Weltklima und Weltgeschichte– Doppelstrategie von CO2-Reduzierung und der Schaffung von Anpassungskapazitäten

von Ralf Ostner

Auf 3 Sat lief die Dokumentation „Klima und Weltgeschichte“, die die Weltgeschichte sehr monokausal mit den Klimaveränderungen erklärte. Das frühere Klima wurde vor allem durch die schwankende Sonnenaktivität, sowie von Vulkanausbrüchen, vor allem in Indonesien, Sizilien und Island bestimmt. Der Untergang der Maya- und Indiokultur wurde mit der Dürreperiode infolge der gesteigerten Sonnenaktivität erklärt. Das Aufkommen der Wikinger , die Eroberung Englands durch die Wikinger und die Entdeckung Amerikas durch Leif Erikson mit der Wärmeperiode infolge der gesteigerten Sonnenaktivität, die die vereisten Schifffahrtsrouten wegschmolz, sowie die Blüteperiode bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs bis 1250 einleitete.

Danach kam dann aufgrund von Vulkanausbrüchen die kleine Eiszeit, die für Versorgungsschwierigkeiten und damit einhergehender politischer Spannungen zum Prager Fenstersturz, Hexenverbrennungen und zum 30-jährigen Krieg führte.Nach der kleinen Eiszeit dann eine Erwärmung, die den Handel belebte, Überschussproduktion bedingte, worauf aus kleinen Marktplätzen Handelsstädte wurden und eine Städtegründungsphase einsetzt. Bis dann der Klimawandel wieder zu Versorgungsschwierigkeiten und zur Französischen Revoltion führten.

Ebenso wurde die Auswanderungswellen nach Amerika durch die Hapag Lloyd so expandierte durch das veränderte Weltklima erklärt–demzufolge waren dies Klimaflüchtlinge.

Klimawandel seien auch immer Zeiten weltgeschichtlichen Wandels gewesen, von religiösem oder politischem Fanatismus, Kriegen, politischgen Umstürzen bis hin zu Revolutionen oder aber eben auch Reichsgründungen, Zeiten wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs. Danach folgte die Industrialisierung samt Globalisierung und mit ihr einhergehend die durch die gesteigerten CO2-Emissionen globale Klimaerwärmung.

Demzufolge hängt das Weltklima von 3 Faktoren ab: Der Sonnenaktivität, der Vulkanaktivität und den CO-2-Emissionen.Von daher kann selbst wenn man die CO2-Emissionen verringert aufgrund von Sonnenaktivität und Vulkanaktivität sich immer noch das Klima ändern. Zu glauben, man könne das Klima nur mittels der CO2-Emissionen ändern, ist also schon etwas dogmatisch, da selbst wenn diese begrenzt würden, die Sonnen- und Vulkanaktivitäten das dann so erhoffte Gleichgewicht wieder aus der Balance bringen können. Zu hoffen, man könne das Weltklima wie eine Zentralheizung mittels Thermostat regulieren, dürfte etwas illusorisch sein. Aber wohl richtig ist, dass es bei gleichbleibender Sonnen- und Vulkanaktivität durch den Anstieg der CO2-Emissionen momentan zu einer globalen Erwärmung kommt. Da man die Sonnen- und Vulkanaktivität nicht beeinflussen kann, ist die CO2-Reduktion die einzig regelbare Variable, insofern die verschiedenen Staaten mit wirtschaftlicher Standortkonkurrenz dazu den gemeinsamen politischen Willen haben sollten.

Von daher ist das Ziel einer CO2-Reduzierung nur dann sinnvoll wenn man als Doppelstrategie auch die katastrophenschutztechnischen Kapazitäten und Stadtplanungen ausbaut, um sich für den Fall sich ändernder Sonnen- und Vulkanaktivitäten, die dann die erhoffte Balance unvorhergesehen wieder aus dem Gleichgewicht bringen können, dem neuen Klima anzupassen. Nur die CO2-Emissionen zu verringern in der Hoffnung damit hätte man endgültig das Weltklima im Griff und unter menschlicher Kontrolle, ist ebenso irreführend und illusorisch als nichts zu machen. Wichtig ist aber sich auch Anpassungsstrategien zu überlegen und die entsprechenden Notfallkapazitäten zu schaffen, um für den Fall einer sich ändernden Sonnen- und Vulkanaktivität vorbereitet zu sein. Am besten verfolgt man eine Doppelstrategie von CO2-Reduzierung UND der Schaffung katastrohenschutztechnischer Anpassungskapazitäten.


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