Erdogan und das neoosmanische Reich auf seinem Weg nach Damaskus, Jerusalem und Mekka

Die Zeiten, als Optimisten sich dagegen verwehrten Erdogan und seine AKP als Islamisten zu sehen, ja geradezu als das Modell einer islamischen Demokratie priesen, das zielstrebig in die EU sollte,scheinen vorbei.Immer klarer wird, dass die vorgeschobene Demokratisierung der Türkei , die die USA und die EU so befeuerten, nur Mittel zum Zweck war, um das türkische Militär als Machtfaktor zu beseitigen und nun die türkische Republik in eine islamistische Präsidaldikatur umzuwandeln, um ein neoosmanisches Reich mit den Muslimbrüdern in den sunnitischen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens herzustellen. Die islamistische Gleichschaltung äußert sich an vielen Symptomen: Die Belebung der osmanischen Geschichte samt ihren symbolischen Jahresfeiern zur Eroberung Konstantinopels, dem Sieg von Gallipoli, der Behauptung Erdogans, muslimische Seefahrer hätten die USA entdeckt, der Bau eines neoosmanischen Präsidentenpalasts für den neuen Sultan,  der systematische Ausbau der Religionsbehörde Dinayet, die Benennung von Flughäfen und Gebäuden nach osmanischen Herrschern, Geschlechtertrennung in den Studentenwohnheimen der Universitäten, die Propagierung des Kopftuches und der Gleichberechtigung als „unnatürlich“, die systematische Verfolgung der islamistischen Konkurrenzorganisation der Gülenbewegung, die Gleichschaltung der Presse, das Abschalten von Twitter und You Tube, die Verfolgung von Journalisten und Oppositionellen, ja selbst die Kurden sollen nun auch mittels des Korans islamisiert werden:

“Erdogan spins Kurdish Quran as political tool
With the campaign in full swing ahead of the June 7 parliamentary polls, Turkey has been introduced to the first “official” edition of the Quran in Kurdish. The public announcement of the holy book’s Kurdish edition, published by the Religious Affairs Directorate after five years of work, was reserved for President Recep Tayyip Erdogan.

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/05/turkey-kurds-kurdish-koran-makes-political-debut.html

Inzwischen wird auch die außenpolitische Ausrichtung immer deutlicher:

„Erdogan schwärmt von der Eroberung Jerusalems

Hunderttausende feiern die Eroberung Konstantinopels. Erdogan prophezeit ein muslimisches Jerusalem. Ein Einpeitscher ruft: „Ihr seid die Generation, die Damaskus und Jerusalem erobern wird!“

Von Deniz Yücel , Istanbul Türkei-Korrespondent

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Samstag bei einer Kundgebung anlässlich des 562. Jahrestages der Eroberung Konstantinopels (das heutige Istanbul) eine Linie von den Anfängen des Islams zur Parlamentswahl gezogen: „Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“ Eroberung bedeute, das Erbe Sultan Fatih Mehmeds zu wahren. „Eroberung bedeutet, die Türkei wieder auf die Beine zu bringen. Eroberung ist 1994, Eroberung ist der 7. Juni.“(…) Ministerpräsident Davutoglu, der vor Erdogan eine kurze Ansprache hielt, war einige Tage zuvor deutlicher geworden. Bei der Eröffnung des Flughafens Hakkari-Yüksekova im äußersten Südosten des Landes erklärte er, warum man diesen nach Selahaddin Eyyubi (Saladin, der Siegreiche) benannt habe, also nach dem kurdischstämmigen Herrscher, der die Muslime des Nahen Ostens vereint und im Jahr 1187 Jerusalem von den christlichen Kreuzfahrern zurückerobert hatte.

http://www.welt.de/politik/ausland/article141707165/Erdogan-schwaermt-von-der-Eroberung-Jerusalems.html

Meiner Ansicht nach liegt die Bedeutung von Erdogans Jerusalemstatement weniger in der kurz- und mittelfristigen Perpektive einer militärischen Eroberung Jerusalems. Aber wenn die Türkei sich auf derartige Rhetorik einlässt, könnte eine Art Wettlauf um Jerusalem in der muslimischen Welt entstehen und muslimische Führer unter Druck setzen, wer denn bei diesem neuen außenpolitischen Ziel die Führungsrolle übernimmt. Dabei könnte es zu einer Art Überbietungswettbewerb kommen, der eine desaströse Dynamik in Gang setzt. Israel könnte so das außenpolitische Aggressionsziel, das von eigenen innenpolitischen wie innermuslimischen Problemen und Streitereien ablenken sollte, quasi der Sündenbock. Auch bietet diese Perspektive die Möglichkeit eines panislamischen /pansunnitischen Bündnisses mit einem gemeinsamen Feind.Momentan hätte die Türkei ja schon Probleme Syrien zu besetzen oder den Nordirak und die IS zu bekämpfen. Doch wenn Assad gestürzt ist, wird es zu einem Showdown zwischen IS, Al Nusra und den Muslimbrüdern kommen, bei dem die Türkei dann vielleicht zu Gunsten einer Seite, wahrscheinlich den Muslimbrüdern eingreifen könnte. Ziel der Türkei zusammen mit Katar und neuerdings auch Saudiarabiens (wenngleich auf Syrien begrenzt) ist es, im sunnitischen Raum überall die Muslimbruderschaften an die Macht kommen zu lassen, um eine Sunnitenherrschaft herzustellen, im Falle der Türkei ein neoosmanisches Reich zu begründen, sei es nun in Nordafrika, Ägypten, Syrien, Jordanien, etc.Wenn die Muslimbrüder in Äygpten, Jordanien und Syrien an die Macht kämen, wäre dies wieder eine Umzingelung Israels wie schon bei früheren Nahostkriegen.Also so ungefährlich halte ich diese Entwicklung nicht. Nun könnte man auch sagen, dass Israel heute über Atomwaffen verfügt, zumal anders als bei asymetrischen Kriegen bei konventionellen Kriegen sehr kampferprobt ist, sich also eine reale Gefahr in Grenzen hält.Dabei bleibt aber abzuwarten, ob sich die Türkei nicht selber Atomwaffen zulegt.Bezüglich der NATO-Mitgliedschaft der Türkei wäre es einmal wichtig klarer zu definieren, worin der Nutzen für den Westen hierin liegt:Konrolle des Bosporus und des Schwarzmeers (bezüglich Russland), Schutz seiner Südflanke, Intervention in Syrien, Nordirak, muslimische Länder. Jedenfalls kann ich nichts sehen, dass eines dieser Ziele mit der Jerusalemrhetorik Erdogans in Übereinstimmung zu bringen ist, zumal die Focusierung auf Israel die Türkei geradezu automatisch in Konfrontation mit den USA und der EU/Deutschland bringen wird.Bezeichnend finde ich es, dass Erdogans Statements gar nicht in ZDF und ARD, also den öffentlich-rechtlichen Medien publik gemacht wurden.Man scheint zu hoffen, dass dies nur Wahlkampfrhetorik für die homeconsumption ist und vielleicht nicht weiter ernstzunehmen. Das unterschätzt aber meiner Ansicht nach, etwas die außenpolitische Entwicklungsdynamik derartiger Äußerungen.Man kann solche Ankündigungen nur als Wahlkampfgetöse für die homeconsumption sehen. Ich nehme sie aber ernst. Erinnern wir uns an Hitler und Mussolini. Da hieß es lange Zeit auch, dass dieser nur ein weiterer Schreier ist, der sich dann schon realpolitisch saturiertgeben würde.Ein Weltrkieg würde er fürchten und trotz aller Rhetorik wieder auf den Pfad der Vernunft kommen.Es kam bekanntlich anders. Gerade die Erfahrungen der Bush jr.jahre zeigt auch, wie schnell und leicht ein Land und seine Führung der Hybris verfallen kann und sich selbst überschätzt. Und Übermut ist nicht nur ein Phänomen alleiniger US-Provinienz.Und im Falle Erdogans sehe ich dies tendenziell auch, wie auch zunehmend bei der Führung der KP China und Putin, die die USA, die EU und den Westen im unwiederbringlichen Niedergang und sich selbst im unaufhaltbaren Aufstieg sehen.Und das dürfte eher schlimmer werden, wenn Erdogan nun seine Präsidialdiktatur einführen sollte und die Opposition ausgeschaltet wird.Dieser Hang zur Selbstüberschätzung zeigt sich auch so:

„Yiğit Bulut, turkish prime minister Recep Tayyip Erdoğan’s top adviser, has said on a TV program that there are only two and a half leaders in the world — and Erdoğan is one of them.
“The world has a leadership problem. Today there are two and a half leaders in the world. One is Recep Tayyip Erdoğan, the second is [Russian President Vladimir] Putin and the other half is [US President Barack] Obama,” Bulut said, adding that lobbyists in the US had reduced Obama to a “half-leader.”“.

http://www.todayszaman.com/national_turkish-pms-top-aide-says-erdogan-one-of-only-two-world-leaders_324831.html
Ein neues Weltreich als neuer Weltführer–diese Hybris ist es, die Erdogan auszeichnet.Er kalkuliert damit, dass wenn Assad in Damaskus stürzt, die USA und die NATO die Türkei und die syrischen Muslimbrüder gegen den IS unterstützen werden,wenn es dann zum Showdown zwischen Muslimbrüdern, Al Nusra und IS in Syrien kommt. Noch scheint das türkische Militär hier die realpolitische Bremse gegen derartig neoosmanische Ambitionen Erdogans:

„Turkish military puts brakes on Syrian intervention

There has been a recent surge of news stories and commentary in the Turkish and foreign media that Turkey might launch a military operation against Syria and Iran. For example, the Huffington Post ran an article claiming that a joint Turkey-Saudi military operation is possible in Syria, based on sources knowledgeable about Qatar-brokered senior level contacts between Turkey and Saudi Arabia to put together a regional Sunni alliance. Another commentator claims that events have passed the point of possibility, and Ankara is already preparing for a military intervention in Syria to create a buffer zone there. (…)According to this source, both the Turkish army and the air force are in principle against major operations in Syria and Iraq. He said, “For today, the realism of the military is the best braking system we have in front of our political decision-makers.” He added, “Neither Turkey nor the Turkish military could live with the results of an intervention of the Turkish military, with its conventional land and air elements in the military quagmire of Syria. Conventional troops cannot survive in Syria without the support of Syrian opposition forces, whose allegiance is never clear.”

This source listed four major risks in a possible ground operation against Syria:

  • It would totally wreak havoc on Turkey’s border security, which is already experiencing serious structural and legal problems, and would transfer the clashes in Syria to Turkey. The source said, “Just think of the logistics flow to units that will enter Syria. That traffic alone will snarl the border even more.” Another source told Al-Monitor, “The minute the Turkish army crosses the Syrian border, the security of the Turkey-Syria border will decrease to zero.”
  • The Turkish military is not keen on cooperating with Syrian opposition groups. An intervention would definitely require more cooperation with radical Islamist groups, which would further harm Turkey’s already tarnished global image and heighten the perception of a country supporting terrorism.
  • The shortest prediction in Ankara for an end to the Syrian crisis is another two to three years, so an intervention could mean a long-term engagement for the Turkish army inside Syria.
  • Such an operation could compel the Turkish military to cooperate with the Kurdish Democratic Union Party (PYD), the Syrian extension of the Kurdistan Workers Party, which currently dominates areas of northern Syria. The military’s reaction to reports that it had cooperated with the PYD during the evacuation of the Tomb of Suleiman Shah from northern Syria was a reflection of that concern.

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/05/turkey-syria-iraq-military-operation-unlikely.html

Dass es derartige Überlegungen direkt in Syrien zu intervenieren schon  gab, zeigte auch ein geheimer Mitschnitt zwischen führenden AKPlern, dem Geheimdienst und dem türkischen Militär, wobei man daran denken siollte, wie sich das deutsche Militär damals kritiklos Hitler unterordnete und alles anderes als eine Bremse für einen Krieg wurde, was auch in der Türkei passieren könnte:

„Deutlich wurde damit schon, dass die türkische Regierung damit ein Faustpfand hat, um jederzeit intervenieren zu können, was dann auch die Nato in den Konflikt hineinziehen könnte. Dass derartige Spielereien der türkischen Regierung nicht fern sind, wurde über ein abgehörtes und kurz vor den am Wochenende stattfindenden Kommunalwahlen geleaktes Gespräch zwischen dem türkischen Außenminister, dem Chef des Geheimdiensts, Hakan Fidan, dem Staatsekretär Feridun Sinirlioğlu und dem General Yaşar Gürel bestätigt. Sie hatten im Außenministerium vor einem offiziellen Treffen die Lage in Syrien besprochen und überlegt, wie man einen militärischen Konflikt mit Syrien anzetteln könnte.“

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41362/1.html

Aber Damaskus ist nur ein Etappenziel auf Erdogans Weg zum neoosmanischen Reich, das in letzter langfristiger Konsequenz dann den Showdown mit Israel suchen wird.Dennoch ist es noch eine lange Wegstrecke und ein Scheitern Erdogans zuvor durchaus möglich.Doch die Herrschaftsansprüche Erdogans neoosmanischen Reichs enden nicht nur bei Jerusalem. Bezeichnend ist auch, dass Erdogan Saudiarabien immer wieder mit Kritik bezüglich der Heiligen Stätten des Islams, Mekka und Medina macht und sich auch bei der Organiserung des Hadsch wie auch um Fragen rund um die Kaba einmischt. Zudem wird auch der islamistische Vordenker Said Nursi in der Türkei wieder gehypt, über den zu lesen ist: „Diese Kopier- und Lektüretätigkeit war die Keimzelle der Nurculuk-Bewegung. Ziel Said Nursis und seiner Bewegung war ein panislamischer Staat mit Mekka und Medina als Zentrum und der Scharia als Rechtsordnung.“ Oder wie Erdogan in doppelter Stoßrichtung sagt: „“Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“ Die Saudis müssen sich also warm anziehen, da innerhalb des sunnitischen Blocks, die von Erdogan unterstützten Muslimbrüder eben auch das saudische Herrschaftshaus hinwegfegen wollen, wenngleich die Saudis taktisch momentan mit der Türkei und Katar eine taktische Allianz eingangen sind zur Unterstützung der syrischen Muslimbrüder gegen Assad und den Iran und den IS.Nachdem der säkulare Panarabismus lange Zeit bestimmende Kraft in der arabischen Welt war, so scheint nun Erdogan und andere Islamisten einen Panislamismus begründen zu wollen—freilich mit konkurrierenden Führungsansprüchen—vor allem zwischen Iran, Türkei und Saudiarabien.Es bleibt zu hoffen, dass dieser Pansislamismus sich genauso zersplittert und eine Sackgasse wird, wie sein panarabischer Vorgänger.Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich Russland und China zu den neuen Konstellationen stellen werden, sollte Assad einmal fallen.Rußland und China werden zwar im Falle Syriens wegen ihrer Unterstützung Assads und des Irans sowohl bei Muslimbrüdern, Saudiarabien, Katar und der Türkei eine Hypothek haben. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass beide Staaten sich im Sinne einer antiamerikanisch-antiisraelischen Achse neu ausrichten.Sie werden ihre Stellung zur Türkei und den Muslimbrüdern wahrscheinlich unter den Aspekten ihrer Beziehungen zu Al-Sissi-Ägypten,  Iran und Saudiarabien wie der erhofften Einbettung in Chinas Neue Seidenstrasse als auch der Gefahr der Expansion eines Islamismus in ihre Gebiete beurteilen. Ob und inwieweit es zu der von Samuel Huntington in seinem „Clash of Civilizations“prophezeiten antiamerikanischen  Bündnis zwischen Konfuzianismus und Islam kommt bleibt offen, unbestimmt und unterliegt auch der Entwicklung der unterschiedlichen Islamismsen, bzw. inwieweit sich zwischen den verschiedenen islamischen Staaten ein dominanter Führer für die Region herausbildet, der diesen neuen 30jährigen Krieg im Nahen Osten bestimmend regulieren und beenden kann.Und danach sieht es nicht aus.Wie Obama sagte: Man muss mit einem langen Krieg rechnen und seine Kräfte nicht verausgaben.Aktuell und ganz kurzfristig Zeitgleich fallen mindestens 3 Konstellationen zusammen. Die Sumpfzeit in der Ukraine geht zu Ende, es ist mit einer russischen Offensive in der Ukraine zu rechnen. Zweitens: Assad wird immer mehr geschwächt, er ist in der Defensive und seinen Truppen geht menschlicher wie auch rüstungstechnischer Nachschub aus, der IS hat Idbil eingenommen und steht vor Latafakia, verfügt über 40-50% des syrischen Territoriums. Ein Eingreifen der Türkei auf Seiten der Muslimbrüder in Syrien wird wahrscheinlicher. Drittens: Der Konflikt zwischen den USA und China spitzt sich im Südchinesischen Meer zu ( nett zu sehen, wie von der Leyen beim Shangriadialog Europas Sicherheitsarchitektur als Argument reinbringen will, aber von den USA und China souverän abgeblockt wird–naja, vielleicht darf man sich noch als Vermittler zwischen nicht zu vermittelnden Positionen wahrnehmen, womit man so tut, als könne die EU in Asien gross etwas bewirken). Kurz: Die USA sind in drei Fronten mindestens gefordert (jetzt mal nicht auf die Situation nach dem Fall von Ramadi im Irak kapriziert). Daraus kann sich ein gegenseitiges Hochschaukeln ergeben, da jede der Kräfte Türkei, Russland, China davon ausgehen könnten, dass die USA nicht alles gemeinsam bewältigen können–zumal im Wahlkampf.Vergessen wir nicht die Suezkrise und den Ungarneinmarsch 1956 und ihr Wechselspiel an Dynamik. Erdogan könnte also ein Teilziel in Syrien erreichen, wenn die USA beschliessen ihn gegen eine Machtübernahme der IS in Syrien freie Hand zu geben und sich auf Russland und China konzentrieren zu können.Aber wie gesagt: Der Weg nach Jerusalem und Mekka ist lang und das ganze Syrienabenteuer könnte sich für Erdogan auch als Phyrusssieg erweisen.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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