Westerwelles Tod und die Wiederauferstehung der FDP–keine Chance den Wiederholungstätern

Westerwelle ist jetzt tot. Lange betroffene Reden, deswegen hier nur ganz kurz, um ihn eben nicht zu sehr zu ehren:Ein waschechter Neoliberaler und Sozialdarwinist der Marke Otto-Graf-Lambsdorf, der die Boygroup in der FDP installierte und die FDP zur ausschließlichen Wirtschafts- und Klientelpartei machte, die nur noch marktradikale Politik verfolgen wollte, jedoch von anderen Parteien eingebremst wurde, dass sich ihr ganzes Zerstörungspotential nicht entfalten konnte.Zudem befürwortete der liebe Guido auch noch antisemitische Exkursionen der FDP unter seinem besten Freund Mölllemann, wenn es denn den Stimmmen diente, bis halt dann zum Absturz Mölllemannns und bald darauf seiner 18%-FDP, der er mit Guidomobil, Spaßgeselllschaft und Auftritten im Big-Brother-Container nachhelfen wollte, wie auch seinen PR-Auftriiten mit Sky Dumont.Egal:.Ob Westerwelle, Rössler oder Lindner, sie alle wollten und wollen den Sozialstaat abschaffen, Westerwelle verglich ihn gar mit spätrömischer Dekadenz.Die Finanzkrise haben wir neben rot-grün vor allem solchen Marktschreierern wie den FDPlern zu verdanken, die ja die Finanzmärkte nicht genug deregulieren konnten Sozialer Wohnungsbau, Mindestlöhne, Beendigung prekärer Arbeitsverhältnisse, Löhne über dem Inflationsausgleich-alles mit Westerwelle und der Lindner-FDP nie machbar oder gar denkbar.Stattdessen immer das extremistische Geschrei; Noch mehr Markt und der Markt regelt alles–selbst die Positionen der Ordoliberalen haben diese fanatischen Neoliberalen verlassen. Die Grundidee dabei war immer alle staatlichen Funktionen, die der Bevölkerung bis dahin gratis geboten wurden durch marktwirtschaftliche Geschäftsmodellle- und institutionen zu ersetzen. Vom Wohnungsbau, zum Strassenbau, zur Arbeitsvermittlung, etc. Zwar war die FDP niemals so radiklal wie libertäre Extremisten wie Eigentümlich frei oder die Partei der Vernunft von Oliver Janich, die auch das Geldwesen und die Zentralbank privatisieren wollen, aber die FDP blieb eine absolut marktradiikale Partei unter Westerwellle, Rössler und nun eben Lindner, Momentan erzählt sie, dass ihre Wahlsiege ein Sieg des Liberalismus seien, aber faktisch hat die Lindner-FDP sich vor alllem über die Flüchtlingspolitik definiert, Das heisst, sie spielt die nationale Karte, wie zuvor Friedrich Naumann im Ersten Weltkrieg, den er befürwortete wie die Mende-FDP, die mit Ritterkreuz und nationalisitschen Parolen auf Bonnner Pressebällen auftauchte oder eben wie die Westerwelle-Möllemann-FDP, die Stimnen auch im nationalen und zumal antisemitischen Spektrum abholen wollte, Von Liberalismus bleibt da nur die alte Marktradikalität und zumal eben der opportubistische Nationalismus,Kein Bedarf diese Wiederholungstäter wieder ins Parlament zu lassen.Leider löst sich der Neoliberalismus und Nationalliberalismus nicht biologisch.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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