Nächste Eskalationsstufe USA-China: Von der wirtschaftlichen zur militärischen Konfrontation

von Ralf Ostner

Am 27. September hielt US-Vizepräsident Mike Pence eine glühende Rede gegen China. Offenbar wollte er die ohnehin starken wirtschaftlichen und militärischen Spannungen verschärfen, die bereits einen Handelskrieg und immer gefährlichere Konfrontationen zwischen amerikanischen und chinesischen Truppen im Südchinesischen Meer ausgelöst haben.

Hintergrund der Rede waren Berichte, laut denen das Pentagon im nächsten Monat umfangreiche und provokante Militärübungen im Südchinesischen Meer und der Meerenge von Taiwan vorbereitet, die als direkte Herausforderung Chinas angelegt sind.

CNN zitierte Quellen aus dem Militär, laut denen das Pentagon eine „globale Machtdemonstration“ plant, um „China zu warnen und zu demonstrieren, dass die USA bereit sind, es von Militäraktionen abzuhalten oder diese zu durchkreuzen“.

Laut dem Bericht von CNN werden US-Truppen eine Woche lang an fortlaufenden Übungen teilnehmen, die bisher ohne Beispiel sind. Das Pentagon wird für die Operation US-Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Bodentruppen mobilisieren.

Vertreter des Militärs räumten ein, dass Peking bereits wesentlich kleinere Übungen in der Region als Provokation betrachte, und dass man durchaus „Bedenken wegen der Reaktion Chinas“ hege. Allerdings habe das Pentagon „nicht die Absicht, sich auf einen Kampf mit den Chinesen einzulassen“.

Natürlich stellt eine solche Aussage über eine angebliche Absicht bereits das Eingeständnis dar, dass die USA  genau das riskieren werden: eine Eskalation, die zur militärischen Konfrontation zwischen zwei großen Atommächten führen könnte.

Die staatseigene chinesische Zeitung Global Times veröffentlichte eine düstere Antwort als Reaktion auf die geplanten Übungen: „Falls die USA ihre Provokationen fortsetzen, wird die VBA [Volksbefreiungsarmee] heftiger darauf reagieren, und die Kriegsschiffe beider Seiten werden enger in eine Konfrontationssituation hineingeraten. Falls das passiert, werden die strategischen Beziehungen zwischen China und den USA und der Friede im asiatischen Pazifik-Raum in den Händen von Piloten, Schiffskommandanten und sogar Chefingenieuren liegen. Frieden und Stabilität könnten irgendwann kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Wenn Washington das will, wird China entsprechend reagieren müssen.“

Nachdem die Demokraten versuchen russische Wahlmanipulationen für Trumps Wahlsieg verantwortlich zu machen, drehen nun Trump und Pence den Spieß und behaupten chinesische Einflußnahme, um Trump eine Wahlniederlage zu bereiten.

Spence ging näher auf den provokanten Vorwurf ein, Peking würde sich in die amerikanischen Zwischenwahlen einmischen, den US-Präsident Donald Trump letzte Woche vor dem UN-Sicherheitsrat erhoben hatte. Pence behauptete, China würde „eine umfassende und koordinierte Kampagne betreiben, um den Rückhalt für den Präsidenten, unseren Kurs und die hehrsten Ideale unserer Nation zu untergraben“.

Pence hielt seine Rede vor der rechten Washingtoner Denkfabrik Hudson Institute. Der Gründer dieser Organisation war der ehemalige Stratege der Rand Corporation, Herman Kahn. Bekannt wurde Kahn für seine Unterstützung eines „gewinnbaren“ Atomkrieges, und er soll angeblich das Vorbild für die Filmfigur „Dr. Seltsam“ abgegeben haben. Diese Denkfabrik spricht sich bereits seit Langem für eine aggressive militärische Haltung gegenüber China aus. Zumal sie auch die erste Studie veröffenbtlichte „Qar with China-Thinking through the Unthinkable“, in der gesat wurde, dass ein Krieg gegen China 2015 besser und günstiger für die USA sei als etwas einer 2025 oder 2035. Würden auch beide Seiten heftige Verluste haben, so doch China mehr als die USA. Keiner wolle den Krieg, doch falls es dazu komme, solle China klar sein, dass es kein kurzer Krieg wäre und auch unter hohen Verluste. Zweck der Studie sei es eine klare Mahnung an China auszusenden, damit es sein Verhalten ändere.

Die Rede war eine Mischung aus primitivem Antikommunismus, Wirtschaftsnationalismus und offenen militärischen Drohungen. Sie erinnerte am ehesten an die Tiraden der Republikanischen Rechten zur Zeit der McCarthy-Ära auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges.Wobei richtig ist, dass China die internationalen Gewässer ums Südchinesische Meer zum chinesischen Meer erklären will, also seinen imperialen Alleinbesitz, während die USA dies als Teil ihrer internationalen Navigationsfreiheit sehen unter deren Hegemonie auch andere Staaten ihre Schiffahrt durch diese Gewässer tätigen können. Einer Pax Americana steht nun der chinesishe Anspruch einer Pax chinoise entgegen, die man nun klarstellen will.

Pence warf China militärische „Aggression“ vor und erwähnte einen Vorfall vom letzten Sonntag. Der Lenkraketenzerstörer USS Decatur war während einer Operation zur Sicherung der „Freiheit der Seefahrt“ bewusst in die Zwölf-Meilen-Zone um das Gebiet im Südchinesischen Meer eingedrungen, das China für sich beansprucht. Ein chinesischer Zerstörer fuhr auf ihn zu, bis die beiden Schiffe nur noch 13 Meter voneinander entfernt waren – ein gefährlich geringer Abstand.

Der Vizepräsident erklärte: „Trotz dieser fahrlässigen Schikane wird die amerikanische Kriegsmarine weiterhin überall fliegen, fahren und operieren, wo das Völkerrecht es erlaubt und wo unsere nationalen Interessen es erfordern. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen und nicht zurückweichen.“ Wie der Bericht von CNN deutlich macht, bereitet Washington tatsächlich noch weitaus massivere und gefährlichere Provokationen vor.

Pence erklärte: „China gibt mittlerweile so viel für sein Militär aus wie der Rest von Asien zusammen, und Peking setzt besondere Priorität auf die Fähigkeit, Amerikas militärische Vorteile zu unterlaufen – zu Land, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum.“

Natürlich verschwieg der US-Vizepräsident, dass sich Pekings Militärausgaben auf kaum ein Drittel derjenigen der USA belaufen.

Pence erklärte weiter: „China unternimmt beispiellose Anstrengungen, um die öffentliche Meinung, die Wahlen 2018 und das Klima im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2020 zu beeinflussen. Offen gesagt, geht es darum, dass Präsident Trumps Führung zu gut funktioniert. China will einen anderen Präsidenten in Amerika. China mischt sich in Amerikas Demokratie ein.“

Der Vizepräsident fügte hinzu: „Zu diesem Zweck setzt Peking verdeckte Akteure, Tarnorganisationen und Propagandamedien ein, um die Wahrnehmung der Amerikaner über die Politik Chinas zu verändern.“

Pences Versuche, diese Vorwürfe zu beweisen, waren sowohl lachhaft als auch Unheil verkündend. Beweisstück A war eine vierseitige Beilage, die die chinesische Regierung gegen Bezahlung in der Zeitung The Des Moines Register veröffentlicht hatte. Der Vizepräsident bezeichnete die Zeitung als „das Leitmedium des Heimatstaates unseres Botschafters in China und eines entscheidenden Bundesstaats im Jahr 2018“.

Diese Beilage besteht größtenteils aus harmlosen Artikeln über „Xis unterhaltsame Tage in Iowa“ und über Kung Fu. Allerdings enthält sie auch einen einzigen Artikel, laut dem die Zölle der Trump-Regierung auf chinesische Güter im Wert von 250 Milliarden Dollar den wirtschaftlichen Interessen der Einwohner beider Länder schaden.

Als Beispiel für den bedrohlichen Einfluss Chinas nannte Pence die digitale Nachbearbeitung des US-Spielfilms „Die Rote Flut“ von 2012, einem abgrundtief schlechten Remake des ebenso hirnlosen und reaktionären Originals von 1984. Die Bösewichte, die in diesem Film in Amerika einfallen, wurden in China nicht als Chinesen, sondern als Nordkoreaner präsentiert, damit der Film auch dort vermarktet werden konnte.

Pence griff auch die mehr als 300.000 chinesischen Studenten an, die in den USA studieren, und nannte ihre Organisationen potenzielle „Frontorganisationen“. Diese müssten bekämpft werden, wenn Washington die USA auf Kriegskurs gegen China bringt, um dessen Bedrohung für die Vorherrschaft der USA einzudämmen.

Schließlich garnierte Pence seine Drohungen und Einschüchterungsversuche mit der Sorge um die Menschenrechtslage in China. Er behauptete, die amtierende Kommunistische Partei Chinas würde einen regelrechten Pogrom gegen Christen veranstalten, „Kreuze zerstören“ und „Bibeln verbrennen“. Die Deportation von ca. 1 Millionen Uiguren in Umerziehungslager erwähnte er nicht, wie Trump auch dererlei Bedenken nicht gegen Nordkorea in Anschlag bringt, sondern Kim Yongun mit Liebesbotschaften regelrecht in den Boden twittert, obwohl Hunderttausende Nordkoreaner in Konzentrationslagern sitzen. .Zumal Uiguren Muslime sind, Chinas Vorgehen gegen sie möglicherweise auch noch als Teil des War on Terror und Kampf gegen den Islamismus gesehen wird, zumal auch der Dalai Lama und die Tibeter nicht erwähnt werden, zumal nun schon über ein Jahrzehnt keine westliche Regierung sich mehr traute den Dalai Lama einzuladen wie früher wegen Befürchtungen Peking zu verärgen. Trump und Pence konzentrieren sich trotz oder wegen Franziskus Pakt zwischen Peking und dem Vatikan auf Christenverfolgungen in China , da seine Stammwählerschaft aus eben 80 Millionen Evangelikalen besteht, die auch seine Isrealpolitik und den Umzug der US-Botschaft  in die heilige Stadt Jerusalem mitbestimmen und alles eher unter dem Vorzeichen Samuel Huntingtons Clash of Civilizations kultur- und religiöskäpferisch sehen–gegen Islam und chinesischen Atheismus..

Von Google forderte er, die Entwicklung der Suchmaschine „Dragonfly“ für den chinesischen Markt sofort einzustellen, da sie dazu beitrage, „Zensur zu begünstigen und die Privatsphäre der Nutzer zu beeinträchtigen“. Dabei ignorierte er, dass die US-Regierung genau dasselbe tut und dabei von Google und anderen Technologiekonzernen uneingeschränkt unterstützt wird.

Pence behauptete, ein anonymes „hochrangiges Mitglied unserer Geheimdienste“ habe ihm verraten, dass „das, was die Russen tun, völlig verblasst im Vergleich zu dem, was China im ganzen Land tut“.

Teile der Medien interpretierten diese Aussage als einen Versuch der Trump-Regierung, von der Untersuchung des Sonderbeauftragten Robert Mueller abzulenken, bei der es um die Frage der russischen „Einflussnahme“ auf die Präsidentschaftswahl und die mögliche Mittäterschaft von Trumps Wahlkampfteam geht.

Seit der Wahl 2016 ist das herrschende Establishment in den USA zutiefst gespalten. Der eine Flügel, der aus dem Umfeld der Demokratischen Partei und einflussreichen Teilen des amerikanischen Geheimdienstapparats stammt, besteht darauf, dass der wichtigste Gegner der USA im Kampf um die Vorherrschaft im Nahen Osten Russland sei. Der andere fordert, China, den wichtigsten wirtschaftlichen Rivalen der USA, zum Hauptzielobjekt zu machen.

Scheinbar schreckt man auch vor dem Risiko eines sinoamerikanischen Krieges nicht mehr zurück.

Ein sinoamerikanischer Krieg wurde bei dem US-Thinktank RAND Corporation in der Studie War with China Thinking Through the Unthinkable schon mal durchgespielt. Keiner will ihn, aber es könnte doch dazu kommen. Dabei wäre ein Krieg 2015 oder nun jetzt für die USA günstiger als 2025 oder 2035, auch wenn beide Seiten enorme Verluste hätten, wobei miliotärische und ökonomische Verluste sowie die Auswirkungen auf die USA, China und den Welthandel durchgerechnet werden. Das Papier soll China als Mahnung dienen, dass es keinen kurzen Krieg geben wird und es mehr zu verlieren hat als die USA-nachlesbar unter:

https://www.rand.org/pubs/research_reports/RR1140.html

Es bleibt abzuwarten, ob der Konflikt zwischen der vermeintlich absteigenden Weltmacht USA und der kommenden Weltmacht China in Asien dann eines Tages wieder militärisch ausgetragen wird, sollte der Handelskrieg Trumps nicht die beabsichtigten Resultate zeitigen. Trump stünde dann vor 2 Optionen: Ein Reset der sinoamerikanischen Beziehungen oder aber die Eskalation des Konflikts, wobei er in diesem Falle wohl eher auf eine wirtschaftliche Strangulierung Chinas durch eine Seeblockade nach Vorbild von TX Hammes „Offshore Controll“ setzen dürfte, da diese mehr auf wirtschaftlichen Druck setzt, zudem weniger riskant ist bezüglich einer Eskalation des Konflikts wie etwa Airseabattle/JOAC, welches die Bombadierung militärischer Einrichtungen und Waffensysteme im Innern Chinas vorsieht, zumal Offshore Controll schon mit dem existierenden Militärinventar der USA exekutiert werden könnte und nicht erst eine zeitraubende Aufrüstung in der Zukunft abwarten müsste.

Wie eine solche Seeblockade und sinomaerikanischer Krieg nach dem Modell der Offshore Controll aussehen würde, erklärte deren Erfinder TX Hammes in einem Interview mit Global Review:

„Global Review: Could you give the German audience a description what OC is? And what are the differences to ASB/JOAC?

TX Hammes: Any U.S. military strategy for Asia must achieve six objectives: (1) insure access for U.S. forces and allied commercial interests to the global commons; (2) assure Asian nations that the United States is both willing to and capable of remaining engaged in Asia; (3) deter China from military action to resolve disputes while encouraging its continued economic growth; (4) in the event that deterrence fails, achieve US objectives with minimal risk of nuclear escalation; (5) discourage friends and allies from taking aggressive steps that further destabilize the region; and (6) be visible and credible today, not years in the future.

“Offshore Control is an effective and affordable approach. Offshore Control establishes a set of concentric rings that denies China the use of the sea inside the first island chain, defends the sea and air space of the first island chain and US allies therein, and dominates the air and maritime space outside the island chain.  Offshore Control does not strike into China but takes advantage of geography to block China’s exports and thus severely weaken its economy. No operations will penetrate Chinese airspace.  Prohibiting penetration is intended to reduce the possibility of nuclear escalation and make conflict termination easier.

Denial as an element of the campaign plays to U.S. strengths by employing primarily attack submarines, drones, mines, and a limited number of air assets inside the first island chain.  This area will be declared a maritime exclusion zone with the warning that enemy ships in the zone will be sunk or boarded.  If these ships evade the blockade and trade with China, they will be subject to seizure and prize court when they pass through the 1st Island Chain on their return voyage. While the United States cannot stop all sea traffic in this zone, it can prevent the passage of large cargo ships and large tankers, severely disrupting China’s economy relatively quickly.

The defensive component of Offshore Control will bring the full range of U.S. assets to defend allied soil and encourage allies to contribute to that defense.  It takes advantage of geography to force China to fight at longer ranges while allowing U.S. and allied forces to fight as part of an integrated air-sea defense over their own territories. It maximizes US strengths in blue water sea control, theater air defense, undersea warfare, and aerospace while avoiding China’s inherent advantages on and near the mainland.  In short, it will flip the advantages of anti-access/area denial to the United States and its allies.  Numerous small islands from Japan to Taiwan and on to Luzon provide dispersed land basing options for air and sea defense of the apparent gaps in the first island chain. Since Offshore Control will rely heavily on land-based air defense and short-range sea defense to include mine and counter-mine capability, we can encourage potential partners to invest in these capabilities and exercise together regularly in peacetime.   In keeping with the concept that the strategy must be feasible in peacetime, the United States will not request any nations to allow the use of their bases to attack China.  The strategy will only ask nations to allow the presence of U.S. defensive systems to defend that nation’s air, sea, and land space. The U.S. commitment will include assisting with convoy operations to maintain the flow of essential imports and exports in the face of Chinese interdiction attempts.  In exercises, the United States could demonstrate all the necessary capabilities to defend allies – and do so in conjunction with the host nation forces.

The dominate phase of the campaign would be fought outside the range of most Chinese assets and would use a combination of air, naval, ground, and rented commercial platforms to intercept and divert the super tankers and large container ships essential to China’s economy.  For example, eighty percent of China’s imported oil transits the Straits of Malacca.  If Malacca, Lombok, Sunda and the routes north and south of Australia are controlled, these shipments can be cut off.  Interdicting China’s energy imports will weaken its economy, but exports matter even more.   These rely on large container ships for competitive cost advantage.  The roughly 1000 ships of this size are the easiest to track and divert. China could attempt to reroute this shipping, but the only possibilities must still pass through the 1st Island Chain.  U.S. assets can control all these routes.  Alternate overland routes simply cannot move the 9.74 billion tons of goods China exported by sea in 2012 — the equivalent of roughly 1000 trains per day.   While such a concentric blockade campaign will require a layered effort from the straits to China’s coast, it will mostly be fought at a great distance from China—effectively out of range of most of China’s military power.

Further contributing to Offshore Control’s credibility is the fact the United States can execute the campaign with the military forces and equipment it has today.  Unlike other approaches, it does not rely on highly classified, developmental defense programs for success.  Rather, the United States can exercise the necessary capabilities with its allies now, not a generation on.

This brings us to the ends the strategy seeks. Offshore Control assumes that attacking China’s nuclear weapons or the regime itself is too dangerous to contemplate.  We do not understand the Communist Party’s decision process for the employment of nuclear weapons, but we do know the party will risk all to remain in control.  Thus, rather than seeking a decisive victory against the Chinese, Offshore Control seeks to use economic pressure to bring about a stalemate and cessation of conflict with a return to a modified version of the status quo.  Theoretical strategists may question the lack of a path to decisive victory, but decisive victory falls outside the logic of conflict with a great nuclear power. There, one seeks to avoid the clash or, failing that, to achieve acceptable outcomes short of a nuclear exchange that enable all sides to back away.  In this sense, Offshore Control offers a more realistic and pragmatic roadmap to resolution and peace.

Global Review: Critics of OC say that it would be a long-term effort which would overstretch the financial and military resources of the USA, that the naval blockade could be undermined by train, roads and air lifts. Some even say that in military history a naval blockade never could bring down an enemy alone. And last, but not least: What happens, if China could make a breakthrough trough the naval blockade? Was there a plan B?

TX Hammes: By shifting the fight from close proximity to China out to the first island chain, OC significantly reduced the demands on US armed forces.  Only a small percentage of China’s forces can operate at that range from the mainland, so we only have to fight that percentage.  The closer we fight to China the more of their force we have to fight.

To move as many containers per day over rail as are moved through China’s port would require 1000 trains of 150 cars.  That is 1000 trains per DAY.  And of course, to return the cars would require 1000 trains returning each day.  Compounding the problem is the fact the traffic has to move over the Russian or Kazakhstan railway systems – neither known for efficiency.  And because of RR gauge changes, each container would have to be taken off at China’s border, shifted to Russian gauge and then shifted again if they attempt to take it by train into Europe.  Currently a limited amount of rail traffic does go from China to Europe – the last cost estimates I saw showed it was $10000 per container by rail but only $5000 by sea.  And of course, those rail lines go through some of the hottest and coldest climates on the earth.  Many goods would be damaged by the temperature extremes.

The objective is NOT to bring down the enemy.  We do not want the CCP to go away.  If they do, who rules China?  The objective is convince the Chinese they cannot win a war with the US.  The strategy attacks two of China’s great strategic fears – the Malacca dilemma and the fear of a long war.

It attacks a great weakness – China is export driven and succeeds because of the cost advantage of its products.  However, that cost advantage goes away if it can’t freely use the sea, particularly the post-Panamax container ships.Plan B is to interdict that shipping at even greater ranges from China.  Trade to Europe must pass through the Suez or go around the Cape.  Trade with the Middle East must pass through the Straits of Hormuz or Bab al-Mandab.  Trade with the western hemisphere can be control near the coasts.

https://www.global-review.info/2016/04/29/war-with-china-interview-with-the-father-of-offshore-controll-tx-hammes-a-strategy-for-an-unlikely-war/

 

 


Kommentar hinzufügen