Ein wesentlicher Kapitalismuskritiker Deutschlands stirbt: Robert Kurz ist tot

Ein wesentlicher marxistischer Kapitalismuskritiker und Theoretiker der Linken ist als Opfer eines Ärztepfuschs in einem neu privatisierten Krankenhaus gestorben. Welch eine Ironie und welch ein Zynismus, dass ein Kritiker des Neoliberalismus, Kapitalismus und Arbeitsfetischismus dem Neoliberalismus selbst zum Opfer fällt. Der SPIEGEL veröffentlichte einen Kurzartikel über ihn, ansonsten herrscht bis auf einige Blogs und linke Insiderzeitungen (freitag, taz) Funkstille. Inhaltlich ist über Robert Kurz und die Krisis-Gruppe nicht viel zu lesen –wenn überhaupt dann in abstraktem Soziologendeutsch.Jeder kennt Zizek als gehypten Ideologieimport, doch wer kennt Robert Kurz?Daher soll einmal kurz erklärt werden, worin die wesentliche Innovation des Marxismus bei Robert Kurz und seiner Krisisgruppe samt der Zeitschrift Exit bestand.(http://www.exit-online.org/)

Robert Kurz gehört zu der aussterbenden Spezies deutscher Linksintellektueller, die ihren Marx noch in allen drei Bänden original gelesen haben und Marxexegsen anstellen konnten. Daher lasen sich viele seiner Schriften sehr abstrakt-theoretisch und marxiologisch-soziologendeutsch, besonders, wenn es über das Wertgesetz ging. Deswegen hat er auch nie eine breitere Leserschaft gefunden, da der Typus Marxoriginalleser halt ausstirbt. Dennoch hat er seine lichten Momente gehabt, wenn er seine Theorie auch einmal in einfachen, verständlichen Artikeln verfasste.Bestes Beispiel: Das“ Manifest gegen die Arbeit“. Wo liegt das Erwähnenstwerte von Robert Kurz?

Der wesentliche Unterschied zu allen anderen Marxisten war, dass er die Vergötterung der Arbeit kritisierte. Für Kurz waren all jene Linken und sogenannte Arbeiterparteien nicht besser als ihre bürgerlichen und faschistischen Counterparts, da sie den Arbeitsfetischismus vergötterten. Ob nun protestantische Arbeitsethik, jakobinischer Arbeitsethos,Lenins Ausspruch „Wer nicht arbeitet, soll nicht essen“ bis zur SPD „Arbeit, Arbeit, Arbeit“—vom totalitären Anspruch des „Arbeit macht frei“ der Nazis waren all diese Bewegungen nie weit entfernt. So schrieb Kurz:

„Die politische Linke hat die Arbeit immer besonders eifernd verehrt. Sie hat die Arbeit nicht nur zum Wesen des Menschen erhoben, sondern sie damit auch zum vermeintlichen Gegenprinzip des Kapitals mystifiziert. Nicht die Arbeit galt ihr als Skandal, sondern bloß ihre Ausbeutung durch das Kapital. Deshalb war das Programm sämtlicher “Arbeiterparteien” auch immer nur die “Befreiung der Arbeit”, nicht aber die Befreiung von der Arbeit.“

Kurz sah den Hauptwiderspruch darin, dass alle Parteien und gesellschaftlichen Gruppen die Arbeit als Selbstwert vergötterten, die faktische ökonomische Entwicklung des Kapitalismus aber immer weniger Arbeit liefere—vor allem die Mikroelektronik würde dazu führen, dass alle Arbeitssubstanz wegrationalisiert würde, bzw. dass auf der einen Seite immer mehr Arbeitslast den immer weniger verbleibenden Arbeitenden aufgebürdet würde und andererseits immer mehr Überflüssige an den Rand der Gesellsclhaft und des Existenzminimums gedrückt würden.Der Kapitalismus lasse nicht zu, dass die Arbeitszeit für alle verkürzt werde, also die tendenzielle Befreiung von der Arbeit, sondern eben, dass immer weniger verbleibende Arbeiter immer mehr und länger arbeiten müssten, während immer mehr Leute aus dem Produktionsprozess ausgesteuert würden und über Sozialsysteme aufgefangen würden. Aufgrund des Terrors des Arbeitsfetischismus würde den verbleibenen mehr arbeitenden Menschen sowie den überflüssig gewordenen Menschen staatliche Repressionen zu teil, um diese gegeneinander auszuspielen, um den Arbeitsfetischismus aufrecht zu erhalten, der aufgrund der Wegrationalisierung der Arbeit wie auch das Versprechen auf Vollbeschäftigung immer mehr zur leeren Hülle wird.Kurz sieht diese Tendenz schon bei Fords Massenproduktion und sieht, wie der Kapitalismus immer mehr auf neue Sphären ausweicht: Auf Staatsverschuldung, auf eine New Economy, die auf Erwartungen von Gewinnerwartungen spekuliert, die diese gar nicht mehr einhalten können und nach dem Platzen der New Economy das letzte Ausweichmanöver in die Finanzindustrie und deren Finanzblase, die ebenso platzen muss. In der mikroelektronischen Revolution sieht er aber eine innere absolute Schranke des Kapitalismus gekommen, der zu dessen Kollaps führen würde. Ähnlich, aber anders als Max Otte in seinem Buch „Der Crash kommt“,, sah Kurz auch schon den Finanzcrash und alle möglichen Auswirkungen kommen: Repressive Polizeistaaten, die die Wegrationalisierten und Unzufriedenen unterdrücken, Rückkehr nationalistischen, religiösen und ethnischen Fanatismus, Auflösung der Staatsstrukturen, Umwandlung politischer Entscheidungsträger zu alleinigen Exekutivkräften des Marktes, etc.

Was gibt es bei Kurz zu kritisieren: Zum einen, dass er eine Ende des Kapitalismus kommen sieht, obgleich dieser auch schon nach dem Finanzcrash 1929 totgesagt wurde und trotzdem wieder erblühte. Kurz hätte darauf wahrscheinlich geantwortet, dass 1929 die Welt noch nicht so globalisert wie heute sei und er damalige Crash nicht mit einem heutigen globalen Crash vergleichbar sei, da dieser viel weitergehende Wirkungen hätte. Die globale Ausweitung des Kapitalismus wäre eben auch sein Ende, da es keine Nische mehr gibt in dem sich das Wertgesetz und die Wegrationalisierung der Arbeit mehr vollziehen kann. Meine Ansicht: Die Welt ist bei weitem noch nicht globalisiert und es gibt immer noch genug Entwicklungsräume für den Kapitalismus. Dennoch hat Kurz recht, wenn er tendenziell darauf hinweist, dass auch der Kapitalismus mal auf seine globalen Grenzen stossen wird. Ob das in 30 Jahren oder 100 Jahren sein wird, lasse ich selbst einmal offen.

Wo man aber eben mit Robert Kurz konform gehen kann, ist dass der Kapitalismus ein Krisensystem ist, der auch brutale Seiten hat, die regelmässig immer wieder aufbrechen und latent vorhanden sind.Und das kann eben grausame Entwicklungen hin zu sozialem Massenelend. Faschismus, Nationalismus, Islamismus, etc, , ja auch neuen Weltkriegen bedeuten.

Zum anderen: Dass die Mikroelektronik nicht die letzte technologische Innovation und absolute Schranke des Kapitalismus sein wird, die Rationalisierungswellen auslöst und dass sich hier auch immer neue Arbeitskräfte ergeben—wie schon bei Fords Thin Lizzy. Zumal wenn sich neue Staaten wie China und Indien industrialisieren und die Globalisierung noch lange nicht ihr Ende erreicht hat, ergeben sich neue Spielräume.

Zum dritten: Wenn man die Befreiung von der Arbeit fordert, kann man aber ebenso Müssiggang und wirtschaftliche Regression fordern.Die Frage bleibt also, ob die Marktwirtschaft nicht die erträglichste Form der Arbeit ist, zumal nicht alle Arbeit wegrationalisert werden kann und auch unbequeme Jobs bleiben, die man dann verteilen müsste und zumal die Planwirtschaften kein besseres Modell hervorgebracht haben—im Gegenteil. Robert Kurz wie auch die Krisisgruppe blieben die Antwort schuldig, wie denn eine neue Ökonomie anders aussehen sollte.Nur gegen Arbeitsterror zu sein, ist ja auch ein wenig wenig.

Im folgenden sei noch die wesentliche Schrift von Robert Kurz und der Krisisgruppe dokumentiert . „Manifest gegen die Arbeit“—neben dem „Schwarzbuch Kapitalismus“, das Robert Kurz als Entgegnung auf das „Scharzbuch Kommunismus“ schrieb, die wohl bedeutendste und interessanteste Schrift.

Manifest gegen die Arbeit
Gruppe Krisis  

http://www.krisis.org/1999/manifest-gegen-die-arbeit

Eine gute Quelle zum Verständnis von Robert Kurz ist sein Streitgespräch mit Karl Held (Marxistische Gruppe/Gegenstandpunkt), welcher ein scharfer Kritiker von Kurz und seiner Theorie von den vermeintlich absoluten Schranken des Kapitalismus und seines Kollapses ist –zu hören unter:

Krise: Business as usual oder mit Volldampf in den Kollaps? Karl Held & Robert Kurz

http://www.youtube.com/watch?v=M3ecFcCWZoY

Warum sich Karl Held und Robert „Bobby“ Kurz bei allen Differenzen so gut verstanden, war die Gemeinsamkeit, dass sie nicht mehr auf die Arbeiterbewegung oder überhaupt noch auf ein revolutionäres Subjekt setzten, sondern nur noch auf Aufklärung durch Theorie, die sich nie in die niederen Gefilde des praktischen Klassenkampfes reinbegeben wollten.

Ganz gut zusammengefasst äussert sich dies in folgendem Nachruf auf Robert Kurz:

Zum Tode von Robert Kurz

von Robert Kurz hörte ich zum ersten mal, als ich noch mitglied einer kleinen trotzko sekte war, die kurzfristig diskussionen mit mitgliedern eines ultralinken zirkels (“bordigisten” oder sowas ähnliches) hatte. erst viel später fiel mir mal ein exemplar der “krisis” in die hand, die damals noch unter führung von Kurz stand. ich war angetan von dem hohen theoretischen niveau und der “professionellen” machart der zeitschrift.  die denkfigur des “wertfetischs” war mir durch vorherige marx-lektüre durchaus nachvollziehbar. was mir nicht so gefiel war die “abtreibung” des revolutionären “subjekts” als bestandteil des “kapitalverhältnisses”, was dazu führte den sogenannten “arbeiterbewegungsmarxismus” in bausch und bogen als “systemimmanent” zu betrachten, dem nur durch die erlauchte erleuchtung der “wertkritik” leben eingehaucht werden könne. an die stelle einer konkreten POLITIK einer sozialen bewegung wurde also die “theoretische aufklärung” gesetzt, die der einzige garant sei, die fallstricke der warenförmigen ökonomie zu überwinden.

mit so einem ansatz wird natürlich die eigene “existenz” als theoriezirkel selber festgeschrieben und man nimmt sich selbst die möglichkeit, INNERHALB der bürgerlichen gesellschaft, auf ansätze für systemische oppositionen TAKTISCH einzuwirken. das ganze wird zwar als “fundamentalopposition” beschönigt, läuft aber de facto auf eine “politikverweigerung” hinaus. obendrein wird durch die festschreibung des “proletariats” als “kehrseite des kapitalverhältnisses” jede möglichkeit eleminiert, dass eine klassenbewegung durch konkrete (historische) lernschritte in ihrer POLITISCHEN willensbildung über den kapitalismus hinaus denken lernen könnte.

später las ich noch das “Schwarzbuch Kapitalismus” (zumindest in grossen zügen). es ist sicher interessant zu lesen, insbesondere die darstellung der ausformung “neoliberaler ideologien” und ihre verwandtschaft zu anderen “sozialen theorien”, die sich letztendlich sogar bis zu einer “gleichförmigkeit” mit sozialdemokratischen und “sozialistischen” ideen steigern. dies alles mag auf einer deskriptiven ebene sogar korrekt sein (obwohl die “wertkritik” — wie alle “ultralinken” — die realen politischen differenzen, die sowohl im bürgerlichen als auch im “proletarischen” lager existieren, unterschätzen und/oder vernachlässigen) – was man aber während der ganzen lektüre (schmerzlich) vermisst ist die darstellung — oder doch wenigstens erwähnung — einer POLITISCHEN ALTERNATIVE ZUM KAPITALISMUS!

obwohl es viele gründe dafür geben mag, die “arbeiterbewegung” als “historisches subjekt” ad acta zu legen, so erweist sich die “wertkritik” in DIESEM punkt — trotz aller auch vorhandenen theoretischen verdienste — als konsequenter ausdruck einer nach wie vor kleinbürgerlich geprägten “linken” in deutschland, wie sie sich aus den spezifischen bedingungen der nachkriegsentwicklung erklären lässt. und deren wesentliches kennzeichen bleibt der “abschied vom proletariat” und ein tiefer historischer pessimismus.

in diesem sinne gehörte Robert Kurz eher zum “liqidator” eines wirklich revolutionären  Marxismus (und zwar sowohl in seiner ML phase als auch in seiner späteren, elaborierteren phase der “wertkritik”), als dass er ihn auf die höhe der zeit gebracht hätte. 

http://www.nao-prozess.de/blog/zum-tode-von-robert-kurz/

Eine treffende Kritik der Marxistischen Gruppe, die auch genausogut über Robert Kurz handeln könnte, beschreibt den notwendigen dialektischen Prozess zwischen Theoriebildung und praktischem Klassenkampf, den alle marxistischen Gruppierungen nicht einhielten—sei es weil sie zu aktionistisch und zu tradeunionistisch auftraten oder aber eben nur als elitärer Theoriezirkel bestehen wollten.

http://kritische-massen.over-blog.de/article-marxistische-gruppe-klassenkampf-im-kopf-63516999.html

Für alle, die noch weitere Artikel Robert Kurzs studieren wollen, sei auf die Seite von Trend Infopartisan verwiesen, der eine Linkliste der Kurzartikel zusammengestellt hat.

http://www.trend.infopartisan.net/trd0712/t42072012.html

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Responses to Ein wesentlicher Kapitalismuskritiker Deutschlands stirbt: Robert Kurz ist tot

  1. Pingback: Robert Kurz ist tot — keimform.de

  2. So genannte “Experten” sind bekanntlich solche, die von immer weniger immer mehr wissen, bis sie irgendwann von Nichts alles wissen. Die ganz hohe Kunst, von Nichts alles zu wissen, wurde von Priestern entwickelt:

    (Lutherbibel 1984 / Genesis_3,6) Und die Frau (Finanzkapital) sah, dass von dem Baum (Geldverleih) gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht (Urzins) und aß und gab ihrem Mann (Sachkapital), der bei ihr war, auch davon und er aß.

    Silvio Gesell: Die Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/5_4.htm

    Alle elementaren volkswirtschaftlichen Zusammenhänge, die mit genialen, archetypischen Bildern und Metaphern in Genesis_1,1-11,9 exakt umschrieben sind, wurden durch die Überdeckung mit gegenständlich-naiven Fehlinterpretationen (so genannte Exegese der Priesterschaft) über Jahrtausende aus dem Begriffsvermögen der halbwegs zivilisierten Menschheit vollständig ausgeblendet.

    Da es egal ist, welchen Unsinn die jeweilige Priesterschaft redet, solange die eigentliche, makroökonomische Bedeutung im Verborgenen bleibt, erfüllen die Priester noch heute ihre Aufgabe, auch wenn sie schon lange nicht mehr wissen, was sie tun (etwa seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert). Und weil Priester sich stets in Bescheidenheit üben, wissen sie natürlich nicht, dass sie von Nichts alles wissen, sondern glauben nur daran.

    Dieser Glaube wurde im Lauf der Geschichte von studierten “Wirtschaftsexperten” und gewählten “Spitzenpolitikern” übernommen, sodass man heute nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich bei Adam und Eva anfangen muss, um solchen Patienten die Marktwirtschaft zu erklären:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

  3. Ralf Ostner sagt:

    Zu Stefan Wehmeier:

    Mal wieder bleiben sie den Beleg oder gar Beweis schuldig, wie sie darauf kommen, dass die Bibel eine chiffrierte makroökonomische Analyse ala Marxens Kapital ist.
    Sie wiederholen ihre Behauptungen immer wieder ohne jeglichen Belege, nur Schmähungen, dass alle anderen, die das nicht so sehen Schwaffler und Schwäter wären.Was macht sie eigentlich so sicher, dass sie nicht selbst „Unsinn schwafeln“ wie die von ihnen kritisierten Theologen. Dazu zu ihrer Methodologie: Ich könnte genauso gut jegliche Sorte von Weltliteratur oder religiösen Texten hernehmen und dann willkürliche Dechiffrierungen vornehmen. Vielleicht war dann auch die Bhagdaviat oder Moby Dick eine verschlüsselte makroökonomische Schrift.Warum diese Spekulationen und warum der Bezug auf die „eigentliche“, bzw. selbstinterpetierte Bibel? Andere Ökonomen haben doch schon viel direktere makroökonomische Analysen dargestellt auf die man ich berufen oder diese kritisieren kann.Braucht man Selbstinterpretationen der Bibel um die heutige Finanzkrise und den Kapitalismus zu kritisieren? Dazu: Sie gehen nie auf die hier geschriebenen Artikel ein, sei es nun Robert Kurz oder andere, sondern versuchen nur einen Link auf ihre Seite zu bekommen. Wenn Sie dies nicht ändern und einmal auf die Fragen oder Artikel eingehen, werde ich Sie auch nicht mehr freischalten.Man sollte schon inhaltlich etwas beitragen!

  4. Ralf Ostner sagt:

    Noch zu Stefans Wehmeier makroökonomischer Bibeldeutung, die mich irgendwo wieder fasziniert und zugleich amüsiert:
    “Dazu zu ihrer Methodologie: Ich könnte genauso gut jegliche Sorte von Weltliteratur oder religiösen Texten hernehmen und dann willkürliche Dechiffrierungen vornehmen. Vielleicht war dann auch die Bhagdavita oder Moby Dick eine verschlüsselte makroökonomische Schrift”
    Genauso könnte ich sagen: Kaptain Ahab=Kreditangebot, der “weisse Wal” (Jesus) Moby Dick=Kreditnachfrage, Quiceq=Kapitalabschreibung, etc.
    Interessant wäre dann ihre makroökonomische Deutung des Steppenwolfs von Hermann Hesse oder der Buddenbrocks von Thomas Mann oder von Steven Spielbergs ET oder dem Weissen Hai. Sicherlich lässt sich auch all dies sehr makroökonomisch lesen!

Kommentare sind geschlossen.