Merkel: „Eurobonds–nicht solange ich lebe!“

Merkel hat verkündet: „Eurobonds–nicht, solange ich lebe!“Was ist davon zu halten?

Meiner Ansicht nach verhandelt Merkel mit ihrer Verweigerung der Eurobonds UND Bankenunion den Preis für eine politische Union, wie sie Schäuble im neuesten SPIEGEL jetzt vorgeschlagen hat (ich kann nur jedem empfehlen sich das SPIEGEL-Interview mit Schäuble durchzulesen): Die EU-Kommission wird zu einer EU-Regierung umgebaut–an der Spitze ein EU-Präsident, der vom europäischen Volk oder dem europäischen Parlament gewählt wird. Die Nationalstaaten erhalten eine zweite Kammer, aber nicht wie der Bundesrat–sie sollen nichts blockieren können. Schäuble spircht daher von einer EU, die NICHT föderal wie die BRD ist, sondern zentralistisch.Wenn die anderen Europäer dieser von Deutschland designten Politschen Union UND dem Fiskalpakt zustimmen, sind dann wahrscheinlich auch die Eurobonds verhandelbar.Falls nicht, dann eben nicht. Solange Merkel an der Regierung ist.

 Wie sagte einmal der gelobte F.J. Strauss richtig: “Man soll nie Nie sagen”–so hielt er es auch bei den Milliardenkrediten und 2 Jahre später war die DDR Geschichte.

Momentan geht es eben gerade um die richtungsweisende Frage, ob die EU zu einem EU-Gebiet ohne Euro oder nur mit einer begrenzten Zahl von Euro-Staaten zurückgeht wie es zwischen 1990 und 2002 schon der Fall war ODER aber ob sie den nächsten Schritt zur politschen und ökonomischen Integration nimmt.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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