Ernst-Dieter Lantermann: Die radikalisierte Gesellschaft. Von der Logik des Fanatismus.

Autor: Leo Brux

Ernst-Dieter Lantermann: Die radikalisierte Gesellschaft. Von der Logik des Fanatismus.

Das Buch hilft zu verstehen, was zurzeit abgeht. Und immer schlimmer abgehen wird. Fanatismus ist dabei das zentrale Thema.

1    Der Fanatiker versucht sich seine subjektive Sicherheit zurückzuerobern – durch schroffe Abgrenzung und Ausgrenzung, durch radikale Dogmatisierung und “heißes” Denken, durch rabiate Feindbilder, wenn nötig auch durch Gewalt.

Was er nicht verträgt: Ambivalenzen, Vieldeutigkeit. Kompromiss. Andersdenkende. Liberalität.

Was ihm fremd ist: Humor. Selbstkritik, Selbstzweifel. Skepsis. Großzügigkeit.

Der Gewinn des Fanatismus: Alles macht wieder Sinn. Und du bist der Gute und bei den Guten. Und alles ist sonnenklar. Und du kannst Menschen kaputt machen ohne schlechtes Gewissen.

2   Da ist der Fanatiker verwandt mit dem Radikalen.

Sie teilen die Sehnsucht nach Einfachheit, das Bedürfnis nach einem eindeutigen Feind, den es zu besiegen gilt.

Es gibt allerdings, so Lantermann, einen wichtigen Unterschied.

Der Radikalisierte kennt noch Grenzen für seinen Hass, seine Verachtung. Es gibt noch Möglichkeiten, mit ihm zu diskutieren, noch Möglichkeiten für ihn zu differenzieren.

Der Fanatiker hat solche Grenzen nicht (mehr). Er will das Objekt seines Hasses vernichten.

Ein weiterer Unterschied: Dem Radikalen geht es nur  um einen bestimmten Bereich seines Lebens. Nur dafür hat er radikale Überzeugungen entwickelt.

Der Fanatiker ist rundum fanatisch. Für ihn dreht sich alles nur noch um seine Obsessionen. Alles wird auf das EINE Böse zurückgeführt.

3    Die Radikalisierung muss nicht, aber kann sich zum Fanatismus auswachsen. Der Radikalismus ist sozusagen die Einstiegsdroge.

Fanatismus liefert eben mehr Sicherheitsgewinn als bloßer (partieller) Radikalismus.

Der Kern aber sei gleich, so Lantermann: Der Fanatiker und der Radikale pflegen für sich und ihre Gruppe “ein widerspruchsfreies, in sich stimmiges, einfaches, von polaren Gegensätzen aufgespanntes Selbst- und Weltbild” (167). Sie immunisieren sich gegen Kritik – Selbst- und Fremdkritik. Sie verabsolutieren ihr Ziel. Sie gedeihen durch Polarisierung.

4   Der Kampf des Fanatikers findet kein Ende. Er geht immer weiter. Er ist ein Selbstläufer.

Immer ist da der Feind. Den man vernichten will, vernichten muss. Immer wieder neu.

Nicht nur, aber auch deshalb, weil sich andere gegen den Fanatiker zu wehren versuchen.

Der Widerstand gegen den Fanatiker bestätigt den Fanatiker. Verleiht ihm Energie. Er gewinnt, wenn sich die Emotionen gegenseitig hochschaukeln.

Kommt aber kein Widerstand, ist es auch gut für ihn. Appeasement bestätigt ihn. Zu seinen “Strategien” gehört die Einschüchterung.

Insofern ist er immer in einer win-win-Situation.

5   Gibt es auch etwas, das ihn behindert? Das ihn stoppt?

Darüber schreibt Lantermann leider nicht viel.

Ein Vorschlag von mir:

  1. Sich nicht einschüchtern lassen. Gegenhalten. Im Stil des vernünftigen, also skeptischen und toleranten Menschen. Zugleich mit emotionaler Kraft.
  2. Humor. Ironie.
  3. Immer mit Blick auf die, die zuschauen und zuhören. (Den Fanatiker kannst du nicht überzeugen …)
  4. Klartext reden. Der Fanatiker ist ein Fanatiker – und damit destruktiv.
  5. Der Fanatiker ist keiner, mit dem man irgendwie bei irgendwas kooperieren könnte.
  6. Auf dem Niveau des Fanatikers hast du als Nicht-Fanatiker keine Chance.  Trotzdem: Werd nicht selber einer.
  7. Sich nicht auf den Fanatiker konzentrieren. Es gibt anderes, wichtigeres im Leben und in der Politik als die Spinner.
  8. Nicht vergessen: Auch der Fanatiker ist ein Mensch. Er hat Gründe, fanatisch zu sein. Es hat Gründe, dass er Fanatiker geworden ist. Lässt sich etwas an diesen Gründen ändern?

Fanatismus ist en vogue. Bzw. der Radikalismus als Vorstufe.

Einmal in der Politik – vor allem rechts (Pegida, AfD, CSU, Trump), aber auch links (Autonome, “Schwarzer Block” …). Zahlenmäßig fallen aber nur der rechte Fanatismus und Radikalismus ins Gewicht.

Aber auch in anderen Bereichen. Etwa beim Essen: ein Teil der Veganer. Oder beim Tierschutz. Auch da gibt es die fanatischen Extreme. Beim Fußball – die Ultras. Beim Nachbarschaftsstreit …

Der Islamismus der Muslimbrüder und der Salafisten ist ein weiteres Beispiel. Erdogan. “Der Islamische Staat”.

Bedingungslos kämpft man um seine Wahrheit, sein Recht, seine Ruhe – rücksichtslos, hemmungslos wehrt man sich.

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Das gab es natürlich schon immer. In Krisenzeiten mehr als in Zeiten des Optimismus.

Optimismus gibt es nicht mehr viel.

Es geht uns noch gut – in ein paar Jahren werden wir wohl feststellen, dass wir hier und heute in beinahe paradiesischen Verhältnissen, in einem Goldenen Zeitalter gelebt haben.

Aber aus der Perspektive der Verunsicherten ist das Hier und Heute schon fatal.

Hat noch jemand eine Vorstellung davon, dass die Zukunft besser werden könnte als die Gegenwart?

Die Utopien sind verwelkt.

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Ich füge etwas hinzu, was ich bei Lantermann nicht finde:

Der Fanatiker denkt in seinem Fanatismus nicht daran, dass etwas besser wird durch seine “Explosion”. Er will einfach nur das, was ihn erbittert und erbost, kaputt machen.

Wie ist das bei einem trotzigen Kind?

Es hat nicht wirklich eine Strategie. Es kalkuliert nicht umsichtig: Wenn ich mich jetzt trotzig stelle, dann geben Mama und Papa nach und ich krieg, was ich haben will.

Kann sein, dass da eine vage Hoffnung mitschwingt, aber sie ist nicht überlegt, es ist kein Plan.

Die Nebenfolgen und die mittelfristigen Auswirkungen kommen dem Trotzigen nicht in den Sinn.

Etwas Emotionales explodiert in ihm und schaltet die ratio aus.

Oder, bestenfalls, die Emotion unterwirft sich die ratio und zwingt sie in ihren Dienst.

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Erwartet jemand von der AfD oder von Trump oder von Strache oder Le Pen, dass etwas im Lande wirklich besser wird?

Nicht wirklich.

Man tut natürlich so, als ob. Aber der Glaube daran ist nicht stark. Es geht den Leuten mehr darum, sich durch ihren Radikalismus und Fanatismus selbst zu bestätigen. Selbstachtung herzustellen. Sich stark zu fühlen. Auftrumpfen können – was für ein tolles Gefühl gibt das! Wir sind wieder wer!

Das hat etwas “Halbstarkes”, Juveniles, Machomäßiges.

Dass dabei die Gesellschaft kaputt gehen könnte – ist doch nur ein Ablenkungsmanöver der Feinde.

Wir gehen doch ohnehin kaputt, wenn es so weiter geht.

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Beispiel Russland:

Den Leuten geht es ständig schlechter. Materiell. Kaum Aussicht auf Besserung.

Trotzdem halten sie zu Putin. Oder halten still.

Sie begeistern sich an nationalen Erfolgen: die Übernahme der Krim zum Beispiel. Die Weltmachtrolle, die Russland zu spielen scheint.

Wenn’s uns auch materiell schlecht gehen mag, wenigstens können wir auf Russland stolz sein – dank Putin.

Regieren andere, geht es uns auch schlecht, vielleicht noch schlechter, und nix wär’s mit der Weltmachtrolle und dem russischen Stolz darauf.

Das Materielle, so lernen wir, spielt durchaus eine Rolle. Aber nicht die Rolle, die wir, die Linken und von Marx her kommenden, zu glauben pflegen. Unsere Intuition erweist sich als irreführend.

Auch in Deutschland. Es geht denen, die rechtspopulistisch protestieren, nicht wirklich ums Materielle. Es geht ihnen um ihren Stolz. Um das Gefühl, wichtig zu sein.

Das kriegen sie im deutschen Fall nicht in Form einer Krim; sie möchten es in Form von Privilegierung gegenüber angeblich Fremden bekommen. Sie möchten was Besseres sein – und fühlen sich als was Besseres, wenn sie Flüchtlinge, Ausländer, Muslime, Migranten diskriminieren können.

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“Die Welt des Fanatikers besteht aus einfachen Wahrheiten, extremen Gegensätzen, scharfen Grenzen zwischen sich und den anderen und einem geschlossenen Glaubens- und Überzeugungssystem, das keine Differenzierungen oder Zweifel duldet.

Seine Selbstsicherheit und Selbstwertschätzung hängen davon ab, dass es ihm gelingt, sich gegen jede Wahrnehmung und Einsicht abzuschotten, die sein grandioses Bild von sich selbst erschüttern könnten.

Ein wesentliches Merkmal aller Fanatiker stellt daher ihre entschlossene Abwehr und Verschließung gegenüber allen Informationen aus der feindlichen Außenwelt dar, die mit ihrem Selbst- und Weltbild nicht kompatibel sind. ” (178)

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Wie schafft man das?

Man zieht sich von allen Menschen zurück, die die eigene Weltsicht nicht teilen. Vielleicht physisch. Vielleicht auch nur kommunikativ:  Man redet mit ihnen nicht mehr. Man streitet mit ihnen nicht mehr.

Oder man streitet sich, aber nur mit dem defensiven Ziel der Abwehr oder dem offensiven Ziel des Niederingens. Eine Debatte ergibt sich nicht, ein Dialog ist undenkbar.

Die medialen Netzräume schaffen die Voraussetzung für diese beiden Arten des Rückzugs, für die Möglichkeit, unter sich zu bleiben und sich immer nur zu bestätigen.

Und sich in den gemeinsamen Wahnvorstellungen zu bestärken.

Freie Bahn für die Eskalation.

Fakt ist nur noch, was einem passt.

Eine Korrektur von außen gibt es kaum noch.

Das ist der Weg in den Irrsinn. Denn:

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Damit geht die Fähigkeit zur Anpassung an die Wirklichkeit verloren. Die Fähigkeit zu lernen.

Lernen (Adaption) ist Assimilation + Akkomodation.

Assimilation: Der Lernende passt die von außen kommenden Informationen seinen eigenen Strukturen an.

Akkomodation: Der Lernende pass seine eigenen Strukturen den von außen kommenden Informationen an.

Das funktioniert nur im Wechselspiel. Nur, wenn es gleichgewichtig abläuft.

Wer sich selbst verschließt und immer nur Bestätigung sucht, blockiert die Akkomodation – und damit auch die Assimilation.

Ohne Lernen keine Anpassung an die Wirklichkeit.

Die größenwahnsinnige Vorstellung kommt zum Vorschein, dass wir mit unserem Willen die Welt zwingen können.

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Politisch:

Die Welt ist komplexer, unübersichtlicher, unsicherer geworden.

Die Antwort dessen, der sich verweigert: Radikale Komplexitätsreduktion via Abschottung, Aufbau einer Parallelwelt, Fanatismus!

“In einer freiwilligen Selbstverschließung der Gesellschaft gegenüber neuartigen, Chancen oder Risiken, Sicherheit oder Unsicherheit verheißenden Informationen und Ereignissen läge womöglich die größte Gefahr für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft, die ihr Handeln immer stärker von der Dynamik des Fanatismus bestimmen ließe.” (180)

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Fanatismus ist “heißes Denken”.

Im Stress stehend tendieren wir dazu, intensive Gefühle zu entwickeln, die es uns nicht mehr erlauben, kühl zu beobachten und besonnen zu operieren.

Unsere Denkfreiheit wird extrem eingeschränkt. Das Denken automatisiert sich. Das Gefühl diktiert der Vernunft, was nun gilt.

Unter diesem Diktat sucht das Gehirn nur noch Bestätigungen. Widersprechende Informationen oder logische Fehler werden ignoriert.

Aufmerksamkeit finden nur solche Informationen, die dem Selbstwertgefühl dienen.

Das Denken vemeidet jetzt jede Reflexion, jeden Zweifel. Zweifel wird als schädlich gesehen, als Gefahr.

Das Denken polarisiert nun extrem und binär. Manichäisch. Entweder – oder. Etwas anderes gibt es nicht.

Die Gefühle regieren auch über das Gedächtnis. Alle Erinnerungen, die dem heißen Bedürfnis des Moments widersprechen, werden getilgt.

Tunnelblick: Man reduziert die komplexen Situationen radikal auf die momentane Obsession und das, was für sie relevant zu sein scheint.

Resümee: Das Denken wird totalitär.

Dazu passt dann politisch eine autoritäre charismatische Führerfigur und ein autoritäres Regime.

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Schlussüberlegungen  (meinerseits)

Ich sehe das alles nicht moralisierend. Menschen sind immer so, wie sie aufgrund der Umstände sein müssen.

Also frage ich mich: Welche Umstände machen die Menschen so?

Was bringt sie dazu, heiß, also fanatisch zu denken?

Was in der Erziehung trägt dazu bei, dass so viele anfällig sind für fanatisches Denken?

Was in den sozialen Verhältnisse führt dazu?

Was in den kulturellen Verhältnissen führt dazu?

Das führt über dieses hier eher psychologisch angepackte Thema hinaus.

Auch die Frage, wie wir, wenn wir an den Umständen nichts oder wenig ändern können, auf den zunehmenden Fanatismus reagieren sollen.

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Interessanter Text, auch die Stelle:

“Das Materielle, so lernen wir, spielt durchaus eine Rolle. Aber nicht die Rolle, die wir, die Linken und von Marx her kommenden, zu glauben pflegen. Unsere Intuition erweist sich als irreführend.Auch in Deutschland. Es geht denen, die rechtspopulistisch protestieren, nicht wirklich ums Materielle. Es geht ihnen um ihren Stolz. Um das Gefühl, wichtig zu sein.”-

Sehr interessanter Gedanke, denn die Linkspartei versucht speziell über Sozialstaatspolitik die AfD bekämpfen zu wollen. Zudem bedeutet Nationalismus auch bereit zu sein, Opfer fürs Vaterland zu bringen–vom Materiellen bis hin zum eigenen Leben (Krieg). So kauften auch viele Deutsche trotz materiellem Mangel Kriegsanleihen und zogen mit Hurrah in den Krieg und waren bereit das eigene oder das Leben ihrer Söhne für Gott und Kaiser, Vaterland und Führer zu geben. Aber ab einer gewissen Grenze reicht es dann aber auch wieder: Siehe Oktoberrevolution in Rußland oder die Arbeiter- und Soladtenaufstände 1918, die den Kaiser stürzten und den Krieg beendeten.Aber es muss scheinbar immer erst zum Extremsten und der Katastrophe kommen, bis ein Umdenken erfolgt.

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An Opfer denken die, auf die ich mich da beziehe, wohl ganz zuletzt.

Es hat eher mit dem Trotz zu tun, dem blinden bedingungslosen expressiven unerwachsenen NEIN, das sich nicht um die Folgen kümmert.Mit Destruktivität und Gemeinheiten macht der Ohnmächtige auf sich aufmerksam, er erzwingt Beachtung.

Und wenn diese Gemeinheiten erst einmal kollektiv eine zeitlang erfolgreich zu sein scheinen, gewinnt er rauschhaften Stolz.

Eine Perspektive ist dabei allenfalls in Form eines drogenähnlichen Wahns drin.

Trotz ist ohne Umsicht, ohne Rücksicht auf die Vernunft, ohne skeptisches Abwägen von Fakten und Folgen. Auch ohne Empathie.

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Opferbereitschaft setzt die Einsicht auf negative Folgen eines Handelns vorraus.Opferbereitschaft kann das Opfer um seiner selbst willen sein, als Ideal einer Sache zu dienen ohne Rücksicht auf eigene Nachteile, ja auch des Tods–siehe Märtyrer oder Revolutionäre wie Che Guevara oder Jesus Christus, die dann wegen ihrer reinen Opferbereitschaft auch Heiligen- und Ikonenstatus erhalten. Aber selbst dann ist dies oft mit einer Kosten-Nutzenabwägung verbunden. Die muss nicht immer individuell ausfallen, sondern kann auch das eigene Opfer für eine bessere Zukunft des Kollektivs oder der Volksgemeinschaft oder des Vaterlands oder der Weltrevolution und dem Paradies auf Erden sein. Oder halt 72 Jungfrauen und ein jenseitiges Leben in einem paradisieschen Schlarafenland des Himmels, das die Entbehruzngen und die Opfer des Märtyrers aufwiegt. Aber umgekehrt erhoffen sich viele ja nach einer möglichen Phase der Entbehrung und der Katharsis einen besseren Zustand als den Status Quo, ja vielleicht ein goldenes Zeitalter. Viele glauben auch nicht daran, dass es schlimm kommen könnte oder halten Warnungen davor für Feindpropaganda des etablierten Systems.Und selbst wenn: Da muss man eben durch, damit es besser wird.Also so ganz ohne die Hoffnung geht es scheinbar selbst bei Fanatikern nicht. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich als letztes. Siehe Trumps “Make America great again”–man hofft auf die USA der 50er Jahre. Oder bei der AfD–man hofft auf eine Rückkehr in das 30er (Höcke)oder 50er Jahre-Deutschland (Petry).

http://blog.initiativgruppe.de/2016/11/25/von-der-logik-des-fanatismus-1/

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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