Die Pawlowsche Konditierung des deutschen Antifaschismus auf den Nationalsozialismus

von Ralf Ostner

Der Blog Conservo hat einen Brief an einen Linken herausgebracht, wobei ich folgende Zeile für nachdenkenswert halte:

„Jedes Mal, wenn wir uns sehen, lässt Du ganz laut raushängen, wie sehr Du gegen Nazis bist. So weit, so gut. Bin ich ja auch. Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich eine Menge über Alt- und Neonazis, Antisemiten und ähnliche Gruppen geschrieben und die, die ich erreichen konnte, über ihr Gedankengut aufgeklärt.

Aber als Du jetzt in meinem Beisein selbst den SPD-Mann Heinz Buschkowsky, dessen Vergehen es ist, für klare Regeln in Sachen Migrationspolitik zu sein, als Nazi bezeichnet hast, wurde mir klar: Die Grenze dessen, was gesund und rational ist, hast Du weit hinter Dir gelassen.

Es gibt einen wunderschönen Satz von Johannes Gross, den ich Dir weitergeben möchte. Er geht so: „Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.“ 1

Die patentierten Bessermenschen in Deutschland, sozusagen die Til Schweigers dieser Gesellschaft, haben es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, den Widerstand gegen ein nicht mehr existentes Regime nachzuholen. Da stellt sich allerdings ein ernsthaftes Problem: die Nachfrage nach Nazis übersteigt das Angebot bei weitem. Es gibt natürlich auch heute noch Nazis, es gibt die NPD,die DVU und ähnlich geartete Organisationen, es gibt auch problematische Teile der AfD.

Um den Widerstand gegen eine Hitler-gleiche Bedrohung einigermaßen glaubhaft zu machen, müsste es aber noch viel, viel mehr Nazis plus Anhängerschaft geben. Also behilft man sich inzwischen damit, dass praktisch jeder, der nicht für die Migrationspolitik der Merkel-Regierung ist und allzu deutlich über ihre Auswirkungen spricht, zum Nazi erklärt werden kann. Damit die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot doch wenigstens etwas vermindert wird.

Und das Tolle ist: der Widerstand gegen Hitler ist heute völlig ohne Risiko, da der Mann tot ist. Gegen Nazis zu sein, ist ebenfalls in aller Regel risikofrei, weil sich mindestens 95 Prozent der Deutschen sowieso darüber einig sind, gegen Nazis zu sein. Mut ist immer dann leicht aufzubringen, wenn keine Gefahr droht, und wenn man das sagt, was alle sagen.

Übrigens bestreite ich keineswegs, dass es heute die Gefahr einer rechten Radikalisierung gibt.“

https://conservo.wordpress.com/2018/09/07/brief-an-einen-linken/

Hieran sind einige Aspekte richtig und andere falsch. Zum einen erklärt sich die Machtergreifung Hitzlers nicht allein durch eingefleischte Nazis, sondern aus Millionen sogenannten Protestwählern der NSDAP, die keine Nazis waren sowie die Machtüberlassung seitens der Nationalkonservativen und auch deren Förderung der Nationalsozialisten mittels der Harzburger Front. Die heutige AfD ähnelt dieser Harzburger Front als Partei und hat einen rechtsradikalen und einen nationalkonservativen Flügel unter einem Dach. Von daher ist es immer schwierig die AfD als Nazis zu betiteln, gibt es eben auch jenen nationalkonservativen Flügel und nicht nur den Höckeflügel samt Patriotischer Plattform und ähnlichem. Letzterer kann ja immer auf ersteren verweisen, um sich bürgerlich zu geben und zu tarnen und alle Naziverweise als üble Denunziation und Stimmungsmache darstellen. Gauland ist da der Große Integrator zwischen beiden Flügeln, ähnelt dem Verhältnis des honorigen nationalkonservativen Generäle Hindenburg und Ludendorf im historischen Bündnis mit dem Gefreiten und Newcomer Hitler, will aber bald den Fraktionsvorsitz abgeben, den er machtzentralistisch neben dem Parteivorsitz hält und überlegt mit 80 in den Ruhestand zu gehen. Dann wird spannend, ob sich beide Flügel zerstreiten und spalten oder ob ihre Ablehnung der Demokratie und Befürwortung einer autoritären Diktatur sie zusammenhalten lässt gegen die „Alt-, Kartell und Systemparteien“. Wobei eben die Frage auch ist, inwieweit der Höckeflügel Hitler und Nazi ist, denn eine rechtsradikale Diktatur kann auch ohne Holocaust an Muslimen möglich sein, wenngleich möglicherweise  deren Deportation, Internierung oder Diskrimierung von Minderheiten und Oppositionellen wahrscheinlich ist.

Doch auch hier sind Rechtsradikale lernfähig. So gibt es „Christen in der AfD“, „Juden in der AfD“, „Migranten/Neudeutsche in der AfD“, fehlt nur noch „Muslime in der AfD“.  Zwar haben die in der Partei nichts zu melden, sind reines windowdressing oder Stichwortgeber, wenn es darum geht desto glaubwürdiger gegen andere Minderheiten zu hetzen und dient diese Alibiveranstaltung nur dazu, sich ein pseudotolerantes Tarnmäntelchen umzulegen, um präventiv Vorwürfen zu begegnen man sei trotz Gedeon, Höckes Holocaust“Schandmal“, biologistischen Vermehrungstheorien und Gaulands „Vogelschiß“_Äußerung nicht christlich, neuheidnisch, antisemitisch, rassistisch, aber eine traditionelle NSDAP hätte wohl nicht einmal solche Chameleonspielchen mitgemacht, sondern sich offen  als rein deutsch, rein national, reinrassig und arisch , zumal antisemitisch bekannt. Ebenso gibt es „Homosexuelle in der AfD“ und Alice Weidel bekennt sich offen uind offiziell als Lesbe. „Homosexuelkle in der NSDAP“ als Gruppierung hätte Hitler nie geduldet und Röhms Homosexualität wurde verschwiegen, zumal Röhm dann auch samt anderen SA-Führern liquidiert wurde.  Moderne Rechtsradikale springen nicht über jedes Nazi-Stöckchen, das ihnen die Antifa hinhält, sondern unterlaufen es ganz modern und elegant. Aber der Aufstieg rechtsradikaler Demagogen und Parteien in Europa und weltweit, zeigt, wie akut die Gefahr einer Rechtsradikalsierung ist, auch wenn es sich auch nicht um den klassischen Nationalsozialismus handeln sollte.

Eine wesentliche Schwäche des deutschen Antifaschismus ist die deutsche Obsession und Verengung auf die Nationalsozialisten und der Personenkult um Hitler, Göbbels, Himmler, Göring,etc., wie sie auch in den zahlreichen und inflationären ntv- und WELT-Dokus im Privatfernsehen und bei Guido Knopp laufen, der keine Vergleiche mehr mit anderen Despoten zulässt und diese fast harmlos dagegen erscheinen lässt. Dadurch werden die Konsumenten solchen Antifaschismus darauf konditionioert Rechtsradikalismus nur in Form des nationalsozialistischen Vorbilds zu sehen und diesem aufzulauern, obgleich dieser gelernt und sich modernsiert hat. Im Anachronistischen Zug hat Bertholt Brecht einmal dargestellt, dass heutige Rechtsradikale nicht in SA-Braunhemden, NSDAP- und Hakenkreuzlogo, Hitlerscheitel, holocaustleugenend, offensiv antisemitisch vor die Feldherrenhalle ziehen werden und Saalschlachten in Bierhallen und Parlamenten verantstalten, sondern unter dem Banner von „Freedom and Democracy“agieren werden. So auch viele rechtsradikale Parteien, die sich wie die FPÖ oder Schrinowski in Russland freiheitlich oder liberaldemokratisch oder die NPD nationaldemokratisch nennen, oder eben Alternative für Deutschland, zumal eben auch direkte Demokraatie ala Schweiz fordern , was aber auch schon Faschisten gerne taten, um mittels Volksebntscheiden die Demokratien mittels Massenmobilisierungen und Aufmärschen zu destabilisieren.Ebenso bedienen Rechtsradikale heute weniger biologistisch-rassistische Weltbilder (es sei denn ein Höcke mit seinen Vermehrungsstratgien der Afrikaner und Weißen), sondern mehr kulturalistische Weltbilder, spätestens seit Alan Benoist für die neue Rechte den Ethnopluralismus entwickelte, der sich seitens konservativer Apologeten etwa in Samuel Huntingtons „Clash of Civilizations“/“Kampf der Kulturen“ austobt.

Der deutsche Nachkriegsantifaschismus hat aber die Deutschen so auf den Phänotypen des Nationalsozialisten und seiner Führungsfiguren sowie den Holocaust  eingeschworen und konditioniert, dass viele Demokraten Rechtsradikale und Faschisten gar nicht mehr so zu erkennen wissen und diese Pawlowschen Reflexe nicht aktiviert werden können, da kein Rechtsradikaler so blöd ist so offensichtlich seine hidden agenda an die große Glocke zu hängen und im Erscheinungsbild Anleihen bei der NSDAP zu machen mit Ausnahme vielleicht des Höckeflügels und der NPD. Die Konditionierung auf den Hitlerfaschismus führt dazu heutige Rechtsradikale nur an den nationalsozialistischen Kategorien zu analysieren und zu verharmlosen. Auch scheint dann eine autoritäre Herrschaft nicht so schlimm, da die Nazis wie Pol Pot im Kommunimus ja nicht mehr steigerungsfähig war. Da erscheinen Mussolini, Franco, Salazar, Xi, Erdogan, Duterte, Bolsonaro, Putin, Orban und Kaczynski, Le Pen, Trump ja geradezu harmlos und nicht so schlimm, wenn man nur die Nazis als Bezugspunkt, Benchmark und Vergleichsmaßstab nimmt. Faschismus und autoritäre Diktatur ist auch ohne Holocaust möglich, wenngleich nicht ohne Unterdrückung von Minderheiten und der Opposition, aber trotz allem noch eine rechtsradikale Diktatur. Verglichen mit den Exzessen des Nationalsozialismus mit 6 Millionen ermordeten Juden, 60 Millionen Kriegstoten , Zwagnsarbeit und Verhungernlassen und KZs für Oppositionelle erhofft man sich und erwartet man, dass jeder moderne Autoritarismus oder rechtsradikale Diktatur nur humaner aufallen kann, alles nur halb so schlimm kommen werde und kann. Zudem ist auch festzustellen, dass Rechtsradikale allein schon mit dem Begriff „Rechtspopulisten“hemmungslos unterschätzt und verharmlost werden. So schlimm wire die Nazis wird ja alles nicht kommen und werden.

Zum anderen ist auch richtig beobachtet, dass Islam- und Islamismuskritik, Kritik an der Migrationspolitik, Euro- und Europapolitik, Finanzpolitik, der Sozialpolitik oder der Siedlungspolitik Israels auch sehr schnell in die rechte, islamophobe, antisemitische und xenophobe Ecke gestellt werden. Da es an offensichtlichen Nazis mangelt, werden Kritiker der „Willkommenskultur“,des Islamismus, etc. vorschnell zu solchen erklärt. Es ist zwar richtig, dass Rechtsradikale sich dieser Kritikformen leidenschaftlich bedienen, aber eben auch Konservative, Linke und auch Leute wie ein unverdächtiger Liberaler wie Dieter Nuhr. Die Unterscheidung und Differenzierung wird da gar nicht zugelassen und diese inflationären Vorwürfe führen auch dazu, dass sich viele Leute denunziert und ausgegrenzt fühlen und Protestwähler oder Nichtwähler werden. Kurz: gegen Nazis sind fast alle, was ein Nazi ist, eigentlich ein Rechtsradiakler,  da gehen die Meinungen aufghrund der Fixierung auf den Nationalsozialismus auseinander und reicht die Palette zwischen Verharmlosung und Dämonisierung.

Die Fixierung auf die NSDAP, den deutschen Nationalsozialismus führt dazu, dass man den modernen Rechtsradikalismus nicht mehr kapiert, der durchaus lernfähig und flexibel ist. Wenn der deutsche Antidfaschismus  Eichmann thematisert, bringt die AfD ihr Treffen mit Rafi Eitan, den isrealischen Mossad- Eichmannjäger, der sich wie Daniel Pipes und die gesamten rechten Juden für die AfD in Hinblick auf den Islam und Araber ausspricht.

Diese Erfahrung musste ich auch mit Daniel Pipes machen, US-Jude, ehemaliger Berater der US-Regierung und Chef des Middle East Forums, mit dem ich mal zwei Interviews gemacht hatte. Ich schrieb ihm:

Sorry Daniel Pipes-Jews shouldn´t support fascists

Daniel Pipes wrote:

„Civilizationist (or “far-right”) parties are key to saving Europe.“

Sorry dear Daniel Pipes, fascists are now your favorite allies. We both had sympathies for each other as we had a common understanding of Islamism, its roots and the way to fight it. But you see in the fascists a perspective, I don´t share. In our interviews you wanted to advice them, now you support them openly. Not with me. Don´t believe in this tactical philosemitism of parts of them while others deny the Holocaust and are openly antisemitic. . I´m astonished that you as a Jew forget about the history of European facism, the Holocaust and the mass killing of Jews. And stop talking about the Islamization of Europe as nobody let´s Muslims in anymore. Most migrants will be secular or Christians young unemployed people from East and Southeurope. That´s paranoid talk as you already think that Obama is a Muslim or that Al-Sissi was member of the Musilmbrotherhood. Sorry that we have to seperate, but your vision is fascist and paranoid.Join Steve Bannon–I´m on the other frontline!

Ergänzend auch noch folgende Meldung:

„Israelische Geheimdienstlegende Rafi Eitan unterstützt AfD
Berlin, 2. Februar 2018. Zu der Veranstaltung der AfD-Fraktion am 1. Februar 2018 im deutschen Bundestag gegen Antisemitismus forderte der frühere israelische Minister und Operationsleiter des Mossad Rafi Eitan Deutschland auf, die Grenzen zu schließen und die muslimische Masseneinwanderung nach Europa zu stoppen.Eitan, der als Operationsleiter Adolf Eichmann in Argentinien verhaftet hat, wünschte der AfD Erfolg, lobte den politischen Ansatz der AfD zur Sicherung der Grenzen und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass „die AfD nicht nur eine Alternative für Deutschland sein wird, sondern eine Alternative für Europa.“Rabbiner Dr. Chaim Rozwaski, der seit 1998 als Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Berlin wirkt, berichtete der AfD über seine Erfahrungen mit antisemitischen Angriffen, die vor allem von jungen Muslimen ausgingen.Auf derselben Veranstaltung sprach sich die stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Russischen Duma Irina Rodnina gegen die Ausgrenzung Russlands aus dem offiziellen Gedenkprojekt zum Konzentrationslager Sobibor aus.
AfD-Fraktionschef Alexander Gauland freut sich über die Unterstützung aus Israel und aus der jüdischen Gemeinde in Berlin: „Es zeigt wieder einmal, dass wir als AfD auf dem richtigen Weg sind.“
https://www.afd.de/israelische-geheimdienstlegende-rafi-eitan-unterstuetzt-afd/

Rafi Eitan ist gestern gestorben–die NPD freut es, die AfD hat da einen wertvollen Verbündeten des rechten Likud verloren, da sie sich wie Daniel Pipes die Rechtsradikalen als zivilisatorische Parteien gegen den Islam sieht und damit eher dem Huntingtonschen“Clash of Civilizations“ zuspricht den er in früheren Interviews noch so vehemnt als falsch ablehnte. Der Etnopluralismus siegt und nichtv derv Rassebilologismus der NSDAP!

Israel hat auch versucht die Visegradstaaten, allen voran Polen auf seine Seite in Europa zu ziehen. Da Polen aber ein Holocaustgesetz verabscheidet hat, dass die Erwähnung der polnischen Beteiligung am Holocaust unter Strafe stellt und der israelische Außenminister erklärte, dass den Polen „der Antisemitismus mit der Muttermilch eingeflöässt“werde, wurde ein Treffen jetzt abgesagt.Interessant auch Israels Anbiederung an den rechstradikalen Präsidenten von Brasilien, Bolsanaro.Bolsonaros Besuch vor Guadios Millionenmarsch nach Caracas in Venezuela bei Trump zeigt, dass die USA hier Brasilien zu einem „major non-NATO-ally“machen wollen. Trump geht sogar soweit, dass die USA nun auch versuchen wollen, dass Brasilien NATO- und OECDmitglied wird. Soll die NATO dann auch noch Lateinamerika als Einsatzgebiet dazu bekommen und gegen Venezuela marschieren? Kolumbien wurde ja 2018 in ein NATO-Partnerschaftsprogramm genommen. Global NATO ala Ivo Daalder während man diese dann aber insgesamt seitens Trumps immer wieder infrage stellt? Gleichzeitig hat Brasilien den USA US-Militärstützpunkte angeboten und werden nun Gespräche darüber geführt, ob Brasiliens Militär nicht bei einer Militärintervention gegen Maduro-Venezuela mitmachen könnte, zumal eben Trump betont, dass alle Optionen auf dem Tisch sind . Zumal locken für Petrobas und die US-Ölmultis die riesigen Ölvorkommen Venezuelas neben den neuentdeckten in Guyana. Bezüglich der Handelspolitik und autoritärer Weltsicht sind beide auch sehr konform, wenngleich Bolsanaro betonte, dass er weiter Handel mit China betreiben wollte und scheinbar nicht in den US-chinesischen Handelsstreit hineingezogen werden möchte. Gleichzeitig fällt aber Bolsonaro-Brasilien durch seine pronouncierte Pro-Taiwan- und Israelpolitik auf, was seitens Netanjahus auch schon mit einem Staatsbesuch im rechtsradikalen Bolsonarobrasilien honoriert wurde. Zudem eben auch die brasilianischen Evangelikalen, die Bolsanaros wichtige Wähler sind, sich auch vehement für eine Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt sehen und den Kampf ums Heilige Land gegen den Islam anfachen wollen.

Wenn der deutsche Antifaschismus die NSDAP, Hitler und seine Ideologie des Rassenwahns so hervorhebt, übersieht er, dass die meisten Rechtsextremen heute mit Ethnopluralismus und Kampf der Kulturen argumentieren. Man könnte diese Aufzählung noch ewig fortführen. Jede Gedächtnisstätte und alle Gedächtnisverantsaltungen sind ritualisierte Zeremonien gegen die NSDAP, die nie so wiederkehren wird und von daher irreführend und desensibilsierend bezüglich des modernen Rechtsradikalismus und auch der neuen Formierung der AfD, die eben kein NSDAP ist, sondern eine Harzburger Front in Parteienform  ist eben eine falsche Pawlowsche Konditionierung, die nur Rechtsradikalen hilft.

Der aktuelle Faschismus in Deutschland ist die AfD, auch wenn die eine faktische Harzburger Front in Parteiform ist. Aber die Fixierung auf die NSDAP führt da in allen Richtungen in die Irre. „Homosexuelle in der NSDAP“ wäre undenkbar gewesen und die heutigen Faschisten haben dazugelernt. Umgekehrt stimmt aber eben auch, der Mainstream Kritik an Klimaschutz- Euro-und Europapolitik, Genderblödsinn,Islamismus- und Religionspolitik, etc sofort als Nazi oder nationalkonservativ verschreit, was wiederum der AfD und den Nationalkonservativen hilft. .Da Deutschland derart von der EU und dem Exportweltmeistertum als neuem Nationalstolz und materielle Lebensbasis abhängig ist, ist es nicht nur die stärkste Wirtschaftsmaxht,sondern zugleich die verletztlichste, zumal wenn innenpolitisch die Energiewende an die Wand fährt und außenpolitisch Brexit, einrechender Exportin die USA unbd China nebst möglicher Handelskriege hinzukommt und zumal noch Berkehrs- und Agrarwenden samt Digitalisieruzng..

Die AfD und die Rechten haben schon ihr Drehbuch geschrieben: Die Hauptschuldigen an der deutschen „Deindustralisierung“ sind die Grünen und die Merkel mittels Flüchtlingspolitik, Energie- Verkehrs- und Agrarwende. Wie es Sarrazin und die Achse des Guten schreibt „Deutschlandschafft sich ab!“ Die EU ud der Euro ist der neue Versailer Vertrag. Und dann fehlt nur noch eine Euro- und Finanzkrise und die radikalisierte Mitte wid sich dann nicht mehr mittels des neudeutschen Antifaschismus in Sachen NSDAP  ablenken lassen, da die Protestwähler ja selbst keine Nazis sind und die AfD eben keine klassische Nazipartei ist. Also ist wahrscheinlich bezüglich Bedenkens des materiellen Unterbaus, Exportweltmeister und wenn der einbricht eben auch die Bedenken in den Überbau und den lange Zeit betriebenen Antifaschismus, der sich nur auf die NSDAP konzentrierte,. Aber das ist  vielleicht zu marxistisch noch irgendwelche Zusammenhänge zwischen Ökonomie, der Zwangsläufigkeit von Wirtschafts- und Finanzkrisen im Kapitalismus und materiellen Unterbau neben nur vermuteten kulturellen Identitätsfaktoren sehen zu wollen. Obwohl eben ein Max Horkheimer einmal so treffend meinte; „Wer vom Faschismus redet und nicht vom Kapitalismus, möge lieber schweigen“. Damit meinte er  die Wirtschaftskrise von 1929 und eben eine solche ist nach de letzten Finanzcrash von 2008 een auch wieder nd immer noch möglich. Welche Schuldigen und Sündenböcke sich dann die deklassierten und pauperisierten Klassen suchen, bleibt vorhersehbar und der Antifaschismus, der sich bisher nur auf die NSDAP-Kritik konzentrierte wird da völlig wirkungslos bleiben.

 

 

 



Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.