Nach US-Abzug aus Syrien und Afghanistan: Zunehmende Spannungen zwischen den USA und Iran

Nachdem Trump nun US-Truppen aus Syrien und Afghanistan abzieht, verstärken die USA ihre Provokationen gegen das islamistische Regime im Iran. Zeichen hierfür ist die Entsendung eines US-Kriegsschiffes in die Strasse von Hormuz kurz vor der vermeintlich stillen und friedlichen Weihnachtszeit, das die iranischen Revolutionsgarden nun ihrerseits mit einer Militärübung gekontert haben, zumal sie mit der Blockade der Strasse von Hormuz drohen und sich darauf vorbereiten. Der von Hardlinern und Revolutionsgarden unter Druck gesetzte iranische Präsident Rouhani drohte auch schon mit der Schliessung des Persischen Golfs. Es gibt aber auch Experten, die dies als leere Drohung sehen und der Ansicht sind, dass der Iran dazu militärisch gar nicht in der Lage wäre. Dennoch kann sich auch schon aus dem Versuch eine Konfrontation und ein Zwischenfall ergeben, der die Situation trotzdem eskalieren lassen könnte.

„Iran’s Revolutionary Guards Launch War Games In Persian Gulf

December 22, 2018 13:33 GMT

Iran’s Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC) has launched war games in the Persian Gulf, a day after a U.S. aircraft carrier entered the waterway amid rising tensions between Tehran and Washington.

Iranian media reported on December 22 that the IRGC will use combat helicopters and drones around Qeshm Island near the strategic Strait of Hormuz, the passageway for nearly a third of all oil traded by sea.

„Hopefully, with these exercises, our enemies will realize more than ever how devastating our response would be to any move by them,“ IRGC chief General Mohammad Ali Jafari was quoted as saying by Iranian media.

IRGC ground-forces commander Brigadier General Mohammad Pakpour said that the drills were „strategically defensive.“

He said while Iran posed „no threat“ to any country, it will be ready for counterattacks in the face of aggression.

The annual war games, dubbed The Great Prophet, come after the USS John C. Stennis sailed into the Persian Gulf on December 21 amid repeated threats by Iranian officials to close off the Strait of Hormuz.

IRGC vessels followed the carrier and its strike group as it arrived. There were also sightings of a drone, as well as rockets being test-fired away from the U.S. ships.

(…)

Iranian President Hassan Rohani has repeatedly warned that any attempt to stop Iran’s exports could cause it to close off the strait.

Earlier this month, Brian Hook, the U.S. special representative for Iran, dismissed Rohani’s threat, saying that Tehran did not control the Strait of Hormuz.

With reporting by IRNA, Mehr, AP, and Reuters

https://www.rferl.org/a/iran-s-revolutionary-guards-launch-war-games-in-persian-gulf/29670974.html

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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