Covid, Geopolitik und die gesunde Welt – wie?

Nun, die geopolitischen Spiele werden fortgesetzt. Erste Annahme: Covid ist tödlich und kann Staaten, Volkswirtschaften und ihr Sozial- und Gesundheitssystem zum Zusammenbruch bringen. Unter dieser Annahme: Eine Welt, die kooperiert oder geopolitische „Spiele“, die die Hebelwirkung durch humanitäre Krisen und Katastrophen berechnen. Die sanktionierten Staaten werden versuchen, das Coronavirus zu verwenden, um die Sanktionen aufzuheben. Wir werden sehen, ob Trump oder die EU die Sanktionen für eine humanitäre gesunde Menschheit aufheben oder sie als Instrument für einen Regimewechsel oder für ein neues pro-westliches Abkommen nutzen werden. Nun, bereits unter Clinton / Albright hatten die USA Sanktionen gegen den Irak, 500 000 tote Zivilisten und Madeleine Albright erklärten: Wir haben ihn in der Box. Gleiches gilt für die Corona-Krise.

Und mehr noch: Alexander Rahr geht davon aus, dass China sein Monopol für die pharmazeutische Produktion nutzen wird, um Europa und die USA zu sanktionieren oder unter Druck zu setzen. Trump investierte gerade 8 Milliarden US-Dollar in die Impfstoffindustrie und wollte das führende Covid-Impfstoffunternehmen in Deutschland kaufen. Die Bundesregierung mischte sich ein. Wenn ein Staat jedoch einen anderen Staat und eine andere Gesellschaft durch Sanktionen gegen Impfstoffe und humanitäre Hilfe zum Zusammenbruch bringt, könnte dies eine neue Normalität für die Weltgesellschaft sein oder es werden neue Fronten entstehen. Wird China Taiwan Mitglied der WHO werden lassen, da es im Kampf gegen Covid führend ist und seine Academica Sinica nur einen Massentest entwickelt, oder wird die Ein-China-Politik dies verhindern? Wir werden sehen, ob Humanismus oder Nationalismus und Geopolitik vorherrschen.

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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