Manifest des Symbolmythologischen Maternatismus (SYMM)

von Ralf Ostner

Eine neue Kunstrichtung wird begründet:

Manifest des Symbolmythologischen Maternatismus (SYMM)– Einleitung und Entwurf

Warum Symbolmythologischer Maternatismus?

  • Der zentrale Topos der Mutterschaft und ihre Bedeutung für Staaten, Völker, Gesellschaft und das Individuum

Mutterschaft ist ein gesellschaftlich polarisierender Topos und spricht elementare und existentielle  gesellschaftliche, politische, kulturelle und globale Themen an, die das Zusammenleben von Menschen, Staaten und Völkern stark beeinflussen. Mutterschaft, Kinder/Kinderlosigkeit sind nicht nur biologische und individuelle Erfahrung, sondern zugleich auch hoch brisante gesellschaftliche Themen. Die Rolle der Mutterschaft ist in verschiednenen Gesellschaften und Kulturen, obgleich der gemeinsamen biologischen Grunderfahrung unterschiedlich konnotiert. Während in westlichen Ländern mehr die berufstätige, selbsttändige zumal oft kinderlose Karrierefrau als Ideal angesehen und berufstätige Mütter eher als Rabenmütter, alleinerziehende Mütter als keine richtigen Mütter angesehen werden, so in anderen, mehr noch von der Agrargesellschaft geprägten Ländern die auf Großfamilien basierende, kinderreiche Hausfrau, die patriachalen Verhältnissen ausgesetzt ist, wobei die Frage der Mutterschaft und des Kinderhabens oft mit Bevölkerungsexplosion, Armut, Kriegen und Konflikten, Migration und Flucht, wie auch einem Geburtenjihad , bzw. Krieg der Wiegen wahrgenommen wird.

Da auch der Staat ein Interesse hat, eine gewisse Reproduktionsrate zu erzielen, sowie die Wirtschaft Frauen in den Arbeits- und kapitalistischen Produktionsprozess einzufügen, besteht immer ein Sopannungsverhältnbis zwischen Frau/Mutter-Kinder und Familie. Galt Mutterschaft und Familienpolitik unter Gerhard Schröder noch als „Gedöns“, so nimmt sie heute in der öffentlichen Debatte eine zunehmend wichtige Rolle ein. Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Kindern ist ein immer wieder kehrendes Wahlkampfthema. Die AfD möchte sogar, dass jede deutsche Frau wieder mindestens 3 deutsche Kinder gebiert und Kinderlose mehr zum Staatshaushalt zugunsten der Kinderreichen zahlen sollen. Die Debatte über Homoehe und Adoptivkinderschaft ist ebenso ein gesellschaftlich polarisierendes Thema, das auch die LGBTIQ (Lesbian, Gay Bisexuell Transsexual Intersexuell Oueer) -Frage einbezieht.. Schon an diesen konkreteren Beispielen sieht man die Bedeutung des Themas.

Über die gesellschaftliche Relevanz hinaus definiert eine Mutter-oder Nichtmutterschaft auch das zwischenmenschliche Zusammenleben wie auch die Selbstwahrnehmung von Individuen. Die biologische Erfahrung einer Mutterschaft und einer Geburt ist eine andere als die einer Vaterschaft oder einer Kinderlosigkeit und Nichtmutterschaft, wobei dies nicht wertend zu verstehen ist. Aus diesen Gründen thematisert des Symbolmythologische Maternatismus den Topos der Mutterschaft, da sich an ihm individuelle Urerfahrungen sowie gesellschaftliche relevante Fragen in allen Dimensionen thematisieren lassen. Der symbolmythologische Maternatismus ist nicht misszuverstehn als archaischer nationalistischer Mutterkult, der die Frau als Gebärmaschine sieht, den Mutterorden und den Lebensborn wiederbelebt,damit Volk, Kanonenfutter und Arbeitskraft fürs Vaterland geboren wird, sondern will im Gegenteil eine kosmopolitische Mutterliebe und Weltenempathie auch mit anderen Menschen , Müttern und ihren Kindern, sowie Weltenliebe und Verantwortung für die globalen Probleme darstellen und fördern.

Die meisten Maternatist/innen kapieren gar nicht, dass sie einer gemeinsamen Kunstrichtung angehören. Einige Maternatist/innen geben ihren Bilder noch Namen , zudem waren maternistische Bilder vereinzelt über die Kunstszene verteilt und hatten ihre Hochphase in den 90er Jahren und in den 2000ern ohne sich aber als gemeinsame Bewegung zu verstehen.Aber warum versandete dies?

 

Meine Vermutung:

 

  • Das Fehlen eines Überbegriffes, eines Sammelbegriffes, der die ganzen Einzelkämpfer/innen unter den Begriff einer Kunstrichtung brachte, wie man dies in früheren Zeiten mit Dadaismus, Kubismus, Expressionismus, Impressionismus, Surrealismus, etc. hatte, Lauer fleißige Ameisen, die in ihrem täglichen Kunstschaffen vielleicht noch einige andere Ameisen auf dem Weg trafen, aber nicht den Ameisenhaufen und die Königin sahen. Die moderne und postmoderne Kunstszene zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie sehr beliebig-individualistisch den Künstler als Ego-Einzelkämpfer sieht. Angebliches Schubladendenken und Benennung einer Kunstrichtung vermeidet, ganz postmodernistisch bestenfalls noch inflationär von Neuen Wilden oder Schulen spricht. Von daher ist die Popularisierung des Symbolmythologischen Maternatismus eine Notwendigkeit, um einen Kunststil zu benennen, als Sammelbegriff einer Sammelbewegung zu dienen, unter dem sich Gleich- oder Ähnlichgesinnte mit einer gemeinsamen Stoßrichtung formieren können.

 

  • Mutterschaft wurde zum einen zu esoterisch aufgeladen, ist zum zweiten sehr umstritten in einer Gesellschaft, die der Mutterschaft immer weniger Respekt zollt, zumal auch von dem archaisch-nationalistischen Mutterkult nebst Blut- und Erdekult der Nazis geprägt ist, aufgrund dieser Erfahrung die kinderlose, sebständige, unabhängige Karrierefrau heute oberste Priorität hat und das Ideal der modernen Frau ist. Drittens, weil es keine ideolosche Begründung eines Symbolmythologischen Maternatismus gab, der sich von den archaisch-esoterisch-religiös- nationalistischen Mutterschaftskulten distanzierte und einen globalistischen, kosmopolitischen Mutterschaftsbegriff klar formulierte.Der damalige Maternatismus blieb archaisch, sich apolitisch, religiös und esoterisch auf Göttinnen und Mutter Erde berufend und die Mutterschaft nicht in einen modernen Mutterschaftskontext zu stellen, der die aktuellen politischen Menschheitsfragen rund um das Thema Mutterschaft modernisiert.

 

  • Organisatorisch wurde auch kein gemeinsames Forum oder einev Plattform geschaffen, die die verschiedenen Maternatisten örtlich und ideologisch vereinen könnten.

Conclusio:

 

1)Mit dem Symbolmythologischen Maternatismus haben wir erstmals einen Kampf- und Oberbegriff, unter denen man gleich-oder ähnlich schaffende Künstler sammeln kann unter einem gemeinsamen Begriff und die Individualisierung, Atomatisierung, das lockere Kleinzirkelwesen durch Schaffung einer gemeinsamen Künstlerarmee durchbrechen.Steffi sollte sich diesen Begriff auch urheberrechtlich schützen lassen.

 

2) Manifest und Publikation. Anstatt nun mal wieder einzelne Künstler anzuschreiben und zu einer gemeinsamen Ausstellung zu animieren, ist erst einmal zu begründen, warum man dies macht und warum diese Ausstellung ein Initiationsritus ist und nicht eine weitere dieser vielen unzähligen privaten Künstlertreffs und zahlreichen Ausstellungen, die ein jede/r samt unverbindlichem Smalltalk , Tratsch und Buffetstürmen schon zur Genüge kennt. Wichtig ist es ein Manifest des Symbolmythologischen Maternatismus zu verfassen, das die Gründung und Sammlungsbewegung einer neuen Kunstrichtung begründet, zweitens eine Publikation wie die Kunstorgane früherer Kinstrichtungen wie den Dadaisten, Surrealiste, Blauen Reitern, etc. zu schaffen, wo ein reger diskursiver Austausch zwischen inhaltlichen und handwerklichen Fragen des Symbolmythologischen Maternatismus innerhalb der Künstlerszene und darüber hinaus stattfindet. Ob nun als Printmagazin und/oder als Website/Blog.

 

  • Ein gemeinsames Zentrum oder mehrer Zentren, die die Örtlichkeiten, Treffpunkte und Räumlichkeiten schaffen, um großflächig mehrere Künstler gemeinsam ausstellen zu lassen

 



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