Wiedererwachen Europas?

Ich hatte meinen Neujahrsblues zur Entwicklung Europas, aber nun sehe ich einige Hoffnungszeichen, dass Europa sich erneuern könnte.

Zum einen Merkels Umschwenken zur Realpolitik und die Treffen mit Erdogan und Putin und nun die Libyenkonferenz, wobei die USA und Pompeo da nicht mehr abgewartet wird, sondern man selbst die Initiative in die Hand nimmt Eine Meisterleistung, auch wenn jetzt alle Schlechtmacher da mal wieder nur Kritik äussern. Wobei mir auch Heiko Maas gefällt. Bevor sich Europa nun in ein militärisches Abentuier reinstürzt und nun einen Wettbewerb lostritt, welcher Europäer als erster militärisch in Libyen unterwegs ist, erst einmal klar abzuwägen, ob man auch in Afrilka wllkommen ist angesichts Afrikakorps und britischer und französischer Kolonialgeschichte–eben auch die meiner Ansicht nach völlig richtige Überlegung da die AU einzubeziehen, wie schon bei der G5-Gruppe für den Sahel.

Zum zweiten die neue EU-Digitalstrategie. Erstmals, dass in Anlehnung an Xi Jin Ping  und Macron von Interntersouveränität in Sachen Europa die Rede ist. Zweitens die Forderung nun auch Künstliche Intelligenz und damit verwandte Technlogien wie Quantencomputer, Blockchaintechnologie zu fördern, damit der Technologiewettkampf des 21 Jahrhunderts nicht nur zwischen China und den USA entschieden wird.

Zum dritten das grüne Europa. Das Mondfahrtprojekt der grundlegenden klimaneutralen Umstrukturierung. Vielleicht zu ambitioniert und zu radikal gedacht, aber immerhin mal eine Zielrichtung.

Nun bin ich gespannt, ob diese ersten Ansätze des Erwachens Europas auch mit materiellen Resourcen und politischem Willen weiterverfolgt werden und nicht auf dem Stand von Sonntagsreden bleiben.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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