Iran/Venezuela-momentane Entspannung wegen Trumps Handelskonflikt mit China und seiner Kampagne gegen Immigranten

Momentan etwas Deeskalation in Sachen Iran und Venezuela. Nach dem britischen Kindnapping eines iranischen Öltankers, scheinen beide Seiten nun um etwas vorläufige Entspannung interessiert, zumal Trump sich momentan auf den Handelskrieg mit China und die Migrantenfrage hauptsächlich konzentriert. Zwar hat der Iran nun angekündigt die im Irandeal vorgesehenen Anreicherungsgrenzen von 3,5% Uran zu überschreiten und auf 5% zu erhöhen, dennoch bräuchte er eine 90%tige Anreicherung, um Atomwaffen herstellen zu können. Während Israel Iran auf dem Weg zur Atommacht sieht, reagierte Trump relativ zurückhaltend und bot wieder Verhandlungen an. Der Iran hat auch angekündigt, dass er zu den ursprünglichen Zielen zurückkehren könnte, wenn die EU die USA zu Zugeständnissen für Verhandlungen bewegen könnte oder die USA ihnen entgegenkommen würden. Noch stellt der Iran als Bedingungen, dass die USA die Sanktionen aufheben und den Irandeal akzeptieren, aber so dogmatisch scheint dies nun auch nicht mehr genommen zu sein, da Irans Außenminister nun nach New York fliegen will.

In Venezuela hat es Guado nicht geschafft einem Volksaufstand und eine Desertation des Militärs im Rahmen des Blackouts,der vielleicht eine US-Cybersttacke war auszulösen. NachdemTrump mit Putin telefoniert hatte,tritt Venezuela momentan in eine Phase des Dialogs ein.Guaido möchte Präsidentschaftswahlen,Maduro nur Parlamentswahlen.Nach dem Trump-Putingespräch hat Putin nun den Vatikan besucht.Wie es aussieht möchte der Vatikan in Venezuela eine ähnliche Vermittlerrolle spielen,wie bei der US-kubanischen Nnäherung unter Obama und bei dem Friedensabkommen mit der FARC in Kolumbien und Putin den Vatikan für den Dialog nutzen.Ob das erfolgreich sein wird.bleibt abzuwarten.Jedenfalls ist die Festnahme vom Guaidos Leibwächter durch Maduro kein gutes Omen. Ob Maduro also auch einen Trump-Putin-Deal mit Guaido akzeptieren wird, bei dem er eventuell geopfert werden soll.

,Das EU-Mercusorfreihandelsabkommen findet in Europa kaum Beachtung.Zum einen überdecken andere Prpbleme dieses historische Abkommen, zum anderen scheinen selbst Freihandelsabkommenkritiker angesichts Trumps Handelskriegen schlechte Freihandelsabkommen besser als gar kein Freihandelsabkommen anzusehen;ja selbst über eklatante Mängel bei Umwelt-,Klima-,Gesundheits und Verbraucherschutz wird hinweggesehen.

Nordkorea und Venzeulae sind aber Nebenkriegsschauplätze für Trump. Die Nordkoreapolitik sehe ich nicht als Schwäche Trumps an. Das kann man nur sagen, wenn man ernsthaft glaubt, dass Trumps Ziel wirklich die Denuklearisierung Nordkoreas sei, was aber nicht der Fall ist. Die Vorgängerregierungen haben ja alles probiert, zwischen Militärdrohungen und Annäherung.Trump weiss das. Kim weiss, dass Trump faktisch seinen Atomwaffenstatus akzeptiert hat, Ruhe in Nordkorea will, dieses nicht an der Seite Chinas wissen will, sich mit Kim auch weiter treffen wird mit vorgeschobenen Denuklearisierungsforderungen, die nicht ernst gemeint sind, sondern nur den Vorwand bieten, ostentativ Verhandlungsbereitschaft vorzugaukeln, und TRump die Möglichkeit bieten sich auf den Konflikt mit Iran und China vorzubereiten. Kim wird auch keine Atomwaffentests und Interkontinentaltest mehr veranstalten, sondern einfach ruhig bleiben, zumal er auch nach dem Xitreffen Nahrungsmittel von China bekommt und eine Hungersnot ala 90er Jahre trotz US-Sanktionen ausbleiben wird.Zumal es für Kim, Russland und die EU am besten ist, sich aus dem kommenden Konflikt zwischen den USA und China und Iran herauszuhalten.Sinnvoller ist eher, dass die EU die Kontakte mit Rußland intensiviert und eine Neue Ostpolitik samt Europäischer Seidenstrasse vorantreibt.

China und Iran sind Trumnps Prioritäten, nicht Nordkorea, Venezuela oder Russland.. Aber die Eskalation kommt nicht vor seiner nächsten Wiederwahl, wenn es nach seinem Willen geht. Sollte er aber wiedergewählt werden, wird er aber erst ordentlich aufdrehen und hat dann vier Jahre um China ganz in die Knie zu zwingen und den Iran. Was wir jetzt als maximalen Druck empfinden, wird dann nochmals gesteiegert bis hin zum Krieg, falls diese Staaten nicht zuvor einlenken.


Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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