Zukunftsthemen, die absent sind in Deutschland und der EU

von Ralf Ostner

Wo die Europäer vor allem schlafen, ist die Entwicklung der Quantentechnologie und der Quantencomputer. Hier haben die USA und China die weltweite Führung übernommen. Während das Silicon Valley nun schon offen vor einer Technologieführung Chinas bei Künstlicher Intelliogenz und Quantentechnologie/computern warnt, investiert man seitens der EU für das nächste Jahrzehnt gerade mal 1 Milliarden Euro in die Quantentechnologie, 100 Millionen für 28 Staaten jährlich. Inzwischen muss das Münchner Leibnizinstitut schon Supercomputer aus China importieren. Digitalisierungsminister Doofbrindt weiß zumal nicht einmal, was ein Quantencomputer ist, zu sehr ist er mit Maut und Verkehrsministerium beschäftigt. Auch in den GroKoverhandlungen kommt kaum was zu dem Thema. Die führenden deutschen und europäischen Politiker und ihre Berater haben scheinbar noch nicht kapiert, dass es sich bei der Quantentechnologie um eine disruptive Technologie handelt, die vergleichbar in ihren Folgen wie die Entdeckung des Buchdrucks, der Dampfmaschine oder das Los Alamosprojekt ist.Das sogenannte Moorsche Gesetz ging davon aus, dass die Speicher- und Verarbeitungskapazität von Mikrochips sich alle 5 Jahre verdoppeln. Bei der Quantentechnologie und ihren Quantencomputern erfolgt aber die Speicherung und die Verarbeitung nicht mehr auf elekrtonischen Platinen, sondern auf submolekularer, zumal atomarer Ebene und mit Lichtgeschwindigkeit, was eine Milliardenfache Exponentialisierung des Moorschen Gesetzes bedeutet. Mit allen Auswirkungen für Wirtschaft, Militärtechnologie,Gesellschaft, etc.

Aber das ist ja nicht nur eine GroKosache–wo haben denn Linkspartei, AfD, Grüne, FDP dies einmal zu einem wichtigen Thema gemacht. Da schläft doch die gesamte Opposition nebst ganz Europa und Macron genauso, auch wenn Lindner Digital first trötet. Auch in den FDPpapieren ist NICHTS zur Quantentechnologie zu lesen oder wird Digitalisierung mal konkreter ausbuchstabiert. Und dass der Staat da keine Rolle spielen soll, ist für die Marktradikalen der FDP ohnehin ausggemacht, während man in den USA inzwischen die Priorität für die nationale Sicherheit sieht und selbst Staatseingriffe andenkt.

Interessant deswegen auch folgender Artikel, der zeigt, dass dieses Thema seitens der Nationalen Sicherheitsrates der USA auch als Thema der nationalen Sicherheit begriffen wird.

 

Amerikas 5G-Netz : Ein Drei-Jahres Plan fürs superschnelle Internet

Ein eigenes ultraschnelles und sicheres Mobilfunknetz, damit die Chinesen nicht mithören können? Die amerikanische Regierung will solche Pläne offenbar demnächst Präsident Trump vorlegen.

Das Weisse Haus erwägt, die nötige Infrastruktur für das superschnelle Internet der Zukunft mit einem Staatsprogramm aufzubauen. Mit einem nationalisierten 5G-Netzwerk soll China in die Schranken gewiesen werden. Das geht aus einem internen Memorandum des Nationalen Sicherheitsrats des Weißen Hause hervor, dass der Mediendienst Axios an die Öffentlichkeit gebracht hat. Die Autoren des Papiers fürchten, dass private Investitionen in den Ausbau des 5G-Netzes nicht schnell genug und nicht ausreichend seien, um den Chinesen Paroli zu bieten.

Der Vorschlag hat erste kritische Reaktionen hervorgerufen. Ajit Pai, der Chef der Federal Communications Commission (FCC), gab bereits seine Opposition zu Protokoll gegeben. Die FCC ist eine  regierungsunabhängige Kommission zur Regulierung der Telekommunikation. Auch Branchenvertreter äußern sich ablehnend, einige wie T-Mobile oder Verizon haben schon Millionensummen in den Sektor investiert. Der Ausbau des 5G-Netzes verdiene tatsächlich nationale Priorität, die Regierung soll jener Politik der freien Märkte folgen, die es den amerikanische Firmen ermöglicht habe, den Wettlauf ums 4G-Netz zu gewinnen.

„Daten sind das Erdöl des 21. Jahrhunderts“   

Anlass für das Memorandum ist die schwere Sorge, Chinas Bestrebungen im Telekommunikationssektor sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Volkswirtschaft als auch für die Sicherheit der Informationsnetzwerke gefährden. „China hat schon jetzt eine dominante Position in der Produktion und Operation von Netzwerk-Infrastruktur erreicht“, heißt es in dem vertraulichen Dokument. Außerdem sei das Land der heimtückischte Akteur im Informationssektor.  „Daten sind das Erdöl des 21 Jahrhundert und China hat die größte Reserve der Welt angelegt”, heisst es in einer zentralen Passage des Memorandums.  Auf den Bau des Netzwerkes zu verzichten verdammte die Vereinigten Staaten zu einer unterlegenen Position im Informationssektor.

Den Hintergrund für den Vorschlag bilden die sich schnell entfaltenden  Technologien wie selbstfahrende Autos, Virtuelle Realitäten oder das Internet der Dinge. Sie brauchen viel schnellere Datenübertragung als das auf Smartphones ausgerichtete 4G-Netz. „Lichtgeschwindigkeit ist nicht genug“, hatte Telekom-Chef Timotheus Höttges im Januar in einem Vortrag in München formuliert. Mehr Speed und geringere Wartezeiten sollen Millionen weitflächig installierte Boxen in der Größe eines Brandmelders leisten, die die Funktürme ersetzen oder ergänzen. Die Entwicklungen benötigten zudem einen abgeschirmten Entwicklungspfad, argumentieren die Sicherheitsexperten des Weisen Hauses.

Die zentrale Forderung der ungenannten Autoren des Memorandums lautet, die Vereinigten Staaten müssten binnen drei Jahren ein landesweites 5G-Netzwerk aufbauen. Zwei Optionen werden diskutiert: Die Regierung zahlt und baut das Netzwerk selbst auf oder aber die Regierung stützt die privaten Investoren beim Ausbau. Die Autoren präferieren eindeutig, dass der Staat das Netzwerk errichtet, finanziert und unter seine Fittiche nimmt.

Der staatliche Ausbau des 5G-Netzwerkes wird in dem Dokument verglichen mit dem Bau des nationalen Autobahnnetzwerkes in Amerika, das ohne die Führungskraft des amerikanischen Präsidenten Dwight Eisenhower nicht zustande gekommen wäre, und mit dem Mondflug, der der Initiative John F. Kennedys zu verdanken sei.

Die Bestrebungen der Chinesen in dem Sektor sind dokumentiert: Die drei staatlichen Telekomriesen China Mobile, China Unicom und China Telecom wollen nach Kalkulationen der Investmentbank Jeffries 175 Milliarden Dollar in den Aufbau der 5G-Infrastruktur stecken zwischen  2019 und 2025.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/us-regierung-will-superschnelles-5g-netz-bauen-15422877.html

 

Zukunftsthemen wären meiner Ansicht nach vor allem:

1) Eine Neue Ostpolitik- Verhinderung eines neuen Rüstungswettlaufs

Neue Ostpolitik

1) Deutschland setzt sich innerhalb der EU und der NATO dafür ein, dass die Ukraine einen neutralen Status erhält vergleichbar Österreichs in der Nachklriegszeit und als Brücke zwischen Eurasischer Union und EU dient

2) Deutschland setzt sich innerhalb der EU und NATO und gegenüber der Ukaine  dafür ein, dass Russland seinen Schwarzmeerhafen auf der Krim garantiert bekommt, unabhängig von den jeweiligen ukrainischen Regierungen und im Gegensatz dazu die Annexion der Krim rückgängigmacht und die Unterstützung für die prorussischen Rebellengruppen in der Ostukraine einstellt Vorrausetzung und erster Schritt dazu: Einhaltung des Minsker Abkommens

3) Abrüstungsinitiative–Deutschland setzt sich innerhalb der EU, der UNO und der NATO dafür ein, dass sowohl Russland wie auch die NATO abrüsten, bzw. sich an die bisherigen Verträge zur konventionellen und atomaren Rüsstungsbegrenzung halten, bzw., diese neuverhandeln mit dem Ziel einer weiteren Rüstungsreduktion– mit Einbeziehung des Cyberspaces und des Weltraums

4) Wiederaufnahme der Modernisierungspartnerschaft, vor allem im wirtschaftlichen Bereich–Verhandlungen über das langfristige Ziel einer Freihandelszone oder eines gemeinsamen Marktes von Lissabon bis Wladiwostok

2) Eine EU-Seidenstrasse Marco Polo 2, die den öffentlichen Verkehr ausbaut,sowie ein Infrastrukturprogramm auflegt, das auch die vollständige Digitalisierung Europas durchsetzt, auch um die 16 Staaten der 16 plus 1- Gruppe wieder aus dem chinesischen Einfluß zu lösen und in die EU zu integrieren, wie auch ein verbindendes europäisches Projekt zu haben, das als Gegengewicht zu Chinas Neuer Seidenstrasse, aber auch in Kooperation in Erscheinung tritt.

3) Ein EU-Los Alamosprojekt für die Entwicklung für Quantentechnologie

4) Ein fixer EU-Flüchtlingsfonds von 20-30 Milliarden Euro/Jahr mit Zustimmung der osteuropäöischen Länder, die EU- Flüchtlingsquoten ablehnen zur Verbesserung der Situation der Flüchtlingslager vor Ort, Nutzung des Multiplikatoreffekts der Kaufkraft, um dort lebenswürdige Zustände und neue Städtestrukturen zu begründen–von der Kanalisation, Arbeitsplatzschaffung bis zu Bildungs- und Gesundheitssystemen.

Dies auch nicht im Gegensatz zu Klimaschutz, EU-Reform und sozialen Themen, aber man sollte diesen auch Priorität einräumen.Und diese fehlen bei allen Parteien.

 



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