„Ende der grünen Hegemonie“ und „Ende der Wokeness“-Trendwende zur unwoken AfD-Diktatur, Kriegstüchtigkeit for a „protracted war“ und zu „Neuen modernen Wikingern“?

„Ende der grünen Hegemonie“ und „Ende der Wokeness“-Trendwende zur unwoken AfD-Diktatur, Kriegstüchtigkeit for a „protracted war“ und zu „Neuen modernen Wikingern“?

Nachdem bei der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernsts der von Annalena Baerbock in deiner Laudatio gepriesene Ministerpräsident Daniel Günther aus dem schwarz-grün regierten Habeckstammland Schleswig- Holstein im von Wüst schwarz- grün- regierten NRW ein Plädoyer für eine Union/Grünenregierung als demokratische Brandmauer pries , danach auch Merz sich offen zeigte, zumal Jens Spahn bei Maybrit Illner in Runde mit AfD- Storck, Wagenknecht und Kevin Kühnert zwar „physische Gewalt“ bei illegaler Grenzüberschreitun befürwortete , jedoch andeutete, dass er sich im Ernstfall, auch ein CDU-Wagenknecht- Bündnis gegen eine AfD vorstellen könnte, gibt in der letzten Zeit aber auch  immer mehr Artikel und Berichte, wonach nun scheinbar ein „Ende der grünen Hegemonie“ und ein „Ende der Wokeness“ gekommen sei. Exemplarisch hierfür etwa der schwarz- grün regierten NRW- Ruhrpott- Blos „Ruhrbarone“:

„Die grünen Fesseln lösen sich. Es ist Zeit für Optimismus und Zukunftsglauben. Legen wir los!

24. November 2023 | Stefan Laurin 

Reste eines Plakats der Grünen 2021 Foto: Laurin


Die Zeit der grünen Hegemonie ist vorbei. Neuer Optimismus statt der alten Angst sind nun angesagt.

Liest man den Artikel von Bernd Ulrich, dem stellvertretenden Chefredakteur der Zeit, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, hat man das Gefühl, als ob hier jemand stellvertretend für ein ganzes Milieu, dessen Zentralorgan das Hamburger Wochenblatt ist, die weiße Fahne hisst: Ulrich rät den Grünen, die Ampel zu verlassen: „Finanzpolitisch wäre mit dem Ende der Ampel viel gewonnen, klimapolitisch wenig bis nichts verloren, personalpolitisch gäbe es Fortschritte und die für dieses Land nicht unwichtigen Grünen könnten auf neue Weise zu sich kommen und Wege aus der Zumutungslosigkeitsideologie ausprobieren.“ Was Ulrich den Grünen und Bundeskanzler Olaf Scholz vorwirft, ist, dass die Grünen nie ehrlich waren, wenn es darum ging, den Bürgern zu sagen, welche Opfer die ökologische Transformation erfordert, und dass Scholz immer dagegen gewesen sei, sie den Menschen zuzumuten: „Die Ideologie der Zumutungslosigkeit wird von den Menschen gerade in der Ökologie nicht geglaubt, weswegen die Grünen, denen das Thema wirklich wichtig ist, mehr als alle anderen stets im Verdacht stehen, den Menschen mehr abverlangen zu wollen, als sie öffentlich zugeben. Obendrein stimmt das auch noch.“

Was Ulrich verkennt: Ohne die Legende des ökologischen Umbaus der Gesellschaft ohne Opfer wäre nicht nur der Aufstieg der Grünen als Partei, sondern auch der des grünen Denkens, das fast alle Parteien übernahmen, zur hegemonialen Ideologie der Bundesrepublik undenkbar gewesen. Es war das Gebäudeenergiegesetz (GEG), erdacht von Habecks damaligem Staatssekretär Patrick Graichen, das diese Illusion zerstörte. Die Menschen rechneten nach und stellten mit Erschrecken fest, wie teuer der Umbau der Heizungssysteme für sie wird, egal ob Hausbesitzer oder Mieter. Und ihnen wurde auch klar, dass die Umsetzung des GEG nicht nur am Mangel an Monteuren und Wärmepumpen scheitern würde, sondern dass es reine Ideologie war, bei dem das Klima nur eine Nebenrolle spielte: Der Weiterbetrieb der im Frühjahr abgeschalteten drei Reaktoren hätte beim aktuellen Strommix mit 450 Gramm CO2 je Kilowattstunde 12,8 Millionen Tonnen CO2 im Jahr eingespart. Die Wärmewende mit ihrer Bevorzugung der Wärmepumpen sollte dagegen bis 2030 nur 10,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Dass auch die Verkehrswende vor allem Nachteile bringen würde, war schon vorher jedem klar, der einmal nachrechnete, wie lange der Weg zur Arbeit dauern würde, wenn er statt auf das Auto auf die Bahn nimmt – falls er überhaupt in der Nähe einer Bahnverbindung wohnt. Ulrichs Text zeigt, dass die Grünen Politik vor allem für die Ulrichs des Landes machten: Gutverdienende Akademiker in den besseren Vierteln der großen Städte, für die Verzicht keine Frage des Müssens, sondern eine des Lebensstils ist.

Noch vor einem Jahr erklärten Grüne in Gesprächen selbstsicher, dass die Hegemonie ihrer Politik und Kultur nicht nur den Erfolg der eigenen Partei beflügeln würde, sondern alle demokratischen Parteien zum Ergrünen bringen würde. Dafür gab es sogar ein historisches Beispiel: Nach der Gründung der Bundesrepublik wurden auch CDU und FDP mehr oder weniger sozialdemokratisch und zu Varianten der SPD. Nach einer kurzen, in ihrer Bedeutung für Deutschland überschätzten Phase des „Neoliberalismus“, die ab Mitte der 90er Jahre gut zehn Jahre anhielt, wurden dann die Grünen für alle anderen zu Role Models. Alles, wofür die Grünen eintraten, war nicht nur en vogue, sie schienen den einzigen gangbaren Weg in die Zukunft zu kennen: Erneuerbare Energien statt Kohle, Gas und Atom, eine offene multikulturelle Gesellschaft, in der Minderheiten endlich gehört werden, dazu natürlich ein Umbau der Landwirtschaft, der Ernährung, vieler Verhaltensweisen und der Arbeit.

Den neuen Menschen, der da geschaffen werden sollte, beschrieb der Soziologe Andreas Reckwitz in seinem Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“: Menschen, die nicht einfach nach Wohlstand streben, sondern nach einem besseren Leben, für die Konsum eine Möglichkeit ist, das eigene Verantwortungsbewusstsein mit dem Wunsch nach Abgrenzung zu verbinden: Manufactum statt Ikea, der teure Wein von dem Winzer, den man regelmäßig besucht, statt der Kiste Bier aus dem Getränkemarkt, und eine Arbeit, bei der es vor allem um Sinn gehen soll und das Geld, dessen Vorhandensein in mehr als ausreichende Menge vorausgesetzt wurde, keine entscheidende Rolle spielen sollte: Am besten etwas mit Kultur, Medien oder Wissenschaft und idealerweise weltweit vernetzt.

Man fühlte sich den Anywheres zugehörig, die angeblich überall auf der Welt Zuhause waren, nicht den Somewheres, die beruflich und privat an einen Ort gebunden waren. Natürlich war das alles eine Illusion, wie es überhaupt erschreckend war, dass Reckwitz seine Ausführungen ernst und nicht ironisch meinte: Für kaum jemanden aus dieser Schicht gab es tatsächlich die Möglichkeit, auch im Ausland zu arbeiten. Auf jemanden, der Teil der Kulturverwaltung in Neuss, Berlin oder Jena ist, warteten keine spannenden Aufgaben in New York, Tokio oder Rio de Janeiro, sondern höchstens die Fahrt mit dem Lastenfahrrad zum nächsten Biosupermarkt.

Besonders groß war die Arroganz dieses Milieus gegenüber der Arbeiterklasse. Der Zeit-Literaturchef Adam Soboczynski schrieb 2018: „Es gibt sie natürlich nach wie vor, aber sie sind unsichtbar. Keine satisfaktionsfähige Serie zeigt ihren Alltag (eher kommt eine krasse 4-Blocks-Unterschicht ins Bild), kein Werbespot würde sie zum Handlungsträger machen, niemand in meiner Akademikerschicht sieht sie noch als über die Dienstleistung hinausgehenden Bezugspunkt oder gar als Vorbild, nach dem man sein Leben ausrichtet. Sie sind nicht arm, sie sind nur unbedeutend und out.“ Das neue, grüne Zeitalter war natürlich postindustriell. Wohlstand war kein Thema mehr, erklärte Reckwitz 2017 in der Zeit: „Das Politische in der Spätmoderne kreist nicht mehr um Verteilungsfragen, sondern stark um kulturelle Fragen.“

„Das war natürlich Unsinn: Der Luxus, sich über Kulturfragen Gedanken machen zu können, wurde in Deutschland damals von einer seinerzeit noch boomenden Exportindustrie und ihren Beschäftigten erwirtschaftet. Niedrige Energiepreise sorgten dafür, dass die Wohnung warm und die Fahrt zur Arbeit oder der Wochenendausflug bezahlbar war. Die ideologisch grüne Transformationspolitik, die ja schon von Bundeskanzlerin Angela Merkel spätestens seit dem Doppelausstieg aus Kohle und Kernkraft betrieben wurde, sorgte durch steigende Energiepreise dafür, dass diese Basis des Wohlstandes zunehmend zerstört wurde. Der Überfall Russlands auf die Ukraine sorgte dann in der Folge für eine weitere, rasante Preissteigerung. So etwas kann ein Land durchstehen, wenn klar ist, dass es sich um eine Phase handelt, die vorübergeht. Krisen kommen vor. Aber mit dem GEG wurde den Menschen klar, dass die Zeiten nicht wieder besser werden, egal wie sich der Krieg entwickelt. Wäre den Menschen bewusst, wie sich die längst beschlossenen CO2-Steigerungen auswirken werden, würde das die Stimmung noch einmal deutlich drücken.

Ulrich hat Recht, Grüne Politik bedeutet ein Mehr an Zumutungen. Und das nicht nur im wirtschaftlichen Bereich: Durch die Politik der offenen Grenzen werden vor allem preiswerte Wohnungen knapp. Und es werden auch keine neuen günstigen Wohnungen mehr entstehen, denn Bauen wird auch durch die gestiegenen Energiepreise nie mehr günstig sein. Die vergangenen Wochen, in denen es in zahlreichen Städten zu antisemitischen Hassdemonstrationen kam, die vor allem von Zuwanderern mit arabischem Hintergrund ausgingen, dürften vielen die Illusion eines friedlichen und freundschaftlichen Zusammenlebens genommen haben. Der Soziologe Aladin El-Mafaalani sieht sogar das Ende des gesellschaftlichen Zusammenhalts: „Wenn man sich damit beschäftigt, was früher den gesellschaftlichen Zusammenhalt erzeugt hat, den Kitt der Gesellschaft, dann waren das im Schwerpunkt keine Werte.“ In der Entstehungszeit der liberalen Demokratien sei klar gewesen, dass die Bevölkerung eine gemeinsame Geschichte hatte, oft auch eine gemeinsame ethnische Herkunft, kulturelle oder nationale Traditionen, die sie verbanden, oder auch ähnliche religiöse Bekenntnisse, eine gewisse Ordnung, was Männer oder Frauen machen, und was die richtige Sexualität sei. Nicht auf alle Staaten hätten alle Punkte zugetroffen, aber doch immer mehrere von ihnen. „Das alles haben die Menschen weitgehend geteilt, auch wenn es immer schon emanzipatorische Bewegungen gab, Menschen, die dagegen waren, aber man hatte eine ganz große gemeinsame Basis.“ Die habe gesellschaftlichen Zusammenhalt erzeugt und viele verschiedene Konfliktfelder beruhigt. „Alles, was ich beschrieben habe“, sagt El-Mafaalani mit Blick auf die modernen westlichen Gesellschaften, „trägt heute nicht mehr. Wir können nicht mehr sagen, dass wir eine gemeinsame ethnische Herkunft, ein gemeinsames religiöses Bekenntnis oder auch nur tragfähige kulturelle oder nationale Traditionen oder ein klares Geschlechterverhältnis haben.“ Alles, was er aufgezählt hat, sei heute weitgehend durch emanzipatorische Bewegungen bekämpft worden: „Das, was einen Großteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts erzeugt hat, wurde durch Liberalisierung und Emanzipation abgeschwächt.“ Dazu muss man wohl, was El-Mafaalani nicht sagt, auch die Offenheit für Zuwanderung zählen. Und auch der letzte Kitt bröckelt.

Das Versprechen früher wäre gewesen: „Wir sind eine Wachstumsgesellschaft und am Wachstum werden alle teilhaben.“ Das war ein Zukunftsversprechen, das zurzeit immer weniger gelten würde. Für die Gesellschaft sei das ein Problem: „Wir haben kaum noch vergangenheits- und zukunftsorientierte Bindekräfte.“ Nach den langen Jahren der Hegemonie grünen Denkens, der in seinem Gefolge sich ausbreitenden postmodernen Theorien, die den Westen und die Aufklärung denunzierten und zu einem Kulturrelativismus führten, für den das Individuum, die Menschenrechte und die Naturwissenschaften nichts anderes mehr waren als Konstrukte einer bösartigen Bande Weißer, geschaffen, um die Welt auszubeuten und zu unterdrücken, muss nun die Frage beantwortet werden, wie die Trümmer dieser Ära beseitigt werden. Der erste Schritt wird in einer Selbstvergewisserung bestehen müssen: Die europäische Kultur, geprägt durch Christentum und Aufklärung mit Wurzeln in der griechischen und römischen Antike und Impulsen aus dem Judentum, ist nicht der Paria auf dieser Welt. Sie hat fast alle bedeutenden Erfindungen hervorgebracht, dazu den Rechtsstaat, die moderne Medizin, die Demokratie und den Kapitalismus. Bewegungen wie den Nationalsozialismus hat sie unter großen Opfern und der allzu oft vergessenen Hilfe von Menschen aus den damaligen Kolonien erfolgreich niederbekämpft. Es gibt viele Gründe für den Westen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Gründe zu glauben, er sei strukturell bösartiger und grausamer als andere Gesellschaften gibt es nicht.

Dann muss sich unsere Gesellschaft fragen, wie sie leben will. Die Antwort darauf ist, folgt man den Umfragen, einfach: frei, sicher und im Wohlstand in einer Umwelt, die nicht vom Untergang bedroht ist. Folgt man dem Soziologen Steffen Mau, einem der Autoren des Buches „Triggerpunkte“, ist die Gesellschaft in Deutschland nicht polarisiert; die meisten Menschen sind gegenüber Minderheiten tolerant und aufgeschlossen und leugnen nicht den Klimawandel. „Die Einstellungen zu Armut und Reichtum, zu sexueller Diversität, zur Migrations- und zur Klimafrage driften nicht auseinander“, sagte Mau im Gespräch mit dem Spiegel. Allerdings würden sich bei allem ökologischen Umbau die Menschen vor allem mit einem geringen Einkommen fragen: „Kann ich mir das leisten?“ Bis zum Urteil des Verfassungsgerichts zur Finanzierung des „Klima- und Transformationsfonds“ wollte die Ampel diese Frage mit Schulden beantworten. Künftige Generationen hätten dann für die Bewahrung des sozialen Friedens gezahlt. Dieser Weg ist nun zum Glück versperrt.

Pragmatismus ist gefragt, nicht das ideologische Denken, für das die Grünen und ihre Anhänger stehen, die zu Andersdenkenden, wie die Zeit berichtete, weniger Kontakte haben als muslimische Zuwanderer. Ulrich hat es gut erkannt: Die Zeit der Seinigen ist vorbei. Bei der Energiegewinnung wird das Land auf Technik und nicht auf Verzicht und den Wunderglauben an ausreichenden günstigen Strom aus Wind und Sonnenkraft setzen. Es wird eine Renaissance der Kernenergie geben; es muss mehr naturwissenschaftliche Forschung geben, auch in Bereichen wie Kern- und Gentechnik. Und es muss ein Konsens hergestellt und durchgesetzt werden, was das Zusammenleben mit Zuwanderern betrifft: Mit wem will man zusammenleben, und welche Anpassungen erwartet man? Die Frage ist nicht ethnisch zu beantworten, sondern politisch und kulturell: Wer vom Kalifat träumt, Jagd auf Juden macht und diese Gesellschaft und ihre Regeln verabscheut, wer von Freiheit, Demokratie und Aufklärung nichts hält, hat in diesem Land nichts zu suchen. Warum sollte man zu den schon vorhandenen radikalen Idioten, die Deutschland traditionell in großer Zahl hervorgebracht hat, noch zusätzliche importieren?

Globale Probleme wie der Klimawandel müssen global und mit modernen Technologien gelöst werden. Die Menschen des globalen Südens sind, was ihre Erwartungen an das Leben betrifft, nicht anders als die des Westens: Wohlstand, Sicherheit, eine gute Zukunft für die Kinder, eine schöne Wohnung, iPhone und ein Auto – die Wunschzettel unterscheiden sich nicht großartig. Das Ziel muss sein, die Wünsche wahr werden zu lassen. In den vergangenen 200 Jahren wurden durch den politischen, technischen und wirtschaftlichen Fortschritt die Wünsche von Milliarden Menschen wahr. Nie war die Armut geringer als heute. Die grüne Ideologie war eine Ideologie der Angst. Die grünen Fesseln lösen sich. Es ist Zeit für Zukunftsglauben, Optimismus und Tatendrang.  Legen wir los.

Die grünen Fesseln lösen sich. Es ist Zeit für Optimismus und Zukunftsglauben. Legen wir los! | Ruhrbarone

Vor allem die Bauernproteste richten sich nun gegen die Grünen, nicht nur gegen deren Landwirtschaftsminister Özdemir. Es geht nicht mehr nur um die Dieselsubventionen, inzischen wollen die Bauern auch die Grünen aus der Regierung oder die gesamte Ampel weg. Und deren Zorn richtet sich nun auch gegen alles, was für grün gehalten wird, neuerdings auch gegen Anne Engelke, die sich jetzt wie Habeck als Kinderbuchautor*in versucht:

„Bauern außer sich: Anke Engelke bringt mit neuem Kinderbuch Landwirte gegen sich auf

Stand:18.02.2024, 07:16 Uhr

Von: Diane Kofer

Komikerin Anke Engelke hat den Kinderbuch-Klassiker „Die Häschenschule“ neu aufbereitet. Doch ihre Vegan-Version kommt bei Landwirten gar nicht gut an.

Anke Engelke guckt geschockt.

Komikerin Anke Engelke hat den Kinderbuch-Klassiker „Die Häschenschule“ neu aufbereitet. Doch ihre Vegan-Version kommt bei Landwirten gar nicht gut an. © Imago/ Panama Pictures

München – Anke Engelke (58) gehört zu den bekanntesten Comedians Deutschlands. Doch neben Projekten wie „LOL – Last One Laughing“ hat sie gerade erst ein Werk für die kleinsten Fans fertiggestellt: Die Entertainerin hat das Kinderbuch „Die Häschenschule“ neu erzählt – und wollte eine moderne Version schaffen. Doch der Schuss ist offenbar nach hinten losgegangen, denn das Buch sorgt bei den deutschen Landwirten für Entrüstung.

Wegen Anke Engelkes Kinderbuch: Bauern gehen auf die Barrikaden

Anke Engelke verfolgt den Plan, alte Kinderbücher nicht zu verbieten, sondern zu modernisieren. Ihre Neuinterpretation der „Häschenschule“ stößt jedoch auf Kritik. Darin ist der Fuchs kein natürlicher Feind der Hasen, sondern als Veganer komplett ungefährlich. Das „Problem“ daran – es gibt einen anderen, nahezu unbezwingbaren Gegner: die Bauern. Dünger, Pestizide, Mähdrescher – die Landwirtschaft wird in dem Buch als gefährlich und umweltschädlich dargestellt.

Für viele Bauern geht das gar nicht. So schießt beispielsweise das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt gegen die Autorin – und kritisiert die Darstellungen in dem Buch. Auf Amazon, wo „Die neue Häschenschule“ zu erwerben ist, äußern Leser ebenfalls ihren Unmut. „Ohne Fachkenntnisse Landwirte zu diffamieren, ist einfach nur schwach. Bauern vergiften die Umwelt, Jäger schießen süße Tiere tot und Mähdrescher sind gefährliches Teufelszeug. Dadurch wird der Stadt-Land-Konflikt weiter befeuert!“, urteilt jemand. „Völlig falsch dargestelltes Bild des Bauers. Was soll das?“, beschwert sich ein weiterer Käufer.

Kritik an Darstellung von Bauern: So reagiert Anke Engelke

Der Comedystar betont, dass die Idee, Häschen und Fuchs zu Freunden werden zu lassen, die Bitte vom Verlag mit sich brachte, für einen anderen Feind zu sorgen. „Dem Team vom Verlag war wichtig, dass es auch in der neuen Version einen Konflikt oder eine Gefahr gibt“, erklärt sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Also haben wir entschieden, die frische Freundschaft von Hase und Fuchs ins Gefahrenzentrum zu packen. Der Schrecken ist jetzt eine große Mähmaschine“, schildert sie.

Die Absicht, die Bauern schlechtzureden oder den Kindern gar den Gedanken zu nehmen, „dass es schön wäre, später Bauer zu werden“, habe sie aber nie gehabt. „Den Menschen zum Buhmann zu machen, das musste ich für die Geschichte in Kauf nehmen“, gesteht sie. Die 58-Jährige hat grundsätzlich kein Problem damit, sich Fehler einzugestehen. So rechnete Anke Engelke vor einiger Zeit mit einer eigenen beliebten Kultfigur abVerwendete Quellen: Amazon.de, Süddeutsche Zeitung, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt.

Anke Engelke bringt mit neuem Kinderbuch Landwirte gegen sich auf (merkur.de)

Vielleicht hatte sie einen Workshop bei Peta oder Kinderbuchautor Robert, der sich laut Annalena mit Hühnern und Schweinen auskennt. Engelke mochte ich immer gerne. Klasse immer in ihrer  TV- Sendung in den 90ern und 2000ern  ihre Parodien etwa von der esoterischen Hippiefrauen oder der schwarzen VIVA-Moderatorin oder anderen Archetypen der Gesellschaft und der Medien-ähnlich wie damals Switch, das heute angeblich auch „nicht mehr zeitgemäß“ wäre. Das fanden da selbst die so karikaturenhaft dargestellten und parodierten Leute selber lustig und sah man das noch nicht so fürchterlich woke und politisch korrekt. .Jetzt aber im Zeitalter der Wokeness macht Engelke lauter Rückzieher und entschuldigt sich ständig. Und jetzt sorgt sie auch noch für Bauernproteste, die sich jetzt nicht nur gegen die Grünen richten, sondern gegen alles was für „grün“ gehalten wird.

Nach etlichen Drohungen, Anfeindungen in soziale Netzwerken oder auch auf Veranstaltungen, radikalen Bauern, die schon mal Habecks Fähre stürmen wollten(wobei unklar blieb, was sie dann mit ihm anstellen wollten) zumal ja selbst die Gewerkschaft der Polizei nun die Radikalisierung und zunehmende Gewalttätigkeit der Bauernproteste festgestellt ha, die AfD dafür Verständnis äußert und Wagenknecht meinte Habeck solle nicht so empfindlich sein, ihn eher als Schlappschwanz und Mimose, der nichts verträgt wie etwa ein angeblich starker Mann wie Putin oder starke Frau wie sie, ja auch die Grünen nun wie andere Politiker Polizeischutz anfordern, versuchen sie sich nun zu wehren, wobei es scheint, dass da auch wieder übertrieben wird.

„6000 Euro Strafe

Bayer verspottet Grüne auf Plakaten – Polizei durchsucht sein Haus

Gestern, 18.02.2024 | 21:10

Ricarda Lang spricht zum Politischen Aschermittwoch auf einer Grünen-Veranstaltung in Schorndorf.

Christoph Schmidt/dpa

Ein Unternehmer aus Bayern hat sich mit Spott-Plakaten über Grünen-Chefin Ricarda Lang und Wirtschaftsminister Robert Habeck lustig gemacht. Die Polizei rückte zur Hausdurchsuchung an.

Michael Much ist Unternehmer und in Gmund am Tegernsee in Bayern wohnhaft. Dort, direkt vor seiner Haustür, hing er im September 2023 nach eigenen Angaben Plakate auf, auf denen er Kritik an der Politik von vier Grünen-Politikern äußerte.

Unter anderem habe Much auf seinen Spott-Plakaten die Aussage des Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) zitiert, dass „Unternehmen nicht insolvent [gehen], sondern nur [zu] produzieren [aufhören]“, berichtet die „Bild“ . Darunter habe gestanden: „Kann [Habeck] überhaupt bis drei zählen?“

Auch über die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang, den grünen Bundesernährungsminister Cem Özdemir und die grüne Bundesaußenminister Annalena Baerbock habe sich Much in ähnlicher Weise lustig gemacht.

Polizei durchsuchte Muchs Haus

Kurz darauf, am 25. Oktober, sei die Polizei zu Much gekommen und habe dessen Haus nach Beweismaterialien durchsucht. Da Much schnell zugegeben habe, die Plakate selbst aufgehängt zu haben, habe ihm die Staatsanwaltschaft München II wegen Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens 6000 Euro Strafe auferlegt.

Am 21. März wird der Fall vor dem Amtsgericht in Miesbach verhandelt.

Grüne greifen hart gegen Beleidigungen durch

Erst kürzlich hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck einen Bayer verklagt, der ihn auf sozialen Medien mit einem „Vollpfosten“ verglichen hatte.

Der Mann habe Habeck mit seiner Handlung „in seiner Ehre herabgesetzt“, stellte die Staatsanwaltschaft Wunsiedel fest und sprach ihm eine hohe Geldstrafe auf.

Bayer verspottet Grüne mit Plakaten – Polizei durchsucht sein Haus – FOCUS online

 Da scheinen ja die Nerven blank zu liege. Bei Drohungen, Galgen, deftigen und vulgären Beleidigungen oder wie bei Renate Künast verstehe ich das ja. Auch bei solchen Posts, in denen Ricarda Lang als fette Sau in einem Schlammbad dargestellt wird. Da gibt es nichts zu diskutieren.

Aber „Vollpfosten“ und „Das Übel an der Wurzel packen“ ist doch noch recht normale Polemik und „Wir machen alles platt“ müsste doch auch noch im Rahmen des Erlaubten sein, zumal es ja auch einen gewissen Wahrheitskern hat. Interessant, dass das die Staatsanwaltschaft (in Bayern?) wirklich verfolgt. Was wohl, wenn er.es als Satire ausgegeben und Jan Böhmermann geheißen hätte? Naja, Böhmermann hat ja auch gleich gegen den Imker geklagt, aber verloren.

Aber soweit ich gehört habe, kann man ja auch schon eine heftige Geldstrafe bekommen, wenn man jemandem beim Autofahren den Vogel oder Mittelfinger zeigt. Scheinbar ist heute schon vieles justiziabel, was früher noch als normal hingenommen wurde. Fraglich, ob das eine gute Entwicklung ist. Wird auch alle bestätigen, die meinen man lebe in einem Land, wo man nichts mehr sagen darf, in einer DDR-Diktatur oder so ähnlich. Wobei gegen Söders Vergleiche einer Grünenministerin mit der DDR- Diktatur da keiner Strafanzeige stellt Nun gut, kann man das von bayerischen Behörden verlangen?  Jedenfalls scheint man jetzt wieder so zu überziehen, dass das wahrscheinlich auch wieder. Trotzreaktionen und weitere Polarisierung und Radikalisierung auslösen wird.

Dass es auch anders geht zeigt folgendes Beispiel: Jetzt schlägt mal ein Imker den Böhmermann mit seinen eigenen Waffen: Der Satire..Gibt scheinbar noch bessere Satiriker als den selbsternannten ZDF Royal Emperor und der Kaiser steht nun nackt ohne Kleider da. Nach Green washing nun Bee washing.

„SIEG IM HONIGSTREIT: Imker darf mit Böhmermann werben

  • AKTUALISIERT AM 08.02.2024-15:42

Jan Böhmermann zog in seiner Show über den Imker Rico Heinzig her. Der wehrte sich mit satirischer Werbung. Die wollte der ZDF-Moderator verbieten lassen. Damit ist Böhmermann gescheitert, der Imker genießt Kunstfreiheit.


Der sächsische Bio-Imker Rico Heinzig darf unter bestimmten Umständen mit dem Konterfei und Namen von Jan Böhmermann für seinen Honig werben. Eine Klage des ZDF-Moderators auf Unterlassung wies das Landgericht Dresden am Donnerstag zurück. Die Richterin Heike Kremz begründete die Entscheidung damit, dass das satirische Vorgehen des Bienenzüchters nicht die Persönlichkeitsrechte des Fernsehmoderators verletze. Zwar stehe Böhmermann grundsätzlich das Recht am eigenen Bild zu. Bildnisse dürften jedoch auch „ohne Einwilligung veröffentlicht werden, wenn sie dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen sind und berechtigte Interessen des Abgebildeten nicht verletzt werden“, hieß es.

Dies sei bei Böhmermanns Sendung und den darin aufgegriffenen Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit der Fall. Die darauf abzielende öffentliche Satire des Imkers sei berechtigt, weil sie an ein aktuelles gesellschaftliches Ereignis und Thema anknüpfe. Das Werbeplakat für den Bio-Honig sei als satirische Werbung erkennbar, sagte Kremz. Es beziehe sich auf humorvolle Art auf eine Ausgabe des „ZDF Magazin Royale“, das Böhmermann moderiert.

Dort hatte er den Meißener Bio-Imker öffentlich angeprangert. Er warf Heinzig – ohne diesem Stellungnahmemöglichkeit zu geben – unseriöses „Bee­washing“ vor. Als Reaktion hatte der Bienenzüchter den „Beewashing Honey“ herausgebracht und mit einem Foto und dem Namen von Böhmermann vermarktet, verbunden mit dem Slogan: „Führender Bienen- und Käferexperte empfiehlt“. Heinzig wies dies als Satire aus und berief sich auf die Kunstfreiheit. Inzwischen hat er den „Böhmermann-Honig“ vom Markt genommen.

Das Urteil berücksichtigt laut Kremz zudem, dass auch dem beklagten Kleinunternehmer das vom Grundgesetz geschützte Recht der freien Meinungsäußerung zusteht und er das Informationsinteresse der Allgemeinheit bedient habe. Das Gericht habe im Rahmen der Abwägung das Schutzinteresse des prominenten Fernsehmoderators nicht höher bewertet als „die schutzwürdigen Belange der Bio-Imkerei“, sagte die Richterin.

Sollte das Urteil rechtskräftig werden, muss Böhmermann die Kosten des Verfahrens tragen. Berufung zum Oberlandesgericht Dresden ist möglich. Der Streitwert des Verfahrens war auf 15.000 Euro festgelegt worden. Weder Heinzig und sein Anwalt noch Böhmermann und sein Verteidiger erschienen zur Urteilsverkündung.

Imker darf mit Jan Böhmermann für Honig werben: Satire und Kunstfreiheit (faz.net)

Ja, das findet der woke Zappel-Phillip dann recht unwoke und hätte es am liebsten gecancelt.

Empfehlenswerter Artikel in diesem Zusammenhang  in der Jungle World, der auch die Frage der woken Cancel Culture durch Grüne und die identitäre Linke (gibt es auch bei der Identitäten Rechten) sehr gut auf den Punkt bringt. Wobei man da noch gemischter Ansicht sein kann, ob einer Frau die Tür aufhalten sexistisch ist. Dürfte auch von letzteren unterschiedlich bewertet und gewichtet werden. Wobei die JW meint, die Identitäten seien viel zu machtlos, um das in der Gesellschaft durchbringen zu können mit ihren Blockwart-Awareness-Teams.Es erklärt aber auch den Backlash und die Reaktionen darauf.

„08.02.2024

Rücksichtsloses Verhalten wird ­gerne mit revolutionärem Impetus gerechtfertigt

Verteidigung der Lüge

Ein Generationenbruch geht oftmals mit dem Kampf gegen alther­gebrachte Gepflogenheiten einher. Grundsätze eines respektvollen und freundlichen Umgangs miteinander im Namen revolutionärer Umbrüche zu verwerfen, ist hingegen wenig progressiv.

Von

Markus Liske

»Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist« – ein markiges, aber keineswegs antideutsch intendiertes Zitat, ganz im Gegenteil. Es stammt aus Johann Wolfgang Goethes Alterswerk, dem größtenteils zwischen 1825 und seinem Todesjahr 1832 geschriebenen zweiten Teil von »Faust«, und soll nicht etwa das Deutsche oder die Deutschen verspotten, sondern vielmehr Höflichkeit für undeutsch erklären.

Der so denkt, ist ein Bakkalaureus (heute: Bachelor), und gerichtet ist der Satz an Mephistopheles, den er für seinen alten Lehrer Faust hält. Der greise Idealist Goethe skizziert in diesem Bakkalaureus den burschenschaftlichen Jungakademikertypus jener Jahre, dessen revolutionärer Impetus der Traum vom deutschen Nationalstaat ist und der schon 1817 auf dem Wartburgfest in einer zwar eher symbolischen, aber dennoch zünftigen Bücherverbrennung Werke wie Saul Aschers »Die Germanomanie« mit drohenden Worten den Flammen übergab: »Wehe über die Juden, so da festhalten an ihrem Juden­thum und wollen über unser Volksthum und Deutschthum spotten und schmähen!«

Noch verhasster als die Juden ist den Volks- und Deutschtümelnden allerdings alles Französische, und Höflichkeit (hier schließt sich der Kreis) wird mit Frankreich assoziiert. Zugleich ist es die Wortherkunft vom »Höfischen«, die die jungen Leute dagegen einnimmt. Schließlich sind sie nicht nur Nationalisten, sondern auch Republikaner und als solche einer zwar nicht neuen, aber als neu empfundenen Idee verpflichtet, die so groß und edel ist, dass für freundlichen Umgang mit ihren nun als blind erkannten Lehrern nicht nur kein Raum bleibt, sondern derlei tradierte Verhaltensweisen selbst zum Teil des Problems erklärt werden.

Die Feministinnen der siebziger Jahre hatten selbstverständlich recht, die Konvention, dass Männer Frauen die Tür aufhalten sollen, als sexistisch und paternalistisch zu brandmarken. Skurril erscheint jedoch, dass dieses Thema noch heute in Internetforen heiß debattiert wird.

Unabhängig von konkreten politischen Zielvorstellungen ist diese auch formale Abkehr vom Althergebrachten ein wiederkehrendes Muster generationeller Konflikte. Man findet sie bei den Lebensreformern und angehenden Revolutionären in der Spätphase des deutschen Kaiserreichs ebenso wie bei jungen Anarchisten und Kommunisten der zwanziger Jahre, den aufstrebenden Nationalsozialisten oder den revoltierenden Studenten von 1968.

Der Bruch mit der politischen Ideenwelt der Vorgeborenen geht anscheinend geradezu zwangsläufig auch mit der Ablehnung dessen einher, was diese für »gutes Benehmen« erachten. Nur dass das Höfische am Höflichen im 20. Jahrhundert an Relevanz verlor und der als einengend empfundene Verhaltenskodex fortan als ein bürgerlicher identifiziert wurde. Der Effekt ­allerdings war stets derselbe, wie Theodor W. Adorno in seinen »Minima ­Moralia« ausführt: »Der Höfliche läuft Gefahr, für den Unhöflichen zu gelten, weil er von der Höflichkeit wie von ­einem überholten Vorrecht noch Gebrauch macht.«

Bemerkenswert an diesem wiederkehrenden Prozess ist zum einen, dass sich der Furor der jeweils neuen Generation hier an Regeln abarbeitet, die keinen Gesetzesrang und somit auch keine direkte Repressionsmacht haben. Zum anderen, dass dabei nicht zwischen teils wirklich grotesken Etiketteregularien für Kleidung oder Tischsitten (oft fälschlicherweise dem Aufklärer Adolph Knigge zugeschrieben) und banalen Umgangsformen unterschieden wird, in welchen Höflichkeit sich letztlich als bloßes Synonym von Freundlichkeit und gegenseitigem Respekt offenbart: die Nachbarn grüßen, sich nicht vordrängeln, niemandem ins Gesicht husten und so weiter.

Wobei manchmal die Grenzen verschwimmen können. So hatten die Feministinnen der siebziger Jahre selbstverständlich recht, die Konvention, dass Männer Frauen die Tür aufhalten sollen, als sexistisch und paternalistisch zu brandmarken. Skurril erscheint jedoch, dass dieses Thema noch heute in Internetforen heiß debattiert wird, ­obwohl doch freundliches Türaufhalten längst nicht mehr an geschlechtliche Rollenzuschreibungen gekoppelt ist und die einzig denkbare Alternative dazu die Welt mit Sicherheit nicht zu einem besseren Ort machen würde.

Ginge es hier bloß darum, seinen Mitmenschen achtsamer zu begegnen, könnte man »awareness« als bloße Neuinterpretation von Höflichkeit und Taktgefühl begreifen.

In den meisten Fällen ist es allerdings weitgehend ungefährlich, wenn sich die Vorstellung von höflichem Umgang miteinander verändert. Ob man sich nun zu Begrüßung und Verabschiedung eher die Hand gibt oder selbst flüchtige Bekanntschaften gleich umarmt, ist letztlich gleichgültig, weil beide Gesten im Kern dasselbe aussagen – auch wenn mancher beklagen mag, dass die einstmals für den freundschaftlichen Umgang reservierte Umarmung durch ihre inflationäre Anwendung im bloß freundlichen (also höflichen) Kontext an Bedeutung verloren hat.

Problematisch wird die Transformation von Umgangsformen erst dann, wenn in ihr der aus dem Universalismus der Aufklärung erwachsene Grundsatz verlorengeht, dass alle Menschen gleich seien und somit auch denselben Respekt verdienen. Wenn beispielsweise aus der Ablehnung überkommener Umgangsformen ein neues, noch beengenderes Regularium geschaffen wird, dem zumindest innerhalb bestimmter Kreise ein obligatorischer Charakter verliehen wird, der ent­sprechend exekutiert werden muss.

Hierfür gibt es aus jüngerer Zeit zahlreiche Beispiele, die der an den Univer­sitäten schon länger vorherrschenden Identitätspolitik zuzuordnen sind. Die oftmals erkenntnisreiche analytische Dekonstruktion überkommener Theorien, Kategorien und Begrifflichkeiten wird dabei ideologisch überformt, um Handlungsmuster für einen besseren und gerechteren Umgang der Menschen miteinander zu generieren. Das Ergebnis ist die unbedingte Forderung nach »political correctness« in Wort und Tat, der etwas seltsam Protestantisches anhaftet, nämlich in dem Sinne, dass der Mensch im Diesseits allzeit gut zu sein habe, weil es ja keinen Sünden­erlass durch Beichte gibt.

Das wäre weniger problematisch, wenn es denn bei Umgangsformen unter Gleichgesinnten bliebe. Selbst so bizarr der ursprünglichen Intention entgegenlaufende Ansätze wie die manisch immer weiter ausdifferenzierte Kategorisierung von Menschen nach Phänotyp, Geschlechtlichkeit oder Diskriminierungserfahrung und die damit einhergehende Zuteilung von unterschiedlichen Ansprüchen auf Rücksichtnahme oder Rederecht ließen sich freundlich be­lächeln, blieben sie gruppenintern. Als der alte Goethe noch ein junger Stürmer und Dränger war, sollen er und seine Kollegen sich untereinander gern mit einem deftigen »Kerl!« begrüßt haben, weil »ein ­ganzer Kerl« zu sein ihrem chauvinistischen Selbst­bild entsprach. Zweifellos aber hätten sie Außenstehende nie so angesprochen.

Schwierig wird es, wenn spezielle Umgangsformen auf ideologischer Basis zu einem Normenkatalog gefügt werden, der anstrebt für alle verbindlich zu sein. Darin ist die Durchsetzung mit repressiven Mitteln bereits intendiert. So könnte man »awareness«, ginge es hier bloß darum, seinen Mitmenschen achtsamer zu begegnen, als bloße Neuinterpretation von Höflichkeit und Taktgefühl begreifen.

Doch die individuelle Auslegbarkeit, die diesen alten Begrifflich­keiten heutzutage innewohnt, wird aufgehoben, wenn man »Awareness-Teams« bildet, die über eventuelle Verstöße wachen sollen und unter dem Stichwort »Mikroaggressionen« selbst »Blicke, Gesten, Körperhaltung« für objektiv interpretierbar erklärt, wie es im Awareness-Konzept von »Ende ­Gelände« zu lesen ist. Denn, wenn ein Blick bereits ein »Angriff« sein und »Verletzungen« auslösen kann und sich das beauftragte Team zudem dogmatisch der (zumindest möglicherweise auch neurotisch begründeten) Per­spek­tive des »Opfers«, verpflichtet fühlt, sich aber dennoch »Täteransprache« anmaßt, ist kein sinnvoller Austausch über wünschenswerte Umgangsformen mehr möglich. Eine Verteidigung (»Ich hab nur böse geguckt, weil du mich vorhin angerempelt hast.«) ist bei dieser Herangehensweise ja ausgeschlossen. »Takt ist eine Differenzbestimmung«, schreibt Adorno. »Er besteht in wissenden Abweichungen.«

Das Potential zu einem Sozialkreditsystem nach chinesischem Vorbild ist der mit unerschütterlicher Selbstgewissheit gepaarten Lust am Kate­gorisieren, Kontrollieren und Regulieren zweifellos inhärent.

So ärgerlich nun aber die sicher gut gemeinten, aber in ihrer oft kontraproduktiven Konsequenz nie zu Ende gedachten identitätspolitischen Ansätze für vorgeblich sensiblere Umgangsformen zuweilen auch sein mögen und so virulent sie sich zuletzt insbesondere im Bereich der Sprache zeigten – das spezifische akademische ­Milieu ist bisher glücklicherweise nicht in der Lage, seine Theorien in größerem Rahmen repressiv durchzusetzen.

Ein Sozialkreditsystem nach chinesischem Vorbild, bei dem »korrektes« Verhalten mit Punkten belohnt beziehungsweise inkorrektes durch Punktentzug bestraft wird und das Gesamt-Rating schließlich über Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder Kreditwürdigkeit entscheidet, steht also erst mal nicht zu befürchten.

Das Potential hierzu ist der mit unerschütterlicher Selbstgewissheit gepaarten Lust am Kate­gorisieren, Kontrollieren und Regulieren indes zweifellos inhärent, und ­zuweilen zeigt das identitätspolitische Lager durchaus Bereitschaft, seine ­Irrungen und Wirrungen nicht nur mittels (ziemlich unhöflicher) ideologischer Ignoranz gegen kritische Argumente zu verteidigen, sondern auch mal in aggressiverer Form vorzubringen, wie derzeit beispielsweise den ­israelbezogenen Antisemitismus postkolonialer Theorien.

Als Goethes zu absoluter Wahrheit strebender Bakkalaureus dem als Faust getarnten Mephistopheles zum

jungle.world – Verteidigung der Lüge

Wobei die Jungle Wolrd etwas die Wirkung der Wokeness und Cancelkultur etwas unterschätzt. In Kulturzeit auf 3 Sat war auch ein Beitrag über Cancelkultur an Universitäten. Eingeladen war Professorin Schröter vom Frankfurter Institut für Globalen Islamismus, die allein deswegen schon heftig als Islamophobie und rassistisch angegriffen wurde von islamophilen Linken und gerade ihr neues Buch zum Kulturkampf und Cancelkultur vorstellte. Zudem war sie ja auch bei der umstrittenen Veranstaltung mit Boris Palmer, der da einen unsäglichen Nazivergleich brachte, von dem sich dann auch Schröter distanzierte. Die Frage war, ob es Cancelkultur an den Unis gebe. Erstens, dass es das doch früher bei Apo, RAF oder Seminarstörungen auch gegeben hätte.

Ob es sich nicht um eine kleine, radikale Minderheit handele, die ohnehin nichts bewirke, eher das Gegenteil als unintended effect und ob es damit überhaupt eine Cancelkultur an den Unis gebe oder das nicht künstlich aufgeblasen werde. Schröter unterschied da zwischen verbeamteten Professoren, die nichts zu befürchten hätten, wobei es da auch Opportunisten gebe (Me Too wurde nicht erwähnt) und, Akademikern mit befristeten Zeitverträgen, die da viel zu befürchten hätten, wenn sie sich mit diesen Aktivisten anlegten, auch schon bei der etwaigen Themenwahl oder bei Vorlesungen oder Publikationen. Die meisten fürchteten die Konfrontation  und passten sich da in vorauseilendem Gehorsam und mit Schere im Kopf dann an. 

Nichts desto trotz sehen die Grünen bei sich keinen Fehler, verweisen auf Neueintritte, geben sich zweckoptimistisch und sehen sich als die einzige Kraft der Veränderung:

„Katrin Göring-Eckardt

Hass gegen Grüne: „Meine Partei steht eben wie keine andere für Veränderung“

Gestern, 18.02.2024 | 13:45

Katrin Göring-Eckardt verteidigt Partei als Vorreiter für Veränderung

Am Rande von Veranstaltungen der Grünen kommt es derzeit häufig zu Protesten. In einem Interview spricht die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt darüber, warum ihre Partei gerade so viel von dem Ärger abbekommt und warum sie dennoch zuversichtlich ist.

Beim politischen Aschermittwoch im baden-württembergischen Schorndorf behinderten Störer diese Woche die Abreise der Grünen-Bundesvorsitzenden Ricarda Lang und riefen „Hau ab!“.

In Biberach wurde eine geplante Veranstaltung mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und anderen prominenten Grünen kurzfristig wegen Sicherheitsbedenken abgesagt, nachdem eine Demonstration aus dem Ruder gelaufen und ein Misthaufen vor die Treppen zur Stadthalle gekippt worden war. Warum bekommen gerade die Grünen so viel ab von dem Ärger? 

„Ein ernstes Problem für unsere Demokratie“

„Meine Partei steht eben wie keine andere für Veränderung. Und die ist immer schwer, vor allem, wenn sie konkret wird und es um einen selbst geht“, sagt die grüne Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt in einem Interview mit dem „Stern“ .

Auch die ständigen verbalen Attacken aus dem Lager der CDU/CSU stören Göring-Eckardt. „Leider hatte die Union nichts Schlechteres zu tun, als Bündnisgrüne zum Hauptgegner zu erklären.“ Jüngstes Beispiel waren die Aussagen von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, der Bundesumweltministerin Steffi Lemke mit Margot Honecker verglich. Dennoch will sie dies nicht als Hauptgrund für die vielen Demonstrationen gegen ihre Partei hernehmen.

Göring-Eckhardt gibt sich dennoch zuversichtlich

Angesprochen auf die Proteste in Biberach betont die Bundestagsvizepräsidentin: „Wenn das zunimmt, dass politische Veranstaltungen nur noch unter erhöhtem Polizeischutz stattfinden können, dann ist das ein ernstes Problem für unsere Demokratie.“ Deshalb wünsche sie sich mehr „Besonnenheit“ und weniger „Scharfmacherei.“

Trotz der aktuell schwierigen Lage für die Grünen gibt sich Göring-Eckhardt zuversichtlich. „Wir haben gerade sehr viele Neueintritte. Und die Leute trauen sich am familiären Kaffeetisch auch wieder zu sagen, dass sie grün wählen wollen.“ Ob sich dies bestätigen wird, werden spätestens die drei Landtagswahlen in Ostdeutschland in diesem Jahr zeigen.

Hass gegen Grüne: „Meine Partei steht eben wie keine andere für Veränderung“ – FOCUS online

So eine Argumentationsfigur bei den Grünen, die als Assoziationskette recht symptomatisch ist: Grüne-Veränderung-Energie und Kraft der Zukunft-Jugend, klingt futuristisch und nach Red/Green Bull und Energydrink, alles andere reaktionär-rechts-undemokratisch-veränderungsunwillig- alt-kraftlos, schlapp, dement, Burnout- Vergangenheit- Ewiggestrigen, auf den Müllhaufen der Geschichte. Mal abgesehen, dass das an dem sonst beklagten Altersrassismus nicht einmal mehr vorbeigeschrammt, wird dies desto beherzter so propagandistisch rausposaunt.

Erinnert auch an die frühere Linke, die in „progressive“ oder „reaktionäre“ Kräft, Revolution und Konterrevolution (Reform galt da schon als Teil der Konterrevolution und umgekehrt) unterteilt, wenngleich noch in den traditionell marxistischen Kategorien Lohnarbeit/Kapital oder „bürgerlich/proletarisch, die nun Sahra Wagenknecht wieder versucht zu revitalisieren. Nachdem die Arbeiterklasse ja dann schon bei Lenin als „verbürgerlicht“ kritisiert wurde, da die an der  Oktoberrevolution und dem totalitären Kommunismus keinen Gefallen fand und die Revolution in Europa und den USA ausblieb,  schwenkte die Kömintern auch erst mal in Richtung nationale Berfreiungsbewegungen in den Kolonien als schwächste Glieder des Imperialismus bei der späteren Neuen Linken galt die Arbeiterklasse dann ebenso als „priviligiert und reaktionär“ und sie suchte man die Verbündeten in den „nationalen Befreiungsbewegungen der 3.Welt“,  sah den Gegensatz „Metropolen/Peripherie“, doch kam da die nächste Desillusion,  als die nationalen Befreiungsbewegungen dann von Pol Pot bis Mao oder Mugabe samt Saddam als neue korrupte Despoten herausstellten und klar wurde, das es eben nicht alles CIA-Propaganda war. Ein (kleinerer) Teil der Linken wurde dann radikal prowestlich, radikaldemokratisch bis hin zu  nibelungentreu proisraelisch oder proamerikanisch, unterstütze auch den Neocon-Krieg Bush jrs.2003, gerät aber nun mit Netanjahus Rechtsregierung samt „Justizputsch“ gegen die Demokratie und  israelischen Faschisten wie Smotrich oder Klerikalfaschisten wie Ben Gvir an Bord sowie Trump nun auch an ihre Grenzen. Der andere Teil der ökologischen, postkolonialen, postmodernen woken Genderfeminist*innen entdeckt statt 3.Welt und „Verdammte dieser Erde“(Fannon) jetzt den Global South (der scheinbar von China, den BRICS bis Eritrea und Somalia als angeblich gemeinsam vom Westen als angry white man unterdrückter einheitlicher Block recht reicht) , hinzu die Identitätspolitik der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts, wobei sich traditioneller Feminismus ala Schwarzer und neuer Feminismus ala Judith Butler heute auch als verfeindete Lager gegenüberstehen. Aber schon vor Judith Butler war. der Übergang mit der Tripple oppression erkennbar (Rasse, Geschlecht,3.Welt).Hat ja einen gewissen wahren Kern, aber wird halt falsch in dieser dogmatischen Verabsolutierung und lässt dann auch politische Orientierung und Klasse wieder rausfallen, auch das white privilige“ mehr an Hautfarbe  etwa.

Aber zurück zu den Grünen, wobei die als deutscher Sonderweg weltweit gelten müssen ,da es nirgendswo weltweit eine derart starke seperate einzelne Partei in dieser Richtung gibt , was eben auch spezielles  Produkt des Nationalsozialismus  und der deutschen Romantik ist. Das sieht man auch an der Spaltung von FFF International und FFF Deutschland. Greta auf Seiten der Hamas, Luise Neubauer mehr auf Seiten Israels, wenngleich das Mitglied der Grünen Jugend  auch Bedenken gegen ein Blutbad im Gaza hat wie ihre Chefin Annalena Baerbock.. Greta auf Seiten des Global South, mehr internationalistisch und (konter-) revolutionär- Luise orientierte jetzt auf die deutschen Gewerkschaften (Arbeiterklasse darf man ja nicht mehr sagen) und will mehr kleine, konkrete, nationale Reformschritte wie etwa jetzt beim ÖPNV erkämpfen und keine abstrakten plakativen Klimaschutzparolen mehr nachdem die Grünen so einen Backlash und Gegenorkan ernten.

Doch das ist eben auch Folge sich als alleinige Zukunft und Jugend und alternativlose Kraft der Veränderung zu begreifen, die andere Optionen und Alternativen zu einer Veränderung auch von dem Grad, der Geschwindigkeit einfach kulturrevolutionär nach Maos Motto „Das Alte zerstören, das Neue schaffen“ als reaktionär, undemokratisch und ewiggestrig denunziert und alles im Hauruck-und Schnellgerichtsverfahren, zumal oft recht planlos  und kompetenzlos und nicht graduell durchpeitschen will.Es kommt eben darauf an, was konkret die Veränderung ist und ob die so alternativlos ist, wie die Grünen behaupten.Veränderung der Veränderung wegen als Selbstzweck ist eben auch so eine sinnentleerte Formel.

Der deutsche grüne Sonderweg ist auch keine EInbildung: Zwar gab es schon den Club of Rome und „Die Grenzen des Wachstums“, Green Peace, aber richtig eine eigene Partei, dazu auch noch bis zu 24% sind die Grünen nur in Deutschland geworden. Zwar gibt es noch Grüne in Frankreich und den USA gibt – offenbar nach deutschem Vorbild gegründet. Ein echter Exportschlager ist das allerdings nicht, denn die bleiben doch auf sehr wenige Prozent (oder Promille?) beschränkt. Die Grünen in den USA hat Ralph Nader, der als Verbraucherschutz-Erfinder gilt( beginnend mit Sicherheitsgurt im Auto und Knautschzone bis er auch andere Themen entdeckte).gegründet, aber chancenlos. Michael Moore kandidierte damals auch für die Partei, wunderte sich aber, dass die Republikaner ihnen bei der Bewilligung von Veranstaltungsorten und townhall meetings auffallend behilflich waren, scheinbar auch Wahlspenden gaben. Kein Wunder-kostete die Grünen vor allem den Demokraten Stimmen und in seinem Buch „Angry White man“ bejammert Micheal Moore dann rückblickend , dass die Grünen Bush je. eine zweite Amtszeit bescherten. Was für Trottel.

Die französischen Grünen gehen vor allem auf den Roten Mai 68 „Danny“ Cohn-Behndit zurück, der auch den deutsch-frz. Sender ARTE mitiniitierte. Merkt man bis heute, dass die Redaktion von den Alt68ern gestellt wurde-auch bei den Themen.

Als ich in den 80ern an der LMU Sinologie studierte, hatten wir auch eine taiwanesische Lehrerin, die meinte, so eine Partei wie die Grünen brauche man auch in Taiwan wegen des Umweltschutzes. Scheinbar noch viel Schwerindustrie von Tschiangs 5 Jahresplänen wie in Deutschland im Ruhrpott in den 60er und 70er Jahren, bis die Grünen in den 80ern in den Bundestag wegen Waldsterben, verschmutztem Rhein , saurem Regen, etc. aufkamen bevor dann die Elektro- und Computerindustrie Acer u.a.) zu boomen begann. Aber bis heute gibt es Taiwan keine richtige grüne Partei, hat eher die DDP dies versucht zu integrieren, und in China wie in Rußland werden Umweltschützer- NGOs gleich weggeräumt und lässt man eine grüne, wie auch sonstige Parteigründung erst gar nicht zu.

Jedenfalls sehen nun neben den Ruhrbaronen, die ein „Ende der grünen Hegemonie“ entdecken wollen, nun auch andere erste Anzeichen für ein „Ende der Wokeness“. Scheinbar nu auch in den Öffentlichen- Rechtlichen. Wokes ARD versus unwokes ZDF?

„Umstrittene Filme an Ostern: ZDF zeigt sie trotzdem

Stand:19.02.2024, 04:58 Uhr

Zur Primetime zeigt das ZDF an Ostersonntag „Das Traumschiff“, doch wie sieht das restliche Feiertagsprogramm aus? Die Wahl des Senders könnte Kritik auslösen.

Mainz – An Feiertagen zeigen TV-Sender nicht das übliche Fernsehprogramm: Es wird gerne nach erfolgreichen Blockbustern oder Klassikern gegriffen, um auf diesem Wege die Quotenkämpfe zu gewinnen. Auch für die kommenden Ostertage haben die Sender ihre Programmplanung geändert – und da fällt auf, dass das ZDF eine Kultfilmreihe zeigen möchte, von der andere Sender, wie zum Beispiel die ARD, Abstand genommen hat.

ZDF hofft mit „Winnetou“ auf erfolgreiche Oster-Quoten

Mit dem „Bergdoktor“ feiert das ZDF immer wieder Quotenerfolge: für die Feiertage greift der öffentlich-rechtliche Sender dennoch zu einer anderen Programmplanung. Es sollen nämlich ein paar Klassiker gezeigt werden, obwohl diese in der Vergangenheit immer wieder für Kritik sorgten.

Die Rede ist von der bis heute sehr beliebten „Winnetou“-Reihe. In Bezug auf die Filme sind in jüngster Vergangenheit immer wieder Vorwürfe der kulturellen Aneignung und des Rassismus laut geworden. Die ARD zeigt die Karl-May-Verfilmungen nicht mehr, das ZDF aber schon und hofft, sich damit an den Ostertagen im Quotenkampf behaupten zu können.

Das ZDF zeigt zu Ostern alle drei „Winnetou“-Filme

Beginnen soll die Ausstrahlung mit „Winnetou 1. Teil“ an Karfreitag (29. März 2024) um 11:30 Uhr. Zwei Tage später, am Ostersonntag (31. März 2024), legt ZDF den zweiten Film um 10:15 Uhr nach und der finale Teil wird am Ostermontag (1. April 2024) um 11:00 Uhr ausgestrahlt.

Doch neben der Kultfilmreihe zeigt das ZDF während der Feiertage noch andere Erfolgsgaranten: darunter „Das Traumschiff“ mit Schlagerlegende Florian Silbereisen (42) als Kapitän Max Parger. Der TV-Dampfer macht sich zur Primetime am Ostersonntag auf den Weg nach Phuket, Thailand. Verwendete Quellen: ZDF-Presseportal, t-online.de

Umstrittene Filme an Ostern: ZDF zeigt sie trotzdem

„Umstrittene Filme“ ist gut. Eigentlich ist es ja nur Winnetou.  Ein befreundeter Professor meinte dazu noch:

„Vielleicht hofft die ARD ja ein jüngeres Publikum anzusprechen, das sowieso nicht mehr weiß, wer Winnetou sein soll, während das ZDF die Älteren unter uns gewinnen möchte?

Allerdings bin ich gespannt, wie die Strategie der ARD für die Jüngeren aussieht. Wird nicht ganz einfach schätze ich.“

Was interessant ist, dass das ARD ja im Gegensatz zum ZDF all diese Mittags- und Nachmittagsserien hat wie Rote Rosen , Sturm der Liebe bis Unter uns-Die jungen Ärzte, wobei um diese Uhrzeit doch nur Rentner Zeit haben, da der Rest arbeiten oder studieren muss, ja, selbst Schule heutzutage ganz wöchentlichen Nachmittagsunterricht hat. Oder wird das dann in der Mediathek nachgeholt. Bleibt die Frage, wer sich das dann ansieht, zumal die Hartzler und Arbeitslosen doch eher RTL2 -Hartz aber herzlich, Hartz-rot-gold, Die Auswanderer, Deutschland ganz arm, Die Geissens, jetzt auch die jungen Geissen-Töchter mit Opa als eigener Serie, Die Wollnys oder sowas sehen und für nicht so reiche ,wenngleich auch nicht prekarisierte Jüngere es Berlin bei Tag und Nacht oder Köln (irgendeine Postleitzahl -als Kontrast zum früheren Beverly Hill Postleitzahl als Nobelyuppie-Addresse).Dann auf Pro Sieben seit Jahrzehnten Die Simpsons Big Bang Theory und auf anderen Kanälen frühere US-Serien wie Friends, aber auch nicht so richtig jung und auch mehr wohl Nostalgie für älter gewordene Junge wie auch die ganzen 90er,2000er Revivals. Netflix und Amazon überblicke ich nicht-zumal endlose Staffeln, wo man ein halbes Leben bis zur Rente oder biologischen Exitus bräuchte, um das alles zu sehen

Zumindestens ist interessant, dass bei Rote Rosen und Sturm der Liebe scheinbar seit geraumer Zeit auch jüngere Schauspieler und auch etwas divers auftauchen, speziell eine zwar nicht schwarze sexy Beauty samt ihrer Liebesgeschichten auftaucht, mit leicht braunem Teint, der keine Solarbräune ist, die da so die Anchorwoman für Junge zu sein scheint. Dann noch diese Jungarztserie, wo es nur noch weibliche Chefärzte gibt mit Ausnahme eines bösen intriganten angry white man als Chefarzt, ein wenig wie die US- Jungarztserie „Scrubs-Die Anfänger“, aber mal wieder teutonisch ernst und ohne Humor oder erzählerische Gedanken im Off. Das ZDF hat nicht diese Nachmittagsserien, bestenfalls für Rentnerinnen Rosamunde Pilcher und Uta Danella und das Jugendlichste, was es gibt ist Florian Silbereisen auf dem Traumschiff mit Helene-Fischerfaktor, zumal mit in den Medien großangekündigter erster Sexszene, die sich als Reinbeten einer Frau an der Tür mit Badetuch um die Hüften und dann Schnitt entpuppte und gar keine war. Und nun Winnetou im ZDF, ja wohl auch beste falls altgewordene Babyboomer als Zielgruppe. Gen Z dürfte das nicht interessieren.

Beim Tatort vor allem Mittelälterliche wie  die auch die älter geworden frühere Musikjugendsendermoderatorin von VIVA TV Heike Makatsch als Kommisarinnen, aber auch zwei junge Kommisarinnen als Duo-nebst dem älteren legendären Herrenduo des Münchner oder Münster-Tatorts samt Jan Lieferts.

Zumal Gen Z ja auch eher  auf YouTube und, Socialmedia-Influencer*innenkanälen rumschwirren

Also für ein Ende der Wokeness mag das Zeigen von 3 Winnetou-Filmen im ZDF an Ostern als Heldentat unwoker Konservativer und Beweis noch nicht taugen, aber im Focus sieht Janna Enstahler auch andere untrügliche Zeichen für ein „Ende der Wokeness“, vor allem in Teilbereichen wie beim Gendern und dem Männlichkeitsbild, wenngleich die Autorin scheinbar in Sachen Wokeness bei Ernährung geschäftliche Interessen bin Sachen Veganterum vertritt und wohl auch nicht so sehr die Klimaschutz der Grünen zu  einen scheint, die sich ja auch mit den Zielen der EU großteils deckt.

Gastbeitrag von Janna Ensthaler

Woker Irrweg: „Ich hoffe auf eine Zeit, in der Männer wieder Männer sein dürfen“

Gestern, 18.02.2024 | 11:13

Gastautorin Janna Ensthaler fordert Rückkehr zu alten Werten

Lange stand die Woke-Bewegung für Offenheit und Toleranz. Unsere Gastautorin schreibt, warum das ursprüngliche Ziel aus ihrer Sicht verfehlt wurde und meint, das „unsägliche Gendern“ sei bald Vergangenheit.

Wer Ricky Gervais’ aktuelles Netflix-Standup „Armageddon“ noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen. Gervais läuft 60 Minuten lang zur Höchstform auf und es gibt kaum eine Gruppe, die er nicht aufs Korn nimmt – egal ob Flüchtlinge, Dicke, Schwule oder Frauen: Alle bekommen ihr Fett weg.

Doch das wirklich Bemerkenswerte an „Armageddon“ geschah erst einige Monate nach der Veröffentlichung. Es waren keine Demonstrationen vor dem Netflix-Hauptquartier oder X-Kampagnen, die Gervais‘ Absetzung forderten. Ganz im Gegenteil. Stattdessen gewann „Armageddon“ tatsächlich den Golden Globe, Hollywoods zweitwichtigste Auszeichnung nach dem Oscar.

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Das Ende des Siegeszuges der Woke-Bewegung

Da die großen Hollywood-Preise oft gesellschaftliche Entwicklungen vorwegnehmen oder zumindest verdeutlichen, bedeutet dieser Preis nicht nur, dass Humor wieder Humor sein darf. Er bedeutet tatsächlich nicht weniger als das Ende des Siegeszuges der Woke-Bewegung in den USA und damit – mit der bei solchen Themen üblichen Verzögerung – hoffentlich auch in Deutschland. Virtue signalling, political correctness, cancel culture und das unsägliche Gendern wären damit Vergangenheit.

Die Woke-Bewegung war in ihrem Kern gut und mutig und hatte ursprünglich das Ziel, Unterschiede zwischen gesellschaftlichen Gruppen und darauf basierende Privilegien aufzuzeigen und anzuprangern.

Ausgehend vom Kampf gegen den Rassismus in den USA wurde die Woke-Bewegung zu einem Phänomen in der gesamten westlichen Welt, besonders sichtbar in der Frauenbewegung und im Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter. Der große Irrweg war jedoch, dass aus dem Ziel der Gleichberechtigung irgendwann die Gleichmacherei wurde.

„Go Woke, go Broke“

Dies hat in den vergangenen Jahren vor allem in der Wirtschaft und in den Medien teilweise kuriose Züge angenommen. An der Spitze dieser Bewegung stand Disney. Figuren wie „Arielle die Meerjungfrau“ bekamen nach Jahrzehnten eine andere Hautfarbe, im Zeichentrickfilm „Lightyear“ küssten sich plötzlich zwei Frauen.

Auch andere Großkonzerne wie „Bud“, „Victoria’s Secret“ oder „Sports Illustrated“ machten ihre Bestseller zu woken Produkten und änderten ihre Botschaften entsprechend, um dem woken Ideal zu entsprechen – mit durchschlagendem Misserfolg bei den Kunden.

Go Woke, go Broke – woke ist einfach kein gutes Geschäftsmodell, eine Erkenntnis, die sich bald auch bei einigen deutschen CEOs durchsetzen dürfte, die sich in der jüngeren Vergangenheit oft in vorauseilendem Gehorsam den woken Idealen angebiedert haben.

„Ich hoffe auf eine Zeit, in der Männer wieder Männer sein dürfen“

Doch was kommt nach woke? Gerade in der Geschlechterdebatte brauchen wir eine Rückkehr zum Pragmatismus. Den Gender Pay Gap zum Beispiel werden wir nicht durch elitäres Zwangsgleichgemache der elementaren Unterschiede in den Lebensrealitäten von Männern und Frauen schließen, egal wie viele Gendersternchen die mittlerweile 173 (!) Professor*innen für Genderforschung im Duden sehen wollen.

Vielmehr brauchen wir mehr Initiativen und Regeln, die dafür sorgen, dass sich die offensichtlichen und nicht veränderbaren Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht in ungerechten Nachteilen manifestieren.

Und ich hoffe auch auf eine Zeit, in der Männer wieder Männer sein dürfen: Kraftvoll, beschützend, durchsetzungsstark, kämpferisch – und gleichzeitig respektvoll und gleichberechtigt gegenüber Frauen. Das sind unsere Traummänner. Nicht diese Lauch-Jungs, die schon nervös werden, wenn man sie nach dem Weg fragt.

Über die Autorin

Janna Ensthaler ist Star-Investorin in der „Höhle der Löwen“.Sie gründete 2021 den erfolgreichen Green Generation Funds, der Geld in Klimatechnologie und vegane Ernährung investiert. Sie ist Editorial Angel beim Magazin „Business Punk“, für das sie ursprünglich diesen Beitrag schrieb.

Woker Irrweg: Warum das „unsägliche Gendern“ bald Vergangenheit ist – FOCUS online

Die Neue Männlichkeit ist auch Thema eines weiteren nordischen Autors, der eine Alternative zu Andrew Tate und Waschlappen sucht und meint sie in einer Form von „Neuen Wikingern“ nach dem Modell Dänemark zu finden, zudem da auch sein Buch „ Der Wikinger_ Kodex“ vorstellt-klingt erst mal Tateianisch, meint aber etwas anderes:‘

Zwischen Andrew Tate und Waschlappen

Warum viele Männer in der „modernen“ Welt nicht mehr klar kommen

Dienstag, 13.02.2024 | 10:55

Tate-Brüder in Rumänien

Vadim Ghirda/AP/dpaAndrew Tate, ehemaliger Kickboxer und Unternehmer aus den USA, und sein Bruder Tristan (l) in Bukarest, Rumänien.

Es scheint so, als sei der gewünschte und richtige Aufstieg der Frauen und gleichzeitig der Fokus auf Minderheiten ein Problem des modernen Mannes. Weniger wegen eines vermeintlichen Machtverlusts, sondern – noch schlimmer: Die Rolle des Mannes hat seine Definition und Zuordnung verloren.

Männer-Rolle zwischen Andrew Tate, Harry Styles und Waschlappen

Gefühlsmensch, Waschlappen oder dominanter Macho – was will die Frau eigentlich? Und was will der Mann?

Ich mache mich auf die Suche nach dem modernen Mann. Die zunehmende New-Wave-Suche nach Sinn und Seele trifft auf Andrew Tate & Co. Von Sabbaticals und Retreats bis hin zu Substanzerfahrungen mit Ego-Befreiung und Bewusstseinserweiterung. Alles muss erklärt werden, es braucht eine absolute Antwort. Andererseits gibt es das Phänomen Tate: den ‚Modernus-Mannus-Machos‘.

Verwirrende Feldforschung am Hipster-Kiosk

Bei einer Gruppe junger Männer im Hipster-Kiosk von nebenan – wo ich zur späten Stunde meine Mandelmilch für mein Frühstück hole… – führte ich letzte Woche ein Art ‚Feldforschung‘ durch:

„Kennt ihr Andrew Tate, Jungs?“
„Krasser Typ, Bruder“, lautet die spontane Antwort.
„Er darf Rumänien nicht verlassen und wird beschuldigt, zusammen mit seinem Bruder Tristan sowie zwei Frauen aus Bukarest heraus Menschenhandel, Geldwäsche in großem Stil, Vergewaltigung und organisierte Kriminalität betrieben zu haben. Erst vor einem halben Jahr wurde er wegen der Bildung einer kriminellen Organisation angeklagt“, füge ich hinzu.
„Digger, das ist nicht korrekt, Alter. Aber was er sagt, ist schon gut. Er traut sich zu sagen, was ist, kein Waschlappen eben.“

Unser Gespräch geht weiter. In jedem Satz fällt zweimal das Wort „Bruder“. Neue Kategorisierungen und Beschreibung wie Cringe, Side-Eyed, NPCs und Rizz treiben die Sprache. Verwirrt über den modernen jungen Mann verlasse ich am Abend den Kiosk.

Einseitige Sichtweisen von Jones, Musk und Tate

Ich stelle fest, dass Tate zusammen mit dem US-Influencer Justin Waller junge Männer in ihrer „Real World Business School“ „ausbildet“. Wenige Tage später stoße ich bei X (ehemals Twitter) auf eine „Spaces“-Diskussion, in der sich der kontroverse Alex Jones mit Elon Musk und eben jenem vierfachen Kickbox-Weltmeister Tate stundenlang daran machen, Millionen von Menschen ihre Sicht auf die Welt zu erklären. Themen wie die Rettung aller Frauen, Diskussionen über Weltprobleme und die Befreiung von den bösen Mächten der Elite werden mit einer einseitigen Sichtweise an das Publikum herangetragen.

Tate gehörte im Jahr 2022 zu den meistgesuchten Personen bei Google und wird überall zu Talkshows eingeladen. Interviews mit dem Fußballer Ronaldo oder dem US-Rapper Kanye West in ‚Piers Morgan Uncensored‘ kommen nicht annähernd an die Einschaltquoten von Interviews mit Tate aus Rumänien heran. Dort äußert sich der „King of Toxic Masculinity“ hinter dunklen Sonnenbrillen mit aggressivem Ton und für viele mit provokanter Sprache selbstsicher zu allen Themen – von der Rolle der Frau bis zur Lage in Israel.

Harry Styles

Chris Pizzello/Invision/AP/dpaHarry Styles

Es gibt natürlich andererseits auch positive Vorbilder. Harry Styles beispielsweise ist charmant, erfolgreich und freundlich. „Ein Vorbild für alle Generationen“ lautet eine Headline. Aber in einer Welt, in der Offenheit, Geschlechtergerechtigkeit und das Streben nach Toleranz betont werden, finden wir heute viele junge Männer, die gespalten und verloren sind. Sie befinden sich im Schwebezustand zwischen der vermeintlichen Seelen- und Sinnsuche und Vorbildern mit kriminellem Hintergrund, die als aggressive Frauenverächter für Stärke, Reichtum und materialistischen Erfolg stehen.

Der verunsicherte und verlorene Mann

Sind Männer, die es nicht handhaben können, im Schatten ihrer Frau mit einem profilierten Amt (oder Position) zu stehen, schwach? Oder liegt es daran, wie die Gesellschaft Männer sieht?

Traditionell wurde von Männern erwartet, emotional unempfänglich zu sein. Dies hat heute ein Vakuum geschaffen, in dem junge Männer nach extremen Formen der Männlichkeit suchen. Hier finden Personen wie Tate & Co. ihre Anhängerschaft. Der verunsicherte und verlorene Mann ist anfällig für Populismus und sucht nach neuer Stärke – schließlich sind in seiner Wahrnehmung alle anderen Schuld an seinem Leid.

Das Auftauchen dieser Problemstellung ist nicht nur Ergebnis individueller Verantwortungslosigkeit, sondern spiegelt eine tiefere Herausforderung wider, wie wir als Gesellschaft Männlichkeit und Emotionen behandeln.

Aufstieg der Frauen nicht das Kern-Problem

Auch wenn einige sicherlich nicht damit klarkommen, glaube ich nicht, dass der Aufstieg der Frauen im Kern das Problem ist, oder, dass Männer ihren Frauen den Erfolg nicht gönnen. Vielmehr sehe ich das Problem im binären Vergleich und der permanenten (externen) Validierung. Findet eine dauerhafte Verabsolutierung im Vergleich und der Kategorie statt, so finde ich nie Anklang und Ruhe. So ist der Linksliberalismus und die immer länger werdenden LGBTIQ-Plus & Co Liste, die Quotenverteilung und der Diversity-Fokus keine Heimat für den verunsicherten und verlorenen Mann.

So scheint es, wie in vielen Bereichen der Daumen-Hoch- oder -Runter-Gesellschaft, dass eine zunehmende Spaltung deutlich wird. Auf Diversity- und Geschlechtergerechtigkeit folgt die Spaltung in Kategorisierungen.

Das aktuelle Problem scheint mir zu sein, dass es  die Tür für gefährliche Vorbilder öffnet, wenn junge Männer nicht mit Gefühl, Verletzlichkeit, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen in ihrer „Toolbox“ ausgestattet werden.

Tiefe Freundschaften und offene Gespräche unter Männern?

Laut Studien in den USA sind die engen Freundschaften unter Männer um 50% zurückgegangen seit 1990. Die New York Times bezeichnet das als Phänomen „friendship recession.“ Viele Männer haben kaum noch echte Freunde. Und wenn das wichtig ist, dann haben wir ein zunehmendes Problem. Wenn also die Vaterrolle für die Entwicklung eines jungen Mannes eine wesentliche Bedeutung spielt, so zeigen Studien, dass die Väter heute auch nicht ausreichend präsent sind. Suchen wir also nach Antworten in Gesellschaft und Bildung?

Diese Entwicklung nimmt meine Heimat Norwegen ernst. Dort hat der König im Rat ein öffentliches Komitee eingesetzt, das die Herausforderungen der Gleichstellung von Jungen und Männern in Norwegen untersuchen soll. Im März erscheint aus diesem Gremium, dem „Mannesutvalget“ (der Männerauswahl) das Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2022, die sich mit den Herausforderungen der Geschlechtergleichstellung beschäftigt, mit denen Jungen und Männer in Norwegen konfrontiert sind.

Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren wissen nicht, wohin mit sich

In dieser (neuen?) Welt finden sich nicht nur die „modernen, in der Midlife-Krise Steckenden“, sondern auch die junge Generation wieder. Tennisstar Zverev oder Fußballer Boateng – auch in Deutschland sind Vorbilder in Sachen optischer Ausstrahlung, Reichtum und Erfolg nicht frei von Rollendebatten. Beide angeklagt wegen Gewaltvorwürfen gegen ihre jeweiligen Liebhaberinnen und Partnerinnen. Zahlreiche Statistiken zeigen, dass die Jugend – insbesondere junge Männer – zunehmend von Gewalt, Kriminalität und Rausch inspiriert werden und immer jünger werden.

Im „Social-Media-Dschungel“ dominieren auch die dominanten Accounts. Junge Männer werden straffälliger, brechen die Schule ab und sterben früher, so die Statistiken. Zusammen mit neuen psychologischen Herausforderungen könnte die Dunkelziffer der „späten Suizidrate im fortgeschrittenen jungen männlichen Alter“ zunehmen – kurz: Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren haben es nicht mehr so leicht; sie wissen nicht, wohin mit sich.

Die Folge; der einst starke Mann wird zum schwachen Geschlecht und trägt somit zum steigenden Problem bei – 75% aller Selbsttötungen werden von Männern begangen. Daher ist für mich das Thema männliche mentale Gesundheit von großer Bedeutung.

Sexualität und die Eigenliebe

Jungs wachsen heute in einer pornofizierten Gesellschaft auf. Über das rasch steigende Suchtproblem wird in internationalen Medien zunehmend berichtet. 

Mein Sexualunterricht war völlig abwesend. Und Porno? Es gab kein Internet. Hatten wir Glück, konnten wir eine VHS ergattern. Nach wochenlangem Warten auf einen Moment des Alleinseins, oder bei einer Gelegenheit, beim Kameraden zu übernachten, konnten wir die Highlights genießen, wenn die Eltern uns alleine ließen. Für uns waren die Lederhose–Juckende–Tiroler–Schreier, die ihre Akte und „acting“ mit unterschiedlichem Schauspieltalent (synonym mit grottenschlecht) mit angezogener Hose durchführten, das einzige Angebot.

Feuchte Träume gab es von den mit Früchten abgedeckten Begleiterinnen von Hugo Egon Balder und Tutti Frutti, oder dem monatlichen Plakat von Samantha Fox im Badeanzug. Touch me!

Die erste Generation Satelliten-Receiver boten eine zugedecktes Viereck am Fernseher, wo man seitlich deuten konnte, was hinter der Zensur passierte. Später konnten wir die Code-Karte dann aus dem Schlafzimmer der Eltern ergattern, um die Zensur abzuschalten, eine langsame technologische Entwicklung über Jahre.

Pornografie immer verfügbar

Und heute? Einmal in der Suchleiste eingetragen, so gibt es binnen weniger Sekunden: Squirting, Rough, Gangbang, Choking. Alles umsonst. Stundenlang. Täglich.

„Frauen wollen auf dem Schreibtisch nach Feierabend hart genommen werden“. Hier ist deine Ausbildung wie… Losgelöst davon ab, ob es stimmt oder nicht, so ist der Sexual-Unterricht für 13-Jährigen Jungs heute. Mit 14, ausgeleert und gelangweilt. Mit 18 impotent im Jugendzimmer. Ein neuer Absatzmarkt für Viagra, Cialis & Co.

Auf NETFLIX und Co. finden wir die HOT-Serien der Reality-TV. Fuckboy-Island, Too Hot To Handle, Ex On the Beach usw. Eine weitere Arena einer illusionären Männlichkeit? Ohne Sex vor der Kamera keine Einschaltquote, kein Heldenstatus, so lautet die Devise.

Das Phänomen verdinglicht nicht nur Männer, sondern sendet auch eine gefährliche Botschaft, dass Sexualität das primäre Merkmal der männlichen Identität ist. Darauf folgt die neue Einnahmequelle „Only Fans“, nach dem Motto“Alle haben mich fi**** sehen, jetzt kann ich auch damit Geld verdienen.

Auffällig auch jüngst eine öffentliche Debatte unter zwei Frauen, wobei die eine sich über Only-Fans als neuer Einnahmenplattform erkundigen wollte, worauf die Kollegin klarstellt: „Ohne Hardcore läuft da nichts mehr, alles andere macht jeder.“

Vielleicht war es früher nicht besser, aber es war auf jeden Fall anders – bzw. alles brauchte seine Zeit. Weshalb wir uns zumindest die gegenwärtige Entwicklung genauer anschauen sollten. Und auch hier geht es nicht um eine Schuldzuweisung, sondern eine Beobachtung, dass (junge) Männer mit dieser rasanten Entwicklung nicht klarkommen, und das sollte thematisiert werden.

Ziehen wir die Jugendlichen mit schädlichen Vorbildern groß, die destruktive Ideen über Männlichkeit und Sexualität fördern, oder gehört diese Entwicklung zur neuen Normalität?

Die unbegrenzte Dominanz des Mannes, der die Frau als bloße Vergnügung sieht, der Geld, Ruhm und Gewalt darstellt, trifft auf unsichere junge Männer, die bei der starken Frau, die ihre Sexualität in vollen Zügen auslebt, nicht ankommen. Eine gefährliche Spaltung in einer neuen paradoxalen Welt, die das soziale Beisammensein bedroht, die Konflikte und Verluste für alle Beteiligten fördert, obwohl das ausgesprochene Ziel von Diversity und Genderdebatten eigentlich ja das Gegenteil bewirken sollte.

„Die Frauen können alles besser“

Die Sexualität als Verdinglichung scheint in vielen Fällen die Männer mehr zu plagen. Die Frauen können leichter die pornofizierte Welt nachahmen. Ob authentisch und mit Lust sei dahingestellt, aber – so scheint es mir – eine wachsende Zahl an Männern wird den vermeintlichen Ansprüchen der Gesellschaft nicht gerecht. Dass wir alle nicht Fußball wie Messi spielen können, damit finden wir uns ab, aber Geld, Maskulinität und Sexualität, da sollten alle mithalten können – so gefühlt. Für viele junge Männer sind dann Persönlichkeiten wie Andrew Tate, Logan Paul die modernen Vorbilder einer besseren Welt.

Eine „bessere Welt“ im Tanz zwischen Liebe und Sexualität zwischen Mann und Frau, ein Streben nach Stabilisierung im Umgang mit Konflikten und Spannung. Geopolitisch könnte man heute meinen, die Welt braucht mehr Sensibilität und weibliche Stärke. In sozialen Medien wird die nackte Frau und der gewalttätige Mann ökonomisch und medial belohnt, hin zur gesellschaftlichen Rolle der Aufklärer. Auch hier ein zu beobachtendes Spannungsfeld

Was wollen die jungen Frauen heute? Was soll ich als junger Mann tun?

Einerseits braucht es Zustimmung und Konsens. Andererseits möchte die unabhängige, stärkere Frau erobert werden. Eine Frau, die selbstbestimmt ist, die einen starken Mann sucht, jedoch gesellschaftlich die Stärke des Mannes ablehnt und nach Gleichberechtigung strebt. Die Lage ist kompliziert.

In einer aktuellen Studie aus den USA spiegeln sich Netflix-Phantasien und Porno-Statistiken wider. Über 60% der Frauen fantasieren davon submissiv zu sein – oder geben an, sie werden von der Dominanz erregt.

Das Problem? Nur 40% der Männer geben an, sexuell dominant zu sein. Jackpot des dominanten Mannes! Oder viel schlimmer: Unsicherheit und verlorenen Männlichkeit steigen? Zunehmend lese ich Artikel über die Rolle der Domina und Männer, die aus ihrem Alltag eine Flucht brauchen, um sich selbst zu spüren. Nicht ohne Grund wird zunehmend über die (männliche) psychische Gesundheit berichtet. So suchen wir keine Schuld, noch kritisieren einen Aufstieg anderer, sondern landen bei einer sehr einfachen Frage mit komplexem Hintergrund und womöglich keiner einfachen/raschen Antwort:

Ist der moderne Mann dabei sich zu verlieren?

Das Problem, das ich heute beobachte, ist, dass wir die Reaktionen und die Wirkkräfte nicht erkennen.

Wenn Daten zeigen, dass Mädchen im Durchschnitt besser in der Schule abschneiden als junge Männer und wir an Universitäten junge Frauen sehen, die überall gute Abschlüsse erzielen, so folgt daraus eine Leistungsverschiebung und ein Anpassungsbedarf bei der Rolle. Die Gesellschaft bildet nie Leistung und Repräsentanz ab. Eine Quote kann Machtstrukturen aufbrechen, aber der wahre Wandel folgt gesellschaftlichen Wirkkräften. Norwegen ist nicht aufgrund der Quote ein Vorbild, sondern das Ergebnis von Qualität und Bildung. Es geht also nicht um Gleichheit.

Ich lese im Tagesspiegel, Frauen kommen besser mit sich selbst zurecht, haben ein besseres Selbstbild und benötigen weniger externe Validierung. Und Männer werden leichter aus dem Konzept gebracht, wenn sie in ihrem Stolz herausgefordert werden. Die Frau hat historisch die Erfahrung, die zweite oder keine Geige zu spielen, und dennoch fundamental zu sein, das ist für den Mann eine neue Situation. Aus meiner Heimat schauen wir Filme über den Wikinger-Mann, der die Welt erkundete und eroberte. Liest man die moderne Literatur oder auch in den Neuverfilmungen und Serien, so scheint es so, als würden die Frauen in der Wikingerzeit mehr Gleichberechtigung und Freiheit als fast alle anderen Frauen ihrer Zeit genießen.

Von den modernen Wikingern lernen

Braucht die Welt mehr Stärke und Männlichkeit oder Männer, die stark und männlich sind? Es braucht eine männliche Identität, die die Seele nährt, anstatt sie zu untergraben. Eine neue Reise, die den Mann und seine Psyche stärkt. Die Mythen über „den Mann“ müssen vielleicht ersetzt und eine vielfältige Realität der Männlichkeit umarmt werden.

Gleichwohl ist die Spaltung in der Kategorisierung und das Negieren des anderen das Problem. Es geht nicht um eine Ablehnung der Minderheit, sondern ein Fest der Diversität. Das bedeutet, dass der Mann in seiner Rolle seinen Platz findet und gestärkt wird, ohne dabei die positive Entwicklung der unzähligen talentierten Frauen und natürlich jegliche Diversität, die unsere Gesellschaft belebt, zu bremsen. Gelingt es aber nicht, den jungen Mann heute in diesem spannenden Fest der Unterschiede mitzunehmen, droht die Gefangenschaft in Ideologien von Influencern wie Tate & Co., was eher nach der Entwicklung einer gespaltenen Gesellschaft aussieht.

Bewusst wurde mir diese Beobachtung, als ich mein neues Buch „Wikinger-Kodex” schrieb. Mit Erling Haaland, Viktor Hovland, Karsten Warholm, Martin Ødegaard und Casper Ruud sind junge Männer über Nacht zu globalen Vorbildern geworden.

Auffällig ist nicht nur, dass diese Leistungskultur vor allem die jungen Männer in Norwegen prägt, sondern auch ihren Wertekodex. Sie haben kaum Skandale, führen Beziehungen teilweise mit ihren Mädels aus ihrem Dorf, ihren Jugendlieben. Sie sind selbstsicher und gleichzeitig wertschätzend. Auffällig war auch, dass sie alle Vorbilder in Mentoren hatten. Ihre Väter spielen eine fundamental wichtige Rolle in ihren Karrieren. Manchmal Ersatzväter, die als Freunde dienen wie im Fall Warholm mit seinem Spielkameraden und Trainer Leif Olav Alnes , oder mit Langläufer Klæbo, der als „Prince-Charming“ die Welt erobert, mit Opa als Trainer und Vater als Wegbegleiter, während er eine traditionelle Beziehung zu seiner Jugendliebe pflegt.

Was hilft der Gesellschaft weiter?

Vielleicht sollte Vielfalt, Respekt und Offenheit nicht das Ziel sein, sondern vielmehr eine natürliche Konsequenz. Das erfordert ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden Wirkkräfte. Es braucht vielleicht eher einen Fokus auf einen Mann, der Gefühle feiert, der stark sein kann, aber gleichzeitig verletzlich für sich selbst und andere ist. Das bedeutet, eine Bildungsrolle zu übernehmen, bei der wahre Stärke in der Bereitschaft zur Wahrheit liegt, sich für das Richtige einzusetzen, sich um andere zu kümmern und eine konstruktive Kraft in der Gesellschaft zu sein.

Über den Experten Anders Indset

Anders Indset

privatAnders Indset

Anders Indset ist Autor der drei internationalen Bestseller „Wildes Wissen“, „Quantenwirtschaft“ und „Das infizierte Denken“. Der gebürtige Norweger zählt zu den führenden Wirtschaftsphilosophen international und ist neben seinen vielen mitinitiierten Projekten, zum Beispiel The European Refinement (Die Veredlung Europas) – auch Mitbegründer der Njordis Group und des Global Institute of Leadership & Technology (GILT). Er wurde von den Thinkers 50 als einer der zukünftig einflussreichsten Denker in den Bereichen Führung und Wirtschaft anerkannt.

Männer zwischen Andrew Tate, Harry Styles und Waschlappen – FOCUS online

Diese Archetypen von Andrew Tate und dem Hippster- Waschlappen wurde ja auch noch in der Kunstfigur des Malte Thorben beschrieben:

LESETIP: MÄNNER – UND FRAUENBILDER IN DER MULTIKULTIGESELLSCHAFT: MALTE-TORBEN – EINE NICHT GANZ POLITISCH KORREKTE LOVESTORY

Lesetip: Männer – und Frauenbilder in der Multikultigesellschaft: Malte-Torben – eine nicht ganz politisch korrekte Lovestory – Global Review (global-review.info)

Jedenfalls scheint sich „das Ende grüner Hegemonie“ und „Ende der Wokeness“ auch zu nichts besserem zu entwickeln und fraglich, wo Katrin Göring- Eckhardt ihren Zweckoptimismus bezüglich Grünen und Demokratie hernimmt, wenn selbst die Union da ihre Felle in den eigenen Reihen wegschmimmen sieht.Es wandelt sich immer mehr von Politik-zu Demokratieverdrossenheit-trotz aller Massendemos gegen rechts. Und die AfD ist da mit 19% nicht an der Wachstumsgrenze wenn das nun bei CDU/CSU-Wählern auch rapide so zuzunehmen scheint.

„Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung

Nur eine Minderheit der CDU/CSU-Wähler ist noch zufrieden mit der Demokratie

Gestern, 18.02.2024 | 08:18

Nur noch gut jeder Dritte Deutsche ist mit der Demokratie zufrieden. Bei den Unions-Wählern steigt das Misstrauen – bei Grünen-Fans der Optimismus.

Nur noch eine Minderheit der Unionswähler ist mit der Demokratie in Deutschland zufrieden. Entsprechend äußern sich 39 Prozent der Befragten, wie eine aktuelle Studie im Auftrag der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung ergibt. Die Studie liegt dem Tagesspiegel exklusiv vor.

Im Dezember 2022 waren noch 61 Prozent und im Juni 2023 53 Prozent der Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU mit der Demokratie zufrieden. Nur unter Nichtwählern und AfD-Anhängern ist die Unzufriedenheit mit der Demokratie größer. Für die Studie waren Ende November und Anfang Dezember 1543 erwachsene Bundesbürger interviewt worden.

Insgesamt nimmt die Zufriedenheit mit der Demokratie abermals leicht ab. Nur noch gut jeder Dritte Deutsche (36 Prozent) ist mit der Demokratie zufrieden. Im Juni 2023 waren es 38 Prozent, im Dezember 2022 noch eine Mehrheit von 52 Prozent.

Auffällige Unterschiede zwischen Ost und West

Auffällig sind die Unterschiede zwischen Ost und West: 28 Prozent der Ostdeutschen und 39 Prozent der Westdeutschen sind (sehr) zufrieden mit der Demokratie. Anhänger von SPD und Grünen sind jeweils zu zwei Dritteln mit der Demokratie zufrieden. Bei den AfD-Anhängern sind es 11 Prozent.

Das Vertrauen der Bürger in die Institutionen von Demokratie und Rechtsstaat ist generell relativ stabil. Der Polizei vertrauen 75 Prozent der Bürger, den Gerichten 63 Prozent und der Bundeswehr 53 Prozent. Von den befragten Bürgern äußern 53 Prozent Vertrauen in öffentlich-rechtliche Medien wie ARD und ZDF, 50 Prozent in die Arbeit des Verfassungsschutzes. Ostdeutsche zeigen dabei generell weniger Vertrauen als Westdeutsche.  

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Gut die Hälfte ist optimistisch

Mit 53 Prozent blickt gut die Hälfte er Bürger optimistisch in die Zukunft, dieser Wert ist, verglichen mit Ende 2023, stabil. Anhänger von SPD und Grünen zeigen sich deutlich optimistischer als noch Ende 2023. So stimmen 73 Prozent der SPD-Anhänger und 66 Prozent der Grünen-Anhänger der Aussage zu: „Man weiß ja nicht, was die Zukunft bringt, aber ich glaube, dass alles gut wird.“ Unter den Unions-Anhängern sagen dies 53 Prozent. Bei den Anhängern der AfD überwiegt der Pessimismus. Nur jeder vierte AfD-Wähler (25 Prozent) blickt optimistisch in die Zukunft.

Bundestag und vor allem die Bundesregierung erleben eine Vertrauenskrise. Nur noch 42 Prozent der Bürger haben Vertrauen in den Bundestag (Ende 2023: 44 Prozent, Mitte 2022: 51 Prozent). Dramatisch gesunken ist auch hier das Vertrauen der CDU/CSU-Wähler. Nur 41 Prozent der Unionsanhänger vertrauen dem Bundestag; Ende 2023 waren es noch 47 Prozent und Mitte 2022 63 Prozent.

Die CDU/CSU befindet sich seit Ende 2021 in der Opposition, geführt von CDU-Chef Friedrich Merz. Unter den Anhängern der Grünen vertrauen 85 Prozent dem Bundestag, unter denen der SPD sind es 57 Prozent. 8 Prozent der AfD-Anhänger vertrauen dem Bundestag.

Bundesregierung hat Vertrauen verloren

Das Vertrauen in die Bundesregierung ist abermals deutlich gesunken. Nur 34 Prozent der Deutschen vertrauen der Ampel-Regierung; Ende 2023 waren es noch 39 Prozent, Mitte 2022 sogar 47 Prozent. Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP regiert seit Ende 2021.

Erwartungsgemäß vertrauen die Anhänger von SPD (63 Prozent) und Grünen (78 Prozent) der Ampel-Koalition mehr als die Wähler von Union (33 Prozent) und AfD (1 Prozent). Den Parteien generell vertrauen nur noch 28 Prozent der Bürger. Aufgrund der zu geringen Zahlen der Wähler von Linken und der FDP weist die Studie die Ergebnisse für diese beiden Wählergruppen nicht aus.

Die CDU genießt in Deutschland die höchsten Sympathien. Jenseits der üblichen „Sonntagsfrage“ nach der konkreten Wahlabsicht sagen 45 Prozent der Bürger, sie mögen die CDU. Die CSU kommt bei dieser Frage auf 33 Prozent, die SPD auf 43 Prozent. Die Grünen finden 39 Prozent der Befragten sympathisch, die FDP 25 Prozent und die Linke 22 Prozent.

AfD hat kaum Sympathien bei anderen Parteien

Die AfDwird von 19 Prozent der Befragten gemocht. Damit zeigt sich,verglichen mit den Ergebnissen diverser „Sonntagsfragen“,dass allein die AfD über ihre eigene Anhängerschaft nicht ausgreifen kann. Die Studie zeigt das: Nur 8 Prozent der CDU/CSU-Anhänger mögen die AfD, nur 4 Prozent der SPD-Anhänger und 3 Prozent der Grünen-Anhänger. Zum Vergleich: 40 Prozent der Unions-Anhänger mögen die FDP, 54 Prozent der SPD-Anhänger mögen die Grünen, 34 Prozent der Unions-Anhänger mögen die SPD.

In ihrem Fazit schreibt die Autorin der Studie, Sabine Pokorny: „Die Wählerschaft der Grünen hat ihren Optimismus zurück. Die Zuversicht der Grünen-Wähler für die Zukunft steigt, ihre Demokratiezufriedenheit stabilisiert sich“. Zudem steige das Vertrauen in die Bundesregierung und in den Bundestag unter den Wählerinnen und Wählern der Grünen.

Ein ganz anderes Bild zeigen die CDU/CSU-Wähler. „Für die Wählerschaft der Union gibt es wenig Positives zu berichten“, schreibt Pokorny: „Die Zuversicht für die Zukunft stabilisiert sich zwar auf dem eher niedrigen Niveau der Vorerhebung. Seit der ersten Erhebung im Dezember 2022 ist die Zukunftszuversicht der Unionswählerschaft aber um 11 Punkte gesunken. Die Demokratiezufriedenheit der CDU/CSU-Wählerschaft geht insgesamt um 22 Punkte zurück.“

Nur eine Minderheit der CDU/CSU-Wähler ist noch zufrieden mit der Demokratie – FOCUS online

Neben AfD und Werteunion ist es möglich, dass da noch einer politisch aktiv wird.-„unter gewissen Umständen“.

Grupp, der erzkonservative Patriarchen-Unternehmer mit dem Anti-Gen Z-Gen gibt mal wieder den Stähleren. Kritik an Merkel, die die CDU runterwirtschaftete, so daß nun nur noch Dreierkoalitionen ohne klare Linie und Planungssicherheit für Unternehmer wie ihn bestehen. Aber ob Union/FDP so einfach zustande kommt, wie er sich das vorstellt?

„Wolfgang Grupp verteidigt Robert Habeck – „Schuld ist Frau Merkel“

Stand:18.02.2024, 18:21 Uhr

Von: Sina Alonso Garcia

Eigentlich gilt der schwäbische Unternehmer Wolfgang Grupp als erzkonservativ. Nun nimmt er überraschend Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen in Schutz und übt Kritik an Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Angela Merkel, Wolfgang Grupp und Robert Habeck (Fotomontage)

Wenn es um die Frage nach der Ursache für wirtschaftliche Probleme geht, sieht Wolfgang Grupp (Mitte) klar die Schuld bei Angela Merkel – und nicht bei Robert Habeck. © dpa/Henning Kaiser/Bernd Weißbrod/Jan Woitas (Fotomontage BW24)

Burladingen – Es ist ein Statement, mit dem man von einem Konservativen wie Wolfgang Grupp wohl eher nicht gerechnet hätte. In einem Interview mitdem Börsenmagazin Der Aktionär verteidigt der ehemalige Trigema-Boss Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) – und teilt heftig gegen Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus. Auf die Frage, ob Habeck einer der schlechtesten Wirtschaftsminister in der Geschichte des Landes sei, antwortet Grupp: „Das würde ich nie sagen. Ich möchte nicht in Herrn Habecks Position stecken.“ Milde Worte für einen, der in der Vergangenheit schon häufiger mit Kritik an Politik und Regierung auffiel.

Es sei „eine schwierige Position“, in der Habeck sich befinde, so Grupp. „Wissen Sie, es wäre genau so, wie wenn ich mit zwei Brüdern, die alles anders machen wollen und ständig Kontra geben, eine Firma führen müsste.“ Die Ursache für wirtschaftliche Probleme in der Bundesrepublik liegt laut Grupp ganz woanders: „Schuld ist Frau Merkel!“, wettert der Unternehmer. „Sie hat die CDU mit 44 Prozent übernommen – und hat sie, wenn ich das richtig weiß, mit 22 Prozent hinterlassen. Hätte sie die CDU mit 40 oder 45 Prozent hinterlassen, dann hätten wir eine Alleinregierung der CDU oder eine Koalition mit der FDP – und dann würde alles ganz anders aussehen!“

„Kann Herrn Habeck überhaupt keine Schuld geben“: Wolfgang Grupp fällt mildes Urteil über Wirtschaftsminister

Wie Grupp betont, könne er „Herrn Habeck überhaupt keine Schuld geben“. So habe der Wirtschaftsminister viele Probleme, die er lösen müsse – „die aber in einer Dreierregierung sehr schwierig zu lösen sind“. Auf die Frage, was er selbst anstelle der regierenden Politiker tun würde, antwortet Grupp: „Ich würde – wenn ich zum Beispiel Herr Lindner wäre – sofort die Regierung auflösen. Weil keiner hält etwas von der Regierung. Jeder will, dass die Regierung endlich aufgelöst wird.“ Finanzminister Christian Lindner (FDP) habe die Möglichkeit, die Regierung aufzulösen. „Dann gibt es Neuwahlen und dann würde wahrscheinlich die CDU mit der FDP die Regierung bilden können.“

Er verstehe nicht, warum die Regierung nicht aufgelöst werde, so Grupp. „Weil dann hätten wir keine Dreiparteienregierung, sondern mit der CDU eine starke Partei – meinetwegen noch mit der FDP – und dann könnte auch wieder entsprechende Wirtschaftspolitik gemacht werden.“ Wie er glaubt, würde es in dem Fall auch die vielen Demonstrationen nicht mehr geben. Wirtschaft, Migration und andere politische Themen hängen aus seiner Sicht stark zusammen. „Ich bin sicher, dass eine CDU-Regierung unter Friedrich Merz eine korrekte Migrationspolitik machen würde.“

Wolfgang Grupp fordert, kriminelle Ausländer konsequent abzuschieben

In puncto Migrationspolitik hat Grupp eine klare Meinung, die er anhand des Beispiels seines eigenen Betriebs aufzeigt: „Wir haben in unserer Betriebsfamilie bei Trigema 30 unterschiedliche Nationalitäten. Ausländer gehören bei uns zur Betriebsfamilie, werden geschätzt und alles. Aber wenn einer hier ein Verbrechen begehen würde, wäre der innerhalb von 24 Stunden nicht mehr Mitglied der Betriebsfamilie!“ Auch in der Migrationspolitik der Bundesregierung fordert Grupp ein striktes Vorgehen gegen kriminelle Ausländer. „So muss es sein: Wir schätzen die Ausländer und heißen sie willkommen. Aber wenn sie Verbrechen begehen, kann man nicht sagen, die müssen geschützt werden. Das gibt‘s nicht!“

In die Politik gehen würde Wolfgang Grupp nur unter ganz bestimmten Umständen. Jedoch kann er sich offenbar gut vorstellen, wie er selbst Politik machen würde: „Ich würde nicht mit harter Hand, aber mit gerechter Hand regieren“, erklärt er im Interview mit Der Aktionär. „Wenn einer zu mir kommt, und sagt, ich soll ihm helfen, helfe ich ihm. Wenn er mich jedoch anschließend betrügen würde, hat er kein Recht mehr, dass ich ihm helfe. Und dann muss ich ihn mit harter Hand behandeln.“

Wolfgang Grupp verteidigt Robert Habeck: „Schuld ist Frau Merkel“ (tz.de)

Es gab mal eine Doku über die Grupps gesehen. Grupp wählte die Grünen. Die Kinder die Merkel-CDU. Letztere waren quasi die schwarzen Schafe der Familie. Grupp war ja da mit seinem Betrieb sehr den grünen und Schwabs ESG- Kriterien nah, sowohl er so als einziger Betrieb der Textilindustrie  nicht alle Produktion nach Bangladesch oder China outsourcte u und auch wenn er Rohstoffe importieren muß, so schwört er und sein Werbeschimpanse doch, dass bei ihm alles andere „Made in Germany sei. Anders als die Grünen sieht er aber den Ukrainekrieg als Verschwörung und Werk der USA und nicht Putins, da ist er mit Wagenknecht und der AfD auf einer Linie, auch wegen des billigen Gases und der Energiepreise, die auch seinen Betrieb belasten. Doch wirtschaftspolitisch ist er sicherlich nicht mit Wagenknecht auf einer Linie, eher mit der AfD, FDP oder eben der Union. Also mal sehen, wenn Grupp politisch aktiv werden sollte, ob er da in eine Partei eintritt oder eine eigene neue Partei gründet—vielleicht so in der Hoffnung ein deutscher Trump zu werden oder eine Art Team Stronach wie in Österreich oder wie Macron mit einer Bewegung Le marche damals. BIsher scheint aber der Trend von der woken grünen Hegemonie in Richtung unwoker faschistischer AfD-Diktatur zu gehen.

Diese ganzen vordergründigen Kulturkämpfe um Wokeness und neue Männlichkeit sind vor allem vor dem Hintergrund einer Suche nach einer Transformation und Anpassung der ganzen Gesellschaft nicht nur in Sachen von Militarisierung im engeren Sinne zu verstehen, sondern auch vom ganzen „Minddset“ her. Was Pistorius und andere mit „Kriegstüchtigkeit“ umschreiben, wobei  jeder denkt es gehe nur um ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr und vielleicht etwas Wehrpflicht oder soziales Jahr, hat noch nicht begriffen, dass hier eine viel weitergehende Änderung des gesamtgesellschaftlichen „Mindsets“ beabsichtigt ist. Chinas Xi nennt das auch „Xivilization „ für einen „protracted war“- auf allen Ebenen, wenngleich durch die KP China viel systematischer und totalitär angegangen wie inzwischen eben auch bei Putin wenngleich die auch mit ihrer Gen Z und Demographie rumzukämpfen haben und ihrer jahrzehntelangen Konsumistenmentaltät, da China seit dem Koreakrieg in den 5ßer Jahren gegen die USA und der 3 wöchigen Strafexpedition gegen Vietnam 1979, bei dem es sich schnell angesichts der Angriffe des kriegserprobten Vietcong wie die USA zurückzogen, bisher keine Krieg führte, aber nu für den Griff zur Weltmacht und Rückdrängung der USA führen können soll.

Sönke Neitzel hat ja mal das Buch „Deutsche Krieger“ vorgestellt das General Naumann auch hinsichtlich eines deutschen Kriegertyps diskutierte und umgekehrt. Auch General Vad scheint stolz zu sein, frühzeitig zur Bundeswehr ging ,anders als seine drückebergerischen 68- Hippie- Zeitgenossen  und ein Kriegertyp gewesen zu sein, mit nun auch Sohn bei den Gebirgsjägern und zumal wie ich als Leser von Soldier of Fortune im der Jugend, das ihn nach Israel brachte, aber ein israelischer Prof. ihn von der Emigration aus dem strukturpazifistischen Deutschland  abgehalten habe, allein um auch mal richtig Krieg zu führen, weswegen er überlegte nach Angola und Südafrika zu gehen. Aber den Nachkriegspazifismus, den er bemängelt kriegt man nicht so schnell weg, auch wenn die Zeit dazu drängt. (der ja auch nie so absolut war und dieser blühte eigentlich existiert dieser  ja vor allem erst nach dem Kalten Krieg samt Friedensdividende, Kantscher und Lockescher Freihandels-Globalisierungsideologie vom Weltfrieden bringenden Wandel durch Handel und Abschaffung der Wehrpflicht) Deswegen widmet Global Review neben strengen geopolitischen, militärischen ,wirtschaftlichen Themen auch viel Raum für kulturpolitische Themen , ja dem Kulturkampf, nicht nur als Reaktion auf die Gegenseite, denn Xi-China führt den Kampf ja auf mindestens 4 Ebenen und ganzheitlich::Global Security Initiative, Global Development Initiative und Global Xivilization Initiative , die sich scheinbar und angeblich divers, inklusiv und gleichberechtigt multipolar gibt und nun auch als vierter Säule der Global AI Governance Initiative. Dabei spielt der  Kulturkampf eine wichtige Rolle, wenngleich nicht ganz so wie von Samuel Huntington in seinem „Clash of Civilization“ /Kampf der Kulturen sondern schon komplexer, aber er findet statt, auch innerhalb des Westens und nicht nur zwischen angeblich homogenen Kulturkreisen, sondern erst mal auch als Kulturkampf zwischen links und rechts, woke und unwoke, Identitätspolitik von links und von rechts, auch als Kampf zu Zerstörung der demokratischen Mitte und nicht erst seit Trump. Kriegstüchtigkeit kann man nicht erzielen, wenn die Gesellschaft bei den bisherigen und jetzigen Geschlechterrollenbildern bleibt, eher noch in den kriegserprobten USA. .Stichwort: Wokeness oder eben extreme Unwokeness und der Mann als nur noch Gewaltmensch als Jack Donovan oder als Andrew Tate, dem der Amerian Compass von Oren Cass nun wieder ein anderes Männerbild gegenüberstellen will wobei der dies eher vorerst familienzentriert , nichtindividualistisch nonkonsumistisch an der Arbeitsfront und nicht an der Kriegsfront sieht wie etwa Ernst Jünger, der den wahren Mann sich sowohl Produktionsschlacht an der Arbeitsfront in seinem „Der Arbeiter“ wie auch an der Kriegsfront im “Stahlgewitter“ bewähren sah-ähnlich auch wie NVA- Lieder wie dieses:

Jedenfalls wird die Notwendigkeit einer Neuadjustierung des Männlichkeitsbegriffs gesehen  und der zuerst etwas seltsame Begriff der „Neuen Modernen Wikinger“ mit dem Modell Dänemark erscheint da scheinbar für einige erst mal als interessante Synthese, dass man keine hirnlosen Rambos oder eben woke Waschlappen herausbildet. Neuerdings ist auch von Mindset die Rede und da wird abwechselnd der Elon Musk Mindset zitiert oder gestern auf NTV von einer Diskussionsrunde mit einem Rheinmetall-Vertreter, dass dieser Mindset nicht nur in der Rüstungsindustrie, sondern der ganzen Gesellschaft nötig sei, nicht nur in sicherheitspolitischen Belangen, sondern auch allgemein in der Wirtschaft und der Technik, vom Innovations- und Erfindergeist bis whatever. Wobei natürlich klar ist, dass aufgrund der gesellschaftlichen Arbeitsteilung  nicht alle militärischer Krieger sein sollen , gemeint ist auch mehr  als nur passive Opferbereitschaft und das Gürtelengerschnallen  die man mal wieder in einer folgenlosen Hertzoschen Ruck- , Ruckzuck- Strack- Zack-Zack- Zimmermann- oder Scholzschen Zeitenwenderede proklamiert, sondern auch die gesellschaftliche Transformation zu aktiv mitfühlenden und mitdenkenden und initiativ werdenden neuen Menschen dazu strukturell einleitet. Also nicht nur Untertan, sondern kriegstüchtige Zivilgesellschaft. Nun wird nicht jede Schleckerfrau Frontsoldat, sondern hat während der Coronakrise schon mal gezeigt, dass auch die systemrelevanten Heimatfrontler, damals zumal mit kostenlosem Applaus und verbaler Dankbarkeit bedacht, sozusagen nicht desertierten. In diesem Sinne kann man auch in deren neuesten Artikel über Wokeness und Neue Männlichkeit verstehen. Es wurde einmal gesagt: Die Europäer sind Venus, die USA sind Mars. Faktisch sind die USA sowohl Venus wie Mars und die Europäer und Deutschen noch Venus, aber sie sollen eben Venus und Mars werden.

General a. D. Klaus Naumann über »Deutsche Krieger« und die Entwicklung der Bundeswehr

General a. D. Klaus Naumann über „Deutsche Krieger“ und die Entwicklung der Bundeswehr · Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V. (ata-dag.de)

GEWALTDEBATTE BEI RECHTEN INTELLEKTUELLEN: DER WAHRE MANN IST DER GEWALTMENSCH-JACK DONOVAN „VIOLENCE IS GOLDEN!“

Gewaltdebatte bei rechten Intellektuellen: Der wahre Mann ist der Gewaltmensch-Jack Donovan „Violence is Golden!“ – Global Review (global-review.info)

BEWEGUNGEN IM GESCHLECHTERKAMPF: DER PRODUKTIV-GEMEINSCHAFTLICHE MANN, DIE 4. WELLE DES FEMINISMUS UND DRAGSLAMS

Bewegungen im Geschlechterkampf: Der produktiv-gemeinschaftliche Mann, die 4. Welle des Feminismus und Dragslams – Global Review (global-review.info)

ARD- TATORT: BOROWSKI UND DIE ANGST DER WEISSEN MÄNNER- UND SCHEINBAR EBEN AUCH DER FRAUE

ARD- Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer- und scheinbar eben auch der Frauen – Global Review (global-review.info)

DEUTSCHE EINWANDERUNGSGESELLSCHAFT UND NORDISCHE KRIEGERINNEN : SCHLÄGT, WER RAMMSTEIN UND BUSHIDO HÖRT, FRAUEN?

Deutsche Einwanderungsgesellschaft und nordische Kriegerinnen : Schlägt, wer Rammstein und Bushido hört, Frauen? – Global Review (global-review.info)

LESETIP: MÄNNER – UND FRAUENBILDER IN DER MULTIKULTIGESELLSCHAFT: MALTE-TORBEN – EINE NICHT GANZ POLITISCH KORREKTE LOVESTORY

Lesetip: Männer – und Frauenbilder in der Multikultigesellschaft: Malte-Torben – eine nicht ganz politisch korrekte Lovestory – Global Review (global-review.info)

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