Kurznotiz: Proteste in Ägypten-zweiter Versuch eines arabischen Frühlings?

Über die Massenproteste in Ägypten und deren vorläufige Niederschlagung wird gar nicht berichtet.Man hört seitens der europäischen Politik und Medien dazu auch nur Stliischweigen. Nur Trump hat reagiert, indem er Al Sissi als starken Mann, der für Ordnung gesorgt hatte, lobte.Die soziale Lage in Ägypten nach dem IWF-Programm scheint sich verschlechtert zu haben, der zweite Suezkanal, die neue Hauptstadt, die ganzen Visionsprojekte Al Sissis scheinbar nicht so zu fruchten.Man erfährt auch nichts, wer genau diese Proteste anführt, ob Muslimbrüder oder säkular-demokratische Opposition oder beide. Das hängt zum einen damit zusammen, dass eine Nachrichtensperre verhängt wurde, zum anderen aber auch mit der Präferenz der europäischen Medien und Politik für vermeintliche Demokratiebewegungen. Zudem dürfte die Entwicklung im Sudan, bei dem nun eine militärisch-zivile Mischregierung an der Macht ist ohne syrischen Bürgerkireg  auch die Kräfte in Ägypten bestärkt haben, vielleicht nochmals einen zweiten arabischen Frühling zu versuchen.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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