Lesetip: Grundsatzdebatte um das US-System

Lesetip: Grundsatzdebatte um das US-System

Eine sehr grundsätzliche Debatte hat in der Obamanahen Brookings Institution eingesetzt: Angesichts der Tea Party, der Libertären, des Ausfransens der Ränder, des zunehmenden Populismus, dem Veto der eigenen Demokraten gegen Obamas TTIP im Kongress, der zunehmenden Lähmung der Parteiapperate und Regierungen, der vermeintlichen Aushöhlung des politischen Systems der USA beginnt nun die Frage, ob man die Eliten, Institutionen und “Maschinen”mehr stärken sollte oder ob sie nicht mehr demokratisiert gehören: Die Frage:  Was sind die Ursachen und die Forderungen daraus wird von beiden Seiten konträr beantwortet. Daraus hat sich eine Debatte zwischen sogenannten Realisten ergeben, die sich nun offensiv für eine Stärkung von Parteimaschinen, back-door-talks, dem Einfluß von Big Business, Parteihierarchien, selfinterest, etc.einsetzen gegen „idealistische, politromantische“ Wut- und Gutbürger und Seiteneinsteiger, während die Progressiven die zunehmende Lähmung des US-Systems gerade in dem ausbordenden Vorhandensein eben jener Zustände sehen, die die selbsternannten Realisiten forcieren wollen.

Die Sicht der Realisten unter:

http://www.brookings.edu/research/reports2/2015/05/political-realism-rauch

Die Sicht der Progressiven und Antwort auf die Realisten unter:

http://www.brookings.edu/research/reports2/2015/06/futility-nostalgia-romanticism-new-political-realists-mann-dionne

Möglicherweise sehen wir uns ähnlichen Debatten in Deutschalnd auch noch bevor, wenn solche Phänomene wie Wutbürger, Populismus, AfD, Pegida bei der nächsten Krise wieder erstarkt wiederkehren und die Nach-Merkelzeit kommt und die Eurokrise ausbricht.

Kommentare sind geschlossen.