Funkstille um die Kriegsgefahr mit Iran

Es ist auffällig, wie dramatisch sich die Lage im Iran zuspitzt und wie wenig davon in den Mainstreammedien Notiz genommen wird. So steht nun Irans Präsident Rouhani im Visier der iranischen Hardliner. Nebenbei erfährt man in den Nachrichtenlaufbändern von ntv und n24/welt so nebenbei, in einem Satz, dass Rouhani „vorerst noch Präsident bleibt“. Vorerst–da ist ein heftiger Machtkampf im Gange und es gärt innerhalb des Irans. Das wäre doch mal einen Bericht wert-aber da kommt nichts. Gleichzeitig erfährt man ganz knapp und klein, dass Rouhani nun die Flucht nach vorne antritt, sich selbst als Hardliner gibt, der Zugeständnisse an die Trump-USA ablehnt, mit einer Blockade des Persischen Golfs und der „Mutter aller Schlachten“wie schon einst Saddam Hussein droht. Trump wiederum drohte daraufhin ebenso mit einem Krieg. Blickt man jedoch in die onlineausgaben von FAZ, SZ, Welt, NZZ oder bei ARD, ZDF und den Nachrichtensendern, so scheint dies keine größere Meldung wert zu sein, noch das Thema weiter zu interessieren oder es in die vorderen Schlagzeilen zu bringen. Man scheint dies für das übliche Säbelrasseln zu halten, an dass man sich seit Trumps Amtsantritt schon gewöhnt hat und glaubt scheinbar, dass Schlimmeres nicht kommen werde.Bisher herrscht noch weitgehend Funkstille um die Kriegsgefahr am Persischen Golf. Mal sehen, wie lange das andauert.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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