Kurznotiz: Cyberwar

Arye Sharuz Shalicar , Chef der Abteilung für internationale Beziehungen im Ministerium für Nachrichtendienste im Büro von Premierminister Netanjahu hat schon angekündigt, dass Israel einen Cyberwar gegen Iran führen könne. Trump hat gestern damit geprahlt, Cyberattacken gegen Iran zu führen.Die New York Times hat berichtet, dass Trump digitale Cyberattacken gegen Russlands Elektrizitätssystem geführt hätte,was dieser nicht bestritt,sondern der Times Staatsverrat vorwarf. Maduro behauptete,die Blackouts in Venezuela seien Produkte von Cyberattacken der USA.Die Russen haben daraufhin Cyberwarexperten nach Caracas entsandt. Jetzt kam es zum Blackout in Argentinien und Uruguay. Die Cyberattacken scheinen sich zu häufen.Gerade auf ntv: Cyberattacken auf Telekommunikationsfirmen und:Experten erwarten weltweite Cyberattacke.Eskaliert da etwas im Geheimen oder wird dies immer mehr Usus? Wie sieht dann ein fullflegded cyberwar aus? Leben wir schon im Zeitalter des Cyberwars?

Der Unterschied zu einem normalen Krieg ist, dass man nicht gleich erkennen kann, ob es sich um einen Angriff handelt oder nicht um ein technisches Versagen oder menschlichen Fehler und wer der Angreifer ist, bzw. von wem die Cyberattacke ausgeht. Dies wirft auch Fragen für den Verteidigungs- und auch den Bündnisfall auf. Denn beim traditionellen Krieg überschreiten Truppen, Panzer, Raketen eine klare Grenze, ist klar erkennbar ab wann es sich um einen Angriff handelt und von wem. Anders im Falkle von Cyberattacken, die dann ganze Städte in Blackouts versetzen können oder kritische Infratsrukturen und Kommunikationsverbindungen paralysieren. Da wird es schwieriger den Bündnisfall auszurufen, schon gar zeitlich eng, diesen auch noch über etwaige Parlamente absegnen zu lassen. Zumal auch in der Diskussion ist, ob man nicht preemptive cyberwars und eigene Cyberwargegenoffensiven führen solle. Zwar wird der Vorschlag gemacht, dass es eine Art Cybersecuritykontrollabkommen geben solle, doch dieses wäre schwieriger zu realkisieren als bisherige Rüstungsabkommen und deren Verifizierung, einige Experten sprechen sogar von der Unmöglichkeit.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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