Mythos Neue Seidenstrasse: Xis Grosser Sprung nach vorn?

Lesenswerter Artikel von Ryan Manuel im Chinese Leadership Monitor der Jamestown Foundation:„Twists in the Belt and Road“

Ging man immer davon aus, dass die BRI ein zentral geplantes,strategisch-geopolitisches Projekt nach einem durchdachten Masterplan und dem Mastermind Xi sei,so zeigt der Artikel,dass es vor allem ein ökonomisches Projekt ist,das im wesentlichen von lokalen Kadern bestimmt wird,Vertreter des Aussenministeriums und des Militärs aussen vor bleiben, es nicht Xis Priorität war,vor allem Staatsunternehmen gefördert werden und die Kreditvergabe und Finanzierung nur zu 8%von der AIIB und 92%von nationalen Funds und den 4 Staatsbanken vergeben werden. Zudem wurde die Richtung völlig geändert, wenngleich die BRI in die Verfassung aufgenommen wurde.War BRI zuerst ein Projekt um Exporte zu fördern, so dient es nun offiziell infolge des Handelskriegs mit den USA Importe zu sichern und nur noch chinesische Standards zu exportieren. Auch stößt BRI im Ausland nicht so auf Gegenliebe wie erhofft. Denn nicht wie behauptet 185 Staaten beteiligen sich daran, sondern nur 53. Die Kritik des Auslands wächst-wegen Schuldenfallen. Auch scheinen die statistischen Zahlen zu BRI-Investitionen geschönt und propagandistisch überdimensional aufgeblasen.Die interne Kritik wächst ebenso,kann jedoch nicht offen artikuliert werden und die Widersprüche nehmen zu, ja blockieren die Entwicklung der Neuen Seidenstrasse. Trotz aller gegenläufiger Propaganda der KP China: Die BRI könnte Xis Grosser Sprung nach vorne werden

https://www.prcleader.org/manuel-belt-road

Die Bedeutung der lokalen Kader und wie sie versuchen, ihre Stellung unter der Transformation Chinas von einer Ein-Parteienherrschaft in eine Ein-Mann-Diktatur zu halten, beschreibt ein weiterer Artikel von Min Xinpei Bureaucratic strategies of coping with strongman rule: How local officials survive in President Xi Jinping’s new order

https://www.prcleader.org/pei-bureaucratic-strategies




Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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