Kurznotiz: Chinesische Exil-Oligarchen Demokratiebringer für China?

Interessanter Beitrag von ARTE: Chinas verschwundene Milliardäre

Einige davon wollen jetzt von den USA aus mit ihren Milliarden die KP China stürzen. Scheinbar aber ohne die demokratische Opposition.Dieser Spezies geht es nur um ihr Geld und Rule of Law und nicht um Demokratie , bzw, nur soweit wie es ihren Geschäftsinteressen nützlich ist- Plutoligarchensystem ala USA.

Anzusehen auf You Tube:

https://youtu.be/hennEekEfMU

Oder auf You Tube:

https://www.arte.tv/de/videos/083456-000-A/china-milliardaere-verschwinden-einfach/

Ein besonders exponiertes Exemplar dieser Gattung ist Guo Wengui, der von New York aus seinen Feldzug gegen die KP China mittels eigenem Social Mediakanal und der Rule of Law Foundation führt, als tibetstämmiger chinesischer Milliardär auch den Dalai Lama hofiert, ein freies Tibet fordert und die Hongkonger Opposition fördert.

Ein weiterer Beirag zu diesen Thema:

https://youtu.be/bkLKDaZrgCc



In meinem Buch „Als China gelb wurde – die VR China zwischen Pekinger Frühling, Handels- und sinoamerikanischen Krieg“ hatte ich bei der Opposition neben der demokratischen Opposition, der KP-internen Opposition, die Falungong, die Wanderarbeiter, Arbeiter, Bauern, Mittelschichten und Volksbefreiungsarmee noch nicht die ganzen reichen chinesischen Exiloligarchen und Multimilliardäre bedacht. Die könnten eine beträchtliche Finanzquelle für Chinas Opposition sein. Fraglich,ob die aber auch politisch sind oder aber ihre Millionen im Ausland ohne Ärger genießen wollen und denen das egal ist.Vielleicht auch unterschiedlich. Man wird abwarten, ob sich in New York oder in den USA ähnliche Exiloligarchen- und Opposititionskerne wie Little Russia und Little Chechenia wie in London bilden, bei denen Oligarchen wie Beresowksi (in der Badewanne „ertrunken“), Abramowitsch, Chodorkowsky und andere den Sturz Putins fördern wollen. Für die chronisch, bis auf die Falungong unterfinanzierte chinesische Exilopposition und auch die Opposition in China könnte sich hier eine finanzschwere Unterstützung ergeben, die sie bei den Trumpvorgängerregierungen noch von der CIA, Taiwans KMT und Japan erhielt und sie in die Lage versetzt sich von ausländischen Mächten unabhängiger machen.

Ebenso müsste aber die chinesische Opposition eine eigene gut ausgestattete Hackertruppe und Social Media- agiatations- und propagandagruppe aufbauen, um die Internetkontrolle der KP China zu durchbrechen und auch Propaganda innerhalb Chinas zu machen. Ansonsten bleibt das Exilpropaganda für die selbstreferentielle homeconsumption von Insidern und Zirkelwesen.Solange die KP China das Informationsmonopol über Internet,Medien und soziale Medien hat,wird sich nie etwas ändern. Mit finanzschwerer Unterstützung durch Chinas Exiloligarchen könnte jedoch solche eine Cybergruppe durch Anwerbung von IT- und Cyberhackerexperten organisiert werden.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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