Kurznotiz: Was lehrt der Fall Edward Snowden?

Ich habe gestern Oliver Stones Edward Snowdenfilm auf RTLgesehen. Der Film wurde im übrigen in Deutschland in München gedreht, weil das in den USA nicht ging und auch alle sonstigen Filmstudios eine Produktion ablehnten. Interessant war, dass die NSA nicht nur den USA feindliche Staaten und Personen abhört, sondern auch befreundete bis hin eben zu Merkels Handy. Zumal auch jeden Privatbürger, also auch jede Privatperson und mich. Ebenso interessant, dass die NSA Cybersoftviren in allen Staaten zu installieren versucht, selbst in Österreich, Deutschland und Japan, für den Fall, dass diese in Zukunft den USA einmal ablehnend oder gar feindlich gegenüberstehen sollten. Dann kann man die kritischen Infrastrukturen der betreffenden Länder per flächendeckenden Blackouts paralysieren und einen Cyberwar führen. Interessant auch die Sichtweise der Leute im US-amerikanischen Sicherheitsapperat von CIA bis NSA, als Snowden meint, dass hier auch die Daten unbescholtener Bürger gesammelt würden: „Das Schlachtfeld ist überall und der lange Nachkriegsfrieden und die Demokratie konnte nur solange existieren, da wir vieles im Vorherein wussten“.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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