Putins Knaller“zur MSC: Nawalnys Tod- Eurasische Gesellschaft und Neue Ostpolitik: Neues unabhängiges Europa oder Eurasiansimus?

Putins Knaller“zur MSC: Nawalnys Tod- Eurasische Gesellschaft und Neue Ostpolitik: Neues unabhängiges Europa oder Eurasiansimus?

In der Diskussion um den Begriff „Konfrontative Sicherheit vor Rußland“ kritisierte ein China- Experte, USA- Kenner und Orientalist, die Frage, ob man sich nicht von einer Abhängigkeit bei LNG von Rußland hin zu den USA begeben und uns auch Trump das LNG abdrehen könnte, folgendes:

 „Derjenige, der angekündigt hat, die LNG-Gas Produktion zu drosseln, ist nicht Trump sondern Biden – natürlich aus Klimagründen, aber dahinter steht natürlich der Preisverfall durch Überproduktion mit dem Fracking.  Was Biden will (und sicherlich Trump auch), das ist Geld, nicht uns die Energie abdrehen. Gut wäre es aber trotzdem, Alternativen zu amerikanischem LNG-Gas zu haben, sonst gehen die Preise zu sehr nach oben.

Diversifizierung der Energieversorgung muss der Schlüssel sein, ganz anders, als man das die letzten 20 Jahre gemacht hat.

China und Russland auseinanderzudividieren, wird nicht einfach sein. Da müssten die USA dem einen oder anderen schon echte Angebote machen, und das scheint nicht absehbar. Solange da nichts sehr Überraschendes geschieht, wird die Achse Moskau-Peking halten, auch wenn manche Russland als die Tankstelle Chinas bezeichnen. Das ist ja ein bisschen albern. China benötigt Energie, das ist klar, aber die kauft es sich immer da, wo es billig ist. Und wenn wir unsere Preise hochgetrieben haben oder hochtreiben lassen, heißt das ja noch lange nicht, dass andere das gleiche Spiel treiben müssen. In solchen Aussagen schwingt vor allem Neid mit, und auch Verärgerung darüber, dass die Sanktionen nicht so wirken, wie die Europäer das gehofft haben. Die Welt ist komplizierter geworden, als sie das vor 30 Jahren war. Heute kann der Westen die Preise nicht mehr so einfach bestimmen wie früher – und deshalb kommt dieses Tankstellengerede auf. Natürlich müsste Russland mehr für eine moderne Industrialisierung des eigenen Landes tun – aber es hat sich immer über seinen Rohstoffreichtum finanzieren können und deshalb anders agiert als das rohstoffarme Deutschland.“

Ja, aber denkt Trump in solchen Kategorien?. Trump denkt doch da als möglicheBusiness-„Geoökomom“ nur in Kategorien einer Viertelsjahresbilanz (Quarter-capitalism)..Schnelle Erfolge, stellen sich nicht schnell ein wie erwünscht erfolgt wie bei „The Apprentice“:“You are fired“.Try a Error undder nächste bitte. Und beratungsresistent .Er meint zu wissen, wo es lang geht,Immer eskalieren, Maximaldruck und einen noch besseren Deal. Soll man ernsthaft erwaren,dass da auf neuer  Basis eine stabile Weltordnung, eine neue Stabilität einkehrt, wenn diese aus Putins. Xis, Trumps und Orbans Sicht alles störenden  scheisswerteliberalen Demokratenund und Menschenrechts-NGOs weg sind? Dream on. Mal besser, Lenins Imperialismuskritik an Kautskys „Ultraimperialismus“ lesen. Die Frage ist eben, ob dieser homo oeconomicus mit funktionaler Rationlität, die nur die Wirtschaft kennt, auch augf Ideologen oder Narzisten zutrifft.Denn durchaus möglich,dass der „Businessman“ Trump wie Putin die Welt ständig in Krisen stürzen will, um dann noch bessere Deals rauszuholen. Ob es da eine Obergrenze gibt und Grad der Saturierung? Zumal  gibt es kein pacta unter servanda, Vertragstreue, Interesse an stabilen Beziehungen, sondern die Welt soll mal ordentlich und ständig in Krisen gestürzt und  „durchgeschüttelt“ werden,um MAGA und,Russia First irgendwie und dann immer mehrzu bekommen. In diesem Fall der supplier of international insecurity sind solche  Annahmen drollig naiv wie Annalenas Berufung auf irgendwelches Völkerrecht oder (Wirtschafts-) Vertragstreue.Aber egal, welche Position man bei der Einschätzung Trumps oder Putin,es ist falsch, sich von einer LNG- Abhängigkeit in eine andere zu geben, sondern zu diversifizieren. Mut Katar hat man das ja neben den USA schon versucht

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Nach Trumps Knaller zur MSC, nur noch zahlungswillige Verbündete zu verteidigen, nun Putins „Knaller“- nicht auf dem Balkan mit Vuvic oder im Baltikum, sondern eben Nawalnys Tod. Baerbock: Nawalny stand für das freie Russland. Lettland, Selensky und Strack-Zimmermann::Verbrechen und Mord, was es ja wahrscheinlich auch war.. Genau das will Putin ja zeigen: Das freie Russland ist tot. Eher bedroht einen Putin ein Prigoschonfaschist als ein demokratischer Nawalny, der scheinbar so übermütig war zu glauben, man könne einen regime change aus Putins Knästen heraus anleiten und sich narzisstisch selbst in die Höhle des Löwens begeben hat. Für die einen ein Symbol der Freiheit, aber Putin will zeigen: Ein Symbol der Machtlosigkeit und Ohnmächtigkeit, dem außer Empörung nichts groß folgen kann..

Vorerst Empörung der Europäer, Sicherheitsabkommen von Scholz und Macron mit der Ukraine, die aber keine Sicherheitsgarantien oder NATO-Verteidigungsklausel sein können, sondern nur mehr Waffen unverbindlich zusagen, aber auch nicht verbindlich, Merz bringt jetzt wieder die Taurus ins Spiel. Das freie Russland ist tot und jetzt will Putin zeigen, dass Selensky und die Ukraine als nächstes dran ist und Biden das wegen Trump und den Repsen nicht verhindern kann und die Europäer nur etwas bremsen können.

Vor diesem Hintergrund hat nun der ehemalige Putin-Bekannte und Gazprom- Berater Alexander Rahr im Rahmen der Eurasischen Gesellschaft mit EX- General Kujat eine Veranstaltung abgehalten, die unter folgendem Link als Video ansehbar ist:

Vortrag von General a. D. Harald Kujat in Berlin über Ukraine-Krieg und den geopolitischen Wandel

Kujat mit Rahr bei der Eurasischen Gesellschaft. Europäisierung des Krieges (klingt ähnlich wie Vietnamisierung des Vietnamkriegs unter Nixon in der Endphase) und neues unabhängiges Europa. Auch kein Patt, sondern Putin gewinnt und die Ukraine am Verlieren. Daher Plädoyer für einen Neue Ostpolitik eines unabhängigen Europas.

Noch nicht ganz klar ist, worunter man Kujats Option einordnen soll. Als Neues unabhängiges Europa oder dieses nur als Zwischenschritt zur Option Eurasiansimus ala STRATFOR-Friedman, Brzezinski und  Emmanuel Todd oder wie beim ersten Interview mit Rahr  Wirtschaftsraum von Lissabon bis Shanghai/Wladiwostok. Abet  Cohabitation und Harmel 2.0 (Kujat/Vad), würde aber die Weiterexistenz der NATO bedeuten, auch unter Trump. Putin will aber die USA aus Europa drängen und wie in seiner sogenannten Friedensrede vor dem Bundestag in Berlin 2001, dass sich Wirtschaft, Resourcen-und Verteidigungspotentiale Europas mit denen Rußlands vereinigen. Also nicht nur eurasischen Wirtschaftsraum in dem sich deutsches Kapital und Technologie mit Rohstoffen verbinden, sondern eben auch ein eurasisches Militärbündnis, aller Wahrscheinlichkeit dann gegen die USA und mit Rußland als stärkster Militär- und Atommacht. Desweiteren will Putin wie andere rechte Kulturkämpfer eine „Neue Aufklärung“, eine sogenannt wertekonservative Renaissance ohne Gewaltenteilung, Menschen- oder Minderheitenrechte oder gar Liberalismus und Demokratie, wie dies auch mittels Yakunins Dialogue of Civilizations versucht wurde. Kurz: Das von den USA abgespaltene Europa oder Deutschland dann als militärisch wehrlose Kolonie oder Hilfstruppe, bestenfalls junior parner Russlands und Chinas, ohne Demokratie und mit Marionettendiktatur-Statthaltern Höcke-AfD oder Wagenknecht. Also nicht Cohabitation oder friedliche Koexistenz zweier Wertesysteme.

Ex-General Vad meinte noch zum Vortrag von Ex- General Kujat bei der Euraischen Gesellschaft Rahrs:

„Eine Europäisierung des Ukrainekrieges könnte in der Tat auf uns zukommen. Hoffe, dass wir da politisch nicht allein weitermachen, sondern – wie am Hindukusch, wo auch angeblich Deutschland verteidigt wurde – mit den USA das Thema in Verhandlungen – auf der Basis der von RUS geschaffenen militärischen Fakten und der US-Ukrainischen Wirtschaftsdeals – lösen.“

Das klingt zynisch, ist aber besser als grüne Nibelungentreue, die uns massiv wirtschaftlich beschädigt.“

Siehe auch noch als Lesetip:

INTERVIEW MIT ALEXANDER RAHR: NEUE OSTPOLITIK-“ RUSSLAND UND WESTEN BRAUCHEN COHABITATION!““GEMEINSAMER WIRTSCHAFTSRAUM VON LISSABON BIS SCHANGHAI“

Interview mit Alexander Rahr: Neue Ostpolitik-“ Russland und Westen brauchen Cohabitation!““Gemeinsamer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Schanghai“ – Global Review (global-review.info)

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