Trump und Nordkorea: Krieg oder „was tun“?

von Ralf Ostner

Viele sagen jetzt, dass Trump wegen seiner neueren Aktionen eine 180-Grad-Umkehrung von American First hin zu America all over the world vollzogen habe. Fakt ist, dass Trump Steven Bannon und Flynn degradiert hat, die NATO nichtmehr als obsolet sieht, die NATO-Verstärkungen an der russischen Grenze gut befindet, nun auch Syrien bombadiert, eine Mother of all Bombs über Afghanistan abwerfen lässt, während gleichzeitig die „militärische Option“gegenüber Nordkorea aufgebaut wird. Assad und die Taliban sind recht hiflos gegenüber US-amerikanischen zielgerichteten Angriffen, aber eben Nordkorea nicht. Zum einen verfügt es über Atomwaffen, zum anderen kann es mittels seiner Kurz- und Mittelstreckenrakleten wie auch seiner Artellerie  Südkorea und vor allem die grenznahe Hauptstadt Südkoreas, Seoul innerhalb kürzester Zeit in Schutt und Asche legen, weswegen man da auch zwischen 500 000 und einer Million Toten rechnet.Das war auch immer die reale Bedrohung, die die USA davon  abhielten das nordkoreanische Regime mittels eines Krieges zu beseitigen und das Nordkoreaproblem endgültig zu beseitigen, auch schon vor dem Besitz Nordkoreas über Atomwaffen.

Aber nun verfügt Nordkorewa über beides: Eine konventionelle Streitmacht und ein Nuklearpotential, das Südkorea nachhaltig vernichten kann.Nun aber droht Trump Nordkorea mit dem Militär, wenn es seine Atommacht auch noch zu interkoninentalen Raketen aufrüsten sollte, die auch Japan und vor allem die USA erreichen könnten. Die bisherige nordkoreanische Bedrohung scheint gar akzeptiert, nur eben die neue nordkoreanische Bedrohung der USA nicht mehr, weswegen Trump mit den heftigsten Mitteln droht.Trump hat einfaches Spiel, wenn er ein begrenztes Landefeld der syrischen Luftwaffe bombadiert, zudem sagt, dass er keinen regime-change mittels Bodentruppen herbekommen will oder eben so tut als sei die Mother of All Bombs ein wesentlciher Schritt die in Afghanisatn weit verstreute Taliban mittels eines Auf-den- Tisch-Hau wegzubekommen.Trump fehlt da jegliche Strategie, Trump haut auf den Tisch und hofft, dass seine Gegenüber sich davon eingeschüchtert geben würden. Im Falle Nordkoreas bleibt dann eben auch die Frage: Kann die VR China die Öl-, Energie- und Internetzulieferungen zu dem Grade boykotieren, dass Nordkorea nachgibt oder ist es nicht bereit auch dann 1/2 Millionen Bürger verhungern zu lassen, um seinen nationalen Wahnsinn einer Atommmacht zu entsprechen.Die beste Lösung wäre ein nordkoreanischer Militär oder KP-Mitglied, der die Kim-Dynastie stürzen würde, Wirtschaftsreformen ala China oder Vietnam samt Einstellung der Nuklearprogramme vollbringen würde.Doch davon ist nichts in Sicht und zumal beseitigt Kim Yongun alle potentiellen Machtzentren, wie zuletzt seinen Halbbruder Kim Yongnam in Malaysia.Bliebe also für Trump, wenn er „was“ tun will, nur noch die begrenzte Bombadierung nordkoreanischer Atomanlagen oder aber eben symbolischer Anlagen, die Nordkorea nicht real berühren, aber eben auch einen Gegenschlag begrenzbar halten. Von daher stellt sich die Frage: Will Trump überhaupt Nordkorea von einer interkontinentalen Nuklearrakete abhalten, will er nur mal „was“ machen, das auch keine verherrende nordkoreanische oder gar chinesische Reaktion auf die Tagesordnung bringt, sondern ihn als Macher darstellen lässt, der „was“ gegen Nordkorea machte, um dann vielleicht doch noch nur zu einer Art Nukleardeal Marke Nordkorea ala Irandeal zu kommen.Andernfalls besteht allerdings das Risiko eines Krieges zwischen den USA und Nordkorea und vielleicht dann auch zwischen China und den USA samt Russland. Denn der Oberbefehlshaber des US- Militärs Dunsford erklärte ja schon zuvor, dass ein neuer Koreakrieg nicht mehr so begrenzt sein werde wie der erste Koreakrieg, sondern dass es ein „transregionaler Krieg“sein werde, der China und Russland hineinziehen werde, weswegen die USA auch diese abschrecken oder gegen dies kämpfen müssten.


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