Erklärung: Warum ich nicht mehr auf der Achse des Guten veröffentlichen werde

Erklärung: Warum ich nicht mehr auf der Achse des Guten veröffentlichen werde:

Lieber Herr Maxeiner,

Mir war Ihre Seite anfangs sympathisch, da sie Kontrapunkte zum Mainstream setzte und zumal Henrik M. Broder als Förderer hatte, dessen „Deutschlandsafari“mit Hamed Abdel Samad mir ganz gut gefiel, wie auch deren pointierte Islamkritik. Aber mit dem Broder habe ich mich schon zerstritten, da er den faschistischen Front National verharmloste und als Volkes Willen in einem zustimmenden Sinne interpretierte, während ich ihn darauf hinwies, dass der Front National eine faschistische Partei ist und zumal auch ein Bündnis mit Putin eingehen will-jetzt vielleicht auch noch mit Trump–aber dann ist ja alles wieder gut?. Aber es war nicht nur dieses Erlebnis, sondern auch die insgesamte Betrachtung der Achse des Guten: Ich werde keine Artikel mehr beitragen zur Achse des Guten. Dieses ewige Grünen-Linkspartei-CDU-SPD-Bashing,diesess angebliche Rebellentum gegen Political Correctness und Zensurmaßnahmen gegen Volksverhetzung, Fake News und Hatespeech, als ob ein Orwellsches Wahrheitsministerium unter Merkel drohe,  das nur noch von Meinungsdiktaturen spricht, sich selbst als Verfolgte eines eingebildeten und selbstkonstruieten  neuen Naziregimes stilisiert (Lobbyjude, Scharfmacherin, Stinkstiefel, Klimaleugner, Anstifter, etc.) , ala Vera Lengfeld,  Merkel mit der DDR-Diktatur vergleicht  (vielleicht sollte man sie mal in ein Stasigefängnis sperren, und dementsprechend behandeln  damit sie sich der Tragweite ihrer Vergleiche bewußt wird oder in ein GestaPo-Gefängnis, damit sie lernt, dass es solche Brutalitäten auch von rechts gab), die immer versucht die ganzen Rechtsradikalen von Trump über Le Pen bis zur AfD immer zu beschönigen als des Volkes legitimen Widerstand und deren Gefährlichkeit zu relativieren oder diese tendenziell als legitimen Widerstand zu befürworten, den Neoliberalismus, Reichsbürgerindividualismus ala Ayn Rand zu fördern, den Klimawandel zu leugnen, hat exakt die Funktion, die Nationalkonservative in ihrem Umgang mit dem Nationalsozialismus hatten: Die Weimarer Republik wegen des Vertrages von Versailles niederzureden,heute halt wegen EU und Flüchtlingspolitik zu kritisieren (obgleich es zu kritisieren gibt, aber es fragt sich eben: WIE?) , keinen konstruktiven Gegenentwurf zu bringen, sondern aufgrund dieser Destruktivität die Machtergreifung des Nationalsozialismus und heute halt der modernen Rechtsradikalen zu befördern. Gefällt mir mal ein Beitrag von Jennifer Nathalie Pyka  „Die Leiden des Björn Höcke“ wird dieser wieder durch eine Flut von feindlichen Kommentatoren ihrer Leser, sowie von zwei Gegenartikeln konterkariert.Ein Trumpkritischer Artikel und dasselbe Spiel: Gleich vier Trumprechtfertigende Artikel dagegen und mindestens ebenso in diesem Verhältnis Pro-Trumpkommentare.  Die Achse des Guten geht weit über das Maß berechtigter Kritik rot-grüner oder Merkel- Provinienz hinaus, sondern stellt alles destruktiv infrage ohne auch nur einen konstruktiven Vorschlag oder aber politische Forderungen zu erheben, ja rechtfertigt und fördert solche Rechtsradikalen wie Trump, die AfD und wie sie alle heißen. Zumal auch keine geopolitischen und analytischen Texte gefragt sind, sondern meistens nur Polemiken.

 

Mit besten Grüssen

 

Ralf Ostner

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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