„Little Jewish Princess“-Zappa und die Gangsterrapper

Hier noch die Lyrics zum Zappalied „Little Jewish Princess“. Kaum vorstellbar, dass ein deutscher Musiker so was komponieren könnte–erstens wegen der deutschen Geschichte, zweitens dürfte die Frauenbewegung da eine Sexismuskampagne starten. Aber in anglosächsischen Ländern scheint man lockerer im Umgang mit Sexismen und frauenfeindlicher  Vulgärlyrik–siehe auch die Bloodhound Gang. In den anglosächsischen Ländern sind Sexismen keineswegs nur auf Gangsterrappermilieu begrenzt. In Deutschland bleibt dies vorerst nur arabotürkischen Bad-Guy- Gangsterrappern vorbehalten, die aber eben auch als bildungsfremd/fern und Assi-Prols angesehen werden, von denen man ohnehin nichts mehr erwartet im sich bildungsbürgerlich gebenden Integrationsdeutschland, während Zappa es in der Tschecheslowakei Vaclac Havels immerhin zwischenzeitlich zum Kulturminister schaffte und als hochgeistig gilt. Aber worin unterscheiden sich eigentlich inhaltlich die Lyrics Zappas vom Gangsterrapper, die ja beide auch nicht mehr als „Bitch“-Gelalle sind? Erläuternde und erklärende Kommentare erwünscht! Wäre ein Fall für die ARTE-Kulturredaktion, die ja alles als kulturrevolutionäre Popkultur und als irgendeine vermutete Protestform hypt. Wahrscheinlich ist dieser Text dann nicht sexistisch, sondern im Gegenteil eine durch überspitzte Verwendung von sexistischen Stereotypen vermittelte besondere Form des Antisexismus, der nur ironisch gemeint ist.

Frank Zappa – Jewish Princess Lyrics

I want a nasty little Jewish Princess
With long phony nails and a hairdo that rinses
A horny little Jewish Princess
With a garlic aroma that could level Tacoma
Lonely inside
Well, she can swallow my pride

I want a hairy little Jewish Princess
With a brand new nose, who knows where it goes
I want a steamy little Jewish Princess
With over-worked gums, who squeaks when she cums
I don’t want no troll
I just want a Yemenite hole

I want a darling little Jewish Princess
Who don’t know shit about cooking and is arrogant looking
A vicious little Jewish Princess
To specifically happen with a ?-pee that’s snapin‘
All up inside I just want a princess to ride

Alright, back to the fop… everybody twist!

I want a funky little Jewish Princess
A grinder; a bumper, with a pre-moistened dumper
A brazen little Jewish Princess
With titanic tits, and sand-blasted zits
She can even be poor
So long as she does it with four on the floor (Vapor-lock)

I want a dainty little Jewish Princess
With a couple of sisters who can raise a few blisters
A fragile little Jewish Princess
With Romanian thighs, who weasels ’n‘ lies
For two or three nights
Won’t someone send me a princess who bites
Won’t someone send me a princess who bites
Won’t someone send me a princess who bites
Won’t someone send me a princess who bites

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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