What if? Wenn Schülerdemos mit Attac fusionieren würden

Vor lauter Trump, Erdogan, Bolsanaro, Orban, etc. verkennen wir die neuen Hoffungszeichen: Die Schülerdemos über ganz Europa.Gibt es ein ähnliches Phänomen in den USA?

Noch eine Einschätzung zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac:

Attac ist die einzig nennenswerte globalisierungskritische NGO in Deutschland, die zudem ganz gut europäisch und international vernetzt ist. Sie hatte ihre Hochzeit in den 90erJahren, vor allem Studenten. Sie war aber ebenso noch mobilisierungsstark in den 2010ern, als es gegen das EU-US-Freihandelsabkommen TTIP ging, wobei Attac mit anderen Kräften 250 000 Leute auf die Strasse brachte. Dadurch wurde TTIP verzögert und dann seitens Trump ganz gestrichen. Nun hat die EU mit Japan JEFTA vereinbart und die Kritik von Attac aufgenommen: Keine internationalen ausserstaalichen Sonderschiedsgerichte, Berücksichtigung des Arbeits-, Umnwelt- und Verbraucherschutzes. Von daher ist Attac immer noch eine recht mobilisierungs- und wirungsvolle Truppe, die vor allem inhaltiche Konzepte von regionalisierter Globalisierung bis ökologischer Globalisierung konkret ausgearbeitet hat. Also über Content,politisch-konktrete Inhalte verfügt. Die herrschenden Parteien wie auch die rechtsradikalen Populisten sehen nun die Gefahr, dass die anpolitisierten inhaltich noch unbedarfeteren Schülerdemos und deren Vertreter sich mit Attac kurzschliessen könnten–in mehererlei Dimension: Zum einen durch die Internationalität der Organisation, zum anderen durch die generationübergreifende- zentrale Demos unterstützende Organisation wie die TTIP-Demos mit 250 000 Teilnehmern, dies auch über reine Schülerdemos, sondern zu einer Volksbewegung hochbringen könnten, zum dritten, dass neben Klimaschutz und Freihandel sich die Bewegung auch noch nach anderen relevanten Fragen generalisiert und verbreitert.Der mögliche Zusammenschluss zwischen naiv-idealistischen Schülern mit konkreten politischen Inhalten von Attac und deren generationenübergreifender, wie auch internationalistischer Ansatz wird da als Bedrohung gesehen, der man unter anderem mit moralisch-individualistischen Vorwürfe gegen die Schüler begegnet (ihr habt Handy und lasst euch von euren Helikoptereltern vor die Schule fahren und wollt nur Schule schwänzen- sammelt lieber Müll und ändert nur euch und nicht die Politik und die Wirtschaft) nebst der Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac und die Trennung beider Bewegungen, die das Potential hätten exponential zu wachsen, zentral zu verhindern.Von daher wäre anzuraten, dass die Schüler sich in Attac organisieren und mit diesen zusammengehen, insofern sie Grüne und andere etablierte Parteien nicht als Ansprechpartner und Hoffnugsträger sehen wollen.

Neben den Schülerdemos nun auch der Schülervideohit „Wozu sind Kriege da?“. Mal wieder dieses Gelabbere, dass doch keiner, keine Mutter ihre Kinder verlieren wolle,etc, es da keine Gründe gebe? Dass Kriege vernichtend sind, wird besungen und Atomraketen bedrohlich sind, okay. Aber über Allgemeingelaber kommt dieses Lied, dass nichts verstehen will. Warum muss das so sein? Ja, weil es eben Nationalstaaten mit einem expansiven Kapitalismus gibt, der eben die Staatenkonkurrenz steigert, Wirtschafts- und Finanzkrisen beinhaltet, sowie eben militärisch wie wirtschaftlich expandieren muss, und nicht einmal eine weltrevolutionäre Hoffnung mittels Planwirtschaft das zähmen konnte, weswegen nur ersteres geblieben ist und sich nun eben austobt. Eine Weltregierung werden sie auch nicht erleben, wollen sie auch nicht, deswegen bleibt nur auf die Hoffnung auf eine gloable Kooperationsform mittels G 20 oder was auch immer,sowie einer Änderung des Wirtschaftssystems.

 

https://www.youtube.com/watch?v=zmNTfMvHzdA

 

 

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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