Eurozentrismus versus weltgeschichtlichem Kosmopolitismus ala Oswald Spengler–ein deutsches Grundproblem?

Warum haben viele deutsche Entscheidungsträger samt ihrem Volk und Bildungssystem keine kosmopolitische Bildung und brauchen immer „Sachverstand“ und Experten, um mal selber grobe Grundlinien aufgrund eines Minimalwissens internationaler Zusammenhänge und grober Landeskunde formulieren und denken zu können? Zumal diese Experten, die man immerzu konsultiert, wenn man nicht den Mut und die Zivilcourage hat, mal eine eigene Meinung zu vertreten und auf die man sich dann aufgrund systemischen Zweifels an der eigenen Urteilsfähigkeit mangels kosmopolitischer Bildung verlässt vom Bau der DDR-Mauer bis zum arabischen Frühling zumeist so konsequent gnadenlos falsch gelegen haben? Und daran haben all jene interkulturellen Seminare nichts geändert, die andere Länder vor allem auch nur kulturell und sonst gar nicht deklinieren und kein ganzheitliches Bild zeichnen, sondern eher eurozentrischen Projektionen in andere Kulturen und Staaten in extremer Abgrenzung gleichen oder dem Gegenextrem postkolonialer Genderstudien diese anderen Länder als gleichartig, ja zumal gleichwertig aufzufassen, dass sie eigentlich mit der historisch neuzeitlichen kurzlebigen liberalen Demokratie kompatibel seien und sein müssten, da alles andere sonst Rassismus des „old angry white man“ und auch „angry white woman“ ala islamkritischen Feministinnen und neuerdings vorgeblichen Reaktionärinnen ala Alice Schwarzer sei. Die Kritik am Eurozentrimsmus ist berechtigt. Nicht umsonst gab es da die Gegenbewegung der postkolonialen Studien, die in Verbindung mit der Genderbewegung nun das andere kritikable Extrem darstellt und einen ausgesprochenen Rassismus unter anderem Vorzeichen gegen den weißen heterosexuellen Mann/Frau als neuem Feindbild hat. Viele dieser postkolonalen Studien geben vor kosmopolitisch zu sein, aber nehmen die Welt nun nicht mehr unter einem eurozentrischen Überheblichkeits- und Hybriswinkel wahr, sondern unter einem eurozentrischen Schuldkomplex und einem schlechten Gewissen, sind also oft moralistisch und selbst im Kern wieder Eurozentrismus unter anderem Vorzeichen.

Vielleicht hängt es ja mit der deutschen Untertanenmentalität und dem humanistischen Erbe zusammen, das vor allem ein eurozentrisches Weltbild und eine gewisse Arroganz und Ignoranz hervorbrachte, das vor allem von Griechen und Römern, bestenfalls noch von der Aufklärung geprägt wurde, wie dies Oswald Spengler richtigerweise als Kritik am deutschen Bildungsbürgertum kritiserte, da er in seinem „Der Untergang des Abendlands“ klarmachte, dass europäische Geschichte eben nicht Weltgeschichte ist und es neben den Europäern eben auch andere gibt und nach ihnen geben wird, die die Geschichte bestimmen können. Dennoch bleibt festzuhalten, dass jegliche Nation erst einmal die Welt aus ihrer Perspektive betrachtet, das also natürlich und allgemein ist, es erst zum Problem wird, wenn man dies ausschließlich tut, andere Interessen gar nicht in Erwöägung einbezieht, natonalsitsich agiert, sich ala Hegel als Führungsnation- oder volk eines vermuteten Weltgeistes ausruft, was ja der eigentliche Kritikpunkt des Eurozentrismus ist. Dazu ist aber zu sagen, dass dessen humanistische Komponente stark im Rückzug begriffen ist, wie auch humanistische Bildung und humanistische Schulen und Gymansien.

Speziell in Deutschland hat sich ein neuer alternativer „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ als „Am europäischen Wesen soll die Welt genesen“ – Anspruch herausgebildet, der sich teils in nationalen Sonderwegen von Dublin 2, Energie-, Verkehrswende bis hin zu einem dezidierten Pazifismus und Demokratieexport zeigt, wenngleich Anspruch, Realität und Macht- und Gestaltungsraum da doch Diskrepanzen aufweisen.Ein Eurozentrismus des schlechten Gewissens, der hybrishaft nun für alles Gute in der Welt einzutreten meinen muss, sich als Verkörperung des wahrhaft Guten selbstwahrnimmt und sich in seinen Möglichkeiten dabei ebenso überschätzt und moralisch überhöht, sind doch die realpolitischen Element trotz idealistischer Selbstüberhöhung durchaus noch präsent, so dass einige auch von einem „humanitären Imperialismus“ Deutschlands und der EU sprechen, dem nur noch eine Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) samt europäischer Armee fehle, um selbst auf Augenhöhe mit den USA und China fungieren zu können.

Eine andere Unart ist es andere Staaten und Völker aufgrund der Literatur , Musik oder Kultur kennen meinen zu können. Weil Russland einen Dostojewski, Boris Pasternak samt Bolschoitheater  oder Deutschland einen  Goethe Schiller, Beethoven, Hegel, Kant gehabt habe oder andere kulturelle Vertreter könne aus einer Nation der Dichter und Denker keine Nation der Richter und Henker hervorgehen im kapitalistischen Krisenfall. Faktisch sind aber diese Kulturnationen zu den weltweit führenden Barbarennationen mit  totalitären Ideologien geworden. Ähnliches gilt für Xi Jinping-China , das trotz oder wegen seiner 5000 Jahre währenden Kultur ein neuer Totalitarismus wird, den nicht einmal Konfulzianer so vorausgedacht haben. China wird von der KP China regiert, die die Kultur bestimmt und was darunter verstanden wird, sie definiert und nun sind selbst gestandene Kommuisten überrollt von der Tatsache, dass Xi Jinping nun aus der Parteienherrschaft eine Ein-Mann-Herrschaft auf Lebenszeit verweigen will und ein totalitäres System einführen will, das sich selbst von einem Tiananmenschlächter wie Deng Xiaoping unterscheidet, der sich da noch liberal ausnimmt .

Aber Interkulturelle würden nur von der Kultur Chinas erzählen, wie alt die sei, wie wir diese missverstehen anstatt darauf hinzuweisen, dass hier unter dem Marketinglabel 5000 Jahre chinesische Kultur ein Alleinvertretingsanspruch der KP China gegenüber der Welt wie auch nach innen etabliert werden soll und Kultur immer eine Interpretations- und Machtsache ist.Taiwan beruft sich auf die chinesische Kultur, die Falungong beruft sich auf die chinesische Kultur, die KP China beruft sich auf die chinesische Kultur und alle verstehen etwas anderes davon. Taiwan und die säkular-demokratische Opposition Chinas  eine Demokratie, die KP China und die Falungong ein autoritäres System, Xi ein totalitäres System. Die russische Kultur und die „slawische Seele“samt russichem Religionsorthodoximsus und 3. /4.Rom  ist da ähnlich , aber verglichen mit der KP China und vor allem mit Xi ist Putin-Russland  fast schon ein Liberaler in diesem Koordinatensystem.Putin-Russland ist bei weitem weniger autoritär noch totalitär wie Xi-Jinping-China, autoritärer wie die EU-Mitglieder PiS-Polen und Orban-Ungarn, die Putins System nachahmen wollen und allemal weniger autoritär als NATO-Mitglied Erdogan-Türkei. Putin lässt immer noch andere Parteien zu, NGOs, wenngleich kontrolliert und begrenzt, während Orban Soros ausweist, wie auch die sozialen Medien da immer noch allemal in Russland mehr Freiraum haben als in China oder der Türkei, zumal es in China keine Wahlen mit anderen Parteien gibt und diese auch verboten sind, wie auch Russland keine Umerziehungslagfer für Minderheiten unterhält wie China. bei den Uiguren. Trotz allem gibt es seitens des Westens Sanktionen gegen Putin-Russland und nicht gegen Xi-China und die Erdogan-Türkei.

Neben der schulischen, hochschulischen und familiären Bildung gilt als Maxime: Reisen bildet – dies war schon der teutonische Schlachtruf seit Goethe und selbst „Go Trabi go“ wähnt sich da auf den Spuren des Bildungsbürgers Goethes des vorherigen Jahrhunderts wie irgendwelche Idioten, die mit SUVs auf ausgebauten Strassen in Zentralasien und China  Video- und Diapräsentationen“Auf den Spuren Marco Polos“ betiteln und vor einer völlig ignoranten und idiotisierten Zuseherschaft Abenteuertum vorgaukeln wie auch jene Figuren, die 15000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Afrika abstrampeln und sonst von dem Land auch nichts mitbekommen oder zu erzählen wissen.Völlig sinnentleerte Idioten, die wie ein Hamster im Laufrad Kilometerrekorde runterbrechen, zelebrieren und anstreben, weil sie noch nie einen Sinn im Leben gefunden haben oder sich über ihre eigene Existenz mal Gedanken gemacht haben. Eher ein Akt der Verdrängung, des Vitalismus und des Abreagierens statt der Reflektion, des Erkenntnisgewinns oder realer Lebensfreude–alles nur unter Stress, möglichst viele Kilometer für was auch immer in einer gewissen Zeit und bei gewissem Blutdruck und gewisser Herzfrequenz, die pedantisch festgehalten und dokummentiert werden, ala freiwilliges Zwangsprogramm zu absolvieren.Das Ganze firmiert dann unter der Paorle, dass diese Leute „die Welt gesehen haben“, was zumeist meint, dass sie Landschaften abgefahren sind und rudimentären Kontakt zur einigen Einheimischen gehabt haben, aber mehr auch nicht. Geopolitische Zusammenhänge, wirtschaftliche, politische und zumesit kulturelle, vielleicht mit Ausnahme des Essens und der Musik, werden gar nicht nachgefargt und erkundet.

Zumeist sind die Tourismusangebote ein Crashkulturangebot ( 80 Tempel in 20 Stunden) oder aber eben die Absenz von allem Kultur- und Landeskundlichen. Zumal es auch ein Schwachsinn ein Land bereisenn zu wollen ohne sich über dessen politisches, wirtschaftliches, kulturelles System und Geschichte erst einmal eingelesen zu haben.Aber mehr als Entertainmenturlaub zur Reproduktion der Arbeitskraft, Unterbringung in massentouristischen Betonbunkern und überfüllten Stränden, begrenzte Kulturangebote ist da nichts zu erwarten, als die verzweifelten Ausreisserangebote von irgendwelchen Individual- oder Alternativtouristen, die immerzu nach Orten suchen, die von den Hauptströmen noch ausgespart werden und dann spätestens diese mittels ihrer Erwähnung im Lonely Planet oder anderen Reiseführern den Status des  Geheimtip verlieren werden, da ihn  dann alle ansteuern, bis diese dann auch mit Hotelbukern und Massentourismus eingedeckt werden.

Die Alternativtouristen werden also mittels ihres laienhaften Ethnologenanspruchs einen unversauten originären autochtonen Eingeborenen und Ureinwohner, der gastfreundlich und ohne materilelle Interessen sei, zu finden, der Wegbereiter für den Massentourismus. Mal einen echten rein-oder gar reinrassigen Einheimischen zu treffen und mit dem mal kurz zu leben ist Maxime und gerade dadurch wird es zum beliebig austauschbaren Massenphänomen, das dann kommerzialisert wird und eben dadurch seinen ursprünglichen Charakter verliert.

Die Gebiete in denen man noch unversaute Einheimische treffen kann jenseits aller Moderne sind nicht mehr vorhanden und Max Webers Paradigma von der Entzauberung der Welt trift auch hier zu, bei den vormals sogenannten weissen Flecken. Ein Ethnologe hätte noch mehr Forschungsinteresse an diesen indigenen Stämmen, Normaleinwohnern oder aber Geheimtips gehabt und für sich behalten als jene bornierten Alternativtouristen, die sich vor allem wegen ihrer Exzentrik vom Massentourist arrogant abgrenzen wollen und  ihm somit den Weg bereiten. Tourismus und Reisen bildet eben noch lange nicht, zumeist eher das Gegenteil– es werden auch oft schon vorhandene Klischees in einer idealisierenden oder rassitstischen Weise bedient, um die schon zuvor stehenden Erwartungen in die Gastvölker zu bedienen.

Naja, die Deutschen gelten ja weltweit als Reiseweltführer. Viel kommt da aber scheinbar nicht sehr viel mehr rüber ausser Ballermann, Toskana-Multikulti-Linke samt ihrer Köchin Sarah Wiener auf dem 68er-Nostalgiesender ARTE, , Kulinarisches, edle Weinsorten, Schrebergartenökologismus, Eisenbahnfahrtennostalgie zwischen Orient Express und Transib oder durch Asien mit vermeintlich investigativen Gesprächen mit dem Schaffner, Zugpersonal und dem Kellner im Deluxezugrestaurant, schöne Landschaften.  Und : Traumschiffe,die wie Campervans die Welt verpesten oder ökologisch korrekte Extremradler mit Gesundheitsarmband und Kilometer-und Höhenprofilmesser auf Tour de horizon ,die  alle gleichermassen ein völliges Desinteresse gegenüber dem Rest der Welt offenbaren und von diesem zeugen (es geht ihnen nur um zurückgelegte Kilometer Reisestrecke inklusive der ewig bornierten und langweiligen Facebookfotos von Landschaften und selfies wie auch irgendwelche belesenen Bildungsbürger auf ihren Kilometer guten Buches im Bücherregal verweisen, das man nicht einmal gelesen haben muss-man war da und eben damit auch nicht) und zumal auch filmisch solche weltbewegenden Fragen aufwerfen, ob Florian Silbereisen der neue Kapitän des Traumschiffs werden soll und warum Daniel Kübelböck in Frauenkleidern von einem Kreuzfahrtschiff sprang.

Dies neben Dschungelcamps eigentlich so die wesentlichen Fragen, die die Deutschen bewegen. Ein rechter Wohlstandschauvinismus, der sich herausbildet und den die sozialen und geopolitischen Fragen gar nicht mehr interessieren. Man wünscht sich einen Scholl-Latour und seinen Typus zurück, der angesichts der Weltlage auch schon mal fragte, wie es um den Geisteszustand des deutschen Bildungsbürgertums und seiner mündigen Bürger beschaffen ist, wenn man angesichts der tektonischen geopolitischen Erschütterungen sich mit Fragen des Dosenpfands schwerpunktmässig beschäftigt.Heute wären es für Scholl-Latour wahrscheinlich die „dritte Geschlecht“-Toiletten für Transgender oder das Tempolimit, das mehr Aufmerksamkeit erhascht als weltpolitische Fragen.

Ob Reisen daran etwas ändert, zumal die Deutschen ja neben Exportweltmeister auch Reiseweltmeister sei wollen und sind.
Wahrscheinlich aber , dass Reisen in den meisten Fällen nicht bildet, sondern eher vorhandene positive und negative Vorurteile (Idealisierungen oder Dämonisierung) anderer Länder verstärkt und bestenfalls bestätigt sehen will. Zudem die meisten Tourismusangebote, ja selbst die für Individual- und Alternativtouristen kaum nutzbar für Erkenntnisgewinne sind.Auch in umgekehrter Richtung. Sehr zu empfehlen das Buch: „Neuschweinstein“, das ein weitehendes Desinteresse der chineischen Touristen in fremde Länder und deren Kulturen zeigt, die zumal einer ebenso sinozentrischen Wahrnehmungh folgt.

„Neuschweinstein – Mit zwölf Chinesen durch Europa

Immer mehr Chinesen zieht es in den Ferien nach Europa. Christoph Rehage hat sich einer dieser Reisegruppen angeschlossen, um herauszufinden, was die Asiaten wirklich über uns und unsere Heimat denken. Der Vorteil: Er spricht fließend Mandarin und kann so die Erfahrungen der Gruppe intensiv miterleben. Auf dem Programm der dreizehntägigen Erkundungstour stehen kulturelle Pflichtstationen wie Schloss Neuschwanstein, Michelangelos David in Florenz und der Eiffelturm in Paris. Aber auch heimliche Lieblingsziele der Chinesen: Einkaufszentren und Luxusboutiquen. In seinem klugen und zugleich amüsanten Buch erklärt Christoph Rehage nicht nur die Faszination von Kuckucksuhren und deutschem Babymilchpulver, sondern ermöglicht interessante Einblicke in eine uns fremde Kultur.“

https://www.piper.de/buecher/neuschweinstein-mit-zwoelf-chinesen-durch-europa-isbn-978-3-89029-435-3

Nun ja, die Chinesen sind auch nicht besser mit ihrem Blitzkriegtourismus (10 Städte in 4 Tagen) , also nicht nur ein deutsches Phänomen, wie man auch andere Nationen zitieren könnte, aber sie haben mit ihrer Neuen Seidenstrasse wie der Quad der USA, Indiens, Japans und Australiens ein gemeinsames globales Projekt mit dem sie behaupten die Welt umgestalten und verbessern zu wollen. Eher sehen Chinesen andere Länder als mögliche Tributstaaten für ein kommendes Reich der Mitte, das die USA als Weltmacht ersetzen soll und zumal als Zwischenstops und Elemente ihrer neuen weltweiten Seidenstrasse. Der chinesische Kulturchauvinismus und sein Chinese exceptionalism , die Wahrnehmung die vorgeblich älteste Hochkultur der Welt zu sein sowie die Vision eines neuen chinesischen Weltreichs lässt da chinesischen Tourismus und Auslandsreisen trotz aller Propaganda von Völkerfreundschaft, kultureller Diversität und Koexistenz, win-win, Shoppingerlebnis und Kulturinteresse eher zur Feindesaufklärung in den vermuteten Neokolonien des kommenden Hanchinesischen Imperiums mutieren.

Europa und Deutschland fehlt dieses strategische Denken und solche Projekte, da es keine Vision und keinerlei kosomopolitische Vorstellung mehr von der Welt hat ausser hedonistische Kurzzeiterlebnisse seiner weltweitführenden Tourismusströme und den mehr dekadenten Vorlieben ihrer Toskana- und Cote Azureliten, zumal es als Gegenreaktion des sogenannten Eurozentrismus und seiner kriegerischen und kolonialen Geschichte nun infolge des Postmodernismus, Postkolonialismus und der Genderstudien auch nur noch ein schlechtes Gewissen hat, das Enthusiasmus und globalem Gestaltungswillen entgegenwirkt. Aber bei aller Globalisierung fällt doch auf, wie wenig sich die Einwohner einer Kultur für die andere interessieren und sich eher  provinziell abschliessen und nach irgendwelchen Identitäten suchen wollen, sei es für America first, China first, Poland first, Brasilia first oder Katalonien first.Diese Provinzialisierung inmitten der Globalsierung zeigt sich auch an der inflationären Welle von Heimat- und Regionalkrimis und dem neuerlichen Heimats- und Identitätskult, der vor allem auf lokale Wurzeln und Besonderheiten rekuriert.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.