Andropow: Der KGB als Reformkraft- gestern und auch heute und dann erst recht in der Zukunft?

Andropow: Der KGB als Reformkraft- gestern und auch heute und dann erst recht in der Zukunft?

Nachdem der ehemalige Putinbekannte/ -„berater“ und Gazprom- Berater Alexander „Sascha“ Rahr gerade mit Ex- General Kujat eine Veranstaltung bei der Eurasischen Gesellschaft veranstaltete, um die Vision einer eurasischen multipolare Welt mit einem Europa mit Rußland, Aufhebung der Sanktionen und deutsch- rußischer Wiederannäherung nach einem Ukrainekrieg zu propagieren, gibt der gute Sascha nun eine neue Podcast-Serie KI- generiert auf YouTube heraus. Dort tritt er als Zeitzeuge auf.

Sein erster Podcast handelt über den damaligen Generalsekretär der KPdSU nach Breschnews Tod der KGB- Chef Juri Andropow. Das wurde in Rußland-Experten-Kreisen und Kremlastrologen damals für unmöglich gehalten, nur Sascha sagte das entgegen aller anderen Meinung angeblich exakt vorraus. Rahr wurde damals als Rußland-Experte von einem Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Kölner Institut für Osteuropawissenschaften und internationale Studien , dem SWP sowie Radio Free Europe engagiert, Daten und Informationen zu sammeln und zu recherchieren und diese in einen Computer einzugeben mit der Frage: „Wer wird der Nachfolger von Breschnew“. Während alle Russen-Expertenwelt auf einen Nachfolgeraus dem Parteiapperat tippte da noch nie ein KGB-Chef ein KP- Chef geworden war, Berejia es bei seinem Versuch gegen Chrustschow nach Stalius Tod mit dem Leben büßte, war für alle die Antwort des Computers, „die erste KI“( Rahr) völlig überraschend: KGB-Chef Andropow. Da dies nicht das Erwartete war und auch nicht das scheinbar Denkbare, wurde das als Computerfehler, verwirrte Intelligenz und als „Flop“ eingeschätzt und das Projekt begraben. Dann wurde es aber trotzdem erstmals Andropow als erster KGB- Chef. Rahr schildert als Zeitzeuge die damaligen Ereignisse, wie auch die Rolle des KGBs und wie es zu dieser scheinbar anormalen und historisch einmaligen Konstellation kommen konnte. Zwar war Andropow auch aufgrund seines Alters nur ein Interims KPdSU- Generalsekretär, , aber Rahr beschreibt dessen enge Kontakte zu Gorbatschow, berichtet von lange Treffen Gorbis mit Andropow, in denen sie sich über Reformen für die Sowjetunion unterhielten und wie Andropow quasi Gorbatschow als seinen Nachfolger in Position brachte, damit er nach Tscherenkow und dem Aussterben der letzten gerontokratischen Altkommunisten die Nachfolge, eine Verjüngung und Reformen einleiten konnte. Diess sei eine weitgehend unbekannte Geschichte, bei der er historisch als Zeitzeuge aufklärerisch wirken wolle und die Russlandforschung da auch im Westen voranbringen wolle. Der Hauptfehler sei gewesen, den KGB nur als Repressionsapperat der Stalinschen Tscheka zu sehen und nichts anders, eben auch als Reformkraft.

ZEITZEUGE 04 | Andropow der geheime Reformer (youtube.com)

 Hier der Podcastlink auf You Tube:

Links zur Andropow-Folge:

Nun haben der Sascha und ich eine quasi gemeinsame Geschichte- wenngleich etwas rollenvertauscht, damals und auch heute. Rahr war eben bei RFL/RFE , bei der DGAP, auch mal bei der RAND und war da wie sein Vater als Teil der Antikommunstischen Weltliga, die ihren Sitz in Taipeh hatte, wobei an der LMU so alle Kontakte zwischen Ost und Fernost, China/Ru0land über Professor Kindermann zusammenliefen, der auch bei der Gesellschaft für Auslandskunde führend dabei war,  und für CIA in München bei RFE/RFL hinter dem Englischen Garten, gleich beim Eisbach um die Ecke, das US- Konsulat. Auf der anderen Seite in der Leopoldstraße die Studentenzentrale der Kommunistischen Internationale mit Abteilung für Feindaufklärung, Nachrichtenrecherche/ Antifaschismus/ Friedensbewegung und Internationales, später dann auch Frauen. Mental gedachter, antifaschistischer Schutzwall war der Englische Garten, wenngleich der so durchlässig wie Berlin vor dem Mauerbau war und da auch einige Begegnungen und versuchte Rekrutierungen beiderseits und um den Chinesischen Turm und andernorts in Schwabing/ Max- Vorstadt abliefen. Eigentlich ein bißchen wie Klein- Wien,

Oder wie bei Billy Wllders ala 12,3 oder ebenso plumpen Rekrutierungsmanövern ablief , hat man da nicht gleich widersprochen, , auch als dies mit der Anwerbetour geschah- abends an der Stehpizzeria bei der Engelsburg´mittels eines SUV._Jeeps .mit einem schmächtigen Driver und einer desto sexier schwarzen Beauty Queen (Reinkarnation von Donna Si#ummer) .der er untergeordnet schien und die es heute nur noch auf irgendwelchen Influencerinnen- oder Pornokanälen zu geben scheint, wurde man abgefangen,, da die beidem einem gleich erzählten, dass sie im US-Konsulat arbeiten würden, aber nicht wüssten, wo die Isarauen und das P 1/2 seien ,nur mal so eine Spritztour mit mir machen wollten, was ich ihnen dann zeigte, aber dachte: Was für eine Legende: Sie seien aus dem amerikanischen Konsulat und würden sich nicht in München auskennen´. und bräuchten einen Location Scout . Dann noch Sonnenstuhliegen mit spendierten Happy Hour-Drinks im P 1 mit Ausfragung und da dachte Ich mir; Ob der KGB auch solche Legenden und Konsulatsbeauftragte hat oder nur in Wodkaform? Nice try, aber völlig verblödet, scheinbar durch die Münchner Schicki- Mickiszene, wo man Partyanimals und nicht einmal das als solche als Kundschafter des Friedens auszuschicken schien-.damals out of the mission und jeder machte sein Ding.

Und sonst war ja alles harmlos und relaxed und easy. Nach der Banderra-Ermordung in den 50ern durch den KGB war ja nichts mehr Aufregendes geschehen und Titos Anschläge gegen Ustascha-Faschisten, zumal in Münchner Vororten oder bayerischen Dorfgaragen  interessierten uns beide nicht so sehr, weil eben Blockfreien-Bewegung und die Jugos noch vereint und keiner wollte die wie später in den 90ern zerfallen sehen.

Als dann eine Briefbombe bei RFE Mitte der 80er bei, Englischen Garten hochging horchte man erst mal auf, als dann Verfassungsschutzpräsident Hellenbroich den MSB Spartakus bezichtigte in ihren Roten Blättern eine Liste von Rüstungsvertretern abgedruckt zu haben, die für die RAF als Todesliste für den Siemens- Manager Beckurts-Mord, ja gleich ein Verbot und Massenverhaftung gefordert wurde, ja man als Mielketruppe und nicht Mischa Wolf dargestellt wurde, wurde es zwischenzeitlich etwas ungemütlicher und spannungsreicher.

Aber da waren eben auch noch die Attentate auf Reagan von Hickley, der Jodie Fster als Fan gefallen wollte, aber auch en guter Beknnaannter des Hauses Bushs war, , den Papst, wobei die USA über den Grauen Wolf Ali Agca eine „bulgarische Connection“ des KGBs zur Enthauptung des polnischen Widerstands witterten und umgekehrt seitens der KPdSU auf die P 2, CIA- Chef Casey und Vatikanbank und dem unter Londoner Brücken hängenden Calvi zurückgedeutet wurde, um in Polen einen Volksaufstand der Solidarnosc auszulösen. Dann auch Olaf Palme von einem La Rouche- Mann der EAP erschossen worden schien, während der schwedische König imd dessen deutsche Königin die am Sprachen- und Dolmetscher- Institut (SDI) ausgebildet wurde, gleichzeitig in München bei MBB weilte und Star Wars eine gute Idee fand im Gegensatz zu Willy Brandts Ostpolitik und Sozialistische Internationalen-Neutralismus ala Palme, ja der angebliche Attentäter dann in die USA emigrierte und dort von einem ehemaligen Polizisten ermordet wurde. Aber das Ganze entspannte sich dann wieder mit Gorbi, Und den nächsten Geheimdienstkrieg gab es dann wieder mit der Eröffnung des chinesischen Konsulats in München zwischen Eurasiern und Transatlantikernl´,

Nach dem Kalten Krieg wechselte dann Sascha Rahr zu Putin, sein Vater Gleb wurde von diesem rehabilitiert, rußischer Staatsbürger und von Putin wegen seiner Verdienste um die rußisch-orthodoxe Kirche ausgezeichnet . Mit Putin kam wieder der KGB nach Andropow an die Macht samt dem ganzen KGB-und Silowiki-Netzwerken. Von daher ist es interessant, dass Sascha  Rahr nun einen Zeitzeugen- Podcast auf YouTube gestartet hat, in dem der damalige KGB-Chef Juri Andropow als Reformkraft in der KPdSU, die letztendlich Gorbatschow an die Macht brachte geschildert wird.

Noch zum Podcast unseres neuen „KI- Iwans“ Rahr: RFE war ja nicht nur wie dort geschildert ein Forschungsinstitut oder nur Radiosender, sondern eben auch CIA- Filiale .Von daher verwundert es auch nicht, dass er bei seinem Projekt nebst Zugang zu den Archiven eben auch neueste Geheimdienstinformationen verarbeiten konnte, wobei er ja auch mal verdächtig wurde, ein KGB- Spion und Maulwurf zu sein. Wie dem auch se oder auch umgekehrt. Rahr behautet mit einem Computer als „erster KI“ gearbeitet zu haben. Vielleicht in Deutschland, denn es gab schon in den 60er Jahren im Pentagon einen Supercomputer Ada (Professor Kindermanns Tochter wurde nach ihm und Ada Lovelace, der angeblichen Erfinderin der Computersprache benannt) . Dieser wurde damals auch 1969 mit allen damals zugänglichen Daten über den Vietnamkrieg gefüttert und dann gefragt „Wann gewinnen wir den Krieg?“. Ada antwortete: „Wir haben ihn schon gewonnen“. Gut möglich, dass man deswegen auch die Andropow-Prognose damals für einen Computerfehler hielt und das dann eher als Flop einschätzte.

Richtig ist zwar, dass der KGB ein Repressionsapperat war, aber er war eben auch Auslandsgeheimdienst und seine Mitarbeiter waren nicht nur polyglotte Sprachgenies oder etwa Esperanto-Jünger, konnten nicht nur Fremdsprachen , sondern seine  Vertreter im Westen als Kundschafter des Friedens konnte ja vor Ort die gesellschaftliche, wirtschaftliche , technologische, kulturelle, politische und militärische reale Situation und Stand  im Westen sehen oder sllten die eben erforschen, anders als die Partei-Apperatschiks, die außer ein paar Staatsbesuchen nie die Sowjetunion verließen oder das Ausland nur durch ihre ideologische Parteibrille und Hören-Sagengeschichten wahrnahmen. Interessant in diesem Fall auch die Memoiren “The Treacherous Path“  des damaligen KGB- Spions Yakunin, der dann enger Vertrauter Putins wurde und damals in New York unter anderem auch in der UNO tätig war und im Zner von Wallstreet, Trumptower und anderem Umfeld agierte, ja auch nach dem Zerfall des Kommunismus in Rußland nach Vorbild des World Trade Centers ein rußisches Welthandelszentrum eröffnen wollte. Wobei auch interessant ist, dass ihm damals die US- Serie „Agentin mit Herz“ auffiel, in der eine Hausfrau massenhaft Nachbarn, die in Wahrheit KGB- Agenten waren als gute US- Patriotin überführte. Natürlich gibt er ein geschöntes Bild seiner KGB- Aktivität in de UA, aber ansonsten lese man mal John Barons „KGB“, das fast zeitgleich mit Thomas Powers „CIA“ herauskam. Wobei aber Casey und seine CIA da möglicherweise die KGB mit sensationellen Geheimdienst-Desinformationen bezüglich Star Wars/ SDI angefüttert und gemästet haben zu schien, Daß die Sowjets ernsthaft an dieses technologisch und finanziell gar nicht machbare Phantasieprojekt Reagans ernsthaft glaubten, ist schon erstaunlich. Casey hat da wohl den KGB ordentlich verarscht mit lauter Blaupausen von Wunderwaffen aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten, die wohl Panik des Politbüros vor einem Totrüsten auch im Weltall auslösten.

Die KGBler schrieben da eben auch recht ungeschminkte Berichte von dem Rückstand der UdSSR ihrem KGB- Chef Juri Andropow, der da eben ein immer bedrohlicheres Lagebild bekam, falls man nichts unternahm und deswegen kam wahrscheinlich der Impuls über Reformen nachzudenken, wie auch die Wahl zum KP- Chef gerade aus diesem Grund. Laut Rahr soll Andropow dann eben enge Kontakte zu Gorbatschow gehabt haben, mit diesem Reformen diskutiert haben und ihn als Perspektivreformer in Position gebracht habe .Scheinbar wollet aber Andropow eher Wirtschaftsreformen nach dem Vorbild Chinas, das mit seiner Öffnungspolitik und 4Modernisierungen ohne die fünfte Modernisierung, Demokratie, die Wei Jíngsheng gefordert hatte  unter Deng 1979 begonnen hatte, während Gorbatschow j a vor allem politische Reformen wollte, die dann wie bekanntlich aus der Sicht  Putins “die größte geopolitische Katastrophe des 21. Jahrhunderts“, das Ende der Sowjetunion einleitete. Zumal die Sowjetunion sich da auch zur Zeit von Chinas Öffnungspolitik und Straffkrieg gegen Vietnam ins Afghanistanabenteuer reinbegab, wobei da Andropows Position dazu bis heute unklar blieb und auch Rahr dazu nichts sagt oder sagen will,

Da man sich zu Zeiten des Kalten Kriegs und unter anderem der gegenseitigen Desinformations- und Agit-Prop-Kriege noch kennt, ist es eben wahrscheinlich, dass Sascha Rahr d mit dem Zeitzeugen- Podcast auch eine Megabotschaft/ Narrativ absetzen wollen könnte.: Der KGB als Reformkraft. Nun gut, KGB- Mann Putin dürfte das im Westen keiner mehr abnehmen. Aber Sascha Rahr trommelt ja schon öfters für de KGB-Netzwerk um die Patruschew als mögliche Putin-Nachfolger. So in Richtung KGB-/FSB-Chef und Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats Patruschew Vater als neuer Andropow 2.0, der Patruschew Sohnemann, der bei der Gazprom- und Agro-Bank als Vertreter und Lordsiegelhalter des Resource Empires als zivil- ökonomische Reformkraft , Modernisierer, Gorbi 2.0  und Kudrin 2.0 i einer Person nach Putin antreten könnte. Nun könnte man sagen, dass es keine Sippenhaft gibt, aber gerade wie ein Generationenkonflikt hört sich das nicht an, sondern eher als dynastische Kontinuität. Ob Patruschew jr. selbst beim KGB war der FSB noch ist wie sein Vater, wissen wir nicht und wird man auch nicht erfahren. Ich schätze mal die Osteuropäer würden das für ein weiteres Putin- Täuschmanöver und Tarnen sehen, wie auch nicht an die Aufgabe des imperialen russischen Denkens sehen. Aber das weiß vielleicht wirklich nur der KGB/FSB. Und so explizit hat das Sascha Rahr auch nicht ausgesprochen und behauptet.

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