Melina Trump kopiert Michelle Obama—wen hat Michelle Obama kopiert?Künstliche Aufregung über geklaute Waschmittelwerbesprüche der Politik

Dass der rassistische, egozentrisch-semifaschistische Trump authentisch, originell und Political incorrect ist, sagt, was er meint,,wie bisher noch kein anderer US-Politiker, keinen Redenschreiber braucht, sich an keine Redemanuskripte hält, aus seinen Ansichten und seinem Herzen keine Mördergrube macht, soll nun durch die Rede seiner Frau Melina Trump relativiert werden.Hoch schlägt die Empörung, dass Melina Trump offensichtlich von einer Rede von Michelle Obama plagiert hat und das recht unverschämt. Doch die weitergehende Frage, ob es denn so originell und „authentisch“ ist, was Michelle Obama sagte, wird da gar nicht gestellt. Eigentlich hat Michelle Obama auch nur die üblichsten Waschmittelwerbesprüche von anderen Wahlkampfreden, wie sie Allgemeingut sind verbreitet und keiner kann mir erzählen, dass noch nie ein US-Politiker vor Michelle Obama erzählt haben soll, dass die amerikanischen Werte Freiheit und harte Arbeit seien sollten, Respekt vor anderen Leuten und der Glaube an den amerikanischen Traum, wo jeder seine Chance bekommen soll wichtig sei, dass Kinder die Zukunft seien, dass die USA ein exzeptionelles und einmaliges Land seien, dass die US-Bürger überhaupt ein großartiges Volk seien, dass man die USA stark machen will und dergleichen Platitüden, Phrasen und Allgemeinplätze.So zu tun, als hätte Michelle Obama oder Obama oder irgendein Politiker auf diese Stereotypen der Propaganda ein Urheberrecht und Erfinderpatent, ist wohl vollends lächerlich.Diese ekelhafte Mischung aus Lobhudelei und Anbiederung an die Bevökerung, das pathetische Zitieren irgendwelcher Ideale und nationalistischer Sprüche von der Einzigartigkeit von Volk und Staat sind ja wohl allen Politikern gemein.Da sind solch demokratische Politiker genauso populistisch wie ihre semifaschistischen Pedanten wie eben ein Trump, Strache, Le Pen, Petry,Erdogan, etc.

 

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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