Integrationsbemühungen nach Özil: Staatliche Förderung für Islamisten und Israelhasser?

von Ralf Ostner

Nachdem Özil und Gündogan dem islamofaschistischen Diktator Erdogan ein Glückwunsch-Trikot massenmedial überreichten, fragten sich viele Kritiker, ob das Aushängeschild für gelungene Integration und Multikulturalität noch im deutschen Nationalkader spielen solle. Man stelle sich vor ein biodeutscher Nationalmannschaftsspieler hätte AfD-Gauland massenmedial ein Glückwunschtrikot übergeben, da hätte es wohl Rambazamba gegeben und wäre der Rauswurf umgehend erfolgt. Ähnliche Integrationsenttäuschungen gab es schon früher. Der von Peter Maffey gehypte und durch einen Integrationsbambi ausgezeichnete arabischstämmige Rapper Bushido fiel auch mit einem zusammen mit Sido produzierten Gewaltvideo auf, in dem Kalaschnikowtragende Burkafrauen Jihadmäßig wild herumballerten, während Bushido auf seiner Facebookseite mit Hamasflagge und Hamaslandkarte graphisch die Auslöschung Israels propagierte. Als Peter Maffey dies in der ARD-Talkshow in Bushidos und Sidos Anwesenheit vorgeführt wurde, konnte er es nicht fassen, beriefen sich seine Zöglinge aber auf die Kunst- und Meinungsfreiheit eines Rappers und verlief das Ganze folgenlos. Zu erinnern auch noch an die Auschwitztexte der Echo- Preisträger Farid Bang und Kollegah, die mit antisemitischen, frauienfeindlichen und homophoben gewaltverherrlichenden Texten das junge Publikum massenhaft begeisterten. Zumindestens dort wurde Konsequenzen gezogen und der Echo abgeschafft.

Im Falle Özils hielt sich der  DFB in politischen Fragen feige und opportunistisch zurück, forderte erst Konsequenzen, als die Nationalelf während der WM-Meisterschaft nicht einmal mehr über die Vorausscheidungsrunde kam. Hierbei wurde vielerlei vermischt und Schuldige und Sündenböcke gesucht–im wesentlichen Löw, Merkel und Özil, um die kollektive nationale Schande, die deutschen Nationalisten so auf den Magen schlägt zu erklären. Hieß es bei einigen: Löw weg, Merkel weg, Özil weg, so blieb es nun an Özil hängen. Dabei werden sportliche Leistungen und politische Fragen hemmungslos vermischt. Während die einen argumentieren, dass man Özil den deutsche Fußball-WM-Sieg von 2004 verdanke, erklärt wiederum der veruteilte Steuerhinterzieher, Würstlfranchiseunternehmer und vorbildlich wieder als FC- Bayernpräsident reinthronisierte Uli Hoeneß, dass Özil seitdem nur „Dreck“gespielt hätte. Ob das stimmt oder nicht–das überlasse ich den Fußballkennern, wobei dabei auch zu sagen ist, dass wohl keine Fußballmannschaft nur wegen eines Spielers verlieren wird.Wenn Özil so schlecht gespielt hätte, dann hätte ihn der DFB und Löw erst gar nicht aufstellen sollen.Insofern ist er ein Sündenbock, stimmt sein Vorwurf, dass der DFB Spieler solange stützt, wie er gewinnt und fallen lässt, wenn die Mannschaft verliert.

Aber entscheidend ist: Der DFB und Löw drückten sich um eine politische Entscheidung: Dass man Özil und Gündogan nicht antreten lässt, weil er eben einem allseitsbekannten Dikator offen huldigen, der alle Integrationsbemühungen feindlich bekämpft und in der Türkei eine islamofaschistische Diktatur errichtet und Hunderttausende einsperren lässt. AfDlern und viele Nationalisten wollen Özil aus der Nationalmannschaft, weil er ein Türke ist, wie auch schon AfD-Partei-und Fraktionsvorsitzendem Gauland ein „Neger“wie Boateng ein Dorn im Auge war, während andere Kritiker dies wollen, da sie in Errdogan, Özil und Gündogan Demokratiefeinde sehen. Die AfD und viele Nationalisten wollen ja gerade ein solch autoritäres System in Deutschland errichten wie Erdogan, Putin oder eben Orban–daher ist es bei ihnen keine Demokratiefrage, sondern banaler Rassismus. Bei anderen Özilkritikern wie Cem Özdemir oder Erdogan- und Islamismuskritikern geht es jedoch um die liberale Demokratie, die sie durch Özils und Gündogans Handeln wie aber auch bei der deutschen Rechten infrage gestellt sehen.

Erdogan und Özil wollen daraus nun einen Rassismusfrage machen, pauschal die deutsche Demokratie als Naziland und faschistisch denunzieren, wozu ihnen auch der Jahrestag des faschistischen Anschlags in Solingen und der NSU-Prozess weiteres Propagandamaterial gibt. Sie wollen daraus die Deutschtürken, die bisher in zwei Lager gespalten sind-nämlich Erdoganbefürworter und Erdogangegner mittels des türkischen Rassismus und Nationalismus in völkische Kollektive –genauso wie die AfD und deutsche Nationalisten- zusammenbringen. Deutsche gegen Türken. Befremdlich, dass nun auch Justizministerin Barley dieser Masche auf den Leim geht, wenn sie Kritik an Özil pauschal als Rassismus bezeichnet und gar nicht zu differenzieren weiß, sondern alle Özil- und damit Erdogankritiker unter Generalverdacht stellt.

Aber es ist ja auch nicht nur Özil allein, der die Rassismuskeule rausholt. Die türkische Gemeinde fordert den Rücktritt der gesamten DFB-Spitze und dokumentiert damit das Unvermögen zur Selbstreflektion und auch ihre Nähe zum türkischen Regime. Die SPD (voran Bundesjustizministerin Barley und der künftige hessische Wahlverlierer Thorsten Schäfer-Gümbel) und die Grünen sind ganz vorne mit dabei, jetzt jedem, der Kritik von Özils Verbindung zu Erdogan übt, zumindest latenten Rassismus zu unterstellen – wobei auch sie nicht erklären, warum diese angeblichen Rassisten dann nicht mit gleichen Mitteln gegen Can, Khedira und Boateng vorgehen.

Eine von deutschen Steuergeldern lebende Berliner Migrations- und Integrationsforscherin mit iranischem Migrationshintergrund namens Foroutan geht sogar so weit, Deutschland wegen der Kritik an Özil einen Zustand von „Präfaschismus“ (Protofaschismus träfe es wohl besser) zu attestieren und darüber zu sinnieren, ob sie nicht lieber mit Mann und Kindern auswandern solle.

Da sich die islamophile Linke in diesen Sachen wieder zurückhält und paralysiert ist, so nutzt die Rechte und die AfD den Özilfall als rassistisches Propagandamaterial.

Zumal die deutsche Regierung froh ist, dass die Erdogan-Türkei sich momentan zurückhält mit allzu lauten Provokationen, man auch nicht den Türkeideal in der durch die CSU aufgeheizten Flüchtlingsangstmache infrage stellen will. Da hält man sich lieber zurück. Während die ÖVP-/ FPÖ-Regierung gerade ein Islamgesetz exekutierte, Diyanet-Hetzimame auswies, berühmtberüchtigte Erdoganmoscheen schließen ließ, die Auslandsfinanzierung der österreichischen Islamgemeinden prüfen lässt und Erdogan von einem „neuen Kreuzzug“fabulierte, so geht die deutsche Bundesregierung den entgegengesetzten Weg. Auch die CSU, die ursprünglich ein ähnliches Islamgesetz plante, hält sich da auffällig zurück–wohl auch in der Hoffnung mit der Erdogantürkei jene von ihr und CDU-Kreisen so anvisierte „pragmatische Partnerschaft“eingehen zu können. Ja, es wird gerade das Gegenteil gemacht und die islamistischen Strukturen in Deutschland staatlicherseits weitergefördert.So ist zu lesen:

„Es klingt nach einem schlechten Scherz, steht aber schwarz auf weiß in einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der AfD-Fraktion: Ausgerechnet die von der türkischen Religionsbehörde Diyanet gesteuerte DITIB erhielt im letzten Jahr Fördermittel der Bundesregierung mit dem Zweck: „Akzeptanz fördern – Loyalität stärken – Migration akzeptieren – Anerkennung zeigen – Neues annehmen: Faktenwissen über gelungene Integration vorurteilsbelasteten Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft vermitteln“.

Wie jeder Zeitungsleser weiß, fungiert die DITIB als verlängerter Arm des türkischen Despoten Erdogan in Deutschland. Nach dem sog. Putschversuch in der Türkei 2016 bespitzelten DITIB-Imame im Auftrag des türkischen Geheimdienstes Landsleute in Deutschland, die als Anhänger der Gülen-Bewegung oder als regimekritisch verdächtigt wurden. Obwohl die DITIB im Sinne Erdogans für einen repressiven Staatsislam steht, erhielt sie 2017 auch aus dem Bundesprogramm ›Demokratie leben!‹ Zuwendungen für die ›Stärkung der Jugendarbeit‹ und die ›Errichtung einer Präventionshotline für DITIB Gemeinden im gesamten Bundesgebiet‹.

Wie die Bundesregierung behauptet, fördert dieses Programm ›zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und gegen jede Form des Extremismus‹. Tatsächlich dient es ideologischer, vor allem multikultureller Indoktrinierung. Davon profitieren neben zahlreichen linksradikalen Initiativen sogar Islamisten.

Neben der DITIB wurden 2017 auch der Zentralrat der Muslime (ZMD) und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland (IGS) bezuschusst. Der ZMD hat Verbindungen zur Muslimbruderschaft und die IGS zu den iranischen Ajatollahs. Die IGS ist eng mit dem Islamischen Zentrum Hamburg (IZH) verbunden, das den sog. ›Al-Quds-Marsch‹ unterstützt, der die Vernichtung Israels propagiert. Trotzdem erhielt die IGS von der Bundesregierung Projektmittel zur Prävention von ›religiös begründeten Extremismus‹.

Der Bock wird zum Gärtner gemacht, die Warnungen sachkundiger Kritiker ignoriert. Mit solchen Partnern wird es den von Innenminister Seehofer gewünschten ›deutschen Islam‹ nie geben können. Das bestätigte nun Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime (ZMD), der diese Woche twitterte, dass es nur einen einzigen Islam gebe. Aber dieser Islam gehört nicht zu Deutschland.“

https://www.freiewelt.net/nachricht/beatrix-von-storch-kein-steuerzahlergeld-fuer-islamisten-und-israelhasser-10075118/

 



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