, vor allem bei der Umstellung, sind der herrschenden Produktionsweise zuzuschreiben. In ihr droht uns ein Schicksal wie unter den Roten Khmer oder den Amish – mit oder ohne Ölkrise.<br />
9. Mach mal die Rechnung, was es kosten würde die Traktoren (für die Landwirtschaft) und die Druckerpressen (für die Bücher) mit Biodiesel und Kernenergie zu betreiben. Die Antwort ist keine Apokalypse, sondern eine Frage der Prioritäten und damit der Produktionsverhältnisse.<br />
10. Die Frage, wie man »dazu« steht, macht keinen Sinn, solange man nicht sagt, wessen Interessen man vertritt. Der Bundeswehr geht es um den deutschen Konkurrenzvorteil. Mir nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-827</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2012 23:25:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-827</guid>
		<description>Zu Floh Beck:

&quot;Nur: was spricht für dieses Szenario? Die einzigen Argumente sind auf Seiten 62f. Sehen wir uns die ein wenig genauer an. Zunächst wird von einem »Rückgang des Wachstums« gesprochen. Das ist soweit plausibel: wenn weniger Öl vorhanden ist, kann weniger produziert werden (oder es muss mehr Arbeitskraft auf alternative Rohstoffe verwendet werden, was aufs Gleiche hinausläuft). Dann wird etwas von »tipping points« geraunt (Quellen: Klimaforschung und Wikipedia!) und es folgen einige völlig unmotivierte Behauptungen zur Stabilität der Ökonomie.&quot;

Also, es spricht noch wesentlich mehr für dieses Szenario. Nicht nur die industrielle Produktion würde drastisch gesenkt, sondern auch die landwirtschaftliche, was faktisch Hungerskatastrophe bedeutet. Die ganzen ländliche und urbane Siedlungsstruktur könnte nicht mehr aufrecht erhalten weren ( Pendler, Heizen,etc.),
Die weitere Globalisierung schafft noch weitere riesige Industriekomplexe und desweiteren Agrochemiekomplexe in der Landwirtschaft i, riesige Infrasturkur- und Verkehrsstruktueren in Indien, China, Brasilien, Indonesien, Russland,etc.,d.h. wir hätten vielfach erweiterte Industriegeselschaften weltweit bei dann eben kaum mehr Öl.
Das würde dann eben zu erheblichen Konflikten bis Kriegen führen und zumal die Industriegeselschaftsstrukturen in die Gefahr bringen zu kollabieren.Es könnte uns dann gehen wie dem Angkor-Reich in Kambodscha, das ein riesige Zivilisation auf Wasserwirtschaft schaffte, um dann zu kollabieren, da nicht mehr genug Wasser vrohanden war.Die Roten Khmer sind dann die Alternative, die man sich für die zukünftigen Zivilisationen denken kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Floh Beck:</p>
<p>&#8220;Nur: was spricht für dieses Szenario? Die einzigen Argumente sind auf Seiten 62f. Sehen wir uns die ein wenig genauer an. Zunächst wird von einem »Rückgang des Wachstums« gesprochen. Das ist soweit plausibel: wenn weniger Öl vorhanden ist, kann weniger produziert werden (oder es muss mehr Arbeitskraft auf alternative Rohstoffe verwendet werden, was aufs Gleiche hinausläuft). Dann wird etwas von »tipping points« geraunt (Quellen: Klimaforschung und Wikipedia!) und es folgen einige völlig unmotivierte Behauptungen zur Stabilität der Ökonomie.&#8221;</p>
<p>Also, es spricht noch wesentlich mehr für dieses Szenario. Nicht nur die industrielle Produktion würde drastisch gesenkt, sondern auch die landwirtschaftliche, was faktisch Hungerskatastrophe bedeutet. Die ganzen ländliche und urbane Siedlungsstruktur könnte nicht mehr aufrecht erhalten weren ( Pendler, Heizen,etc.),<br />
Die weitere Globalisierung schafft noch weitere riesige Industriekomplexe und desweiteren Agrochemiekomplexe in der Landwirtschaft i, riesige Infrasturkur- und Verkehrsstruktueren in Indien, China, Brasilien, Indonesien, Russland,etc.,d.h. wir hätten vielfach erweiterte Industriegeselschaften weltweit bei dann eben kaum mehr Öl.<br />
Das würde dann eben zu erheblichen Konflikten bis Kriegen führen und zumal die Industriegeselschaftsstrukturen in die Gefahr bringen zu kollabieren.Es könnte uns dann gehen wie dem Angkor-Reich in Kambodscha, das ein riesige Zivilisation auf Wasserwirtschaft schaffte, um dann zu kollabieren, da nicht mehr genug Wasser vrohanden war.Die Roten Khmer sind dann die Alternative, die man sich für die zukünftigen Zivilisationen denken kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-819</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 20:48:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-819</guid>
		<description>Mich wundert es ohnehin, wie akademische Menschen so konkret Realitätsverweigerung betreiben. Mittels methodologischer Quellenkritik, der Beharrrung, ob eine Fussnote richtig oder falsch gesetzt wird, der Beharrung, dass es &quot;Wissenschaft&quot;gäbe, die diesen Namen verdient--ohne zu sehen, dass die sogenannte Wissenschaft interessensgeleitet ist.Ich kann mir zur Eurokrise einen Sinn oder Bolfinger geben und beide sind wissenschaftlich anerkannt, obwohl sie die entgegengesetzten Standpunkte vertreten. Alles schön belegt mit Fussnoten, auf deren Korrektheit ja sogenannte Studenetenchoaches so viel Wert legen.Richtig zitert wird zum: Richtig argumentiert, bar jeder Inhalte.Damit wird das Ganze aber eher in eine Formalie transformiert,denn in eine inhaltiche Diskussion.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mich wundert es ohnehin, wie akademische Menschen so konkret Realitätsverweigerung betreiben. Mittels methodologischer Quellenkritik, der Beharrrung, ob eine Fussnote richtig oder falsch gesetzt wird, der Beharrung, dass es &#8220;Wissenschaft&#8221;gäbe, die diesen Namen verdient&#8211;ohne zu sehen, dass die sogenannte Wissenschaft interessensgeleitet ist.Ich kann mir zur Eurokrise einen Sinn oder Bolfinger geben und beide sind wissenschaftlich anerkannt, obwohl sie die entgegengesetzten Standpunkte vertreten. Alles schön belegt mit Fussnoten, auf deren Korrektheit ja sogenannte Studenetenchoaches so viel Wert legen.Richtig zitert wird zum: Richtig argumentiert, bar jeder Inhalte.Damit wird das Ganze aber eher in eine Formalie transformiert,denn in eine inhaltiche Diskussion.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-818</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 19:41:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-818</guid>
		<description>Zu Floh Beck:

Meiner Ansicht nach versuchst du mit ein paar Kustgriffen methodologischer Art (Quellenangabe, angebliches logisch inkohärentes Sammelsurium von Sympotmen)
von der Frage abzulenken: Was gescheiht,wenn nach 50-100 Jaren Fracking Revolution nun einmal die Ära des billigen Öls vorbei sein wird. Du drückst dich um diese Fragestellung und lässt sie realitätsverweigernd erst gar nicht zu. Falls es keine Alternativen gibt, werden wir eben Hungerkatastrophen,Resourcenkriege, den Zusammenbruch von EU und NATO, ja wahrscheinlich auch der Globalisierung sehen. Dass kann man ja als Antikapitalist als toll ansehen, aber die Frage ist dann, was kommt danach? Und das würde keine schöne neue Gesellschaft, sondern eben eine in der es parteill um Tauschhandel geht, Taliban- und Amish-People-mässig. Das möchte ich nicht.Wenn man sich um diese Fragestellung drückt und heute keinen Forschungsprojekte zu Peak Oil ala ITER und ISS stellt, wird man mit diesem Problem zwangsläufig konfrontiert--bei aller Quellenkritik an Wikipedia (die im übrigen den Punkt Peak Oil sehr gut und ausführlich dargestellt haben).



Kommentar auf einen Kommentator namens &quot;Besucher&quot;

Zu Besucher:
“Und sie Glauben doch nicht im Ernst dass das Waldsterben deshalb aufgehört hat weil in Tschechien ein paar Chemiewerke pleitegingen.
Sicher, es ist immer sinnvoll ressourcensparend zu wirtschaften aber wenn daraus eine Ideologie erwächst deren aberwitzige Prognosen dem Allgemeinwohl zu Schaden beginnen dann hört der Spaß auf. Für mich vielleicht nicht, für sie auch nicht, aber für Leute die in nicht allzuferner Zukunft ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können.&quot;
Nein, aber da der Katalysator bei den Autos und Filteranlagen in den europäischen Industrieanlagen eingebaut wurden, hat sich die Emmissionsbelastung erheblich reduziert.Selbiges mit den deutschen Gewässern und den Seen, die teils nicht mehr befischbar waren–das wir heute da wieder klareres Wasser haben, ist auch ein Verdienst der Ökologiebewegung und der Grünen, die mittels neuer Abwasserverodnungen das Problem abstellten.Die Energiewende ist notwendig–ihre Ausführung dilletantisch.Man braucht ein Energieministerium, das alle Zuständigkeiten bündelt und die Netze in staatlicher Hand–ganz wie man das in Skandinavien macht.


Zu “besucher &#124; 23. Dezember 2012 um 09:43 &#124;

Ich habe auch keine Probleme mit den Ansätzen der Ökologiebewegung, es ist nur eine Blamage was daraus geworden ist, da haben Sie Recht.”

Wenn ich sie recht verstanden habe, halten sie ja auch Global Warming für ein ideologisches Konstrukt und alle Leute, die das so sehen als Klimalügner, die nur eine Neue Weltrodnung mittels CO2-Diktatur der Bilderberger und Masseneuthanasie wegenMangels an billiger Atomkraft,etc. beabsichtigen.Wie es aussieht, wird die Klimaerwärmung ja aufgrund der Interessen der Ölindustrie, Petrochemie, OPEC,China und Russland eher untertieben.Peak OIl ist zwar mittels der Fracking Revolution, der Bohrung in Schiefergasen- und öl nochmals um 50-100 Jahre verlagert, aber von dem Problem des Endes einer Ära des billigen Öls werden wir dann konfrontiert. Das ist sehr unausweichlich.Daher wäre es sinnvoll, hier einmal die Alarmsirenen angehen zu lassen, um zumindestens ein internationales Forschungskonsortium zu finanzieren, das ähnlich wie ITER bei der Kernfusion oder der ISS fungiert und Alternativen zu Peak OIl erforscht. Da ist mir ein bisschen Alarmsimus recht, denn Peak Oil wird nirgendwo thematisiert–mit Ausnahme 1 Doku auf einem fragwürdigen Sender wie ntv.Ansonsten wird die öffentliche Diskussion vor allem dadurch bestimmt, ob Cindy von Marzahn bei Wetten daß auftreten sollte oder nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Floh Beck:</p>
<p>Meiner Ansicht nach versuchst du mit ein paar Kustgriffen methodologischer Art (Quellenangabe, angebliches logisch inkohärentes Sammelsurium von Sympotmen)<br />
von der Frage abzulenken: Was gescheiht,wenn nach 50-100 Jaren Fracking Revolution nun einmal die Ära des billigen Öls vorbei sein wird. Du drückst dich um diese Fragestellung und lässt sie realitätsverweigernd erst gar nicht zu. Falls es keine Alternativen gibt, werden wir eben Hungerkatastrophen,Resourcenkriege, den Zusammenbruch von EU und NATO, ja wahrscheinlich auch der Globalisierung sehen. Dass kann man ja als Antikapitalist als toll ansehen, aber die Frage ist dann, was kommt danach? Und das würde keine schöne neue Gesellschaft, sondern eben eine in der es parteill um Tauschhandel geht, Taliban- und Amish-People-mässig. Das möchte ich nicht.Wenn man sich um diese Fragestellung drückt und heute keinen Forschungsprojekte zu Peak Oil ala ITER und ISS stellt, wird man mit diesem Problem zwangsläufig konfrontiert&#8211;bei aller Quellenkritik an Wikipedia (die im übrigen den Punkt Peak Oil sehr gut und ausführlich dargestellt haben).</p>
<p>Kommentar auf einen Kommentator namens &#8220;Besucher&#8221;</p>
<p>Zu Besucher:<br />
“Und sie Glauben doch nicht im Ernst dass das Waldsterben deshalb aufgehört hat weil in Tschechien ein paar Chemiewerke pleitegingen.<br />
Sicher, es ist immer sinnvoll ressourcensparend zu wirtschaften aber wenn daraus eine Ideologie erwächst deren aberwitzige Prognosen dem Allgemeinwohl zu Schaden beginnen dann hört der Spaß auf. Für mich vielleicht nicht, für sie auch nicht, aber für Leute die in nicht allzuferner Zukunft ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können.&#8221;<br />
Nein, aber da der Katalysator bei den Autos und Filteranlagen in den europäischen Industrieanlagen eingebaut wurden, hat sich die Emmissionsbelastung erheblich reduziert.Selbiges mit den deutschen Gewässern und den Seen, die teils nicht mehr befischbar waren–das wir heute da wieder klareres Wasser haben, ist auch ein Verdienst der Ökologiebewegung und der Grünen, die mittels neuer Abwasserverodnungen das Problem abstellten.Die Energiewende ist notwendig–ihre Ausführung dilletantisch.Man braucht ein Energieministerium, das alle Zuständigkeiten bündelt und die Netze in staatlicher Hand–ganz wie man das in Skandinavien macht.</p>
<p>Zu “besucher | 23. Dezember 2012 um 09:43 |</p>
<p>Ich habe auch keine Probleme mit den Ansätzen der Ökologiebewegung, es ist nur eine Blamage was daraus geworden ist, da haben Sie Recht.”</p>
<p>Wenn ich sie recht verstanden habe, halten sie ja auch Global Warming für ein ideologisches Konstrukt und alle Leute, die das so sehen als Klimalügner, die nur eine Neue Weltrodnung mittels CO2-Diktatur der Bilderberger und Masseneuthanasie wegenMangels an billiger Atomkraft,etc. beabsichtigen.Wie es aussieht, wird die Klimaerwärmung ja aufgrund der Interessen der Ölindustrie, Petrochemie, OPEC,China und Russland eher untertieben.Peak OIl ist zwar mittels der Fracking Revolution, der Bohrung in Schiefergasen- und öl nochmals um 50-100 Jahre verlagert, aber von dem Problem des Endes einer Ära des billigen Öls werden wir dann konfrontiert. Das ist sehr unausweichlich.Daher wäre es sinnvoll, hier einmal die Alarmsirenen angehen zu lassen, um zumindestens ein internationales Forschungskonsortium zu finanzieren, das ähnlich wie ITER bei der Kernfusion oder der ISS fungiert und Alternativen zu Peak OIl erforscht. Da ist mir ein bisschen Alarmsimus recht, denn Peak Oil wird nirgendwo thematisiert–mit Ausnahme 1 Doku auf einem fragwürdigen Sender wie ntv.Ansonsten wird die öffentliche Diskussion vor allem dadurch bestimmt, ob Cindy von Marzahn bei Wetten daß auftreten sollte oder nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-809</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 01:06:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-809</guid>
		<description>Na ja, relativ interessant ist der Abschnitt 3. Unordnung bereitet Sorge und die nationale Versorgung muss hergestellt werden. Offenbar mit allen Mitteln, denn andere Werte relativieren sich daran (S.82). Man kann das durchaus dazu benutzen, sich den Zweck des bürgerlichen Staates und seines Militärs vor Augen zu führen. Als Lehrstück taugt dieser Text aber nicht (siehe Vorwort). Die Qualität ist auch eher bescheiden. Schau dir die Quellen an und dann schau dir die Folgerungen und Reflexionen an. Folgen die aus den Quellen? Und wenn du meinst, dass das auf irgendwelchem Geheimwissen folgt, dann belehrt dich das Vorwort, dass es dafür interne Berichte gibt.

Die Studie verbindet die bekanntermaßen bevorstehende Ölkrise und allerlei »sicherheitspolitische« Reflexionen. Wie macht sie das? Zunächst werden in Abschnitt 2.1 allerlei Möglichkeiten durchgespielt – möglich ist ja vieles – die alle gemein haben, dass sich etwas ändert. Das ist ihnen schon mal ein Problem. Und dann kommt der einigermaßen groteske Abschnitt 2.2, der am ehesten apokalyptisch sich nennen ließe, aber einem gestandenen Antikapitalisten auch die Augen leuchten lassen könnte: Zusammenbruch des globalen Wirtschaftssystems, Verschwinden des Geldes. Nur: was spricht für dieses Szenario? Die einzigen Argumente sind auf Seiten 62f. Sehen wir uns die ein wenig genauer an. Zunächst wird von einem »Rückgang des Wachstums« gesprochen. Das ist soweit plausibel: wenn weniger Öl vorhanden ist, kann weniger produziert werden (oder es muss mehr Arbeitskraft auf alternative Rohstoffe verwendet werden, was aufs Gleiche hinausläuft). Dann wird etwas von »tipping points« geraunt (Quellen: Klimaforschung und Wikipedia!) und es folgen einige völlig unmotivierte Behauptungen zur Stabilität der Ökonomie. Damit wird dann aus dem »Rückgang des Wachstums« eine Phase »langsam sinkender Wirtschaftsleistung«. Warum? Ich weiß es auch nicht. »In diesem Fall wäre (!) eine Kettenreaktion denkbar (!!).« [Dazu wird in Fußnote 152 eine Studie genannt, die aber das Zusammenbruchsszenario nur als eines von drei Modellen kennt (Siehe Seite 32, die Studie ist http://www.feasta.org/documents/risk_resilience/Tipping_Point.pdf und würde vielleicht die Lektüre eher lohnen, als die der Bundeswehr)]. Und dann, ausgehend von dieser Denkmöglichkeit folgt ein wildes Sammelsurium von Folgen. Interessanterweise soll der Auslöser das Verschwinden des Geldes sein, weil den armen Banken die Geschäftsgrundlage fehlen würde. Das soll dann Staatsbankrotte, Massenarbeitslosigkeit und Hungernöte zur Folge haben, für die ist aber keine Ölkrise notwendig und wie es Staatsbankrotte ohne Geld geben soll, ist mir schleierhaft. Überhaupt alles völlig ohne erkennbare Argumentation. Erst könnten die Banken Einlagen nicht verzinsen (warum?) und ein paar Zeilen weiter sind wir beim Naturaltausch. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na ja, relativ interessant ist der Abschnitt 3. Unordnung bereitet Sorge und die nationale Versorgung muss hergestellt werden. Offenbar mit allen Mitteln, denn andere Werte relativieren sich daran (S.82). Man kann das durchaus dazu benutzen, sich den Zweck des bürgerlichen Staates und seines Militärs vor Augen zu führen. Als Lehrstück taugt dieser Text aber nicht (siehe Vorwort). Die Qualität ist auch eher bescheiden. Schau dir die Quellen an und dann schau dir die Folgerungen und Reflexionen an. Folgen die aus den Quellen? Und wenn du meinst, dass das auf irgendwelchem Geheimwissen folgt, dann belehrt dich das Vorwort, dass es dafür interne Berichte gibt.</p>
<p>Die Studie verbindet die bekanntermaßen bevorstehende Ölkrise und allerlei »sicherheitspolitische« Reflexionen. Wie macht sie das? Zunächst werden in Abschnitt 2.1 allerlei Möglichkeiten durchgespielt – möglich ist ja vieles – die alle gemein haben, dass sich etwas ändert. Das ist ihnen schon mal ein Problem. Und dann kommt der einigermaßen groteske Abschnitt 2.2, der am ehesten apokalyptisch sich nennen ließe, aber einem gestandenen Antikapitalisten auch die Augen leuchten lassen könnte: Zusammenbruch des globalen Wirtschaftssystems, Verschwinden des Geldes. Nur: was spricht für dieses Szenario? Die einzigen Argumente sind auf Seiten 62f. Sehen wir uns die ein wenig genauer an. Zunächst wird von einem »Rückgang des Wachstums« gesprochen. Das ist soweit plausibel: wenn weniger Öl vorhanden ist, kann weniger produziert werden (oder es muss mehr Arbeitskraft auf alternative Rohstoffe verwendet werden, was aufs Gleiche hinausläuft). Dann wird etwas von »tipping points« geraunt (Quellen: Klimaforschung und Wikipedia!) und es folgen einige völlig unmotivierte Behauptungen zur Stabilität der Ökonomie. Damit wird dann aus dem »Rückgang des Wachstums« eine Phase »langsam sinkender Wirtschaftsleistung«. Warum? Ich weiß es auch nicht. »In diesem Fall wäre (!) eine Kettenreaktion denkbar (!!).« [Dazu wird in Fußnote 152 eine Studie genannt, die aber das Zusammenbruchsszenario nur als eines von drei Modellen kennt (Siehe Seite 32, die Studie ist <a href="http://www.feasta.org/documents/risk_resilience/Tipping_Point.pdf" rel="nofollow">http://www.feasta.org/documents/risk_resilience/Tipping_Point.pdf</a> und würde vielleicht die Lektüre eher lohnen, als die der Bundeswehr)]. Und dann, ausgehend von dieser Denkmöglichkeit folgt ein wildes Sammelsurium von Folgen. Interessanterweise soll der Auslöser das Verschwinden des Geldes sein, weil den armen Banken die Geschäftsgrundlage fehlen würde. Das soll dann Staatsbankrotte, Massenarbeitslosigkeit und Hungernöte zur Folge haben, für die ist aber keine Ölkrise notwendig und wie es Staatsbankrotte ohne Geld geben soll, ist mir schleierhaft. Überhaupt alles völlig ohne erkennbare Argumentation. Erst könnten die Banken Einlagen nicht verzinsen (warum?) und ein paar Zeilen weiter sind wir beim Naturaltausch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ägypten: Schulterschluss zwischen Muslimbrüdern und Militär und China? von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/08/16/agypten-schulterschluss-zwischen-muslimbrudern-und-militar/#comment-806</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 17:34:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1217#comment-806</guid>
		<description>Ich schätze mal, dass die US-amerikanische deutsche Regierung genau diese Hoffnung teilt: Mursi als neuer FJStrauss in Äygpten--oder wie es der Verfassungsschutz NRW sagt: Mulsimbrüder: &quot;Realpolitik mit islamischen Werten&quot;. Wir hoffen, dass Mursi trotz seines autoritären Machtgehabes im Innern, die Hamas ud die Muslmbrüder in Syrien zügelt und nicht mit dem Iran gemeinsame Sache gegen Israel macht. Aber noch nichts ist gewiss.Dennoch muss man sehen, dass die Muslimbrüder eien anderen Kurs als AKP-Erdogan/Türkei eingeschlagen haben. Erdogans Besuch in Ägypten wurde von den Muslimbrüdern hoch gelobt, aber sein Statement, dass man Religion und Staat trennen solle, wurde tulichst verschwiegen.Zumal gibt es schon eine Muslimbruderschaftabsplitterung namens Al-Wasat, die für einen moderaten Islamismus eintreten, aber nur 1% der Stimmen einfuhren. Was also die Muslimbrüder wirklich wollen, können wir nur anhand ihrer Taten beurteilen--und da ist es eben schon sionnvll, wenn man da eine geiegite Gegenkraft wie die National Salvation Front der S
äkularen und moderaten Muslime aufmacht. Da hab´ich es mit Lenin: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schätze mal, dass die US-amerikanische deutsche Regierung genau diese Hoffnung teilt: Mursi als neuer FJStrauss in Äygpten&#8211;oder wie es der Verfassungsschutz NRW sagt: Mulsimbrüder: &#8220;Realpolitik mit islamischen Werten&#8221;. Wir hoffen, dass Mursi trotz seines autoritären Machtgehabes im Innern, die Hamas ud die Muslmbrüder in Syrien zügelt und nicht mit dem Iran gemeinsame Sache gegen Israel macht. Aber noch nichts ist gewiss.Dennoch muss man sehen, dass die Muslimbrüder eien anderen Kurs als AKP-Erdogan/Türkei eingeschlagen haben. Erdogans Besuch in Ägypten wurde von den Muslimbrüdern hoch gelobt, aber sein Statement, dass man Religion und Staat trennen solle, wurde tulichst verschwiegen.Zumal gibt es schon eine Muslimbruderschaftabsplitterung namens Al-Wasat, die für einen moderaten Islamismus eintreten, aber nur 1% der Stimmen einfuhren. Was also die Muslimbrüder wirklich wollen, können wir nur anhand ihrer Taten beurteilen&#8211;und da ist es eben schon sionnvll, wenn man da eine geiegite Gegenkraft wie die National Salvation Front der S<br />
äkularen und moderaten Muslime aufmacht. Da hab´ich es mit Lenin: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Szenario: Ägypten-Syrien-Iran-Russland-China versus the West von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/15/szenario-agypten-syrien-iran-russland-china-versus-the-west/#comment-805</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 17:10:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1368#comment-805</guid>
		<description>Zu Dr.X
&quot;Lieber Herr Ostner,

zu 1: In allen arabischen Staaten dominiert zur Zeit die
Auseinandersetzung mit dem inneren Feind alles andere. Selbst die
Palästinenser streiten sich untereinander mehr als mit Israel.&quot;

Das ist eben eine Momentanaufnahme: &quot;zur Zeit&quot;. Aber meine Artikel drehte sich ja darum, was passieren könnte, wenn sich die Muslimbrüder als vorherrschende Kraft nach innen etzabliert haben und dann einen ganz anderen--nicht mehr so moderaten Kurs einschlagen.Wenn die Hamas nicht nur Gaza, sondern auch das Westjordanland unter ihrer Kontrolle hat und von den Muslimbrüdern Ägyptens und Syriens unterstützt wird.Zudem, wenn Iran doch mal Atomwaffen haben sollte. Und China da auch mehr eine Rolle spielen wollte.Das Hauptargument von Floh Beck leuchtet mir ein: China ist vor allem daran interessiert, dass der Suezkanal und der Perische Golf befahrbar bleibt, da es sein Öl und seine Warenströme nach Europa bringt. Da ist es eher an einer Deeskalition in Sachen Konflikten mit Iran und Israel interessiert. Und Russland möchte vor allem einen Ausweichstützpunkt fürs Mittelmeer antsatt Syrien, aber sich auch nict in einen Krieg mit Isreale reinbegeben, zumal auch viele Israelis ehemalige Sowjetunionler sind. Das schliesst aber nicht aus, dass Muslimbrüder, Hamas und Iran trotzdem gegen Israel eine Stunkallianz gegen Israel eingehen. Das ist nicht ausgemacht und ich würde mich freuen, wenn Dr. X recht hätte, dass solch einen sunnitisch-schiitische Achse nicht belastbar wäre. Warten wir es also ab!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Dr.X<br />
&#8220;Lieber Herr Ostner,</p>
<p>zu 1: In allen arabischen Staaten dominiert zur Zeit die<br />
Auseinandersetzung mit dem inneren Feind alles andere. Selbst die<br />
Palästinenser streiten sich untereinander mehr als mit Israel.&#8221;</p>
<p>Das ist eben eine Momentanaufnahme: &#8220;zur Zeit&#8221;. Aber meine Artikel drehte sich ja darum, was passieren könnte, wenn sich die Muslimbrüder als vorherrschende Kraft nach innen etzabliert haben und dann einen ganz anderen&#8211;nicht mehr so moderaten Kurs einschlagen.Wenn die Hamas nicht nur Gaza, sondern auch das Westjordanland unter ihrer Kontrolle hat und von den Muslimbrüdern Ägyptens und Syriens unterstützt wird.Zudem, wenn Iran doch mal Atomwaffen haben sollte. Und China da auch mehr eine Rolle spielen wollte.Das Hauptargument von Floh Beck leuchtet mir ein: China ist vor allem daran interessiert, dass der Suezkanal und der Perische Golf befahrbar bleibt, da es sein Öl und seine Warenströme nach Europa bringt. Da ist es eher an einer Deeskalition in Sachen Konflikten mit Iran und Israel interessiert. Und Russland möchte vor allem einen Ausweichstützpunkt fürs Mittelmeer antsatt Syrien, aber sich auch nict in einen Krieg mit Isreale reinbegeben, zumal auch viele Israelis ehemalige Sowjetunionler sind. Das schliesst aber nicht aus, dass Muslimbrüder, Hamas und Iran trotzdem gegen Israel eine Stunkallianz gegen Israel eingehen. Das ist nicht ausgemacht und ich würde mich freuen, wenn Dr. X recht hätte, dass solch einen sunnitisch-schiitische Achse nicht belastbar wäre. Warten wir es also ab!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-804</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 16:44:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-804</guid>
		<description>Hallo Floh,

zumal müsste dir klar sein, dass das Wort &quot;Weltuntergang&quot; ja im Zusammenhang mit dem Mayakalender gewählt wurde, um eine Brücke zu schlagen zu Peak Oil.Ich wollte mit dem Artikel eigentlich klar machen, dass es zwar keinen Maya-Kalenderuntergang gibt, aber, dass wir als Menschheit ein riesiges Problem für die Zukunft haben, eben Peak OIl. Und dies zu relativieren, zu verharmlosen, kleinzureden, zu beschönigen, führt zielgerichetet eben in eine Art Zivilisationskrise und quasi Weltuntergang.Klar könnten wir auch wie die Amish-People oder die Taliban dann existieren--aber wollen wir das? Und selbst dieser asketische Lebenstil wäre dann wiederum auch noch zu verschwenderisch angesichts einer explodierten Weltbevölkerung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Floh,</p>
<p>zumal müsste dir klar sein, dass das Wort &#8220;Weltuntergang&#8221; ja im Zusammenhang mit dem Mayakalender gewählt wurde, um eine Brücke zu schlagen zu Peak Oil.Ich wollte mit dem Artikel eigentlich klar machen, dass es zwar keinen Maya-Kalenderuntergang gibt, aber, dass wir als Menschheit ein riesiges Problem für die Zukunft haben, eben Peak OIl. Und dies zu relativieren, zu verharmlosen, kleinzureden, zu beschönigen, führt zielgerichetet eben in eine Art Zivilisationskrise und quasi Weltuntergang.Klar könnten wir auch wie die Amish-People oder die Taliban dann existieren&#8211;aber wollen wir das? Und selbst dieser asketische Lebenstil wäre dann wiederum auch noch zu verschwenderisch angesichts einer explodierten Weltbevölkerung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-803</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 16:27:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-803</guid>
		<description>Hallo Floh,

 

&quot;Weltuntergang&quot; wahrscheinlich nicht, aber ich würde einmal die Umstellung auf eine postfossile Gesellschaft als doch sehr einschneidende Zäsur sehen, deren Realisierung zudem auch noch fraglich ist.Mit welchem anderen Treibstoff als Öl und Gas will man denn die ganze Infraverkehrsstruktur aufrecht erhalten. Nun sag´bitte nicht: Elektroautos.&quot;Neu&quot; ist das Thema nicht--seit der Ölkrise 1973 und dem Club of Rome werden solche Szenarien schon diskutiert.&quot;Neu&quot; daran aber ist,wenn du denn die Bundeswehrstudie gelesen haben solltest, dass es in den 70er Jahren noch mehr als genug optimitische Stimmen gab, die es heute eben nicht mehr gibt. Die Bundeswehrstudie zeigt die wesentlichen Prognosen in ihrer Graphik und die sprechen alle für Peak OIl.Bisher waren wir nur mit Ölpresien von maximal 250 Dollar pro Barrel konfrontiert und das zumeistens kurzfristig--eine ganz andere Sache wird dies aber, wenn die Ära des billigen Öls endgültig vorrüber ist und das knotinuierlich und langfristig.Die Studie macht ja klar, dass es vom Zerbrechen der EU, der NATO, der Machtübernahme faschistischer oder linksextremsitischer Parteien, zu Resourcenkriegen, Einschnitten in der Versorgungslage mit Nahrungsmitteln, Zusammenbruch der Globalisierung infolge steigender Transportkosten,Zusammenbruch von ländlichen und urbanen Siedlungsstrukturen, etc zu sehr vielen katastrophalen Ergebnissen führen kann.Wenn sich die Bundeswehr damit beschäftigt, bedeutet dies, dass sie die gesellschaftliche Stabilität oder wie man das so schön euphemistisch nennt, eben auch mit Gewalt und mittels einer Militärdiktatur bereit ist aufrechtzuerhalten.Zumindesten ist klar, dass Peak OIl der einschneidenste Zivilisationsbruch unserer Neuzeit sein wird, insofern man jetzt nicht beginnt. Alternativen zum Öl und Gas zu erforschen.Dass es noch kein internationales Peakoil-Forschungsprojekt gibt wie etwa ITER und ISS kann man zweierlei lesen: Die Sache ist doch nicht so dringende oder aber eben--und das glaube ich--sie wird verdrängt. Irgendwie wird´s schon weiter gehen und in diese falsche Sicherheit hüllt uns ja jetzt auch die Fracking Revolution. Das Problem ist damit zwar aufgeschoben--zumal unter enormen ökologischen Zerstörungen--aber eben nicht aufgehoben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Floh,</p>
<p>&#8220;Weltuntergang&#8221; wahrscheinlich nicht, aber ich würde einmal die Umstellung auf eine postfossile Gesellschaft als doch sehr einschneidende Zäsur sehen, deren Realisierung zudem auch noch fraglich ist.Mit welchem anderen Treibstoff als Öl und Gas will man denn die ganze Infraverkehrsstruktur aufrecht erhalten. Nun sag´bitte nicht: Elektroautos.&#8221;Neu&#8221; ist das Thema nicht&#8211;seit der Ölkrise 1973 und dem Club of Rome werden solche Szenarien schon diskutiert.&#8221;Neu&#8221; daran aber ist,wenn du denn die Bundeswehrstudie gelesen haben solltest, dass es in den 70er Jahren noch mehr als genug optimitische Stimmen gab, die es heute eben nicht mehr gibt. Die Bundeswehrstudie zeigt die wesentlichen Prognosen in ihrer Graphik und die sprechen alle für Peak OIl.Bisher waren wir nur mit Ölpresien von maximal 250 Dollar pro Barrel konfrontiert und das zumeistens kurzfristig&#8211;eine ganz andere Sache wird dies aber, wenn die Ära des billigen Öls endgültig vorrüber ist und das knotinuierlich und langfristig.Die Studie macht ja klar, dass es vom Zerbrechen der EU, der NATO, der Machtübernahme faschistischer oder linksextremsitischer Parteien, zu Resourcenkriegen, Einschnitten in der Versorgungslage mit Nahrungsmitteln, Zusammenbruch der Globalisierung infolge steigender Transportkosten,Zusammenbruch von ländlichen und urbanen Siedlungsstrukturen, etc zu sehr vielen katastrophalen Ergebnissen führen kann.Wenn sich die Bundeswehr damit beschäftigt, bedeutet dies, dass sie die gesellschaftliche Stabilität oder wie man das so schön euphemistisch nennt, eben auch mit Gewalt und mittels einer Militärdiktatur bereit ist aufrechtzuerhalten.Zumindesten ist klar, dass Peak OIl der einschneidenste Zivilisationsbruch unserer Neuzeit sein wird, insofern man jetzt nicht beginnt. Alternativen zum Öl und Gas zu erforschen.Dass es noch kein internationales Peakoil-Forschungsprojekt gibt wie etwa ITER und ISS kann man zweierlei lesen: Die Sache ist doch nicht so dringende oder aber eben&#8211;und das glaube ich&#8211;sie wird verdrängt. Irgendwie wird´s schon weiter gehen und in diese falsche Sicherheit hüllt uns ja jetzt auch die Fracking Revolution. Das Problem ist damit zwar aufgeschoben&#8211;zumal unter enormen ökologischen Zerstörungen&#8211;aber eben nicht aufgehoben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mayakalender, Weltuntergang und Peak Oil von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/#comment-801</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 23:57:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1374#comment-801</guid>
		<description>&lt;p&gt;Ein Weltuntergangsszenarium kann ich im »Peak Oil« auch nicht sehen. Der Spiegel-Artikel meint, man mache sich sorgen. Die andere Quelle wird etwas konkreter, da ist dann davon die Rede, dass die Bevölkerung Vertrauen verlieren könnte. So ist das eben: Die Staaten haben die Aufgabe ihre Bevölkerung zu kontrollieren und es wird genau Acht darauf gegeben, unter welchen Umständen das nicht mehr so gut funktionieren könnte. Die strategische Einschätzung der Folgen durch die Bundeswehr finde ich nicht besonders überraschend.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber was ist mit dem Hintergrund?
Dass Öl kein unbegrenzter Rohstoff ist, weiß man. Die zu erwartenden Szenarien hängen natürlich davon ab, wie plötzlich der Angebotseinbruch kommt und wie schnell sich die Wirtschaft umstellen kann. Ein erster Blick in die »Studie« (125 Seiten) zeigt, gibt da nicht viel her. Überhaupt scheint mir da nicht viel brisantes vorhanden: es werden OECD-Daten und Zeitungsartikel ausgewertet und dann gibt es viel »könnte« und »würde«.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Studie gibt es übrigens &lt;a href=&quot;http://www.bundeswehr.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzIzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4Mzg2ZjY2Nzk2NzYxNzcyMDIwMjAyMDIw/Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Unter der alten Adresse ist sie nicht mehr zu finden, weil das federführende »Zentrum für Transformation der Bundeswehr« mittlerweile aufgelöst worden ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dass man die Krise durch neue Funde hinausschieben kann, ist sicher richtig. Aber zur Zeit wird eher über Verringerungen des CO2-Ausstoßes verhandelt. Und das macht nur Sinn, wenn man auch die bekannten Rohstoffvorkommen nicht ausschöpft.
&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Weltuntergangsszenarium kann ich im »Peak Oil« auch nicht sehen. Der Spiegel-Artikel meint, man mache sich sorgen. Die andere Quelle wird etwas konkreter, da ist dann davon die Rede, dass die Bevölkerung Vertrauen verlieren könnte. So ist das eben: Die Staaten haben die Aufgabe ihre Bevölkerung zu kontrollieren und es wird genau Acht darauf gegeben, unter welchen Umständen das nicht mehr so gut funktionieren könnte. Die strategische Einschätzung der Folgen durch die Bundeswehr finde ich nicht besonders überraschend.
</p>
<p>
Aber was ist mit dem Hintergrund?<br />
Dass Öl kein unbegrenzter Rohstoff ist, weiß man. Die zu erwartenden Szenarien hängen natürlich davon ab, wie plötzlich der Angebotseinbruch kommt und wie schnell sich die Wirtschaft umstellen kann. Ein erster Blick in die »Studie« (125 Seiten) zeigt, gibt da nicht viel her. Überhaupt scheint mir da nicht viel brisantes vorhanden: es werden OECD-Daten und Zeitungsartikel ausgewertet und dann gibt es viel »könnte« und »würde«.
</p>
<p>
Die Studie gibt es übrigens <a href="http://www.bundeswehr.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzIzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4Mzg2ZjY2Nzk2NzYxNzcyMDIwMjAyMDIw/Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen.pdf" rel="nofollow">hier</a>. Unter der alten Adresse ist sie nicht mehr zu finden, weil das federführende »Zentrum für Transformation der Bundeswehr« mittlerweile aufgelöst worden ist.
</p>
<p>
Dass man die Krise durch neue Funde hinausschieben kann, ist sicher richtig. Aber zur Zeit wird eher über Verringerungen des CO2-Ausstoßes verhandelt. Und das macht nur Sinn, wenn man auch die bekannten Rohstoffvorkommen nicht ausschöpft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Szenario: Ägypten-Syrien-Iran-Russland-China versus the West von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/15/szenario-agypten-syrien-iran-russland-china-versus-the-west/#comment-795</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2012 23:35:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1368#comment-795</guid>
		<description>Von Ralf Ostner:
Zu Floh Beck: 

	Richtig und beruhigend ist, dass Mursi sich bisher noch nicht als
panislamischen Visionär betätigt hat. Aber sind wir uns sicher, dass
er dies in Zukunft nicht doch versuchen wird? Meiner Ansicht nach ist
das ägyptisch-iranische Verhältnis noch nicht ausgemacht.Im Westen
wird die Rede Mursis leider auf seine Statements zu Syrien verkürzt,
wobei er zu einem Sturz Assads aufrief, der ja von Iran unterstützt
wird.Aber nach Assads Sturz, könnten die Karten neu gemischt
werden.Denn Mursi stellte in seiner Rede viele Gemeinsamkeiten mit dem
Iran heraus, was weniger beachtet wurde.Aber warten wir es ab. Die
Drohung den Assuanstaudamm zu bombadieren stammt vom israelischen
Aussenminister Avigdor Liebermann, schwebt also doch immer als
potentielle Option im Hintergrund, sollte sich Ägypten unbotmässig
verhalten.Wie sich Deutschland speziell zum arabischen Frühling und
Israel/Iran verhält, wäre einmal einen eigenen Artikel wert.Es
versucht zumindestens in den Arabellionstaten das Entstehen einer
Demokratie zu fördern, während es in den Golfstaaten auf die
etablierten Herrscher setzt und diese mit Waffen beliefert (z.B.
Saudiarabien mit Leopardpanzern,etc.).

	Zu dem Artikel folgende Korrespondenz zwischen Dr.X und mir als
Kommentare: 

	Lieber Herr Ostner, 

	1. Das Achsenszenario stimmt nicht! Es gibt keine Achsen des Bösen
mehr, sondern interessen- und teilweise historisch-religiös
begründete Verbindungslinien, die aber schwächer sind als Achsen der
Vergangenheit. 

	Welche Verbindungslinien sehe ich? Zunächst einmal eine Verbindung
Moskau - Erewan - Damaskus, flankiert von der Verbindungslinie Teheran
- Damaskus - Hezbollah - Hamas. 

	2. Welche Verbindungslinien sehe ich nicht? Verbindungen der
sunnitischen Muslimbrüder zu den Schiiten halte ich für nicht
belastbar. Die Muslimbrüder stehen gegen die Alawiten in Syrien,
versuchen die Hamas aus der Verbindung mit den libanesischen Schiiten
und Teheran zu lösen. Hier gibt es auch überschneidende Interessen
mit den USA. 

	3. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung wage ich keine Prognosen.
Die Muslimbrüder sollte man weder verharmlosen noch verteufeln. Sie
sind ein Machtfaktor, mit dem zu rechnen ist, und der auch die
wirtschaftlichen und sozialen Interesses seiner Mitglieder im Auge
haben muss (Ägyptens Mittelschicht und Kleinbürgertum, nicht die
Oberschicht, aber auch nicht unbedingt die Masse der ländlichen
Bevölkerung). 

	4. M. E. sind zur Zeit der politische Rahmen und die Perspektiven der
polit. Entwicklung völlig unübersichtlich und unvorhersehbar. 

	Dr.X 

	Lieber Dr. X, 

	1)dennoch könnte die Versuchung auch der ägyptischen und syrischen
Muslimbruderschaft gross sein den äusseren Feind Israel wieder ins
Spiel zu bringen. Speziell in diesem Punkt könnte es eben schon zu
einer Art antizionistischen Verbindung
Muslimbrüder-Ägypten-Syrien-Iran kommen. 

	2) Ein zweiter Punkt meiner Überlegungen ist das ägyptische
Militär.Unter Sadat war das noch eine 900 000-Manntruppe und wurde
dann auf 500 000 abgerüstet.Dennoch sind 500 000 Soldaten eine ganze
Menge. Da dürfte auch einmal die Frage kommen, vor welchem äusseren
Feind man ein derartiges Massenheer braucht. Denkbar sind da
eigentlich nur 3 Szenarios: 1) Lybien, 2) Sudan (speziell: potentielle
Wasserkonflikte um den Nil), 3) Israel.Speziell der dritte Punkt
könnte für die Relitmierung des Militärs in Identitätskrise
wichtig werden und da auch mit den Muslimbrüdern accord gehen. 

	3) Als mässigende Einflüsse auf die Muslimbrüder sehe ich deren
ökonomische Abhängigkeiten von dem IWF, Katar (das laut RIA/Nowostoi
Ägypten einen 18 Mrd.Dollarkredit bewilligen will) sowie auch den USA
und der EU. Wahrscheinlich werden die Muslimbrüder versuchen hier mit
China ein Gegengewicht zu setzen--deswegen ging der erste Staatsbesuch
Mursis auch nach China. 

	Beste Grüsse 

	Ralf Ostner 

	Lieber Herr Ostner, 

	zu 1: In allen arabischen Staaten dominiert zur Zeit die
Auseinandersetzung mit dem inneren Feind alles andere. Selbst die
Palästinenser streiten sich untereinander mehr als mit Israel. 

	zu 2: Das Massenheer wird in Ägypten primär zur Absicherung des
militärischen Staates im Staate gebraucht - imperium in imperio. Die
ägyptischen Generäle haben mit Sicherheit kein Interesse daran, ihre
Pfründe und ihr Leben in einem Krieg gegen die hoffnungslos
überlegenen Israelis aufs Spiel zu setzen. Auch hier; Der Feind der
eigenen Interessen stehen im Innern des Landes 

	zu 3: d&#039;accordo. 

	Aber: Zu beobachten bleibt das Treiben des Muslimbrüder allemal. An
ihren Taten sollt Ihr sie erkennen! 

	Beste Grüße 

	Ihr 

	Dr.X 

	Lieber Dr. X, 

	in diesen Punkten haben sie recht.Es ist immer gut mal den
Contrastandpunkt zu hören.Noch zur panislamischen,antizionistischen
Achse.Was dagegen sprechen könnte sind auch die geschichtlichen
Erfahrugen mit dem Panarabismus.Syrien, Nasser-Ägypten und Irak waren
ja auch mal Vorreiter des Panarabismus mit antizionistischer
Stossrichtung.Dennoch kam es nie zu einer Einigung zwischen diesen
Staaten, oder einer dauerfristigen antiisrealischen Achse (spätestens
nach 1973 war es damit vorbei) waren die beiden Baathparteien Syriens
und Iraks mehr zerstritten als mit Israel und wurde auch nichts aus
den Fusionen von Nasserägypten.Warum sollte es einer panislamischen
Achse anders ergehen?Möglicherweise hat der Verfassungsschutz recht,
der meint unter den Muslimbrüdern erwarte uns &quot;Realpolitik mit
islamischen Werten&quot;.Aber warten wir es ab---wie sie richtig sagten: An
ihren Taten sollt ihr sie erkennen. 

	Mit besten Grüssen 

	Ralf Ostner</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ralf Ostner:<br />
Zu Floh Beck: </p>
<p>	Richtig und beruhigend ist, dass Mursi sich bisher noch nicht als<br />
panislamischen Visionär betätigt hat. Aber sind wir uns sicher, dass<br />
er dies in Zukunft nicht doch versuchen wird? Meiner Ansicht nach ist<br />
das ägyptisch-iranische Verhältnis noch nicht ausgemacht.Im Westen<br />
wird die Rede Mursis leider auf seine Statements zu Syrien verkürzt,<br />
wobei er zu einem Sturz Assads aufrief, der ja von Iran unterstützt<br />
wird.Aber nach Assads Sturz, könnten die Karten neu gemischt<br />
werden.Denn Mursi stellte in seiner Rede viele Gemeinsamkeiten mit dem<br />
Iran heraus, was weniger beachtet wurde.Aber warten wir es ab. Die<br />
Drohung den Assuanstaudamm zu bombadieren stammt vom israelischen<br />
Aussenminister Avigdor Liebermann, schwebt also doch immer als<br />
potentielle Option im Hintergrund, sollte sich Ägypten unbotmässig<br />
verhalten.Wie sich Deutschland speziell zum arabischen Frühling und<br />
Israel/Iran verhält, wäre einmal einen eigenen Artikel wert.Es<br />
versucht zumindestens in den Arabellionstaten das Entstehen einer<br />
Demokratie zu fördern, während es in den Golfstaaten auf die<br />
etablierten Herrscher setzt und diese mit Waffen beliefert (z.B.<br />
Saudiarabien mit Leopardpanzern,etc.).</p>
<p>	Zu dem Artikel folgende Korrespondenz zwischen Dr.X und mir als<br />
Kommentare: </p>
<p>	Lieber Herr Ostner, </p>
<p>	1. Das Achsenszenario stimmt nicht! Es gibt keine Achsen des Bösen<br />
mehr, sondern interessen- und teilweise historisch-religiös<br />
begründete Verbindungslinien, die aber schwächer sind als Achsen der<br />
Vergangenheit. </p>
<p>	Welche Verbindungslinien sehe ich? Zunächst einmal eine Verbindung<br />
Moskau &#8211; Erewan &#8211; Damaskus, flankiert von der Verbindungslinie Teheran<br />
- Damaskus &#8211; Hezbollah &#8211; Hamas. </p>
<p>	2. Welche Verbindungslinien sehe ich nicht? Verbindungen der<br />
sunnitischen Muslimbrüder zu den Schiiten halte ich für nicht<br />
belastbar. Die Muslimbrüder stehen gegen die Alawiten in Syrien,<br />
versuchen die Hamas aus der Verbindung mit den libanesischen Schiiten<br />
und Teheran zu lösen. Hier gibt es auch überschneidende Interessen<br />
mit den USA. </p>
<p>	3. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung wage ich keine Prognosen.<br />
Die Muslimbrüder sollte man weder verharmlosen noch verteufeln. Sie<br />
sind ein Machtfaktor, mit dem zu rechnen ist, und der auch die<br />
wirtschaftlichen und sozialen Interesses seiner Mitglieder im Auge<br />
haben muss (Ägyptens Mittelschicht und Kleinbürgertum, nicht die<br />
Oberschicht, aber auch nicht unbedingt die Masse der ländlichen<br />
Bevölkerung). </p>
<p>	4. M. E. sind zur Zeit der politische Rahmen und die Perspektiven der<br />
polit. Entwicklung völlig unübersichtlich und unvorhersehbar. </p>
<p>	Dr.X </p>
<p>	Lieber Dr. X, </p>
<p>	1)dennoch könnte die Versuchung auch der ägyptischen und syrischen<br />
Muslimbruderschaft gross sein den äusseren Feind Israel wieder ins<br />
Spiel zu bringen. Speziell in diesem Punkt könnte es eben schon zu<br />
einer Art antizionistischen Verbindung<br />
Muslimbrüder-Ägypten-Syrien-Iran kommen. </p>
<p>	2) Ein zweiter Punkt meiner Überlegungen ist das ägyptische<br />
Militär.Unter Sadat war das noch eine 900 000-Manntruppe und wurde<br />
dann auf 500 000 abgerüstet.Dennoch sind 500 000 Soldaten eine ganze<br />
Menge. Da dürfte auch einmal die Frage kommen, vor welchem äusseren<br />
Feind man ein derartiges Massenheer braucht. Denkbar sind da<br />
eigentlich nur 3 Szenarios: 1) Lybien, 2) Sudan (speziell: potentielle<br />
Wasserkonflikte um den Nil), 3) Israel.Speziell der dritte Punkt<br />
könnte für die Relitmierung des Militärs in Identitätskrise<br />
wichtig werden und da auch mit den Muslimbrüdern accord gehen. </p>
<p>	3) Als mässigende Einflüsse auf die Muslimbrüder sehe ich deren<br />
ökonomische Abhängigkeiten von dem IWF, Katar (das laut RIA/Nowostoi<br />
Ägypten einen 18 Mrd.Dollarkredit bewilligen will) sowie auch den USA<br />
und der EU. Wahrscheinlich werden die Muslimbrüder versuchen hier mit<br />
China ein Gegengewicht zu setzen&#8211;deswegen ging der erste Staatsbesuch<br />
Mursis auch nach China. </p>
<p>	Beste Grüsse </p>
<p>	Ralf Ostner </p>
<p>	Lieber Herr Ostner, </p>
<p>	zu 1: In allen arabischen Staaten dominiert zur Zeit die<br />
Auseinandersetzung mit dem inneren Feind alles andere. Selbst die<br />
Palästinenser streiten sich untereinander mehr als mit Israel. </p>
<p>	zu 2: Das Massenheer wird in Ägypten primär zur Absicherung des<br />
militärischen Staates im Staate gebraucht &#8211; imperium in imperio. Die<br />
ägyptischen Generäle haben mit Sicherheit kein Interesse daran, ihre<br />
Pfründe und ihr Leben in einem Krieg gegen die hoffnungslos<br />
überlegenen Israelis aufs Spiel zu setzen. Auch hier; Der Feind der<br />
eigenen Interessen stehen im Innern des Landes </p>
<p>	zu 3: d&#8217;accordo. </p>
<p>	Aber: Zu beobachten bleibt das Treiben des Muslimbrüder allemal. An<br />
ihren Taten sollt Ihr sie erkennen! </p>
<p>	Beste Grüße </p>
<p>	Ihr </p>
<p>	Dr.X </p>
<p>	Lieber Dr. X, </p>
<p>	in diesen Punkten haben sie recht.Es ist immer gut mal den<br />
Contrastandpunkt zu hören.Noch zur panislamischen,antizionistischen<br />
Achse.Was dagegen sprechen könnte sind auch die geschichtlichen<br />
Erfahrugen mit dem Panarabismus.Syrien, Nasser-Ägypten und Irak waren<br />
ja auch mal Vorreiter des Panarabismus mit antizionistischer<br />
Stossrichtung.Dennoch kam es nie zu einer Einigung zwischen diesen<br />
Staaten, oder einer dauerfristigen antiisrealischen Achse (spätestens<br />
nach 1973 war es damit vorbei) waren die beiden Baathparteien Syriens<br />
und Iraks mehr zerstritten als mit Israel und wurde auch nichts aus<br />
den Fusionen von Nasserägypten.Warum sollte es einer panislamischen<br />
Achse anders ergehen?Möglicherweise hat der Verfassungsschutz recht,<br />
der meint unter den Muslimbrüdern erwarte uns &#8220;Realpolitik mit<br />
islamischen Werten&#8221;.Aber warten wir es ab&#8212;wie sie richtig sagten: An<br />
ihren Taten sollt ihr sie erkennen. </p>
<p>	Mit besten Grüssen </p>
<p>	Ralf Ostner</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Szenario: Ägypten-Syrien-Iran-Russland-China versus the West von Florian Beck</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/12/15/szenario-agypten-syrien-iran-russland-china-versus-the-west/#comment-791</link>
		<dc:creator>Florian Beck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2012 00:50:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1368#comment-791</guid>
		<description>Mir gefällt das »wir« im ersten Satz nicht besonders, weil der Ort des Denkens ja keine große Rolle spielt. Es sei denn, du verbindest das mit jeweiligen Interessen. Aber ich bin kein Regierungsberater und möchte mich keineswegs mit denen der »Hauptstädte Europas« (welche sind das?) geschweige denn denen der Deutschen gemein machen.

Nehmen wir also an, wir sollten das auch hier diskutieren. Das geschieht ja ohnehin. Du meist offenbar, es wird zu wenig über den Extremfall diskutiert. Hypothetisch.

1. Die »Achse«, wenn sie den Iran einschließt, ist nicht die der Muslimbrüder. Sie wird also in jedem Fall heterogen sein. Morsi hat sich ja keineswegs als panislamischer Führer inszeniert.
2. Bemerkenswerter als deine internationale Konfrontationen finde ich zumindest die lokale Islamisierung. Bemerkenswert ist dann aber auch der lokale Widerstand dagegen.
3. Die polit-ökonomischen Interessen Russlands und Chinas sehen (fast) gänzlich von Israel ab. Das ist eine Gefahr, heißt aber nicht, dass sie einen islamischen Angriff unterstützen würden. Selbst im Extremfall wäre allenfalls eine Einschränkung der israelischen Marine zu erwarten.
4. Von der »Bombadierung des Assuanstaudamms« zu sprechen, scheint mir anti-israelische Propaganda. Das hat niemand vor (und in Israel nimmt man gegenwärtig kein Blatt vor den Mund). Eine islamistische Allianz wäre sicher schlecht, aber mit Ausnahme Ägyptens gibt es ohnehin keine Friedensverträge. Krieg gegen Israel war offizielle Politik.
5. Der arabische Frühling hat es zu keinem Sommer gebracht; immerhin ist der Islamismus nicht unumstritten, sondern sieht sich einer Opposition gegenüber. Dass der Islamismus nicht mehr unterdrückt wird, ist natürlich schlecht; ebenso verletzlicher wird er gegenüber Opposition.

Viel interessanter fände ich die Frage: Wenn Israel sich eine solchen Allianz gegenüber sähe, wie würde sich Deutschland verhalten? Wenn der Iran Atomwaffen hat, was kommt es dann noch auf Ägypten an? Und: Wie verhalten sich die Deutschen, wenn Israel einem iranischen Atomschlag zuvor kommt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir gefällt das »wir« im ersten Satz nicht besonders, weil der Ort des Denkens ja keine große Rolle spielt. Es sei denn, du verbindest das mit jeweiligen Interessen. Aber ich bin kein Regierungsberater und möchte mich keineswegs mit denen der »Hauptstädte Europas« (welche sind das?) geschweige denn denen der Deutschen gemein machen.</p>
<p>Nehmen wir also an, wir sollten das auch hier diskutieren. Das geschieht ja ohnehin. Du meist offenbar, es wird zu wenig über den Extremfall diskutiert. Hypothetisch.</p>
<p>1. Die »Achse«, wenn sie den Iran einschließt, ist nicht die der Muslimbrüder. Sie wird also in jedem Fall heterogen sein. Morsi hat sich ja keineswegs als panislamischer Führer inszeniert.<br />
2. Bemerkenswerter als deine internationale Konfrontationen finde ich zumindest die lokale Islamisierung. Bemerkenswert ist dann aber auch der lokale Widerstand dagegen.<br />
3. Die polit-ökonomischen Interessen Russlands und Chinas sehen (fast) gänzlich von Israel ab. Das ist eine Gefahr, heißt aber nicht, dass sie einen islamischen Angriff unterstützen würden. Selbst im Extremfall wäre allenfalls eine Einschränkung der israelischen Marine zu erwarten.<br />
4. Von der »Bombadierung des Assuanstaudamms« zu sprechen, scheint mir anti-israelische Propaganda. Das hat niemand vor (und in Israel nimmt man gegenwärtig kein Blatt vor den Mund). Eine islamistische Allianz wäre sicher schlecht, aber mit Ausnahme Ägyptens gibt es ohnehin keine Friedensverträge. Krieg gegen Israel war offizielle Politik.<br />
5. Der arabische Frühling hat es zu keinem Sommer gebracht; immerhin ist der Islamismus nicht unumstritten, sondern sieht sich einer Opposition gegenüber. Dass der Islamismus nicht mehr unterdrückt wird, ist natürlich schlecht; ebenso verletzlicher wird er gegenüber Opposition.</p>
<p>Viel interessanter fände ich die Frage: Wenn Israel sich eine solchen Allianz gegenüber sähe, wie würde sich Deutschland verhalten? Wenn der Iran Atomwaffen hat, was kommt es dann noch auf Ägypten an? Und: Wie verhalten sich die Deutschen, wenn Israel einem iranischen Atomschlag zuvor kommt?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Wüste des deutschen Rechtsintellektualismus von Rechts gegen Rechts: Über die Wichtigkeit der &#8220;Islamkritik&#8221; &#171; Kaiserliche Majestät</title>
		<link>http://www.global-review.info/2011/12/04/die-wuste-des-deutschen-rechtsintellektualismus/#comment-691</link>
		<dc:creator>Rechts gegen Rechts: Über die Wichtigkeit der &#8220;Islamkritik&#8221; &#171; Kaiserliche Majestät</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 17:32:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=802#comment-691</guid>
		<description>[...] empfehlen, unter welchem Jakobinder die Situation des deutschen Rechtsintellektualismus untersucht: http://www.global-review.info/2011/12/04/die-wuste-des-deutschen-rechtsintellektualismus/ Share this:TwitterFacebookLike this:LikeBe the first to like [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div style="">
<p>[...] empfehlen, unter welchem Jakobinder die Situation des deutschen Rechtsintellektualismus untersucht: <a href="http://www.global-review.info/2011/12/04/die-wuste-des-deutschen-rechtsintellektualismus/" rel="nofollow">http://www.global-review.info/2011/12/04/die-wuste-des-deutschen-rechtsintellektualismus/</a> Share this:TwitterFacebookLike this:LikeBe the first to like [...]</p>
</div>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ägypten: Schulterschluss zwischen Muslimbrüdern und Militär und China? von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/08/16/agypten-schulterschluss-zwischen-muslimbrudern-und-militar/#comment-622</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2012 13:13:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1217#comment-622</guid>
		<description>Thomas Wagner kommentierte:

Hallo Ralf, 
 
ich halte eine &quot;Pakistanisiereung&quot; Ägyptens definitiv für wahrscheinlicher. Ich kann dieses dumme Mantra von der &quot;Demokratie&quot;, das die Verkünder starr ideologisch 
predigen und im Grunde nur Liberaliserung der Märkte meinen, nicht mehr hören! Es sollte sich bei diesen Idioten herumgesprochen haben, dass nicht jeder Kulturkreis die 
gleiche Entwicklung durchlaufen hat. Vom Kommunismus könnten sie lernen: man kann nicht jedem Kulturkreis marktliberale Vorstellungen übrerstülpen. 
Wenn, wie in Libyen Stammesstrukturen herrschen, sitzen dort die Machtträger und lassen sich auch nicht einfach mal schnell vetreiben. 
 
Ich teile deine Befürchtungen bez. Ägypten voll und ganz. Die dort herrschende bittere Armut lässt sich nicht mit feuchten Sprüchen von der demokratischen Gesellschaft bannen. 
Ich würde mir wünschen, dass Mursi an Camp David festhält. Aber ich habe hier auch meine Zweifel. Ich hoffe, Mursi hat Augenmaß genug, die neue Verfassung ausgewogen zu gestalten. Es wäre ein Gkück für Ägypten und für uns, wenn sich Mursi zu einer Art islamischen Franz Josef Strauß entwickeln würde: stets die Religion im Blick, autoritäre Position 
und gleichzeitig Offenheit für Innovationen...aber das sind meine Wünsche! 
 
Liebe Grüße
 
Tom</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Wagner kommentierte:</p>
<p>Hallo Ralf, </p>
<p>ich halte eine &#8220;Pakistanisiereung&#8221; Ägyptens definitiv für wahrscheinlicher. Ich kann dieses dumme Mantra von der &#8220;Demokratie&#8221;, das die Verkünder starr ideologisch<br />
predigen und im Grunde nur Liberaliserung der Märkte meinen, nicht mehr hören! Es sollte sich bei diesen Idioten herumgesprochen haben, dass nicht jeder Kulturkreis die<br />
gleiche Entwicklung durchlaufen hat. Vom Kommunismus könnten sie lernen: man kann nicht jedem Kulturkreis marktliberale Vorstellungen übrerstülpen.<br />
Wenn, wie in Libyen Stammesstrukturen herrschen, sitzen dort die Machtträger und lassen sich auch nicht einfach mal schnell vetreiben. </p>
<p>Ich teile deine Befürchtungen bez. Ägypten voll und ganz. Die dort herrschende bittere Armut lässt sich nicht mit feuchten Sprüchen von der demokratischen Gesellschaft bannen.<br />
Ich würde mir wünschen, dass Mursi an Camp David festhält. Aber ich habe hier auch meine Zweifel. Ich hoffe, Mursi hat Augenmaß genug, die neue Verfassung ausgewogen zu gestalten. Es wäre ein Gkück für Ägypten und für uns, wenn sich Mursi zu einer Art islamischen Franz Josef Strauß entwickeln würde: stets die Religion im Blick, autoritäre Position<br />
und gleichzeitig Offenheit für Innovationen&#8230;aber das sind meine Wünsche! </p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Tom</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu USA: Die nächste Revolution in Military Affairs: Joint Operational Access Concept (JOAC) und Airsea Battle (ASBC)-Hauptkriegsgegner: China und Iran von Ralf Ostner</title>
		<link>http://www.global-review.info/2012/08/11/usa-die-nachste-revolution-im-military-affairs-joint-operational-access-concept-und-airsea-battle/#comment-602</link>
		<dc:creator>Ralf Ostner</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 14:24:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-review.info/?p=1203#comment-602</guid>
		<description>Ein Asienexperte des Auswärtigen Amtes kommentierte:

„Lieber Herr Ostner,
wie immer geht&#039;s ums liebe Geld, genauer: Es geht um die Staatsknete, um das Geld des US-Steuerzahlers,
das der Kongress ausgibt und von dem die jeweiligen Interessengruppen des IMC (Industrial Military Complex)
möglichs viel abkriegen wollen. Und deshalb werden Medienkampagnen inszeniert, Strategiedebatten losgetreten.
Erinnern Sie sich noch an Star Wars? Und an all die anderen Diskussionen? Wenn ja, dann stellt sich schnell ein
déjà vu Effekt ein.
Kurzum: Ich habe das Gefühl, dass angesichts der knapper werdenden Rüstungsmittel des US-Haushalts wieder eine
Strategiediskussion losgetreten wird, die an den eigentlichen strategischen und geopolitischen Realitäten haarscharf
vorbeigeht. Letztlich ist auch in der Gegenwart die strategische Kernfrage der Gegensatz zwischen der - maritim und aus dem
Luftraum - weltweit operierenden, aber deutlich schwächer werdenden Nochvormacht USA einerseits und der informellen eurasischen Koalition CHN-RF-IRN andererseits. Ihr Konfliktpotential zeigt sich zur Zeit etwa in Syrien. Die dort eingesetzten Mittel sind jedoch diejenigen der indirekten Konfrontation und verdeckter Operationsführung. Und diese Mittel sind vergleichsweise billig, sehr zum Leidwesen der Kameraden aus dem IMC, die an die großen Beträge aus dem US-Haushalt ran wollen und deshalb einen strategischen Diskussionsrummel entfachen.“

Ich antwortete:

„Dem MIC geht es natürlich um seinen Erhalt, da wird auch die US Army zuungusten der Airforce und der US Navy verramscht, wenn es um den Topf geht. Die US Army versucht jetzt auch ins Air Sea Battle reinzukommen.Dennoch erklärt sich die neue US-Strategie eher mit dem Artikel des Gegenstandpunkts &quot;Die USA erneuern ihren Führungsanspruch&quot;.Hier geht es um viel Grundsätzlicheres--um die Vorbereitung einer militärischen Konfrontation mit China und dem Iran, um diese abzuschrecken.Ich weiss nicht, ob man JOAC und ASBC mit Star Wars vergleichen kann, eher mit der NSC-Direktive 57 unter Colin S. Gray (gewinnbare begrenzbare Atomkriege)und dem Airlandbattle der 80er Jahre. Star Wars war völlige Science Fiction und ich habe mich immer gefragt, warum sich die Sowjetunion von solch einem Quatsch überhaupt beeindrucken liess. Ich selber finde solche Denker wie Thomas Barnett weiterführender, der den USA und China eine enge Kooperation bei der fracking revolution, der nächsten Energierevolution mittels des Schelfgases- und öls nahelegt.In dieser Richtung fehlen alle Initiativen. Man muss aber auch sagen,. dass Chinas MIC auch nicht untätig bleibt,Mich würde einmal interessieren, was wohl Kissinger zum JOAC und Airsea Battle sagt--ist dies ein Beitrag zur balance of power oder eher ein Beitrag in Richtung Crowememorandum, vor welchem er in den sinoamerikanischen Beziehungen warnt. Wie sehen sie dies?Welche aussenpolitischen Initiativen könnte man starten, um diesen Konflkt zu deeskalieren?“

Der Asienexperte kommetierte:

Lieber Herr Ostner,
die beste Initiative zur Deeskalation wäre eine Revitalisierung der US-Wirtschaft durch eine Agende 2030,
deren Ziel die Modernisierung der US-amerikanischen Infrastruktur und des öffentlichen Erziehungswesens
sein müsste.

Meine Antwort:

„US-Agenda 2030 sehe ich genauso (im übrigen auch Barnett, der als heftiger Gegner des ASB auftritt).Vor allem auch eine Reform des Bildungssystems, das noch aus der Zeit der Industrialisierung stammt.
Aber aussenpolitisch? Ich glaube, dass es den USA auch an einer Agenda fehlt, die die eingeschlafene APEC wiederbelebt.Das Freetrade Partnership Programme (FPP) von Obama bezieht ja nur wenige kleine asdiatische Staaten ein, ja es ist bnicht einmal klar, ob Japan da mitmacht.Auch finde ich den Vorschlag Barnett gut, dass die USA mit den asiatischen Staaten eine Kooperation bezüglich der fracking evolution eingehen, eine Art Energiekooperation, die die regionalen Spannungen abbaut und in kooperative Strukturen überführt.Von solchen Initiativen ist aber weit und breit nichts zu sehen. Auch bei Romney nicht, der Obama eher vorwirft &quot;soft on China&quot; zu sein.“

Der Asienexperte des AAs meinte:

„Lieber Herr Ostner,
wir sind uns also - wieder einmal - einig, dass eine neue &quot;Revolution in Military Affairs&quot; nicht unbedingt das ist, was die USA wirklich brauchen.
Ihr Hinweis auf das FPP trifft zu: Die protektionistischen Strömungen im Kongress behindern eine Modernisierung der USA und führen zu einer einseitigen Arbeitskräfteverlagerung des traditionellen Industriesektors nach Asien.
Sollte es unter Romney zu einer Neuauflage der Reaganschen Wirtschafts- und Außenpolitik - die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts durchaus noch positive Ergebnisse brachte - kommen, dann dürfte das den Industriestandort USA tendenziell weiter schwächen. Romney ist ein Mann der Finanzwirtschaft, nicht der verarbeitenden Industrie.“

Meine Antwort:

„Ihre Worte in Gottes Ohren.Jedoch habe ich den Eindruck, dass JOAC und ASBC schon parteiübergreifender Konsens sowohl bei Demokraten wie auch Republikanern ist.Ich habe mir einmal das Transkript der &quot;Diskussion&quot;um JOAC/ASBC bei der demokratennahen Brookings Institution durchgelesen. Keinerlei kritische Fragen, keinerlei realer Widerstand, die beiden Topmilitärs dürfen sich ohne Widerspruch ausbreiten. AEI und Heritage kommentieren JOAC/ASBC überhaupt nicht, sie scheinen in diesem Punkt accord mit der Obamaadministration zu gehen.Obama spricht viel von der industrial renaissance, gemeint ist damit vor allem die fracking revolution.Aber ob dies auch wirklich wieder Industriestrukturen und verarbeitende Industrie in die USA bringt, mag man doch sehr skeptisch betrachten.Und wo sie recht haben: Romney ist ein Mann der Finanzindustrie.Steuerkürzungen für Reiche,
sein Vize Paul Ryan möchte den Sozialstaat in den USA völlig abschaffen (insofern es diesen überhaupt noch gibt...), Deregulierung der Finanzmärkte und eine aggressive Aussenpolitik.Emanuelle Todd hat in seinem Buch &quot;Amerika-ein Nachurf&quot; behauptet, die USA seien nur noch zu einem symbolischen Mikromilitarismus fähig. Wie es aussieht wollen die USA der Welt zeigen, dass sie mittels JOAC und ASBC wohl doch noch zu einem Makromilitarismus fähig sind.Vor allem gegen China und Iran. Was ich mich immer frage: Was machen denn die USA wenn die Chinesen dem nicht tatenlos zusehen und die Anzahl ihrer ICBM von 20 auf mehrere Hundert aufstocken. Bisher haben die Chinesen immer erklärt, sie wollten sich auf kein Wettrüsten einlassen--aber ob dies für immer gilt, wenn die USA weiter aufrüsten?“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Asienexperte des Auswärtigen Amtes kommentierte:</p>
<p>„Lieber Herr Ostner,<br />
wie immer geht&#8217;s ums liebe Geld, genauer: Es geht um die Staatsknete, um das Geld des US-Steuerzahlers,<br />
das der Kongress ausgibt und von dem die jeweiligen Interessengruppen des IMC (Industrial Military Complex)<br />
möglichs viel abkriegen wollen. Und deshalb werden Medienkampagnen inszeniert, Strategiedebatten losgetreten.<br />
Erinnern Sie sich noch an Star Wars? Und an all die anderen Diskussionen? Wenn ja, dann stellt sich schnell ein<br />
déjà vu Effekt ein.<br />
Kurzum: Ich habe das Gefühl, dass angesichts der knapper werdenden Rüstungsmittel des US-Haushalts wieder eine<br />
Strategiediskussion losgetreten wird, die an den eigentlichen strategischen und geopolitischen Realitäten haarscharf<br />
vorbeigeht. Letztlich ist auch in der Gegenwart die strategische Kernfrage der Gegensatz zwischen der &#8211; maritim und aus dem<br />
Luftraum &#8211; weltweit operierenden, aber deutlich schwächer werdenden Nochvormacht USA einerseits und der informellen eurasischen Koalition CHN-RF-IRN andererseits. Ihr Konfliktpotential zeigt sich zur Zeit etwa in Syrien. Die dort eingesetzten Mittel sind jedoch diejenigen der indirekten Konfrontation und verdeckter Operationsführung. Und diese Mittel sind vergleichsweise billig, sehr zum Leidwesen der Kameraden aus dem IMC, die an die großen Beträge aus dem US-Haushalt ran wollen und deshalb einen strategischen Diskussionsrummel entfachen.“</p>
<p>Ich antwortete:</p>
<p>„Dem MIC geht es natürlich um seinen Erhalt, da wird auch die US Army zuungusten der Airforce und der US Navy verramscht, wenn es um den Topf geht. Die US Army versucht jetzt auch ins Air Sea Battle reinzukommen.Dennoch erklärt sich die neue US-Strategie eher mit dem Artikel des Gegenstandpunkts &#8220;Die USA erneuern ihren Führungsanspruch&#8221;.Hier geht es um viel Grundsätzlicheres&#8211;um die Vorbereitung einer militärischen Konfrontation mit China und dem Iran, um diese abzuschrecken.Ich weiss nicht, ob man JOAC und ASBC mit Star Wars vergleichen kann, eher mit der NSC-Direktive 57 unter Colin S. Gray (gewinnbare begrenzbare Atomkriege)und dem Airlandbattle der 80er Jahre. Star Wars war völlige Science Fiction und ich habe mich immer gefragt, warum sich die Sowjetunion von solch einem Quatsch überhaupt beeindrucken liess. Ich selber finde solche Denker wie Thomas Barnett weiterführender, der den USA und China eine enge Kooperation bei der fracking revolution, der nächsten Energierevolution mittels des Schelfgases- und öls nahelegt.In dieser Richtung fehlen alle Initiativen. Man muss aber auch sagen,. dass Chinas MIC auch nicht untätig bleibt,Mich würde einmal interessieren, was wohl Kissinger zum JOAC und Airsea Battle sagt&#8211;ist dies ein Beitrag zur balance of power oder eher ein Beitrag in Richtung Crowememorandum, vor welchem er in den sinoamerikanischen Beziehungen warnt. Wie sehen sie dies?Welche aussenpolitischen Initiativen könnte man starten, um diesen Konflkt zu deeskalieren?“</p>
<p>Der Asienexperte kommetierte:</p>
<p>Lieber Herr Ostner,<br />
die beste Initiative zur Deeskalation wäre eine Revitalisierung der US-Wirtschaft durch eine Agende 2030,<br />
deren Ziel die Modernisierung der US-amerikanischen Infrastruktur und des öffentlichen Erziehungswesens<br />
sein müsste.</p>
<p>Meine Antwort:</p>
<p>„US-Agenda 2030 sehe ich genauso (im übrigen auch Barnett, der als heftiger Gegner des ASB auftritt).Vor allem auch eine Reform des Bildungssystems, das noch aus der Zeit der Industrialisierung stammt.<br />
Aber aussenpolitisch? Ich glaube, dass es den USA auch an einer Agenda fehlt, die die eingeschlafene APEC wiederbelebt.Das Freetrade Partnership Programme (FPP) von Obama bezieht ja nur wenige kleine asdiatische Staaten ein, ja es ist bnicht einmal klar, ob Japan da mitmacht.Auch finde ich den Vorschlag Barnett gut, dass die USA mit den asiatischen Staaten eine Kooperation bezüglich der fracking evolution eingehen, eine Art Energiekooperation, die die regionalen Spannungen abbaut und in kooperative Strukturen überführt.Von solchen Initiativen ist aber weit und breit nichts zu sehen. Auch bei Romney nicht, der Obama eher vorwirft &#8220;soft on China&#8221; zu sein.“</p>
<p>Der Asienexperte des AAs meinte:</p>
<p>„Lieber Herr Ostner,<br />
wir sind uns also &#8211; wieder einmal &#8211; einig, dass eine neue &#8220;Revolution in Military Affairs&#8221; nicht unbedingt das ist, was die USA wirklich brauchen.<br />
Ihr Hinweis auf das FPP trifft zu: Die protektionistischen Strömungen im Kongress behindern eine Modernisierung der USA und führen zu einer einseitigen Arbeitskräfteverlagerung des traditionellen Industriesektors nach Asien.<br />
Sollte es unter Romney zu einer Neuauflage der Reaganschen Wirtschafts- und Außenpolitik &#8211; die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts durchaus noch positive Ergebnisse brachte &#8211; kommen, dann dürfte das den Industriestandort USA tendenziell weiter schwächen. Romney ist ein Mann der Finanzwirtschaft, nicht der verarbeitenden Industrie.“</p>
<p>Meine Antwort:</p>
<p>„Ihre Worte in Gottes Ohren.Jedoch habe ich den Eindruck, dass JOAC und ASBC schon parteiübergreifender Konsens sowohl bei Demokraten wie auch Republikanern ist.Ich habe mir einmal das Transkript der &#8220;Diskussion&#8221;um JOAC/ASBC bei der demokratennahen Brookings Institution durchgelesen. Keinerlei kritische Fragen, keinerlei realer Widerstand, die beiden Topmilitärs dürfen sich ohne Widerspruch ausbreiten. AEI und Heritage kommentieren JOAC/ASBC überhaupt nicht, sie scheinen in diesem Punkt accord mit der Obamaadministration zu gehen.Obama spricht viel von der industrial renaissance, gemeint ist damit vor allem die fracking revolution.Aber ob dies auch wirklich wieder Industriestrukturen und verarbeitende Industrie in die USA bringt, mag man doch sehr skeptisch betrachten.Und wo sie recht haben: Romney ist ein Mann der Finanzindustrie.Steuerkürzungen für Reiche,<br />
sein Vize Paul Ryan möchte den Sozialstaat in den USA völlig abschaffen (insofern es diesen überhaupt noch gibt&#8230;), Deregulierung der Finanzmärkte und eine aggressive Aussenpolitik.Emanuelle Todd hat in seinem Buch &#8220;Amerika-ein Nachurf&#8221; behauptet, die USA seien nur noch zu einem symbolischen Mikromilitarismus fähig. Wie es aussieht wollen die USA der Welt zeigen, dass sie mittels JOAC und ASBC wohl doch noch zu einem Makromilitarismus fähig sind.Vor allem gegen China und Iran. Was ich mich immer frage: Was machen denn die USA wenn die Chinesen dem nicht tatenlos zusehen und die Anzahl ihrer ICBM von 20 auf mehrere Hundert aufstocken. Bisher haben die Chinesen immer erklärt, sie wollten sich auf kein Wettrüsten einlassen&#8211;aber ob dies für immer gilt, wenn die USA weiter aufrüsten?“</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
