Braune RAF?

V-Männer des Verfassungsschutzes und die SEKs sind doch manchmal zu etwas gut: Nach dem Fund von 155 Kilo Sprengstoff bei Rechtsradikalen nun neue Waffenfunde bei Reichsbürgern und die Frage, ob sich hier nicht eine braune RAF im Untergrund organisiert:Die Staatsanwaltschaft spricht von der “Bildung einer terroristischen Vereinigung”:

„Mit Razzien in sechs Bundesländern ist die Bundesanwaltschaft gegen Rechtsextremisten vorgegangen. Dabei ließ sie zwei Verdächtige vorläufig festnehmen. Darunter ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ein 62 Jahre alter Hauptverdächtiger aus Schwetzingen nahe Heidelberg. Er soll der Bewegung der „Reichsbürger“ nahe stehen.

Er und ein weiterer Mann sind dringend verdächtig, eine rechtsextreme Terrorvereinigung gegründet zu haben. Ob es sich bei diesem um einen während einer Durchsuchung in Berliner Stadtteil Moabit Festgenommenen handelt, sagte die Bundesanwaltschaft nicht. Bei den Razzien wurden unter anderem Waffen, Munition und Sprengmittel gefunden.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/razzien-in-sechs-bundeslaendern-reichsbuerger-soll-terroristische-vereinigung-gebildet-haben-14752214.html

Fragt sich nur, wie dies politisch von den etablierten Parteien bewertet wird:Bisher hat sich da noch kein Parteienvertreter lautstark zu Wort gemeldet.

Ich möchte mal sehen, was los wäre, hätte man bei Linksradikalen oder Islamisten 155 Kilo Sprengstoff oder solche immensen Waffenfunde gemacht. Da wären wohl Medien, wie auch Politiker lautstark geworden und hätten mindestens von einer neuen RAF geredet, die gnadenlos zu verfolgen sei mit ihrem ganzen Sympathisantenumfeld. Interessant ist aber, dass nicht einmal die Linkspartei von der möglichen Entstehung einer braunen RAF und eines rechtsterroristischen nationalen Untergrunds spricht.

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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