Kurznotiz: China, Russland und Südkorea

China und Russland haben jetzt gemeinsame Marinemanöver abgehalten.Russische und chinesische Kampfflugzeuge verletzten hierbei südkoreanischen Luftraum,was ein Novum darstellt.Nordkorea hat nun gleichzeitig Kurzstreckenraketen über dem Japanischen Meer getestet.China hat nach der Veröffentlichung seines neuen Weißbuches nun wieder Taiwan gedroht und die USA Kriegsschiffe entsandt.Ziemliches Austesten der Reaktionen wie früher schon. Aber dass China und Russland feindliche Akte gegen Südkorea begehen,ist das eigentlich Neue.China hat Nordkorea bisher immer als Pufferstaat angesehen und seit 1992 und Deng aber beste Beziehungen zu Südkorea, auch aus wirtschaftlichen Gründen unterhalten und eine mehr moderate Politik des Ausgleichs vertreten. Nun aber scheint Südkorea wieder vermehrt unter geopolitischen Aspekten als US-Frontstaat wahrgenommen zu werden, denn als wirtschaftlicher und politischer Partner in Asien.

Der Russlandkenner Alexander Rahr beurteilt die Vorgänge derfolgt:

„Die Verletzung des Luftraums Südkoreas ist eine Retourkutsche ggn USA. Amerikanische Kriegsschiffe sollten, so China, nicht in der Taiwanesischen Seestrasse kreuzen. RUS und CHI zeigen, dass die globale Hegemonie der USA nicht mehr hingenommen wird. China freut sich ungemein über den russischen Beistand, den man so nicht erwartet hatte. RUS dankt CHI für die stillschweigende Anerkennung der Krim. Tausende chinesischer Touristen besuchen die Halbinsel. RUS wird die chinesische Einnahme Taiwans auch neutral betrachten. „

Ein interessantes, themenverwandtes Buch dazu ist Michael O´Hannons The Senkaku Paradox:

The Senkaku Paradox

Risking Great Power War Over Small Stakes

By Michael E. O’Hanlon April 30, 2019 

Cover: The Senkaku Paradox

America needs better options for resolving potential crises

In recent years, the Pentagon has elevated its concerns about Russia and China as potential military threats to the United States and its allies. But what issues could provoke actual conflict between the United States and either country? And how could such a conflict be contained before it took the world to the brink of thermonuclear catastrophe, as was feared during the cold war?

Defense expert Michael O’Hanlon wrestles with these questions in this insightful book, setting them within the broader context of hegemonic change and today’s version of great-power competition.

The book examines how a local crisis could escalate into a broader and much more dangerous threat to peace. What if, for example, Russia’s “little green men” seized control of a community, like Narva or an even smaller town in Estonia, now a NATO ally? Or, what if China seized one of the uninhabited Senkaku islands now claimed and administered by Japan, or imposed a partial blockade of Taiwan?

Such threats are not necessarily imminent, but they are far from inconceivable. Washington could be forced to choose, in these and similar cases, between risking major war to reverse the aggression, and appeasing China or Russia in ways that could jeopardize the broader global order.

O’Hanlon argues that the United States needs a better range of options for dealing with such risks to peace. He advocates “integrated deterrence,” which combines military elements with economic warfare. The military components would feature strengthened forward defenses as well as, possibly, limited military options against Russian or Chinese assets in other theaters. Economic warfare would include offensive elements, notably sanctions, as well as measures to ensure the resilience of the United States and allies against possible enemy reprisal.

The goal is to deter war through a credible set of responses that are more commensurate than existing policy with the stakes involved in such scenarios.

Book Details

  • 272 Pages
  • Brookings Institution Press, April 30, 2019
  • Paperback ISBN: 9780815736899
  • Ebook ISBN: 9780815736905

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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