Neue nukleare Abschreckungsstrategie: The known unknown or the unknown unknown?

Neue nukleare Abschreckungsstrategie: The known unknown or the unknown unknown?

Auf die Frage, wie es denn nun mit einer neune nuklearen Abschreckungsstrategie der USA und NATO stehe, meinte General a.D. Hans Lothar Domroese:

„Nuklear Strategie ist schon in den Köpfen, aber man sollte und will nicht laut darüber nachdenken und reden.

China könnte in den nächsten 5 Jahren mit US gleich ziehen und dann mit Russland, wohlmöglich Iran und Nordkorea eine ausgesprochen üble Bedrohung darstellen.

Und dann noch Trump 2.0…

Und kaum / keine Rüstungskontroll Verträge „

Tja, wie dwar das noch mit de Spruch des ehemaligen US- Vertedigungsministeres Donald Rumsfel über die know knows , unknown knowns und die unknown unknowns?

Domroese meinte,die sei „in den Köpfen, man redet nur nicht darüber“. Scheinbar vorbei die Zeiten, als die USA und NATO scheinbar noch stolz und selbstgewiss offiziell sowas wie MAD oder Flexible response und auch einen griffigen Begriff dafür hatten, die ja dann  durch ihre Klarheit, Bestimmtheit und Definierbarkeit selbst wieder abschreckend wirkten. Wobei ich mit nicht klar bin, inwieweit die etwas scheinbar unter der Decke gehaltenen Diskussionen auch Ausdruck des von General Vads bemängelten „Strukturpazifismus“ einer Nichtatomwaffenmacht Deutschland in anderem Sinne sind. Die USA müssen globale Atomkriege strategisch denken, Deutschlands Vorstellungskraft und Mitsprache beschränkt sich bestenfalls regional (vielleicht dann noch nuklearer Iran) auf die vielgepriesene „nukleare Teilhabe“.

Der damalige US- Verteidigunsgminsiter Donald Rumsfels sprach einmal von the known kowns, the unknown knowns, the known unknowns und den unknown unknowns. Momentan wissen wir nicht, was da „in den Köpfen“ bezüglich atomarer Abschreckung faktisch vorhanden ist. Man kann aber ahnen oder sich zumindestens 3 Möglichkeiten ausmalen. Entweder hat man noch keine neue Nuklearstrategie und will das lieber verbergen, was dann allerdings verständlich ist, weil das brandgefährlich und geradezu eine Einladung wäre oder man hat eine und will die nicht so publik machen, um den Feind im Ungewissen zu halten, vielleicht auch um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen, da das 3.Nuclear Age eben wesentlich komplexer und instabiler ist (vgl.Schriften des CSBA „Rethinking Armaggedon- The Third Nuclear Age“und des verstorbenen Peter Pry über die nukleare Triade China-Russland-Nordkorea oder CRINK oder Micheal O Hannons „Integrated Deterrence“-siehe sein programmatisches Buch „Great Power Wars at Small stakes“) und dadurch schon durch eine gewisse Unberechenbarkeit auch wieder abzuschrecken (was aber auch misinterpretiert werden könnte und bestenfalls als strategic ambuigity gedeutet werden könnte).und selbst, wenn  die NATO eine Strategie hätte, ist die im Falle der Wahl Trumps auch nicht gültig, da dann der Commander in chief Trump  und dessen „Tageslaunen“ die wirkliche Strategie würden. Vielleicht könnte man das günstigstenfalls noch als grandiose Revitalisierung von Kissingers „Madmantheorie“ interpretieren, aber so wohl wäre keinem dabei. Das wären bestenfalls the known unknowns oder gar the unknown unknowns. Vielleicht mal wieder Stanley Kubricks „Dr.Strangelove-Als ich lernte die Bombe zu lieben“ anzusehen. Interessanterweise ist Nordkorea da nun mit seiner neuen Nuklearstrategie, die sich betont offensiv gibt klarer und bleibt abzuwarten, ob China und Rußland in dieser Richtung nachlegen, zudem solche Leute wie Karaganow ja auch eine neue Nukelarstrategie fordern und drt auch eine solche Diskussion läuft.

Zeitgleich zur MSC scheinen jetzt im Februar wieder die Steadfast Defender gleich nach Quadriga. Gestern noch die Bundestagsdebatte gesehen. Da behaupteten die SPDler , dass 2024 erstmals das 2%-Ziel erreicht worden sei, sogar 2,1%.Wird in den USA anders wahrgenommen-siehe Newsweek-Artikel. Was stimmt denn jetzt? Und wird das Trump.imponieren, wenn es nicht fest als Verteidigungshaushalt fixiert ist? Businesspeople lieben doch das benchmarking.

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