Kurznotiz zur Münchner Sicherheitskonferenz: Panzeruschi als NATO-Generalsekretärin statt EU-Militärunion?

Münchner Sicherheitskonferenz und da sind mir folgende Sachen am wichtigsten:

Einmal Ischingers Warnung vor Großmachtkonflikten, sprich einem Weltkrieg, den er als reale Gefahr sieht.Er plädiert für eine Abrüstungsinitiative, um aus einer weiteren Eskalations- und Aufrüstungsspirale herauszukommen.Eine Kriegsgefahr, die von allen wesentlichen politischen Parteien nicht als solche wahrgenommen und herausgestellt wird, um irgendwelche Abrüstungsinitiativen zu fordern. Da herrscht Schweigen bis hin zur Linkspartei, die auch Vertreter auf der MSC hatte.

Desweiteren:Die einzigen Ansätze für eine Neue Ostpolitik: Gabriel trifft sich mit Lawrow, plädiert für die schrittweise Aufhebung der Sanktionen und zugleich für UNO-Blauhelme in der Ukraine. Wird dann Gabriel kalt gestellt von den Transatlantikern der GroKo?Desweiteren: Die Auftaktsrede von Ursula von der Leyen zusammen mit der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly, in dem die deutsch-französische Achse für eine europäische Militärnion geschmiedet wird, Randnotiz dazu: US-Verteidgungsminister Matthis fordert von der EU klarzustellen, dass Verteidigungsaufgaben ausschließlich NATO-Sache sind. Gleichzeitig wird Panzer-Uschi jetzt auch noch angeboten, neue NATO-Sekretärin zu werden. Rückt Deutschland nach Wörner dadurch auf, dass es in transatlantischen Bündnissen gefördert und befördert wird, um EU- Ambitionen wieder einzubremsen?Hat Deutschland sich nur so europäisch gegeben, um dann bei der ersten Gelegenheit dies wieder vergessen zu machen für eine Statuserhöhung im transatlantisch, US-dominierten Bündnis?

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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