Grünes Russland und die Grüne EU-Chance für eine ökologische Zusammenarbeit? EU-Russland-Klimaschutzgipfel in Moskau?

Ich habe die Rede zur Nation Putins gelesen. lobte ihn, dass er Mitglied des Pariser Abkommens ist, anders als Trump oder Bolsanaro und sogar Karaganov entdeckt ein grünes Russland, Ökologie und Sibirien und die Datschen. Daher ist die Idee nicht tot. Aber es sollte ein klares Signal aus Russland geben. Und da die EU beschlossen hat, 2050 ein grünes Europa zu werden und die Grünen die entscheidende Macht in der nächsten deutschen Regierung sein werden, unterstützt dies diese Idee. Sasha Rahr, EU-Berater von Gazprom, Russlandexperte und Mitglied von Putins Valdai Club, hat bereits seinen Plan für eine ökologische Zusammenarbeit skizziert.

Natürlich gibt es Unterschiede, aber Russland sollte sich selbst erklären, was seine Vision von einem grünen Russland ist, was sie tun wollen und können, wie die EU sie unterstützen und eine Zusammenarbeit eingehen könnte und welche Interessen es hat. Wenn Russland seine Interessen an einem grünen Russland offen und aktiv definiert, ist es viel einfacher zu verstehen, wo die Potentiale und Grenzen einer solchen Zusammenarbeit liegen. Und die russische Angst, dass die Europäer keine russischen Karbone mehr kaufen, ist übertrieben. Bei den erneuerbaren Energien geht es hauptsächlich um Strom und nicht um Gas und Öl. Und das gesamte Transport- und Verkehrssystem kann nicht durch Elektrizität ersetzt werden, da die Deutschen oder die Europäer nicht die Elektrizitätspotentiale haben, da sie selbst die Stromleitungen von der Nordsee nach Süden nicht rechtzeitig bauen können (65oo Kilometer erforderlich , 650 gebaut im letzten Jahrzehnt). Und ohne Kohle und Kernenergie ist Elektromobilität nicht realisierbar.

Kurz gesagt: Dies wird lange dauern und Russland wird weiterhin Gas und Öl verkaufen. Es ist eine lange Übergangsphase, kein Schock wie das 100-tägige Privatisierungsprogramm unter dem US-Ökonomen Jeffrey Sachs unter Jelzin oder der Friday for Future Kids und Greta. Daher haben die EU, Deutschland und Russland genügend Zeit, um langfristig eine grüne EU und ein grünes Russland zu schaffen und ihre eigenen Interessen, Potenziale und Grenzen der Zusammenarbeit zu definieren. Sie müssen einen langfristigen Mittelweg für eine grüne EU und Russland finden . Nicht Shock and Awe- Schock und Furcht!

Ein positives Zeichen ist jedoch, dass nachdem der Chef des Thinktanks des russischen Aussenministeriums RIAC, Dr. Kortunov die Grünen mal als strategischen Partner Russlands andachte, der EU- Berater von Gazprom Dr. Alexander Rahr beim Valdai Club und darüber hinaus sich für eine ökologische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der EU einsetzte und ich auf RIAC dank Dr. Kulikovs eingeladen wurde, dies zu kommentieren und zu vertiefen nun inzwischen solche Hardliner wie Karaganov ein grünes Russland, wenngleich aufgrund seines Asian Picots mehr in Sibirien entdecken und Putin in seiner State of Union Address auch auf die Bedeutung des Pariser Klimaschutzabkommens betont hat, sowie auch er und zunehmende Teile der Eliten die Orientierung der EU auf eine Grüne EU, sowie die Wahrscheinlichkeit einer schwarz-grünen Koalition nach Merkel in Deutschland wie jetzt schon in Österreich wahrnehmen, nun den Vorschlag eines EU-Russlan-Klimaschutzgipfels n Moskau offeriert haben.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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