Die Alternativlosigkeit der Megaintegratorin Angela Merkel bis in die Namensgebung-symptomatische Betrachtungen zum Geisteszustand Deutschlands 2015

In dem sogenannten Flüchtlingsdrama war für mich doch eine Medienmeldung ganz interessant, die auch etwas über den Geisteszustands Deutschlands im Jahre 2015 aussagt.Nach dem höchst umstrittenen Merkelauftritt und „PR-Gau“mit dem Palimädel und Flüchtlingskind Reem hat jetzt zum Ausgleich eine Flüchtlingsmama ihre neugeborene Tochter nach der Übermutti der Nation  Angela Merkel genannt, was von den Medien als gelungenes Bekenntnis zur Integration gefeiert wurde. Interessant an dem Vorgang ist zum einen, dass eine staatliche Behörde einen Nachnamen auch als Vornamen zulässt, wo man doch ansonsten behördliche Kleinkrämerei erwarten könnte. Aber Behördenbeamte haben ein gutes Gespür für die Machtverhältnisse im Staate. Es bleibt auch unklar, ob die Frau einfach nur ihre Dankbarkeit ausdrücken wollte oder eben ganz autoritär denkend, Kinder eben nach den herrschenden und jeweils mächtigsten Führern benennt, wie man das auch in den Herkunftsländern  macht. Immerhin kam es nicht zu einem interkulturellen Missverständnis, dass –mangels männlichem Führungspersonal-Adolf oder Wilhelm gewählt wurde, zumal es sich ja um ein Mädchen handelt.Vielleicht auch ein Fall von Überangepasstheit oder Ängstlichkeit, dass man sich am besten stellt,wenn man sich mit den Mächtigsten gutstellt und die Anti-Reem mimt. Und die Flüchtlingsmami hat da vielleicht einen sehr ausgeprägtes Gespür für Machtverhältnisse, zumal bei Flüchtlingen ja auch das eigene Überleben damit verbunden ist.Merkel scheint in der Tat alternativlos bis zumindestens 2021, nachdem sich nun auch die rechte Konkurrenz in Form der AfD gespalten und zerlegt hat.Ein Schicksal, dass auch der Linkspartei bevorstehen könnte, nachdem sie ihre Integrationsfigur Gregor Gysi verloren hat. Ja, selbst die SPD diskutiert nun, ob sie überhaupt noch einen Kanzlerkandidaten aufstellen soll, ja vielleicht diskutiert sie demnächst auch die eigene Auflösung oder verabschiedet sich der Seeheimer Kreis gleich zur CDU und reiht sich in das Merkelkonvertitentum ein, während die Restlinke der SPD zur Linkspartei überwechselt oder aber eben gleich privatisiert. Es bleibt abzuwarten, bis die ersten Biodeutschen dem Beispiel der Flüchtlingsmama folgen und aufgrund der Alternativlosigkeit der Machtverhältnisse ihre Töchter Angela nennen oder die SPD in einem Verzweiflungsanfall eine Genossin und Gegenkandidatin namens Angela Merkel in ihren Reihen sucht und aufstellt.Und Horst Seehofer von der CSU spricht aus, was viele denken, aber sich nicht aussprechen trauen: Die absolute Mehrheit der CDU auch im Bundesgebiet nach bayerischem Vorbild. Das ist zwar ein mehr utopisches Ziel, aber in den Nahbereich des Möglichen und einer Einheitspartei könnte es schon kommen. Integration bezieht sich scheinbar schon lange nicht mehr nur auf Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund, sondern Merkel integriert systematisch auch alle Biodeutschen aller politischen Lager in ihr alternativloses Lager. Kurz: Merkel ist die Megaintegratorin–sei es nun EU- oder deutschlandweit.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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