Antwort auf die Erdogan-Türken: Kampf den Islamofaschisten! Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen!

Die deutsch-türkische Gemeinde spaltet sich immer mehr, jedoch immer mehr zugunsten der Erdoganbefürworter, vorangetrieben von Ditib, die Erdogans Islamisierungsbehörde Diyanet unterstellt ist, wie aber auch ehemals Attatürk-Türken und den Grauen Wölfen von der MHP. Ehemals brave Deutsch-Türken meinen da plötzlich sich für die Sache der „Demokratie“ (wegen des Gegenputschversuches gegen Erdogans  Machtergreifungsputsches) und des neoosmanischen Reichs Erdogans in die Waagschale schmeissen zu müssen. An unserem Stammtisch haben wir auch solch ein extremes Exemplar, der eigentlich bisher als ein eher unscheinbarer und gut integrierter Deutscher erschien, nun aber nur noch Erdogans Dikatur preist, Attatürk als Nichttürken denunziert, die historischen Grenzen des Laussaner Vertrags infrage stellt und das kommende großtürkische Reich von der Krim (die Krimtataren sind Türken schon seit 1000 Jahren!) , über Bosnien, Griechenland, Syrien, Irak, ja bis hin zu den Uiguren und Mongolen in China sieht und zudem ein neues neoosmanisches Reich mit allen islamofaschistischen Mulimbrüdern in Nordafrika und dem Greater Middle East sieht. Also konkrete Vorstellungen ihrer Expansion haben sie schon, ob ihr Größenwahnsinn dann auch hält, was er verspricht, ist bei diesen Erdogantürken eine sekundäre Frage, da Erdogan sie aus der vermeintlichen westlichen Sklaverei führen wird und zu befreien verspricht.Interessant dabei, dass der Erdogantürke in Deutschlasnd geboren, aufgewachsen ist, die deutschen Schulen besuchte, bestens Deutsch spricht, nie aufgefallen ist in jeglicher Beziehung, einen eigenen Betrieb hat und man sich fragt, warum ein solch eigentlich voll integrierter Mensch es eben nicht ist und plötzlich der vehementeste Befürworter der Erdogan-Türkei wird. Zumal: Er lebt in Deutschland, aber er lebt scheinbar in der Türkei. Wie viele dieser bisher scheinbar gut integrierten Erdogan-Deutschtürken. Merkel und die Demokratie erscheint ihnen scheinbar als zu weiblich und zu lasch,  Ihnen geht es erst mal drum, dass Erdogan ein starker Führer ist, der die Türkei immer mächtiger und zur Weltmacht machen wird. Egal wohin und um welchen Preis, irgendwie hofft man, dass der Führer einen schon in eine irgendwie richtige Richtung führen wird und dass man dann irgendwie grösser und mächtiger als heute sein wird Je diktatorischerweise sich der Diktator innenpolitisch gibt, desto erfolgreicher wird er dann auch in den außenpolitischen Beziehungen und der Welt sein–so die unausgesprochene Logik., Wie Trump, Duterte, Le Pen, Petry, Putin, Xi Jinping: „Türkei und das neoosmanische Reich zuerst“-„America first! „Oder wie Duterte verkündet: „China, Rußland und die Philipinen–wir drei gegen den Rest der Welt“.Lauter Bündnisse von Nationalisten, die sich selbst nicht über den Weg trauen und das Bündnis bei der erst besten Gelegenheit platzen lassen, wenn es nicht in ihre Kalkulation passt. Eine Internationale der Nationalisten gab es noch nie, nur kurzzeitige Bündnisse zwischen ihnen, die sich schnell wieder in Luft auflösen und dann neue kurzzeitige Bündnisse hervorbringen.Aber jeder dieser Nationalisten glaubt an seine alleinige Allmacht und an die Kraft der eigenen Führerpersönlichkeit–ist also sehr volutaristisch. Wo ein Wille, da ein Weg, abseits aller realen Gegebenheiten. Aber gerade das macht ja den Führer und den Chauvinst aus. Davon sind sie nicht abzubekommen, wie eben jene amerikanischen Deppen jenseits des Atlantiks, die solche Despoten wählen, jeden Türvertreter mit solchen Versprechungen berechtigterweise rausschmeissen würden, aber dann solche Marktschreier wählen und gut finden. Alles dreht sich um sie und ihren großen Führer, alles soll sich nach ihnen richten. Sie akzeptieren niemand in der Welt, halten sich für die unhinterfragbar Grössten und wollen dann wiederum von allen dafür akzeptiert werden.Zumal jeder mehr Weltanteile will, ob die USA, China, Russland, Indien, Iran, die Türkei–die Hoffnung, dass man alle neuen oder alten Ansprüche gleichermassen befriedigen könnte, tendiert gegen Null, es sei denn die USA lassen sich auf die von Russland und China formulierten New Type of Great Power Relations und eine multipolare Welt ein, wogegen Trumps „America First“ und seine Konfrontation mit China spricht (vielleicht in der Hoffnung, es könne eine US-russische Achse gegen China geben, was ja dann China zu der Frage bringen wird, ob es seine Anzahl von Interkontinentalraketen nicht von 250 auf das russische Niveau von 1500 Interkontinentalraketen bringt, wie dies etwa in der US-Studie „Rethinking Armageddon“schon angedacht wird).

Abgesehen von diesen Erdogan- Deutsch-Türken und anderen Größenwahnsinnigen der Welt da auch nochmals eine Stellungsnahme zu einer moderateren Form der Erdoganverteidigung, die sich nicht in die weitverbreiteten Großmachtphantasien reinbegibt, sondern eher einer der gemässigteren Erdogantürken ist , der Erdogans Wirken nur als Reaktion auf den Gegenputsch und das Wirken der PKK sieht und der meint jede westliche Demokratie hätte angesichts von 30 000 PKK-Toten und einem (Gegen-) Putsch genauso reagiert:

„30 000 Tote gab es seit die PKK gegründet wurde und das war 1982, ist also schon bald 35 Jahre her, also 1000 Tote pro Jahr wenn man es im statistischen Durchschnitt sieht. Und die Vertreibung in diesem Jahr wegen vielleicht 300 Toten von 1/2 Millionen Kurden in der Türkei (die völlig unabhängig vom Putsch geschieht) ist damit doch nicht zu rechtfertigen. Beim Gegenputsch sage ich nur soviel: Schade, dass er nicht geklappt hat und nur Amateure diesen leiteten und nicht der Generalstab. Eine säkulare Übergangsdikatur in der Türkei, bei der das Militär 2-3 Jahre an der Macht bleibt und sich nach Wiederherstellung der Demokratie wieder in die Kasernen zurückzieht, wäre mir lieber gewesen als dieser islamofaschistische Dikator, der auf Lebenszeit regieren will und vielleicht auch noch eine Familiendynastie ala Nordkorea oder Assad- Syrien begründet.Also ich glaube, dass wenn der Gegenputsch (ich rede von Gegenputsch, da Erdogan zuvor schon auf dem besten Weg war seine Diktatur zu errichten und die Gegenputschisten quasi verzweifelt die Notbremse ziehen wollten) vom Generalstab und der NATO geplant worden wäre, es zu keinem Bürgerkrieg gekommen wäre, schon gar nicht zu einem neuen Syrien.Warum hätte ein gut geplanter Militärputsch anders als früher verlaufen sollen? Weil Erdogan 50% der Bevölkerung auf seiner Seite gehabt und bewaffnen hätte können? Das hatten die früheren Parteien auch und sogar mehr.Weil die AKP dann in den Untergrund gehen würde? Schau mal nach Ägypten–Al Sissi hat das auch reibungslos mit Unterstützung von den anderen 50% der Bevölkerung hinbekommen, wobei die türkischen Militärs nicht solche machtversessenen Despoten wie Al Sissi sind, sondern eben bei früheren Putschs auch recht schnell wieder die Macht abgegeben haben und demokratische Wahlen zuliessen, wenngleich sie sich über den Nationalen Sicherheitsrat da ein letztendliches Mitspracherecht vorbehielten. Mir zeigt das eher, wie zersetzt das türkische Militär und sein Geheimdienst durch Erdogan schon ist–und eben nicht von der Gülenbewegung. Dass der Gegenputsch nicht klappte, ist vor allem Schuld von Multikultispinnern wie den Grünen und der SPD, die ja in Erdogan immer den demokratischen Reformer und nicht von Anfang an den islamofaschistischen Muslimbruder sahen, der die Liberalisierung nur nutzen wollte um politische und wirtschatliche Reformen herzubekommen, die ihm dann genug Zustimmung bekommen lassen und das Militär ausschalten, damit er wie Morsi seine islamistische Präsidialdiktatur durchsetzen kann.Vielleicht auch  interessant: Der Ennadahparteichef und Islamofaschist Ghoulucci hat heute einen Artikel in der ZEIT, in der er behauptet die tunesischen Muslimbrüder wollten jetzt eine tunesische CDU werden und würden sich an den deutschen Christdemokraten orientieren und hätten bei ihrem letzten Parteitag die Trennung zwischen Staat und Religion beschlossen.Diesen Versprechungen glaube ich persönlich soviel wie einem Erdogan oder einem Morsi.Zu den Vorwürfen, dass das türkische Militär 1/2 Millionen Kurden vertrieben habe und er meinte, diese seien ganz friedlich evakuiert worden, meinte ich: Warum sollte Amnesty International von Vertreibung berichten und nicht sagen, dass die Menschen aus der Kampfzone evakuiert wurden.Ist AI jetzt auch eine Propagandaorganisation der PKK? Oder war das so eine Evakuierung und Umsiedlung wie bei den Armeniern im Ersten Weltkrieg? Und hat das türkische Militär da einfach mal gesagt: “Leute, verlasst eure Häuser, wir führen jetzt Krieg und dann könnt ihr wieder friedlich zurückkommen”? Klingt doch irgendwie ziemlich konstruiert.Zur Frage der demokratischen Mehrheit für Erdogan: Bis vor dem Gegenputsch hatte Erdogan gerade mal 40% der Wählerstimmen. Das türkische Wahlrecht sieht aber eine 10%-Klausel vor. Gebe es eine 5%-Klausel hätte Erdogan nie eine Mehrheit gehabt, sondern wären viele neue Parteien ins türkische Parlament gekommen und auch andere Machtkonstellationen und Koalitionen möglich gewesen. Man sollte der EU vorwerfen, dass sie bei allen demokratischen Forderungen nie die Forderung nach einer 5%-Klausel stellte.Und was mich ankotzt: Gegen Kommunisten oder Sozialisten oder Linke haben alle Militärputsche des Westens, der USA und der NATO immer reibungslos funktioniert–sei es Pinochet in Chile oder Suharto in Indonesien , die Thais oder Griechenland oder die Türkei. Bei den Islamofaschisten soll dies plötzlich nicht mehr gehen–wie eben bei Erdogan. Bei Mursi hat es immerhin recht friedlich geklappt, im Kontrast zum algerischen Militär gegen die islamofaschistische FIS–wenngleich mit 150 000 Toten. Aber vielleicht ist dies der Preis gegen die Islamofaschisten.Glaubst du denn im Ernst von einem Islamofaschisten wie Erdogan könne man sich mittels friedlicher Mittel wie Sit-Ins loslösen? 50 000 Tote als Preis der Erhaltung der Demokratie in der Türkei hielte ich für akzeptabel, sollten sich die AKPler bewaffnen. Leider ist die Chance vorbei und müssen jetzt die Türken sehen, wie sie mit ihrer neoosmanischen Diktatur, die auf totale Unterdrückung und außenpolitischem Expansionismus abzielt, fertig werden. Vielleicht sind ja dann Hunderttausende Türken Tote der Preis, wenn man mit anderen Groß- oder Regionalmächten in den Krieg eintritt. Aber macht ihr Erdogantürken das mal mit euch selbst aus.Aber das sind das dann alles Märtyrer und diesen Kult belebt Erdogan ja gerade. Und ihr kommt alle in den Himmel und habt eure “Ehre verteidigt”.Hätten die Deutschen doch damals einen Bürgerkrieg gegen Hitler losgebrochen, vielleicht auch mit 100-200 000 Toten, um die 60 Millionen des Zweiten Weltkrieges zu verhindern! Was soll man machen?. Zumindestens die 50% der Türken in der Türkei und in Deutschland neben Alewiten, Christen und Kurden ,die gegen den Islamofaschisten Erdogan und seine AKP sind, unterstützen und dann überlegen, was man regierungstechnisch machen soll:Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen, Kündigung des Assoziierungsabkommens (Handel), Wirtschaftssanktionen, Abbruch der diplomatischen Beziehungen, Kündigung der militärischen NATO-/Bundeswehrzusammenarbeit (Incirlik und anderes), keine Waffenexporte mehr, etc. Was denn nun? Dazu: Vieles könnte Deutschland gar nicht im Alleingang beschliessen.Aber eine klare Front gegen Erdogan und seine Erdogan-Deutschtürken sollte es geben.Der erste Schritt wäre einmal der völlige Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen!

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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