Diesel-NO2 und Friponil-Eier–hypochondrische Ökohysterie im Wahlkampf und Sommerloch?

von Ralf Ostner

Ìch frage mich, ob es in Deutschland nicht eine ökologische Hysterie gibt. Die Grenzwerte für NO2 seien zu hoch, heißt es und daran sei der Dieselmotor schuld. Nun empfehle ich jedem deutschen Umwelthysteriker einmal eine Woche Peking, bevor er sich trotz tendenziell immer steigender Lebenswartung über Feinstaub echauffiert, zumal von mir als Raucher das einklagbare Recht auf saubere Luft und Schadstoffdiskussionen eher gelassen gesehen wird..Im Münchner Merkur hat Martin Prem einen sehr grundsätzlichen Artikel geschrieben, wonach die NO2-Belastung in deutschen Arbeitsstellen, selbst Büros um das 240fache der NO2-Konzenrtation im Strassenverkehr liege und selbst diese Menge für epidemologisch unbedenklich gehalten wird und sich keiner darüber beschwere. Die Messungen an den Arbeitsplätzen würden epidimologisch durchgeführt, also danach ob die NO2-Belastung erkennbare gesundheitliche Erkrankungen auslöse, was sie auch bei den 240fachen Konzentrationen der Werte des Strassenverkehrs nicht täten und es bedarf schon immenser NO2-Konzentrationen, um diese auszulösen. Im Straßenverkehr werde hingegen die toxikologische Messung durchgeführt. Auch hier werde nicht die reale gesundheitliche Auswirkung gemessen, sondern von der Annahme ausgegangen, dass je höher die NO2-Konzentration sei desto höher auch andere Schadstoffe seien. Man schließt also indirekt über das NO2 auf andere Schadstoffe ohne den Schuster beim Leisten zu nennen. Deswegen schlägt Prem vor, erst einmal Studien über die anderen Schadstoffe anzustellen, als hysterisch das relativ harmlose NO2 zu dämonisieren. Zumal viel des NO2s auch gar nicht von Dieselmotoren stammt. Heute der nächste hysterische Ökologieskandal: Die Eieraffäre. Eine Panikmache trotz gleichlautender Berichte, dass das gefürchtete Friponil in diesen Konzentrationen völlig unbedenklich ist, selbst für Kinder.Ich kann mich noch an die Worte meines verstorbenen Vaters ,der Arzt war erinnern, der das ZDF-Gesundheitsmagazin als „TV für Hypochonder“bezeichnete und ihm Hysterisierung vorwarf. Jeden Tag nach dem Gesundheitsmagazin fand ein regelrechter Run auf Arztpraxen statt, bei denen alle meinten, dass sie die geschilderten Symptome hätten und todkrank seien, was sich im Großteil der Fälle dann immer als Hypochondertum herausstellte. Dieter Nuhr persifliert diese Öko-und Gesundheitshysterie in seinem Comedyprogramm immer ganz treffend. Mal sehen, ob er auch den Diesel- und den Eierskandal auf seinen rationalen Kern reduziert.


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