Militärkorps der Bundeswehr als Indikator außenpolitischer Beziehungen: Preußens Gloria zwischen Japan und Russland

Militärkorps der Bundeswehr als Indikator außenpolitischer Beziehungen: Preußens Gloria zwischen Japan und Russland

Das Musikkorps des Militärs ist auch ein politischer Botschafter des Friedens und seine Auftritte im Ausland auch ein Indikator dafür, wie gut die Beziehungen zwischen den jeweiligen Staaten sind. Hier das Stabsmusikkorps der Bundeswehr beim Japan Self-Defense Force Marching Festival 2019″, noch vor der Coronakrise. Gibt es ähnliches auch in China auf Einladung der VBA? Davon hat man bisher noch nichts gehört und auch im Internet finden sich keine deratigen Auftritte, insofern China überhaupt solche Militärmusikfestivals abhält und nicht mit eigenen Militärparaden wie zuletzt beim 70. Jahrestag protzt. Aber momentan darf ja nicht Mal die deutsche Fregatte Bayern in China anlegen,während sie aber frenetisch in Japan empfangen wurde.

Ein weiteres Dokument ist der Auftritt des Musikkorps der Bundeswehr mit Preußens „Gloria“ auf dem Roten Platz in Moskau in den 200ern. Damals waren die Beziehungen zwischen dem Westen, Deutschland und Russland noch exzellent, hatte Putin gerade seine Rede im deutschen Bundestag auf deutsch gehalten und war sein Freund Schröder noch Bundeskanzler .Da sah man es wohl nach, dass der ehemalige zweimalige Weltkriegsagressor und Frontstaat im Kalten Krieg nun auch mal in Moskau mit seinem Musikkorps einmarschieren durfte. Musik ist ja angeblich völkerverbindend und wer Lieder hat, kann ja angeblich kein schlechter Mensch sein und in dem Video werden ja auch nur die ganzen guten deutsch-russischen Beziehungen seit Peter dem und Katharina der Großen genannt, als hätte es die zwei Weltkriege mit den 20 Millionen gefallenen Sowjets und den Kalten Krieg nie gegeben Solche Auftritt gab es auch noch unter Merkel bis 2012, wenngleich nicht in Uniform, Marschformation , sondern brav stizend in zivilem Kammerorchesteranzug und weniger zackiger Musik. Nun seit der Krimannektion 2014 und dem neuen Kalten Krieg zwischen NATO und Moskau dürften solche Auftritte wohl weniger gewollt sein von den politischen Kräften beiderseits.

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