Trump, Sanders und die Wiederentdeckung der Arbeiterklasse–das Ende der „Mitte“

Dieser Schwachsinn, dass in den USA nur noch 15% Arbeiterklasse in der Industrie sind  (in Deutschland 25%)stimmt zwar, aber Marx hat Arbeiterklasse nicht als Industriearbeiter definiert, sondern als lohnabhängig wegen Lohnarbeit und das sind noch sehr viele Leute und die wissen das im Gegensatz zu unseren Antimarxisten bei den Grünen und der SPD oder den US-Liberalen bei den Demokraten und den Republikanern, die stetig in bestem Soziologendeutsch verkünden es gebe keine Arbeiterklasse mehr und dass dies ein vormoderner und ideologieträchtiger Klassenkampfbegriff sei–deswegen wählen sie auch Trump, da Bernie nicht zur Wahl stand und Clinton und diese ganzen Linken, die sich mehr um Schwule, Transsexuelle und Minderheiten kümmern,sich  eben schon lange von der Arbeiterklasse losgesagt haben–sie reden nur noch von „der Mitte“ und der „Mittelklasse“. Nun erhalten auch viele Gehalt und sind Angestellte, dennoch empfinden sie sich als Teil der arbeitenden Bevölkerung, müssen aber genauso ihre Arbeitskraft verkaufen und finden es immer schwerer angesichts der ökonomischen Fakten sich noch als Mittelklasse oder als „was Besseres“ zu verstehen.Dabei ist es ziemlich egal, ob dies sozialversicherungsgetragene Arbeit oder Jobs sind, ob sie gewerkschaftlich organisiert sind oder nicht. Entscheidend ist, dass sie lohn-oder gehaltabhängig sind oder nur ihre Arbeitskraft verkaufen können und auch müssen, sei es eben gegen Gehalt oder Lohn, dass sie nicht nicht wie Kapitalisten über Produktionsmittel, umfangreichen Immobilien-, Aktien- und/ oder Vermögensbesitz verfügen, der ihnen grosse Ausweichmöglichkeiten bieten würde und ihre Lebensverhältnisse ständig durch die herrschenden Parteien und das Kapital  infrage gestellt und verschlechtert werden. Auch wenn sie nur noch wenige gewerkschaftliche Streiks mehr führen  oder selbst nur noch als Einzelkämpfer ohne gewerkschaftliche Organisation existieren, so stimmen sie dochwieder recht kollektiv über den Wahlzettel ab und stimmen für den, der sich als Stimme der Arbeiterklasse inszeniert. Wie halt Trump: „I´ll be your voice!“. Oder eben Bernie Sanders, der – bisher für US- amerikanische Zustände undenkbar- vom „demokratischen Sozialismus“ und der working class spricht.

Das haben Trump und Sanders erkannt und dieser Erkenntnis folgen sie als Stimme der „forgotten men“und „working class“, die auch Frauen einschließt, denen auch sexistische Kommentare egal sind, wenn eine Wallstreetbitch ala Clinton zur Wahl steht. Dass überhaupt mal wieder expilzit von Arbeiterklasse seitens Sanders und Trumps gesprochen wird, empfinden viele Leute, die gegen Lohn oder Gehalkt arbeiten müssen, schon arbeitslos sind, arbeitslos zu drohen werden, in immer prekäreren Verhältnissen leben, trotz Mitteleinkommen vor Deklassierungstendenzen stehen als Ansprache, die sie mit Wählerstimmen goutieren, da sie sich als arbeitende Bevökerung angesprochen fühlen und eben nicht als obere Mittel- oder Oberklasse, das Establishment und die Elite eben. Wie Trump sagte: „I´ll be your voice!“.

Immer wurde im Sinne der Political Correctness nur von der Mittelklasse und der Mitte berichtet, die ganzen Leute, die sich in dieser Mittelstandsideologie nicht mehr aufgehoben vorkamen, wurden schlicht ignoriert, Als wäre die reale Welt  ein Suburb ala „Desperate Housewifes“, urbane Yuppieweiberfilme wie Sex and the City, wo es nur ums luxuröseste Shoppen und wer mit wem bummst geht, oder solche Serien, wo die normalen Realkonflikte der Welt herausgehalten werden und künstliche Luxus-Konflikte generiert werden.Die Political Correctness erlaubte lauter Serien, die Kleinst- und Luxusprobleme einer übersättigten Mittelschicht aufnahmen oder von Oberschichten, aber eben nie die ganz normalen arbeitenden US-Bürgern mit ihren alltäglichen Problemen, da diese als zu langweilig und wenig glamourös erschienen.Genau hier setzten Trump und Sanders an, da sie erstmals eine breite working class ausmachten und diese direkt ansprachen.

Wenn im Zentrum des Weltkapitalismus und ihrer Mittelschichtenideologie ein Bernie Sanders einen „demokratischen Sozialismus“und eine „politische Revolution“fordert, ein Trump sich explizit an die „working class“wendet, während Clinton immer nur von der Mitte und der allseitsverbindlichen „middle class“ faselt, zeigt dies die Polarisierung, die von vielen Teilen der Eliten gar nicht wahrgenommen wurde. Trump bedeutet die Wiederentdeckung der Arbeiterklasse als Faktor, auch wenn dies die üblich-verdächtigen Umfrageinstitute als „white man without college degree“ umschreiben wollen.Oder man redet mal wieder großkotzig elitenmäßig und abschätzig-stigamtisierend von den „Globalisierungs-/Modernisierungsverlierern“, Bildungsfernen oder neuerdings von den „Abgehängten“. Ja nicht Arbeiterklasse sagen, das gilt als linksradikal, gestrig, illusorisch, bildungsfern, vulgär, primitiv, altes Denken,etc. Jedenfalls hat mit Trump eben jene immerzu geleugnete Arbeiterklasse neben Bernie Sanders wieder ihren Bedeutungsgewinn, da sie sich in Wahlstimmen deutlich machte neben den radikalisierten Mittelschichten. Aber dass Clinton die ehemals oder noch  industriellen Demokratenarbeitergebiete im Nordosten als Swingstates zugunsten Trumps verlor, dürfte da einigen Demokraten, die nur auf Minderheiten-, Frauen und Identitypolitik Stimmung machten einen gehörigen Dämpfer gegegben haben.Nicht, dass man diese Themen vernachlässigen sollte, aber eben auch nicht die Arbeiterklasse, die bei Clinton überhaupt nicht auftauchte, sondern nur immer die middle class. Und diese Mittelklasseideologie ist der Kern des US-Liberalismus, der eine Arbeiterklasse als nichtexistent und als nicht wichtig leugnen will. Die einzigen, die von der Arbeiterklasse sprechen sind Bernie Sanders, Trump und sein neuer Chefstratege Steve Bannon:“Americanism“statt „Globalism“–seine zentrale Idee: US-amerikanische working class statt internationale middle class:

„Bannon warf den Anhängern der Globalisierung vor, die amerikanische Arbeiterklasse zugunsten einer neuen Mittelklasse in Asien zerstört zu haben. „Jetzt geht es um Amerikaner, die nicht beschissen werden wollen. Wenn wir erfolgreich sind, bekommen wir 60 Prozent der weißen Wähler und 40 Prozent der Schwarzen und Latinos, und dann regieren wir 50 Jahre lang.“ Den Demokraten warf Bannon vor, den Kontakt zur Realität verloren zu haben. „Sie sprachen zu den Unternehmern mit einer Marktkapitalisierung von 9 Milliarden Dollar, die neun Angestellte haben. Das ist nicht die Realität.“

Ziel seiner Anti-Establishment-Bewegung sei es deshalb in erster Linie, Jobs zu schaffen. „Das alles hat mit Arbeitsplätzen zu tun. Ich bin der Typ, der auf einen billionenschweren Infrastrukturplan dringt“, sagte Bannon in dem Interview in Manhattans Trump Tower. Er wolle Schiffswerften und Stahlwerke wiederaufbauen. „Das wird so aufregend wie in den 1930er Jahren, größer als Ronald Reagans Revolution – Konservative und Populisten (vereint) in einer nationalistischen Wirtschaftsbewegung.“”

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/donald-trumps-chefstratege-stephen-bannon-findet-finsternis-gut-14535119.html

Es fiel ohnehin auf, dass weder Trump noch Clinton in ihrem Wahlkampf über die kommende Digitalisierung und Industrie 4.0, die 4. industrielle Revolution und damit verbundenen Auswirkungen auf Staat, Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Bildungssystem sprachen. Trump versprach eine Renaissance der alten Industrien und der vergangenen Arbeiterklasse, Clinton wollte die USA zur Supermacht bei erneuerbaren Energien machen, aber das Silicon Valley und seine neuen Industrien thematiserte keiner. Auch nicht, dass viele Arbeitsplätze nicht so sehr durch Werksverlagerungen und outsourcing wegfallen, sondern durch Rationalisierung und Automatisierung und künftig halt durch Digitalisierung und Industrie 4.0..

Bedingungsloses Einkommen für all die wegfallenden Arbeitsplatzverlierer und Konsumenten, das vermehrt aus dem Silicon Valley und auch von Unternehmern wie Siemens-Chef Joe Kaiser gefordert wird, stand da gar nicht zur Debatte.Die Berufung auf die Arbeiterklasse seitens Trump und Sanders zielt nur auf die mythische Beschwörung von amerikanischer Grösse ab, als es noch eine breite Industriearbeiterschaft in alten Industrien gab, die irgendwie wieder hergestellt werden soll.Über die neuen Industrien und die Folgen der Digitalisierung und Industrie 4,0 redet keiner von beiden, nicht einmal Hillary Clinton, der höchstens erneuerbare Energien als neues Wachstumsfeld einfällt.

Interessant, dass Bernie Sanders deshalb Trumps schuldenfinanzierte Infrastrukturprogramme unterstützen will, da sie Arbeitsplätze schaffen und die marode Infrastruktur produktiv instandsetzen , während er Trumps Aufrüstungsprogramme fürs Militär, den Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Militarismus gleichzeitig bekämpft.Aber es ist interessant, dass Trump und Sanders zugleich um die seitens der Liberalen nicht mehr als existent gesehene Arbeiterklasse kämpfen.Natürlich ist klar, dass der Oberproletarier-Milliardär Trump die Arbeiterklasse unterdrücken würde, sollte sie aufbegehren wegen nicht eingehaltener Wahlversprechen, Das ist dieser noch nicht so klar und die Hoffnung stirbt als letztes, insofern man nicht auf Bernie Sanders umschwenkt, weswegen Trump zuvor an einer autoritären Diktatur gelegen ist, die alle Opposition gründlichst beseitigt.Schon richtig bemerkt: Trump ist soviel Arbeiterklasse wie Hitlers Nationalsozialistische Deutsche ARBEITER Partei. Wie sagte der britische Diplomat Lloyd George dazumal zu Hitlers proletarischer Rhetorik: „Der Sozialismus und die Arbeiter sind der Lockköder mit denen die Diktatur errichtet werden kann“.

Interessant wäre auch, inwieweit Trumps Appell an die Arbeiterklasse auch unbewusst den Archetypen des reaktionären, wertekonservativen, antiintellektuellen, antielitären, heterosexuellen, hartarbeitenden, machomässigen  Arbeiters als Prototypen des echten Manns, der noch alleiniger Brotverdiener für eine Familie ist, bedient, zumal Trump auch ziemlich proletenhaft rumproletete und da eher den von der Mittel- und Oberklasse verpönten Stil des vermeintlichen Proletariers, der für diese Kreise ohnehin nur als Prolet wahrgenommen wird, scheinbar für viele verkörperte oder imitierte. So explizit hat er dies nie formuliert, aber durchaus möglich, dass dies bei seiner Berufung auf die working class mitschwingt. Aber auch Sanders appelierte an die working class, bediente dabei keines dieser Klischees, proletete nicht rum und erhielt trotzdem breite Unterstützung seitens der Arbeiter und Arbeiterinnen, anders als eben die luxuselitärweibisch-arrogante Clinton, der man ihre angebliche proletarische Abstammung des Großvaters eben nicht mehr abnimmt.

Trumps wesentliche Wählerbasis und Unterstützer ist aber nicht die Arbeiterklasse, sondern vor allem radikalisierte Mittelklasse, radikalisierte Kleinunternehmer- und Kleinbürger, radikalisierte Republikaner , Redbacks, Teapartyfanatiker und Landeier aus Midwest und anderen reaktionären ländlichen Gebieten wie sie Lipset in seiner Formulierung des Faschismus als der „Radikalisierung der Mittelklasse“ formulierte.

Aber Teile der Arbeiterklasse haben für ihn und gegen  Clinton gestimmt, da Clinton sie eben nicht als working class ansprach und gerade diese Teile der Arbeiterklasse in den industriellen, bisher Demokratenwählenden Swingstate im Nordosten der USA und im Rust Belt waren ausschlaggebend für Trumps Wahlsieg und nicht die Wahlbeeinflussung durch Putin und russische Hacker, wie dies nun die Clintonianer versuchen darzustellen.  Für Trump ist die Berufung auf die Arbeiterklasse die Berufung auf die Nostalgie, dass Amerika noch gross, mächtig und wohlhabend war, als es über eine breite Industriearbeiterklasse verfügte, als Ford die Löhne noch verdreifachte und sich jeder ein Auto und ein Haus leisten konnte, die affluent society der 50er Jahre. Die Berufung auf die Wiederherstellung der alten Industriearbeiterschaft ist die Berufung auf und die Chiffre für den Mythos vom American Dream und als Indikator für die ehemalige US-Weltmacht, also mehr symbolisch gemeint, als dass er sich für die Arbeiterklasse selbst interessieren würde, die ihm im Grunde seines sozialdarwinistischen Milliardärsherzens ein Fremdkörper, looser, Kanonenfutter und Sklaven eben und etwas Niederwertiges ist.

Trumps oftmalige Berufung auf die Arbeiterklasse führt nun auch dazu, dass Establishment-Thinktanks und etablierte Politiker nun dieser Rhetorik folgend ganz proletarisch anfangen, die Arbeiterklasse als symbolischen Berufungstitel für ihre Begehrlichkeiten zu verwenden und etwa Trump den Nutzen der NATO und eines starken Europas mit Berufung auf den Nutzen für den amerikanischen Arbeiter schmackhaft machen zu wollen. So etwa Luke Coffey von dem Republikanernahen Think Tank Heritage Foundation in seinem programmatischen Artikel „Trump should make NATO great again“–so heißt es:

„A stable, secure, and economically viable Europe is in America’s economic interest. For more than 60 years, NATO and the U.S. military presence in Europe have contributed to European stability, which has economically benefited both Europeans and Americans. The economies of Europe, along with the United States, account for approximately half of the global economy. The U.S. and Europe are each other’s principal trading partners. The U.S and Europe are each other’s top source of foreign direct investment. All of this brings untold benefits to the U.S. economy and, by extension, the American worker.“

http://www.heritage.org/research/reports/2016/11/trump-should-make-nato-great-again

Auch die Demokratennahe Brookings Institution entdeckt nach jahrelangen Artikeln über die middle class urplötzlich ihr bisher nie existentes Interesse für die Arbeiterklasse und macht Trump Vorschläge, wie man deren Lage verbessern könnte–so etwa in dem Beitrag „What could really help the working class? Paid leave.“ von Eleanor Krause und Isabel V. Sawhill vom 13. Dezember 2016:

„President-elect Donald Trump has promised to improve the lives of America’s working class. Now he has the chance to deliver. Working class parents often face the unenviable choice between their jobs and spending time with their children, since the U.S. is the only advanced economy without a statutory right to paid parental leave.During his campaign, Trumpproposed 6 weeks of paid leave for mothers. This is the first time a Republican presidential candidate has included paid leave in his policy platform. So far, so good. But as usual, the policy design matters a lot.“

https://www.brookings.edu/blog/social-mobility-memos/2016/12/13/what-could-really-help-the-working-class-paid-leave/

Auch der Turbodienstleister für die Mitte, die deutsche Sozialdemokratie entdeckt plötzlich wieder ihre vergessene Kernklientel, die deutsche Arbeiterklasse. In einem programmatischen Artikel „Die Arbeiter, nicht die Hipster-Warum die Sozialdemokraten Konsequenzen aus dem Sieg Trumps ziehen müssen“ schreibt SPD-Chef Sigmar Gabriel:

„Deutschland wird mit dem gewählten amerikanischen Präsidenten Trump die Gespräche aufnehmen und die Partnerschaft mit der ältesten Demokratie der Welt nicht aufkündigen. Gerade wir Sozialdemokraten müssen aber aus dem erschreckend erfolgreichen Wahlkampf Trumps Konsequenzen ziehen. Denn er zeigt, wie wichtig es ist, sich auch heute um die Menschen zu kümmern, für die unsere Partei vor über 150 Jahren gegründet wurde.Wer die Arbeiter im „Rust Belt“verliert, den können die Hipster in Kalifornien nicht mehr retten. Es ist im Kern unsere Aufgabe, die Interessen der Arbeitnehmerschaft zu vertreten und dadurch die Demokratie zu stärken. Vor acht Jahren waren es die Arbeiter Irlands, die gegen den EU-Vertrag von Lissabon stimmten. Als die Niederlande im April über das EU-Assozierungsabkommen mit der Ukraine abstimmten, kam der Widerstand vor allem aus den Arbeitervierteln. Auch der Brexit stützte sich auf das Votum der Arbeiterschaft in den Midlands. Für zu viele hart arbeitende Menschen ist Europa kein Versprechen mehr, sondern ein abgehobenes Elitenprojekt. Sie haben das Gefühl, darin keine Rolle mehr zu spielen.“ (SPIEGEL 46/2016, S.32).

Auch der konservative Münchner Merkur kommt zu dem Schluß:

„Natürlich ist es wichtig, dass Einflussnahmen von außen auf den demokratischen Prozess untersucht werden. Doch Hillary Clinton und ihre Parteifreunde begehen auch Selbstbetrug.Denn es gibt keine Indizien dafür, dass sie die Wahl aus ganz anderen Gründen als einer gemutmaßten Kreml-Intervention verloren hat: Sie stand für eine Politik von gestern und für eine Partei, die -ebenso wie die CDU mit Angela Merkel- kaum über „verkaufbare“ Alternativen zu der alten Ware verfügte. Sie konzentrierte sich auf Minderheiten wie Latinos, Schwule und Schwarze, vergaß aber die breite Masse der vom Aufschwung vergessenen weißen Arbeiterklasse.“

(Münchner Merkur v. 15.12.2016, S.2)

Als Francis Fukuyama in den 90er Jahren das “Ende der Geschichte”schrieb, in dem er nach dem Wegfall des Kommunismus einen Siegeszug der liberalen Demokratie weltweit prophezeite, ging er wie die meisten Liberalen davon aus, dass das Herzland der Demokratie niemals selbst eine autoritäre Diktatur werden könne und gegenüber faschistischen Verlockungen resistent und immun sei. Ebenso stellten die Liberalen ihre Kalkulationen nicht auf Basis einer marxistischen Analyse an, die die systemimmanenten Wirtschafts- und Finanzkrisen des Kapitalismus, sowie seine Tendenzen zu Eigentums- und Kapitalkonzentration, sozialer Ungleichheit und Prekarisierung berücksichtigte, wie man dies nach Lektüre des Kapitals von Marx wissen könnte.

Ebenso gingen die Liberalen davon aus, dass es nur noch eine Mittelklasse gebe, die a priori liberal und kosmopolitisch sei und ignorierte Lipsets Erkenntnisse, dass der Faschismus eine “Radikalisierung der Mittelschichten”darstelle, die eben illiberal und nationalistisch werden könne. Arbeiterklasse galt zudem ohnehin als Schimpfwort wie Nigger und wurde aus dem soziologischen Vokabular als marxistischer Kampfbegriff getilgt. Nun ist es eben gerade diese Arbeiterklasse, die Bernie Sanders und Trump wählten–”weiße Männer ohne Collegeabschluss” wird nun paraphrasiert, ansonsten spricht Clinton immer nur von der middle class. Dabei rekrutieren sich die “angry white men”und die “forgotten men” eben aus jener radikalisierten Mittelklasse und aus Teilen der Arbeiterklasse, wobei es auch 1/3 der Latinos und Asiaten sind, die Trump wählen, sowie auch viele Frauen.

Umso überraschter und hilfloser reagieren nun die Liberalen auf das Aufkommen autoritärer und faschistischer Bewegungen, zumal es bisher als ungeschriebenes Gesetz und Prämisse galt, dass sich dies in den USA niemals ereignen könnte. Mit Trump könnten wir eher ein Ende der Geschichte unter autoritärem Vorzeichen erleben, einen weltweiten Siegeszug der autoritären und chauvinistischen  Diktaturen, die sich aber dann aufgrund ihres Nationalismus untereinander bekriegen werden, denn eine Internationale der Nationalisten gab es bisher noch nicht und somit auch kein Ende der Geschichte, es sei denn die Konkurrenz zwischen den chauvinistischen Nationaldiktaturen führt zu einem Weltkrieg, der die Menschheitsgeschichte dann zivilisatorisch zum Ende bringt.Daran kann sie aber nur eine internationalistisch denkende Arbeiterklasse hindern.

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Als passenden Lesetip dazu noch ein Global-Review-Artikel von September 2012:

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Die nicht nur semantische Liquidierung von Klassenbewusstsein: Keiner will ein Arbeiter= “Nigger” sein

von Ralf Ostner

Auffällig ist, dass die heutigen Zeiten mehr denn je nahelegen würden wieder in Klassenkategorien zu denken und zu handeln angesichts der gesellschaftlichen Polarisierung zwischen arm und reich, angesichts der gesellschaftlichen Reichtumsumverteilung, die keine Illusion mehr aufkommen lassen kann, man könnte noch zur sozialpartnerschaftlichen BRD der 7oer Jahre zurückkehren. Doch inzwischen ist das Klassenbewusstsein völlig atomisiert, die Gewerkschaften völlig geschwächt, eine Linkspartei findet sich im Verfassungsschutzbericht wieder und daher hat sich auch ein neoliberaler Sprachgebrauch eingeschlichen, der von Gesellschafts und Sprachwissenschaftlern nirgends kritisiert oder analysiert, sondern als gottgegeben reproduziert wird.Aber eben nicht nur von Gesteswissenschaftlern, sondern von der Arbeiterklasse, die keine mehr sein will, selbst.Die völlige Tilgung von Klassenbewusstsein zeigt sich nicht nur in der verbalen Streichung von Klassenkampf, Klasse, etc., sondern vor allem in der New Speak über die Arbeiterklasse: Arbeiter will keiner mehr sein, denn das ist inzwischen auf der Stufe von “Nigger”. Alle Welt betrachtet sich als Mittelschicht, Lohnabhängiger (aber selbst dies Wort wird inzwischen gemieden, da es doch die Herrschaftsverhältnisse noch zu klar beschreibt), aber vor allem als Arbeitnehmer. Ein interessantes Wortspiel: Der Arbeitnehmer NIMMT–ganz egoistisch- Arbeit, der Arbeitgeber GIBT–ganz spendabel und generös. Ein Geben und Nehmen eben. Arbeitslose definieren sich um in Freischaffende, Hausmeister und Sekretärinnen in Facility Manager und Assistent Manager, Familienmütter als Family Manager, etc. Und dann nicht vergessen: Die ICH-AG–die wohl weitreichendste Wortschöpfung der Agenda 2010.

Keiner will Arbeiter sein, alle wollen irgendwie Manager und Freigeister sein.Die Altersarmut mit einhergehendem Suizid wird sie frühestenfalls von einem besseren belehren. Bestenfalls wird noch vom arbeitslosen Prekariat gesprochen, von bildungsfernen Schichten, aber eben nur um sich abzugrenzen und sozialdarwinistisch darin den Feind zu sehen. Doch so weit ist das Prekariat gar nicht: Wenn Familienministerin Leyen vor Altersarmut warnt, Arbeiter mit über 35 Jahre Beitragszahlung bei einem Lohn von 2500 Euro als Rente nur Sozialhilfe rausbekommen und dazu noch gesagt wird, dass dies ein Drittel der Beschäftigten sei, so wird klar, dass das Prekariat schon morgen um die Ecke lauert.Zumal alles dafür spricht, dass der jetzige Sozialstaat weiter abgebaut und in den nächsten 2 Jahrzehnten nicht mehr existieren und der Niedriglohnsektor zügig weiter ausgebaut wird (nach der Agenda 2010, die den Niedriglohnsektor von 10% der Beschäftigten auf 22 % , das heisst 1/5 der Beschäftigten ausgeweitet hat und nun eine Agenda 2020 und sogar von Schröder eine Agenda 2030 gefordert wird, der dann den Niedriglohnanteil auf 30-40% weiter steigen lässt), ist wohl klar, dass die darüberliegedne Schicht ebenso nur absteigende Arbeiterklasse sein wird. Aber bevor man sich als Arbeiterklasse bezeichnet und somit als „Nigger“ werden die meisten Menschen lieber selbstschuldig in sich gehen oder aber sich umbringen vor eingebildeter Schande und Angst vor Stigmatisierung.


Gepostet am Dienstag, September 4th, 2012

 

 

Nach Trumps Wahlsieg: Michael Eric Dyson attackiert die „weiße Arbeiterklasse“

Von Fred Mazelis
28. Dezember 2016

Mit seiner Kolumne vom 18. Dezember setzt der US-Autor Michael Eric Dyson den Feldzug der Identitätspolitiker gegen all jene fort, die Kritik an der Ansicht wagen, dass die wichtigste Trennlinie in der amerikanischen Gesellschaft durch Hautfarbe bestimmt sei.

Dyson ist Professor an der Universität Georgetown, Schriftsteller und freiberuflicher Mitarbeiter der New York Times. Sein Artikel in der Times-Sonntagsausgabe trägt die Überschrift: „Donald Trumps rassistische Ignoranz“. Schon nach wenigen Absätzen wird jedoch deutlich, dass sich sein Angriff in Wirklichkeit nicht gegen Donald Trump, sondern gegen die Arbeiterklasse richtet.

Führende Demokraten haben sich große Mühe gegeben, eine Erklärung für Hillary Clintons überraschende Wahlniederlage zu finden, nachdem sie so zuversichtlich ihren Sieg vorausgesagt hatten. Laut der vorherrschenden Erklärung, die die Times und auch Bill und Hillary Clinton seit Wochen postulieren, haben „russische Hackerangriffe“ und die Einmischung von FBI-Direktor James Comey wegen Clintons E-Mails, nur wenige Tage vor der Wahl, dem Republikanischen Kandidaten den Sieg in wichtigen Bundesstaaten gesichert.

Doch diese Erklärung ist unwahrscheinlich, und viele Millionen Menschen glauben sie nicht. In den Wochen seit der Wahl ist es immer klarer geworden, dass der Hauptgrund für Trumps Erfolg seine Fähigkeit war, als „Anti-Establishment“-Kandidat aufzutreten. Dies wiederum war nur aufgrund der reaktionären Bilanz der Obama-Regierung und Hillary Clintons rechter Kampagne möglich.

Im Wahlkampf haben bedeutende Teile der Mainstreammedien und der herrschenden Elite auf Identitätspolitik gesetzt. Zusammen mit der Kriegstreiberei gegen Russland hat diese Politik den gesamten Inhalt von Clintons Wahlkampf ausgemacht. Diese auf Hautfarbe und Geschlechterfragen gegründete Politik verteidigen sie auch jetzt noch, wobei sich der Schwerpunkt auf die hysterischen Vorwürfe gegen Russland wegen der Hackerangriffe verschoben hat.

Dyson beteiligt sich aktiv an der Identitäts-Offensive. Das einzige Thema, über das er diskutieren will, ist Hautfarbe. Er wirft Trump vor, er „kenne“ die Schwarzen nicht, und fährt fort: „Die Forderungen der Linken nach der Wahl, die Identitätspolitik aufzugeben, zeigen, dass Trump mit dieser bewussten Unwissenheit nicht alleine dasteht … Vor uns liegt kein leichter Weg, hauptsächlich, weil Trumps Unwissenheit über Rassenfragen, sein eklatanter Mangel an Nuancen und seine Lernunfähigkeit zu dem Thema auch unter Liberalen und weißen Linken existiert.“

Dyson attackiert den Präsidentschaftsanwärter Bernie Sanders, der im Vorwahlkampf, als er sich als „demokratischer Sozialist“ bezeichnet und zu einer „politischen Revolution“ gegen die Milliardäre aufgerufen hatte, über dreizehn Millionen Stimmen erhalten und nur knapp gegen Clinton verloren hatte.

Dyson schreibt über ihn: „Bernie Sanders hat im Präsidentschaftswahlkampf 2016 auf Rassenfragen von Anfang an empfindlich reagiert. Eine offene, fordernde Schwarzheit war ihm unangenehm; er war nicht gewillt, seine Vorliebe aufzugeben und einmal nicht über Klassenfragen, sondern auch über Rassenfragen zu diskutieren … Sanders war offenbar im Herzen ein Mann des Volkes geblieben, vor allem wenn dieses Volk die weiße Arbeiterklasse war.“

Man muss den Sarkasmus beachten, mit dem Dyson die Phrase „Mann des Volkes“ benutzt. Er selbst stellt sich zwar als Vertreter des „schwarzen Amerika“ dar, vertritt aber in Wirklichkeit nur eine kleine Schicht der afroamerikanischen Bevölkerung, nämlich das wohlhabende Kleinbürgertum. Der Times-Kolumnist steht auf der Seite der herrschenden Elite und hat unabhängig von Hautfarbe und ethnischer Herkunft nur Verachtung für die Arbeiterklasse übrig.

Sanders‘ zurückhaltender Vorschlag, wenn nötig auch „über Identitätspolitik hinauszugehen“, erregt Dysons Zorn. Er zitiert Sanders‘ Aussage, es sei „für viele Amerikaner sehr leicht zu sagen: Ich hasse Rassismus, ich hasse Homophobie, ich hasse Sexismus“, während es „Menschen aus der Mittelschicht oder der gehobenen Mittelschicht schwerer fällt, zu sagen: Vielleicht müssen wir etwas gegen die Gier der Wall Street unternehmen“. Dies nennt Dyson ein „raffiniertes Stück Geschichtsrevisionismus“, denn: „Lange Zeit herrschte unter liberalen Eliten wenig Interesse an Diversität.“

In Wirklichkeit ist es Dyson, der Revisionismus oder noch Schlimmeres betreibt. Die herrschende Klasse der USA hat bereits vor mehr als vierzig Jahren das Mantra der Diversität für sich entdeckt und Programme wie Affirmative Action eingeführt. Die liberalen Eliten haben diese Herangehensweise keineswegs abgelehnt, vielmehr war sie ein entscheidendes Element der sozialen Konterrevolution der letzten vier Jahrzehnte: Gleichzeitig mit dem Angriff auf Arbeitsplätze und den Lebensstandard der Arbeiterklasse wurde eine privilegierte Schicht von Schwarzen, Latinos, Frauen und Homosexuellen in Chefetagen, politische Ämter, akademische Kreise, die Gewerkschaftsbürokratie und die Medien aufgenommen.

Die herrschende Klasse und beide kapitalistischen Parteien fördern schon seit Nixons Programm des „schwarzen Kapitalismus“ eine Spaltung der Bevölkerung nach Hautfarbe. Nixon verband seinen zynischen Einsatz für „Affirmative Action“ mit der berüchtigten „Southern Strategy“ (Südstrategie), mit welcher er die letzten Reste des Rassentrennungs-Establishments zum Eintritt in die Republikanische Partei bewegen wollte. Darauf folgten u.a. die Law-and-Order-Kampagnen der 1980er und 1990er Jahre.

Die Demokraten kamen derweil zum Schluss, dass jedes Programm zur Einführung auch nur ganz bescheidener Sozialreformen aufgrund des Niedergangs des amerikanischen Kapitalismus unmöglich geworden sei. Sie gaben jeden Anschein auf, sich auf die Arbeiter zu stützen und die Sozialprogramme der 1930er und 1960er zu verteidigen oder auszubauen. Insgeheim betrieben die beiden Parteien eine schmutzige Arbeitsteilung: Die Demokraten durften sich als Verteidiger der Schwarzen, Hispanics und Einwanderer inszenieren, während die weißen Arbeiter zunehmend als „privilegiert“ abgestempelt und den Republikanern überlassen wurden.

Natürlich ist Bernie Sanders kein Vertreter der Arbeiterklasse. Seine Differenzen mit Clinton und Dyson sind nur taktischer Natur. Sanders hat Clintons Nominierung unterwürfig akzeptiert und sich bei ihren Wahlkampfhelfern eingereiht. Und diese Bemühungen setzt er seit der Wahlniederlage der Demokraten fort, indem er versucht, den massiven Widerstand gegen Trump und die Wall Street in die Kanäle dieser Partei des Großkapitals und der Kriegsbefürworter zu lenken.

Bernie Sanders selbst ist nicht der Hauptgrund, warum Dyson besorgt ist. Er kann nicht vergessen, dass Millionen Menschen Sanders eben deshalb gewählt haben, weil er „über Klassen- statt über Rassenfragen“ sprach, wie Dyson es formuliert. Alle diese Wähler, fast alles Arbeiter und Jugendliche, hat die „Klassenfrage“ nicht abgeschreckt. Das gilt auch für die vielen Millionen, die überhaupt nicht wählten, weil beide Parteien des Großkapitals sie abgrundtief abgestoßen hatten. Dass Dyson Sanders angreift, weil er es wagt, über die „Gier der Wall Street“ zu sprechen, macht deutlich, auf welcher Seite er steht: auf der Seite der Wall Street.

Dysons Artikel endet mit einem Angriff auf die „Solidarität der Arbeiterklasse“. Er bezeichnet sie als „Tarnung für den Kampf gegen Fortschritte in Fragen von Hautfarbe, Sexualität und Geschlecht“. Hier zeigt er offen, dass er die Arbeiterklasse ablehnt und dass sein Einsatz für eine Klassenspaltung durch Identitätspolitik den Interessen der herrschenden Elite dient.

Jahrzehntelang hat nur die marxistische Bewegung die Identitätspolitik angegriffen, doch diese Periode neigt sich dem Ende zu. Das ist es, was Dyson und die ganze Schicht, für die er spricht, beunruhigt. Der ganze Identitätsbetrieb hat sehr vielen Akademikern enorme Vergünstigungen und Privilegien verschafft. Aber diese Politik wird von links angegriffen, sobald eine echte Bewegung der Arbeiterklasse entsteht und der Klassenkampf wiederauflebt.

Nicht nur weiße Arbeiter waren von Clintons Gender-Wahlkampf angewidert und haben teilweise aus Protest oder Abscheu für Trump gestimmt. Millionen von schwarzen und lateinamerikanischen Arbeitern und Einwanderern sind zuhause geblieben, und auch von ihnen haben sogar einige für Trump gestimmt. Auch sie reagierten mit Abscheu auf die Tatsache, dass unter Obama die Ungleichheit weiter zunahm, dass er ständig Kriege führte und dass Clinton eine Fortsetzung dieser Politik versprach.

Über diese Regungen der Arbeiterklasse sorgt sich Dyson, wie auch die Redakteure und Verleger der New York Times und anderer Medien, in wachsendem Maß. Sie arbeiten mit Hochdruck an einem Themenwechsel: von Klassenfragen hin zu Rassenfragen, und von den massiven Stimmverlusten für die Partei der Wall Street zur angeblichen „Rache der Weißen“, die Trump gewählt haben.

http://www.wsws.org/de/articles/2016/12/28/dyso-d28.html

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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