Putin oder der Westen „am Limit“? Zeit für die westliche Forderung nach einer Waffenpause?

Putin oder der Westen „am Limit“? Zeit für die westliche Forderung nach einer Waffenpause?

Also irgendwann wird diese Siegespropagnada , dass man den Donbass und die Krim schnell zurückerobern könnte peinlich, jetzt soll auch noch nach dem Scheitern der ukrainischen Offensive, ihrem Soldatenmangel, dem Ausbleiben der US- Hilfe, der bröckelnden Einheit auch  seitens Polens, Ungarns und anderer EU- Länder für die Ukraine, Bidens 500 Sanktionen, der Zahlungsweigerung 1 chinesischen Bank an Rußland Putin und nicht die Ukraine und die immer weniger verbleibenden Teile des liberal-demokratischen  Westens, zumal noch mit Trump ante portas „am Limit“ sein.

So die voluntaristischen Durchhalteparolen und Endsiegesphantasien , die immer nur Rückschläge der Russen berichten, aber nicht die ukrainischen der westlichen. Nun in der TAZ mittels eines Interviews mit dem US- Historiker Timothy Snyder:

Historiker Snyder über Ukraine-Krieg: „Russland ist am Limit, wir nicht“

Die Lage der Ukraine ist schwierig, aber das Land könne gewinnen, sagt der Historiker Timothy Snyder. Das hänge von der Unterstützung des Westens ab.

Straßenszene mit blau-gelbem Graffiti-Schriftzug an einer Mauer

Eine Straßenszene mit patriotischem Graffiti in Odessa

Timothy Snyder zählt zu den wichtigsten US-Intellektuellen. Der britische Guardian nannte ihn kürzlich „den führenden Interpreten unserer dunklen Zeiten“. Auf Einladung der American Academy ist er für zwei Tage in Berlin. Am Vorabend hat er eine Vorlesung über ukrainische Geschichte als Teil der Weltgeschichte gehalten, jetzt sitzt er an einem langen Holztisch in der Bibliothek der American Academy. Der Blick geht durch die Fenster auf den Wannsee.

wochentaz: Herr Snyder, die Situation in der Ukraine ist düster. Die militärische Lage ist extrem schwierig, viele Menschen sind vom Kriegsalltag zermürbt. Sind Sie noch zuversichtlich, dass die Ukraine den Krieg gewinnen kann?

Timothy Snyder: Ganz sicher kann die Ukraine gewinnen. Das Problem sind nicht die Ukrainer, das Problem sind wir – Europa und Nordamerika. Wir verfügen zweifellos über die wirtschaftliche und industrielle Basis, um diesen Krieg zu entscheiden. Wir ziehen es aber vor, sie nur sehr langsam oder gar nicht einzusetzen. Darum muss die Ukraine jetzt ihre Munition stark rationieren. Und was die Stimmung betrifft: Auch da sind wir das größere Problem.

Wie meinen Sie das?

Ich denke da vor allem an uns Amerikaner. Wir reden uns ein, dass dieser Krieg ewig weitergehen wird. Und Russland ihn auf jeden Fall gewinnen wird. Die Russen sind sich sehr bewusst, dass Washington psychologisch verwundbarer ist als Kyjiw, und sie versuchen, diese Schwachstelle zu bearbeiten. Insofern: Ja, die Stimmung in der Ukraine ist zurzeit düster, aber aus objektiven Gründen. Diese können geändert werden – durch die Lieferung von mehr Waffen und anderer Unterstützung.

Die ukrainische Gegenoffensive hat nicht die Erfolge gebracht, die viele sich erhofften. Der Streit zwischen Präsident Selenskyj und Oberbefehlshaber Saluschnyi endete mit dessen Absetzung. Die Ukraine hat zu wenige neue Soldaten.

Es gibt aber eine Geschichte, über die westliche Medien nur wenig berichten – dass es der Ukraine gelungen ist, die russische Marine aus dem westlichen Teil des Schwarzen Meers zu vertreiben. Das hatte wirklich niemand erwartet. Damit hatte der Westen nicht so viel zu tun. Da wir es nicht für uns in Anspruch nehmen können, reden wir aber auch nicht so viel darüber.

Wir übersehen die Erfolge?

Es ist jedenfalls militärisch ein großer Erfolg. Wenn Russland das Schwarze Meer noch kontrollieren würde, würden wir nun große Geschichten darüber lesen, wie es Länder im Nahen Osten und in Afrika mit Hunger erpresst. Aber weil Russland das Schwarze Meer nicht kontrolliert, halten wir es plötzlich für selbstverständlich, dass die Ukraine ihr Getreide exportieren kann. Getreide, von dem hunderte Millionen Menschen abhängig sind.

Sie haben viele Kontakte in der Ukraine, sind oft dort. Was ist zurzeit die größte Herausforderung für die ukrainische Gesellschaft?

Die Trennungen der Familien, würde ich sagen. Viele Frauen und Kinder sind in EU-Länder geflüchtet, während die Männer meist geblieben sind. Und Mobilisierung ist so ein abstraktes Wort. Ich kenne mehrere Männer, die jetzt an die Front gehen. Für sie und ihre Familien ist das extrem schwierig, es macht ihnen Angst. Auch das Fehlen von genügend Flugabwehr und Artilleriemunition hat ganz konkrete Auswirkungen auf das Leben der Menschen, das ist keine militärische Abstraktion. Wenn die Ukrainer nicht genug Artillerie haben und die Russen einen Durchbruch erzielen, bedeutet das, dass mehr Ukrainer unter russischer Besatzung leben müssen. Das bedeutet mehr Morde, mehr Vergewaltigungen, mehr Entführungen von Kindern, mehr Folter. Für Ukrainer gibt es in diesem Krieg keinen Unterschied zwischen einer militärischen Lage und einer sozialen Erfahrung. Es läuft auf das Gleiche hinaus.

Was würde es bedeuten, wenn Russland den Krieg gewänne?

Das russische Kriegsziel ist die Zerstörung der ukrainischen Gesellschaft. Ein Sieg Russlands würde bedeuten, dass es eine europäische Nation weniger geben würde – und die anderen Europäer müssten damit leben. Alle, die glauben, dass die Demokratie scheitern muss, würden durch einen Sieg Russlands gestärkt. Wenn Chinesen oder Saudis diesen Krieg betrachten, gehen sie davon aus, dass es keinen Grund gibt, warum der Westen ihn verlieren sollte. Wenn der Westen der Ukraine nicht zum Sieg verhelfen kann, werden Diktatoren daraus schließen, dass die Demokratie schwach ist. Das wird Kriege künftig wahrscheinlicher machen.

Wladimir Putin hat Russland auf eine Kriegswirtschaft umgestellt und sich auf einen langen Abnutzungskrieg eingestellt. Sind Demokratien im Nachteil, weil sie ihre Wirtschaft nicht so leicht auf ein Ziel ausrichten können und die Politik immer die nächste Wahl im Blick hat?

Ich glaube nicht, dass Putins Zeithorizont so viel langfristiger ist. Er versucht im Moment bis zum Januar 2025 zu kommen und hofft, dass Donald Trump dann wieder ins Weiße Haus einzieht. Wir nehmen immer an: Wenn die Ukraine leidet, dann muss es Russland gut gehen. Das ist ein Trugschluss. Russland hat Probleme mit der Mobilisierung. Ein großer Teil des russischen Bruttoinlandsprodukts ist für den Krieg gebunden. Putin mobilisiert die Wirtschaft in einem Maße für den Krieg, die gefährlich für die russische Wirtschaft ist. Russland ist da am Limit, wir sind es nicht.

Wenn Sie sich den US-Wahlkampf anschauen, was erwarten Sie von diesem Jahr?

Es ist sehr schmerzhaft, das zu beobachten. Donald Trump droht offen mit dem Abriss der US-Demokratie. Er hat angekündigt, er werde am ersten Tag seiner Präsidentschaft das Aufstandsgesetz anwenden, um die Armee gegen seine Gegner einzusetzen. Ich denke aber, Biden wird gewinnen. Er ist der Amtsinhaber, der Wirtschaft geht es gut und Trumps juristische Probleme werden sich in den nächsten Monaten noch zuspitzen. Es herrscht aber gerade eine seltsame Stimmung: Viele Leute haben Biden gewählt, weil sie Normalität wollten. Jetzt, wo sie Normalität haben, sind sie davon ein wenig gelangweilt. Das macht Trump auf eine bizarre Weise attraktiv. Auch für die Medien. Die US-Presse ist gerade dabei, viele Fehler von 2016 zu wiederholen.

In Europa gibt es viele Diskussionen, ob man sich schon auf das Schlimmste vorbereiten sollte, auf Trumps Rückkehr.

Ich bin schon lange der Meinung, dass Europa in Sicherheitsfragen unabhängiger von den USA werden sollte. In diesem Jahr muss es das europäische Ziel sein, dass die Ukraine den Krieg nicht verliert. In den nächsten zwei, drei Jahren sollte es das Ziel sein, ihr zum Sieg zu verhelfen. Unabhängig davon, was die Amerikaner tun, denn wir Amerikaner sind zurzeit einfach unberechenbar. Wenn im November Trump gewinnen sollte, hätten die Europäer zumindest schon ein knappes Jahr Übung darin, Verantwortung für die Ukraine zu übernehmen.

Nach dem 24. Februar 2022 haben Sie Deutschland scharf dafür kritisiert, dass es so lang versucht hatte, eine besondere Beziehung zu Russland zu pflegen. Deutschland habe seine Vergangenheit mit Blick auf die Ukraine und den Zweiten Weltkrieg nicht richtig aufgearbeitet. Hat sich diesbezüglich etwas verändert?

Das Beste am öffentlichen Leben in Deutschland ist, dass es ernsthafte Debatten gibt und Menschen ihre Meinungen überprüfen und mitunter auch ändern. Ich habe den Eindruck, dass die Debatte in die richtige Richtung geht. Als ich 2017 eine Rede vor dem Bundestag gehalten habe, habe ich betont, dass Deutschland gerade wegen des Zweiten Weltkriegs eine besondere Verantwortung gegenüber der Ukraine hat. Viele Deutsche haben vor dem 24. Februar 2022 kaum darüber nachgedacht. Das hat sich geändert.

Sie nennen Russland ein faschistisches Land. Andere Historiker widersprechen. Es gebe keine Massenbewegung, die frenetisch einen Führer trägt. Die meisten Russen würden sich einfach nur bedeckt halten.

Vor dem großen Angriffskrieg war ich mit der Formulierung noch vorsichtig. Ich habe von den Zügen einer faschistischen Ideologie gesprochen. Es gibt in der russischen Öffentlichkeit wichtige Stimmen, die eindeutig faschistisch sind. Putin selbst zitiert immer wieder Iwan Iljin, einen klassischen christlichen Faschisten. In der Tat fehlte das Moment der Massenmobilisierung. Wie sich das mit dem Krieg verändert hat, ist schwer zu sagen.

Dafür wissen wir zu wenig, was im Land vorgeht. Aber es gibt eigentlich nur eine Partei, einen Führerkult, ein Propagandamonopol und eine Tendenz, die Welt im Sinne einer Verschwörung zu interpretieren. Der Krieg selbst ist auch ein Indiz. Es geht darum, eine andere Gesellschaft zu zerstören. Putin will außerdem zeigen, dass das internationale Rechtssystem nur eine Farce ist und es letztlich nur um Macht geht.

Geschichte ist in diesem Krieg zu einem politischen Schlachtfeld geworden. Putin bezieht sich auf historische Ereignisse, um den Überfall zu legitimieren.

Was Putin betreibt, ist keine Geschichtsschreibung. Es ist Erinnerungspolitik. Putins Sicht lässt sich so zusammenfassen: Wir Russen waren schon immer hier. Wir sind unschuldig. Die Schuld liegt bei den Anderen. Deshalb gilt: Egal, was wir tun, ihr könnt uns nicht kritisieren. Wir allein können bestimmen, wo unsere Grenzen sind. Es ist bemerkenswert, wie die Ukrainer darauf reagiert haben. Sie haben nicht gesagt: Na ja, aber wir waren doch zuerst hier. Sie haben gesagt: Wir sind eine komplizierte Gesellschaft und kommen von überall her. Aber für uns geht es in diesem Krieg nicht um die Vergangenheit, sondern um die Zukunft, über die wir selber entscheiden wollen.

IM INTERVIEW:

TIMOTHY SNYDER

Timothy Snyder

Foto: Annette Hornischer/American Academy in Berlin

Jahrgang 1969, ist Professor für Geschichte an der Yale University, USA. Zu seinen Schwerpunkten gehören Osteuropäische Geschichte und Holocaustforschung. Die erste Folge seiner Yale-Vorlesung über die Geschichte der Ukraine hat auf Youtube über 1,5 Millionen Klicks.

Historiker Snyder über Ukraine-Krieg: „Russland ist am Limit, wir nicht“ – taz.de

Ja, egal, was für eine „Autorität“ er ist (zumal Holocaustforschung und jeder Kritiker, der sein Analyse nicht teilt ist dann Antisemit?), und wieviele Klicks (also hätten irgendwelche Verschwörungsmythologen und Putin oder die AfD nicht auch hohe Klickzahlen und gelte, dass Millionen BILD- Leser nicht irren könnten quasi verblödeten Massen) – Message : Biden Last hope.4 more years und dann genug Millitärhilfe, um Putin aus dem Donbass und der Krim zu vertreiben und vielleicht auch zu stürzen, da er „am Limit“ sei. Als würde Trump und die Trumpisten dann verschwinden, Nickey Hale dann die GOP übernehmen und von de Trumpisten,, Tea Partyleuten und Schlimmeren säubern und neuaufstellen oder nicht weiter Biden über das Repräsentantenhaus blockieren und paralysieren, wenn Trump wegen rigged elections gehofft wird, dann endlich den Wahlsieg Bidens anzuerkennen und brav und ruhig zu werden. Die alte GOP ist Geschichte, sie hat sich radikalisieret und zu glauben dass sie die Trumpisten und Tea-Partyleute nochmals loswerden könnte nach dessem erfolgreichen Entrismus und Verankerung ist so realistisch, als könnte Weidel die AfD noch Höckefrei bekommen. Wobei die GOP weiß, falls sie sich spaltet, das auch das Ende der Republikaner wäre  im US- Zweiparteiensystem , während Weidel ja noch zu hoffen scheint, wenn sie im Mehrparteiensystem der BRD  den Weg Meuthens und Petrys gehen könnte in der Hoffnung auf mehr Erfolg, da die AfD ja inzwischen auch grö0er ist als noch unter Petry und Meuthen.

Ansonsten beachtlich, dass Snyder immer noch von einem möglichen „Sieg“ der Ukrainer faselt, wo die gerade ein Niederlage verhindern will und sich auch nicht sicher ist, ob Putin nicht noch nach Odessa vordringen will oder dazu fähig ist.. Nun ja, einer der bedeutendsten US-Intellektuellen. Dann muss es ja stimmen, oder? Einfach mal sagen, dass man schlechte Karten hat, eben noch alle Kräfte mobilisieren muss, um ein weiteres Vordringen Putins zu verhindern, mal einfach nicht mehr den Abzug Putins aus der Ukraine zu fordern, sondern erst mal eine Waffenpause, auch wenn Putin dies nicht machen sollte, dann steht er als der bad guy da,  wäre realistischer, als sich selbst immer weiter als Kriegstreiber, der nicht mal verbal einen Kompromiss sucht, aufrechtzuerhalten und nach dem Motto handelt, dass auch George  Washington oder Churchill isoliert war, aber dann durch eine glückliche und wundersame Kriegsswendung siegten oder wie Goebbels hoffte, dass der Tod von Roosevelt die Kriegswende bringen würde. Wobei Putin ja ähnlich auf Trump hofft, um die endgültige Kriegswende, nicht nur in der Ukraine, sondern auch Europa herbeiführen zu können. Dass Baerbock Putin auffordert, den Krieg einfach zu beenden, hätte man schon früher machen sollen, weniger in der Hoffnung, dass er das machen würde, sondern als Entlarvung, dass er eine Eigenverantwortlichkeit hat und es sehr wohl eine Art diplomatisches Angebot gibt. Zudem von utopischen Endsiegzielen der Befreiung des Donbass und der Krim abrücken, die solche Leute wie Timothy Snyder immer noch verkünden. Da wirkt man eben als Kriegstreiber, Prinzipienreiter und Utopist. Wie es aussieht jagt ja Putin jetzt auch Baerbock bei ihrem Ukrainebesuch mit Drohnen gleich selbst bedroht nach dem Nawalnymord. Interessant, dass die Ukraine jetzt auch Friedensverhandlungen anbietet.

Auch interessante Entwicklung in der Propaganda scheinbar antimilitaristischer Friedenspropaganda in Internet und den sozialen Medien: Jetzt wird vermehrt der Klimaschutz auch als Argument gegen das Militär und Kriege in Anschlag gebracht. Es gibt sicherlich gut meinend Öko-Paxe, die das in bester Absicht unter dieser Kategorie ausschließlich verengt betrachten. Die Zahlen des ökologischen CO2- Abdrucks von Militärs und ökologischen Folgen scheinen auf den ersten Blick imposant. Dass ohne Abschreckung und Manöver noch mehr Kriege rauskommen könnten und Schlimmeres als ökologische Folgen, wird da dezent übergangen. Auch hat das Ganze wieder eine beträchtliche Schlagseite, da wieder mal nur das US-Militär auf der Anklagebank sitzt. Zudem interessant, dass es eine Stoppt Rammstein-Initiative gibt, die da plötzlich auch ihr Klimaschutzherz entdeckt. Wäre interessant zu wissen, wer diese Initiative ist. Möglicherweise entdecken da Putin und Wagenknecht plötzlich trotz fossilen OPEC plus-Gazprom-Resource Empire und russischem Krieg in der Ukraine ihre öko-pazifistische Ader als Ökopaxe und initieren noch ein Friday for Rammstein. Gemäß der neuen Dominotheorie: Fällt Rammstein, fällt Europa. Und Höche könnte sich dann in einer Hufeisen- Zangenoperation auch noch einbringen.

Derweil auch Versuche einer neuen Friedensbewegung, die aber bisher recht marginal bleibt.

FRIEDENSDEMO IN FRANKFURT: „Deutschland muss friedenstüchtig werden“

  • VON JANINA GERHARDT-RIEMER
  • -AKTUALISIERT AM 24.02.2024-19:10

Rund 20 Friedensinitiativen hatten zu einer Kundgebung gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine aufgerufen. Sie lief nicht ganz ungestört ab.

Wie der Weg zum Frieden in der Ukraine aussieht, darüber gehen die Meinungen auseinander: Mehr Waffen oder weniger? Sind Verhandlungen mit Putin möglich? Bei einer Kundgebung von Friedensinitiativen unter dem Motto: „Stoppt das Töten in der Ukraine“, die sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht, treten unvermittelt zwei ukrainische Frauen auf die Bühne. „Russland mordet Kinder“, schreit eine von ihnen immer wieder ins Mikrofon. Die Moderatorin der Veranstaltung weist die Frauen darauf hin, dass es sich um eine Kundgebung und nicht um eine Diskussionsveranstaltung handle.

Ein Bündnis aus 20 politischen und kirchlichen Friedensgruppen hatte zu der Demonstration aufgerufen, am zweiten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine. Rund 400 Menschen hatten sich an der Frankfurter Hauptwache versammelt, die Veranstalter hatten im Vorfeld 800 Teilnehmer erwartet. Thomas Carl Schwoerer, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, eröffnete mit seiner Rede die Kundgebung. „Hunderttausende sind schon in diesem Krieg gestorben. Es dürfen ihm nicht weitere Abertausende zum Opfer fallen“, sagte Schwoerer. Er forderte, stärkere diplomatische Bemühungen von der Bundesregierung, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Weder Russland noch die Ukraine hätten eine Chance diesen Krieg zu gewinnen, in dem es sowieso nur Verlierer geben könne. Die Teilnehmer applaudierten laut. Auf einem Schild stand „Was, wenn es deine Söhne wären?“, auf einem anderen „Wollt ihr den totalen Krieg?“.

Margot Käßmann: „Deutschland muss friedenstüchtig werden“ (faz.net)

Moralwachtel Käßmann mal wieder ganz vorne dabei mit der Parole „Deutschland muss nicht kriegstüchtig, sondern friedenstüchtig werden“. Sie kritisiert Befürworter der Waffenlieferungen, dass diese von bequemen Fernsehsofa aus den Krieg ánheizten und für den weiteren Tod Hunderttausender junger ukrainischer und russischer Menschen verantwortlich seien, Zu Putin kein Wort oder dass dieser mal eine Waffenruhe einlegen oder einfach stoppen solle. Dass diese Rotwein-, wenn schon nicht Schnapsdrossel da auch mit ihrem Pazifismusgeschwätz und für sie und ihrem Zaungast- Kaffeekränzchen folgenlosen Ratschlägen aus der Ferne da ebenso den Tod Hunderttausender befeuern könnte, zumal   auch aus geselligen Kaffee- und Rotweinrunden ihrer EKD- Frauen- und Oma gegen Rechts- Kaffeekränzchen am grünen Tisch, o man sich mal wieder mehr Harmoniewünsch, damit man am Abend in Ruhe du Frieden Rosamunde Pilcher und Uta Danella sehen kann.. Sie meinte ja auch mal, wenn man mit der Taliban einen Friedenstee trinken würde, die doch ganz nette Täubchen und Frauenrechtler würden.400 Teilnehmer statt 800 ist nicht gerade ein direktes Anknüpfen an die Million Friedensbewegter samt Menschenkette und Bonner Hofgarten in den 80ern.Wohl nicht ein steiler Startup und Take off, da bekamen ja Alice Schwarzer, Wagenknecht und General Vad noch mehr bei ihrer Berliner Demo am Brandenburger Tor zusammen, wobei General Vad da so der einzige scheint, der von militärischen Belangen noch irgendwie Ahnung haben könnte, aber scheinbar nur geduldet wurde, das er mal Berater der Frau Merkel war und weniger als Mann und Militär-Die seltene und vom Aussterben bedrohte verblieben Spezies grüner Petra Kelly- Pazifisten tun sich schwer auf der Demo, da sie eben der Partei der „Kriegstreiber“ angehörten. DfG/VK-Opas gegen Krieg-Veteranen auch dabei und christliche Gruppen, wahrscheinlich ml wieder Pax Christi. Oder haben die sich inzwischen auch schon gespalten? Was ist eigentlich die offizielle Position der evangelischen Kirche zum Ukrainekrieg? Haben die Käßmann geschickt oder tritt sie da als zweite Lutherin und Kirchenspalterin auf?

Scheinbar interessiert die Ukraine gerade keinen so trotz Nawalnymord und sind die Leute bei mehr innenpolitisch interessiert und bei den Massendemos gegen rechts. Da kommt das dann wahrscheinlich indirekt wieder rein mit AfD und BSW als Putin-Parteien.

Wolf Biermann darf natürlich liedermachermäßig auch nicht fehlen: „Soldaten sind sich alle gleich, lebendig oder als Leich“. Schwerter zu Pflugscharen und Global Zero. Ja und dann wieder heim zum heimeligen Kaffee- Kränzchen mit Rotwein mit der evangelischen Kaffee- Oma gegen rechts- Frauengruppe. und andere anklagen, weil sie nicht selbst kämpfen im Krieg wollen. Naja, solche Fragen scheiden ja für bequeme und feige Zivilgesellschaftspazifistinnen ohnehin aus und vielleicht lädt Putin Käßmann ja noch zum Friedenstee ein, wenn es schon mit den Taliban nichts wurde.

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