Internationaler Frauentag und die Dekonstruktion von Judith Butlers woken, postkolonialen, postmodernen Gender- Narrativen

Internationaler Frauentag und die Dekonstruktion von Judith Butlers woken, postkolonialen, postmodernen Gender- Narrativen

Interessant. Weltfrauentag und meine Schwestern und viele anderen Frauen und deren Umfeld, wussten gar nicht, dass Weltfrauentag ist und was das ist und ich musste ihnen das erklären. Viele, die es wissen, oder am Rande im Fernsehen mitbekommt. interessiert es aber nicht sonderlich. Anders in den ex- oder kommunistischen  Staaten, wo der Internationale Frauentag staatsverordnet war und auch begangen wurde, die Frauenemanzipation in Sachen Erwerbstätigkeit, Eigenständigkeit der Frau im Ostblock scheinbar weiter gediehen war, wenngleich auch dort immer noch die traditionellen Rollenverteilungen vorherrschten, was man auch in Führungsgremien von Regierung, Politbüro, Partei bis Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur in obersten Rängen sehen konnte, nun aber nach Fall es Kommunismus seitens rechter und autoritärer Regime wie Orban oder Polens PiS wieder zurückgedrängt wird. Zudem es eben auch viele und wertekonservative Frauen gibt, die vielleicht noch bei Gendergap und Lebensbedingungen für Frauen da Schnittmengen haben ,aber schon bei Familienwerten, Rolle der Frau und eigenem Selbstverständnis andere Vorstellungen als ihre linken Vorsprecherinnen haben, wenngleich auch heutige rechte Frauen emanzipierter sind als ihre Vorgängerinnen, ja auch selbst in Führungspositionen drängen, wie Magareth Thatcher. Marine Le Pen, Giorgia Mellloni oder Alice Weidel (zudem auch lesbisch). Doch auch der Feminismus ist spätesten s seit Judith Butler in das traditionelle Feminstinnenlager und nun das woke postkoloniale, postmoderne Genderfeminist*innen Lager spalten und auch am Falls Islamismus, Gazakrieg, Frauenproteste im Iran zeigt sich diese Spaltung im Feminismus sehr deutlich, wie auch in der Restlinken. Wobei Sahra Wagenknecht zwar gerne seitens Alice Schwarzer wie schon “die mächtigste Frau der Welt“ Merkel erst mal nur als Frau gesehen wird, obgleich sie nicht sonderlich feminsitische oder Frauenthemen vertritt,, zumal als linke Frau, als bessere neue Rosa Luxemburg, der vielleicht auch noch die feministische Filmemacherin Magarethe von Trotha mal einen Film in ihrer Reihe von Große Frauen der Weltgeschichte oder Deutschen Geschichte ala Hannah Arendt, Hildegard von Bingen bis Gudrun Enslin widmen könnte. Jedenfalls beichtet die grüne Taz euphorisch die Berliner Frauentagsdemo, die scheinbar auch nicht mehr als den Kreis der üblich berühmt- berüchtigten eigenen Blase zu mobilisieren scheint, zumal in anderen Städten eben viel kleiner ausfiel, ja nicht einmal an einen CSD- oder Gaypride oder ähnliches ranreicht. Ob Teilnahme von Männern auch erwünscht war, da lieber Geschlechtertrennung praktizierte oder in seiner Me Too-safe space- Frauenaktivistinnenblase ohne toxische Männlichkeit toxische Weiblichkeit lieber allein abfeiern wollte, bliebt unklar. bleibt unbekannt.

„Internationaler Frauenkampftag: Gleicher Lohn statt Blumen

Tausend gingen anlässlich des Internationalen Frauentags in Berlin auf die Straße. Das zentrale Thema: Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen.

BERLIN taz | Der Himmel ist strahlend blau, Regenbogenfahnen wehen, auch Antifaflaggen sind zu sehen. Von der Bühne trällert das Lied „Supergirl“ unter reger Mitsingbeteiligung der Demonstrant*innen: „Sie ist stets bereit, Supergirl, schau was sie alles kann.“ Anlässlich des Internationalen Frauentags, der in Berlin ein Feiertag ist, hat ein Bündnis aus Gewerkschaften und Initiativen an diesem Freitag zu einer Demonstration vom Kreuzberger Oranienplatz zum Brandenburger Tor aufgerufen. Laut Veranstaltern sind es bei der Kundgebung am Ende 8.000 bis 10.000 Teilnehmende, die Polizei spricht von 4.500 Menschen.

Viele Menschen tragen selbst gebastelte Schilder, einige auch großflächige Transparente. Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen lautet die zentrale Forderung. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die zu den Demo-Organisatoren gehört, fordert: Mehr „Funktionsstellen an Grundschulen und Förderzentren“, da vor allem der prozentuale Anteil von weiblichen Beschäftigten je nach Schulform stark variiere.

„Mehr Karrierewege für Erzieher*innen“ lautet eine andere Forderung, der sich auch zwei Erzieherinnen aus dem Wedding anschließen, die zu der Demo gekommen sind. „Ich arbeite für einen freien Träger mit Sitz im ehemaligen Osten, dementsprechend werde ich entlohnt“, erzählte eine der beiden der taz. Die Entlohnung mache schon einen Unterschied, gerade wenn „man in Berlin wohnt.

Demonstration schon am Vorabend

Schon am Vorabend waren rund 100 Menschen zu einer Kundgebung zum Rosa-Luxemburg Platz gekommen. Die IL Berlin, Deutsche Wohnen & Co enteignen und das Netzwerk gegen Femizide wollten unter dem Motto „Patriarchat enteignen!„auf die Verknüpfung von Femiziden mit der Wohnungsfrage aufmerksam machen. Zu den Teilnehmenden gehörten auch Flinta*. Flinta* ist ein inklusiver Begriff für Frauen, Lesben, aber auch für intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.

„Die Häuser denen, die Schutz brauchen“ und „Patriarchat enteignen“ skandierten die Teilnehmenden. Auch Alina Bongk, queere Mutter von zwei Kindern, kennt das Wohungsproblem. „Ich lebe seit 20 Jahren hier und bekomme im Bekannten- und Freundeskreis mit, wie schwer es für Betroffene ist, eine Wohnung zu finden,“ sagte sie zur taz. Es handele sich um ein strukturelles Problem, dass nur durch staatliche Unterstützung und Enteignung privater Immobilienunternehmen gelöst werden könne.

„Die Miet- und Wohnungspolitik müsste feministisch gedacht werden, um Opfern patriarchaler Gewalt Schutz bieten zu können“, sagte einer der Sprecher nach der Kundgebung zur taz. „In Deutschland fehlen rund 14.000 Plätze in Frauenhäusern.“

Über 1 Millionen Ber­li­ne­r*in­nen hatten 2021 für eine Enteignung der Wohnkonzerne gestimmt. „Beim Zugang zum Wohnungsmarkt sind wir strukturell benachteiligt“, so der Sprecher weiter. Das liege am so genannten Gender-Pay Gap, der noch immer bei 18 Prozent liege. „Wir Flinta* arbeiten nicht weniger, sondern übernehmen in unserer Gesellschaft den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit.“ Auch der „aktuell kapitalistische Wohnungsmarkt“ dränge viele Personen in Abhängigkeitsverhältnisse, was oft zu Femiziden führe.

Viele Versammlungen am Frauentag

Am Frauentag selbst waren bis zum Abend mehrere Demonstrationen und Kundgebungen in der Hauptstadt geplant. Auch aus der linksradikalen Szene waren Demonstrationen in Friedrichshain und Kreuzberg angemeldet mit jeweils mehreren Hundert Menschen. Die mit Anstand größte Demo war aber die am Mittag. Die im Vorfeld von der GEW gegenüber der taz geäußerte Hoffnung auf „eine große, kraftvolle Demo zum feministischen Kampftag“ hat sich erfüllt.

Unweit des Brandenburger Tors versammelten sich am frühen Nachmittag auf der Straße Unter den Linden laut Polizei etwa 4000 Menschen zu einer weiteren Versammlung. Mehrere trugen propalästinensische Flaggen mit sich. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde auch ein verbotenes Lied abgespielt. Da dies gegen die Auflagen verstoßen habe, sei die Versammlungsleitung aufgefordert worden dafür zu sorgen, dass sich das nicht wiederhole. Zudem sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte der Sprecher.

Internationaler Frauenkampftag: Gleicher Lohn statt Blumen – taz.de

In Berlin ist der Frauentag gleich Feiertag , „Frauenkampftag“ und die übliche Szene unterwegs, auch hier die linksradikale Szene Friedrichshain-Kreuzberg. Klette diesmal nicht dabei wie beim Karneval der Kulturen, dafür soll es gestern eine Demo mit einigen Hunderten gegeben haben in Berlin, die ihre Freilassung forderten. Nicht, dass dieser Gefangenenbefreiungszirkus der 2.Generation wieder los geht. Aber momentan scheint ja die Vulkangruppe da alles zu absorbieren.

Über Frauentag in Rußland wurde nicht groß berichtet, aber Obermacho und starker Mann Putin betont ja wieder sehr traditionelle Frauenbilder, hat sich mit der Rußisch- Orthodoxen Kirche diesbezüglich vereint, fordert die Frauen auf, mehr Kinder u bekommen als patriotische Pflicht angesichts demographischem Schwund wie in allen Industriestaaten, dem Rechte in den USA mit Abtreibungsverbot wie in Polen oder gar dem Verbot von Verhütungsmittel entgegensteuern wollen,  und nun auch Hunderttausenden i Ukrainekrieg gefallener Russen.

In der Zeitung der KP China Global Times zu  Frauentag nur ein kurzer Bericht, wie gut es den Frauen in China geht. Scheinbar ist mehr traditionelle Frauenrolle, Kinderkriegen und neue Männlichkeit unter Xi a gesagt, was auch Julia Haes vom China Institut der Deutschen Wirtschaft (CIDW)  beklagt. Die Tage des Weltfrauengipfels in Peking in den 90ern mit Hillary Clinton scheinen vorbei. Das findet eher noch Platz in Davos, wo es eine Frauenrunde von Lagarde, Merkel und Ivanka Trump als mächtige Frauen gab. Aber Merkel ist auch Geschichte und nicht mehr „mächtigste Frau der Welt“.

In DER Zeitung der KP China erst das obligatorische Mao-Zitat von den Frauen als der Hälfte des Himmels. Dann das in China alles klasse ist bei Gleichberechtigung. Eine Taikonautin, Frauen im Militär, Sport, Mitglieder*innen des Scheinparlaments NVK, und Skifahrerin werden angeführt und der gute Gesundheitszustand der chinesischen Frauen im weltweiten WHO-Vergleich. Statistiken werden lieber vermieden, da sehe es dann vielleicht doch nicht so weiblich aus, wenngleich verwundert, dass die doch nicht so wenigen weiblichen Unternehmerinnen gar nicht so erwähnt werden. Von der Lage der Arbeiterinnen und Bäuerinnen scheinbar besser keine Erwähnung, bestenfalls mal ein Bild von einer Textilarbeiterin. CEO-Quoten Gender Pay Gap, häusliche Gewalt, Femizid, Frauenanteile in Wirtschaft, Politik/Partei/Politbüro, etc, neue Männlichkeit, alles keine Themen und in China nicht existent. Me Too seit dem Fall von Peng Shuai wird tunlichst auch zensiert und verschwiegen.

Chinese women seek self, empowered to build a stronger society

The Power of Her

By Global TimesPublished: Mar 07, 2024 10:02 PMChinese skier Xu Mengtao celebrates her victory with a national flag after winning the Beijing 2022 Winter Olympics Freestyle Skiing Women's Aerials Final, in Zhangjiakou, North China's Hebei Province, on February 14, 2022. Photo: VCG

Chinese skier Xu Mengtao celebrates her victory with a national flag after winning the Beijing 2022 Winter Olympics Freestyle Skiing Women’s Aerials Final, in Zhangjiakou, North China’s Hebei Province, on February 14, 2022. Photo: VCG

March 8 marks International Women’s Day. This year, the official theme of the United Nations observance of the day is „Invest in women: Accelerate progress.“

In China, there is a saying, „Women hold up half the sky,“ which affirms women’s pursuit of dreams and achievements in their careers. In modern terminology, this is called „the power of her.“      

There have been many outstanding women in Chinese history. In the new era, Chinese women in various industries are continuing to promote self-respect, self-confidence, self-reliance and self-improvement, resonating their personal dreams with national development. 

Chinese women are increasingly playing an important part in building a stronger country.  

They actively participate in the country’s whole-process people’s democracy, showing their talents in the great rejuvenation of the Chinese nation. According to the list published on the website of the National People’s Congress (NPC) and the National Committee of the Chinese People’s Political Consultative Conference (CPPCC), there are 790 female deputies to the 14th NPC, accounting for 26.54 percent of the total, and 487 female members of the National Committee CPPCC. 

These female top legislators and political advisors play a major role in speaking up for Chinese women, especially those in remote and undeveloped areas. They also provide a female perspective in many livelihood issues like education, fertility and employment, in order to help Chinese governments solve relevant problems while taking gender equality into account.            

Far out in space, the first Chinese female taikonaut Liu Yang arrived there in the Shenzhou-9 spacecraft in 2012. On November 7, 2021, Wang Yaping became China’s first female astronaut to walk in space. In the history of human spacewalks, the beautiful figure of a Chinese female astronaut finally appeared for the first time.

On the field of sports, Chinese skier Xu Mengtao remained determined and stepped onto the Winter Olympics stage for the fourth time in 2022 despite being plagued by injuries. Finally, she scored 108.61 to win gold in the women’s freestyle skiing aerials at the Beijing Winter Olympics, interpreting the power of dreams with her resilient will. Zhang Weili became China’s as well as Asia’s first Ultimate Fighting Championship (UFC) champion in 2019, demonstrating the power of Chinese women to the world with her fists.

Not to mention that the spirit of perseverance, courage and unity of the Chinese women’s volleyball team is widely recognized and admired in China, becoming a spiritual symbol and role model. 

No matter if they are in the military, or in ordinary posts in factories… the power of women is never absent. They can be seen fighting in every position and every field during China’s journey of development.

While applauding their shining moments, China is also providing stronger guarantees for the work and life of women. China has established a comprehensive legal system to protect women’s rights, including more than 100 laws and regulations. 

It has been listed by the World Health Organization as one of the top 10 countries with high performance in women and children’s health, and has basically eliminated the gender gap in compulsory education.

The dividends brought by policies have effectively activated „the power of her“ in the development of our society, allowing more women to be active on the stage of the new era. 

The average life expectancy of women exceeds 80 years, the gender gap in compulsory education has been basically eliminated, the proportion of female students in various higher education institutions exceeds that of male students, and the proportion of women in the total employed population remains above 40 percent. 

„The power of her“ will continue to growing in the new era in China, continuing to write new stories about „half the sky.“

Global TimesThe first Chinese female taikonaut Liu Yang wave to the crowd at the send-off ceremony for the Shenzhou-9 spacecraft at Jiuquan Satellite Launch Center in Northwest China's Gansu Province on June 16, 2012. Photo: VCG

The first Chinese female taikonaut Liu Yang waves to the crowd at the send-off ceremony for the Shenzhou-9 spacecraft at Jiuquan Satellite Launch Center in Northwest China’s Gansu Province on June 16, 2012. Photo: VCGChinese female boxer Zhang Weili reacts after her victory over Amanda Lemos of Brazil in the Ultimate Fighting Championship (UFC) strawweight championship fight during the UFC 292 event in Boston, the US, on August 19, 2023. Photo: VCG

Chinese female boxer Zhang Weili reacts after her victory over Amanda Lemos of Brazil in the Ultimate Fighting Championship (UFC) strawweight championship fight during the UFC 292 event in Boston, the US, on August 19, 2023. Photo: VCGFemale deputies to the National People's Congress from the Chongqing delegation approach the meeting venue during the two sessions in Beijing. Photo: VCG

Female deputies to the National People’s Congress from the Chongqing delegation approach the meeting venue during the two sessions in Beijing. Photo: VCGAthletes of China celebrate after defend champion in the Women's Gold Medal Match of Volleyball between China and Japan at the 19th Asian Games in Hangzhou, East China's Zhejiang Province, on October 7, 2023.  Photo: VCG

Athletes of China celebrate after defending champion in the Women’s Gold Medal Match of Volleyball between China and Japan at the 19th Asian Games in Hangzhou, East China’s Zhejiang Province, on October 7, 2023. Photo: VCGFemale workers rush to make horse-face skirts in a factory in the Caoxian county, East China's Shandong Province, on March 4, 2024. The sales of horse-face skirt produced in the county reached around 400 million yuan ($55.6 million) in January 2024. Photo: VCG

Female workers rush to make horse-face skirts in a factory in the Caoxian county, East China’s Shandong Province, on March 4, 2024. The sales of horse-face skirt produced in the county reached around 400 million yuan ($55.6 million) in January 2024. Photo: VCGFemale sailors on the Guiyang ship wave goodbye as the 36th batch of naval escort fleet set sail from a port in Qingdao, East China's Shandong Province, on September 3, 2020, heading to the Gulf of Aden. Photo: VCG

Female sailors on the Guiyang ship wave goodbye as the 36th batch of naval escort fleet set sail from a port in Qingdao, East China’s Shandong Province, on September 3, 2020, heading to the Gulf of Aden. Photo: VCG

Chinese women seek self, empowered to build a stronger society – Global Times

Ein befreundeter Sinologe meinte noch:

„Ich habe den Weltfrauentag zum ersten Mal 1993 oder 1994 bewusst erlebt. Das war in China. In Westdeutschland gab es das nicht – ein sozialistischer Brauch, der aber danach in den Westen rüberschwappte. Man sieht daran sehr schön, dass unsere Bundesrepublik die DDR nicht einfach übernahm. Sie wurde selbst davon beeinflusst. Und das Ergebnis ist der Feminismus von heute mit all diesen durch die USA angereicherten Genderdingen – kein Wunder, dass die KP da keine Lust mehr drauf hat.“

 In den deutschen ÖR vor allem Berichte über Unternehmerinnen und Managerinnen und die noch nicht erfüllte DAX-Quote und Gender Pay Gap und Mindestlohn Schleckerfrauen interessierten da nicht, wobei da auch noch die Frage wäre, ob denn die weiblichen CEOs auch bereit wären ihren proletarischen Schwestern freiwillig und aus der vielbeschworenen Frauensolidarität auch höhere Löhne oder gar Mindestlöhne zu zahlen, wenn es der Arbeitskräftemangel nicht gerade zwangsmäßig erfordert oder da nicht zu hohe Personalkosten und die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes und des Standort Deutschlands wie bei männlichen Kostencontrollern und Managern zitiert werden. Ob da Sozialgeschwisterlichkeit klassenübergreifend von den neuen Kapitalistinnen angesagt wäre. Wohl weniger anzunehmen. Deswegen bleibt Sahra Wagenknecht auch bei bewährten traditionellen Gegensatz von Lohnarbeit/ Kapital, ist auch keine besondere Freundin der Teilung oder Spaltung der Arbeiter*innenklasse in Geschlechter oder nach Geschlechtsorientierungen oder gar Genderfeminismus, zumal das bei den GDL. UfO, Verdi und sonstigen Streiks auch momentan nicht die Frage scheint, sondern man und frau samt PoC  geschlechtsunabhängig und Black and white unite  in Einheit streikt.

Interessant aber, dass nun seitens eines Teils der Linken und Feminst*innen nun mit der Erfinderin und Mutter alles woken, postkolonialen, postmodernen Genderfeminismus Judith Butler abgerechnet wird- am offensichtlichsten ist das bei der grünen taz:

„Judith Butler und ihr Werk: Intellektuell nackt

Die Philosophin Judith Butler hat jüngst mit Relativierungen der Massaker vom 7. Oktober auf sich aufmerksam gemacht. War das überraschend?

Judith Butler diskutierend auf einem Podium mit roter Lederjacke

Philosophin Judith ButlerFoto: Paco Freire/imago

Die Aussagen, die diese US-amerikanische Philosophin in Paris tätigte, waren ja nicht neu, sie hätten nicht schockieren müssen, weil ihre Aversion gegen den aus zionistischen Motiven gegründeten Staat Israel notorisch ist: Dass Judith Butler die Hamas (und die Hisbollah an der Nordgrenze Israels mit ihren iranisch abgesegneten Bomben) für akzeptable Alliierte im globalen Kampf der Linken hält, war schon 2014/15 bei Tagungen und in Statements in Berkeley wie in Mexiko-Stadt bekannt geworden.

Akut neu für Butlers Blick war lediglich, wie sehr sie nachgerade verschwörungsbewusst das Maß der sexuellen Gewalt gegen israelische Frauen (und Männer) und ihre Kinder bagatellisierte. Weiß man’s?, fragte sie in der Runde, die per Snippet auch auf Youtube nachhörbar ist, sie jedenfalls, führte sie aus, würde gern die Dokumente sehen. Um nachzusetzen, dass, selbst wenn es so wäre, dass israelische Frauen massakriert wurden, das Leid von Palästinenserinnen unbenannt bliebe.

Als ob das der Fall wäre! Alle propalästinensische Propaganda (ob wahr oder nicht) setzt seit Mitte Oktober auf Empörung ob der militärischen Folgen der Verfolgung der Hamas in Gaza: Frauen und Kinder seien getötet worden. Der Unterschied war und ist, dass die palästinensischen Täter des 7. Oktober ihre weiblichen Opfer nicht wie Soldatinnen töteten, sondern als Frauen, die in jeder Hinsicht entehrt, entwertet, entmenschlicht wurden – schlachtend.

Die Frage stellen viele: Steht das, was Butler in verstörender Kälte sagte und was rhetorisch an rechte Leugner von Gewalt gegen Frauen erinnerte, für ihre antiisraelische Macke, für ihren vor falschem (weil nichtjüdischem) Publikum ausformulierten innerjüdischen Dialog um die Missratenheit des zionistischen Projekts? Für ihre Vorstellung vom Jüdischen, das nur in der Diaspora, also chronisch in der Minderheitenposition, ein Anrecht auf moralische Entfaltung hat?

Das denkerisch fadenscheinige System Butler

Was ist denn von ihren sonstigen intellektuellen und akademischen Interventionen zu halten, jenseits dessen „Palästina“ und „Global South“, neuerdings auch modisch „Klimawandel“ zu bedeuten haben könnten? Es spricht, eingeschlossen eine schon ein Vierteljahrhundert alte Kritik der renommierten (linksliberalen) Philosophin Martha Nussbaum am denkerisch fadenscheinigen System Butlers, viel dafür, einfach dies zu formulieren: Die Kaiserin der Diskursstände – sie steht nackt da.

Ihr Ruhm fußt auf einem 1990 erschienenen Buch, „Gender Trouble“, zu deutsch: „Das Unbehagen der Geschlechter“. Eine Streitschrift wider einen naturalisierenden Feminismus, der mit den Mitteln philosophischer Zeichenlehre nahelegt, die im Frau-Mann-Schema angelegte Binarität der Wahrnehmungen zu erweitern, überhaupt zu unterscheiden zwischen „Sex“ (das biologische Geschlecht) und „Gender“ (das zur Praxis gebrachte Geschlecht).

Butler zeichnet in dieser Schrift ein Bild, dem zufolge Realitäten von Zuschreibungen leben, erst zum Leben kommen. Dass Frauen konstruiert seien, in manchen späteren Äußerungen behauptet sie gar, die Biologie sei gesellschaftlich – durch Mächte, durch Herrschaft – quasi gebastelt.

Geschlecht sei, alles in allem, eine Performance, eine Vorstellung: im Auge des/der Betrachterin entstehe durch die Darbietung einer Person, textil, gestisch und sprachlich, erst das Geschlechtliche – eine im Übrigen strikte Naturalisierung dessen, was als weiblich und männlich zu verstehen sein könnte, und damit eine Gegenposition zu dem, was einer ihrer angeblichen Hausheiligen, Sigmund Freud, konstituiert hat: Frauen und Männer haben je gleiche Anteile an Männlichem und Weiblichem, nur mit unterschiedlichen biologischen Prägungen. Die einen vermögen Leben zu zeugen, die anderen es zur Welt zu bringen.

Kritikerin einer romantischen Vorstellung von Feminismus

Damit ist bereits die wesentliche Matrix des Butler’schen Lehrgebäudes umrissen, alles, was in den Jahren folgte, waren Variationen. Was aber immer gleich blieb: dass sie sich, als Kritikerin einer romantischen Vorstellung von Feminismus, nie aber um weibliche Wirklichkeiten analytisch kümmerte.

Nicht allein Martha Nussbaum monierte, dass Butlers philosophischer Entwurf um diese Agenda eines politischen Feminismus sich nicht schert: proletarische Frauen und gewerkschaftliche Kämpfe; der Streit zur Vereinbarung von Arbeitszeiten und Kindergartenplätzen; Schwarze oder hispanische Frauen, die bildungspolitisch unernster genommen werden als weiße in den USA; der Kampf um Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs (nicht nur) in den USA; die Kämpfe iranischer Frauen gegen­ den Kopftuchzwang; die Bewegung von Lesben und Schwulen gegen das heterosexuelle Heiratsprivileg? All diese Issues haben in Butlers Kosmos kein Gewicht.

Was sie stattdessen liefert, ist ein Kampf um Symboliken. Für das Recht auf die Identität als Nonbinäre des Geschlechtlichen, für Transfluidität, damit im Übrigen in Allianz mit dem medizinisch-pharmakologischen Komplex, der seine chirurgischen und chemischen Manipulationsmöglichkeiten begründet sehen wollte, für Sternchen, Unterstriche und allerlei Sprachinnovationen – als ob das irgendeinem feministischen Anliegen der materiellen Sorte irgendwie aufhelfen könnte.

Es ist insofern kein Wunder, dass Judith Butlers (und mit ihr die vieler anderer Theoretikerinnen*) wachsende Popularität in Academia mit dem Niedergang des Sozialismus, besser: mit der Abwicklung marxistischer Denkweisen an den westlichen Universitäten zu tun hat. In linken Denkschulen ging es um Interessen, um Kämpfe – nicht um Identitäten, es ging schlicht um Klassenkämpfe, nicht jedoch ums Ringen günstigerer Performanzchancen für Mittelschichtskinder.

Adorno-Preis für Subversion und Kritik?

Eigentlich könnte Butler eine Philosophin aus Berkeley sein, die ihre poststrukturalistische Perspektive auf die Dinge der geschlechtlichen und binaritären Welt wirft. Eine unter vielen anderen … aber sie ist die populärste Weltdeuterin im Beruf der Weltdeutenden: Und das hat viel mit der Nachfrage nach ihrem Stoff zu tun, nach dem Ungefähren, das Judith Butler verbreitet, am nachgerade antiweltlichen und antiempirischen Gehalt dessen, was sie kritisierte – zumal als antiisraelische Aktivistin und Stichwortgeberin für terrorsympathisierende Strömungen in der globalen Linken.

Butler bekommt überall Preise, auch eben vor zwölf Jahren den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main, deren Jury (bis auf FAZ-Redakteur Jürgen Kaube) für ein Werk, das als auf ernsthaft Profundes nachgelesen kaum betrachtet werden darf, eine Philosophin auszeichnete, die angeblich auf Subversion und Kritik hält – als ob das schon einer Ador­no-Fellowerschaft würdig wäre.

Schon gar nicht deshalb, weil Adorno Tränen und Leid und Schmerz als philosophischen Denkfaden für tauglich gehalten hätte, zumal diese drei inzwischen zentralen Vokabeln aus Butlers Denkfundus nicht als politische Kategorien taugen – sondern nur fürs Mitreden um politisch nur schwer Änderbares.

Kein Impuls ging von Butler aus, der die Welt auch nur einen Deut besser gemacht hätte. Wie Nussbaum, sinngemäß, formulierte: Ihre Ideen führen ins Nichts. Was sie so attraktiv macht, ist eben ihre Weltenferne, ihr exklusives, faktisch antisemitisches, weil Israel dämonisierendes Sprechen über den ­Nahen Osten, den Imperialismus und das gewisse Dies & Das mit Suhrkamp-Appeal.

Judith Butler und ihr Werk: Intellektuell nackt – taz.de

Wobei es scheinbar erst den Gaza-Krieg und des Hamas-Massakers, vor allem auch an israelischen Frauen samt Antisemitismusvorwurf gebraucht hat, um ihre Ideologie auch in linken Kreisen „dekonstruieren“ zu dürfen. Wobei gerade die taz und andere linksliberale Zeitungen doch auch genderten und das auch noch tun und das ganze lange Zeit für diskutabel hielten, auch dass Gender nur allein „soziales Konstrukt“ ist unter Ausklammerung aller biologischen Unterschiede. Dabei ist Geschlecht sowohl biologisch wie auch sozial, etwa durch Erziehung und gesellschaftliches Umfeld formbar. Durch diese binäre ideologische Verengung liefert sie allen rechten Ideologen , die die offensichtlichen biologischen Unterschiede richtigerweise vorbringen, aber dann eben zu einer Art biologischen und biologistischen Determinismus hinauswollen, eine Steilvorlage, zudem schon der umstrittene Feminismus und die Frauengleichberechtigung und Infragestellung traditioneller Geschlechterrollen bei mindestens 50% Frauenanteil in der Bevölkerung schon ein harter Kampf war , ja auch in muslimischen Ländern den Islamismus als Gegenreaktion mit auslöste (nicht allein) und wenn man dann nicht einmal zwei binäre Geschlechter ausmacht, sondern noch lauter marginale Gender- und sexuelle Orientierungen für gesellschaftlich dominant erklären und durchsetzen will, da ein gewaltiger Backlash zu erwarten ist, zumal wenn man das putsch- und kulturrevolutionsartig durchpeitschen will. . Inzwischen hat die Wokeness-Kampagne der Butlerjünger*innen und ihrer Adepten einen eine regelrechte Anti-Wokeness rechter Kulturkämpfer ausgelöst, die aber auch inzwischen linke Kreise umfasst, wobei unter dem Begriff der Wokeness nun auch alles mögliche subsumiert wird, auch teilweise berechtigte soziale Forderungen gegen sozialdarwinistischem Neoliberalismus oder Gerechtigkeitsforderungen als neokommunistisch und irgendwie dann auch wieder und alles woke gleich mitabräümen wollen. Dazu haben eben viele rot- grüne Lifestylelinke der Butler-Wokeness die Steilvorlage für eine heftige Polarisierung und Backlash gelegt und sehen nun nur noch Transphobie, Homophobie, Demokratiefeindlichkeit am Werken.

Interessant ist, dass in den USA eine Pentagon-Studie 2013 nach dem Kampf für Menschenrechte, nun auch den woken Kampf für woke und LGBTIQ- Rechte sich außenpolitisch auf die Fahnen schreiben wollte und dies als „geopolitical asset“ der USA und ds Westens behauptete. Die Butlerjünger*ìnnen in der US- Außenpolitik oder in der Deutschen, auch schon nicht mehr nur „feministischen Außenpolitik“ wie Nancy Faser Regenbogenarmbinde bei der Fußball-WM in Katar und haben da eben bisher unbemerkt ebenso wesentlich zu einem internationalen anti-woken Backlash beigetragen , vor allem im Global South, der dann auch in Form von Trump und anderen einen Backlash in den Metropolen beöfrderten. Interessant, dass nun in China und anderen autoritären Ländern darüber offen diskutiert wird, wie man Anti- Wokeness nun für sich selbst als „geopolitical asset“ außenpolitisch nutzen könnte.

Detailierter und genauer noch in folgendem Global Review- Artikel:

USA: WOKE IMPERIUM GOES BROKE? UNWOKE INTERNATIONALE, UNWOKER ULTRAIMPERIALISMUS UND UNWOKER WELTFRIEDEN?

 21. Februar 2024  Ralf Ostner

USA: Woke Imperium goes broke? Unwoke Internationale, unwoker Ultraimperialismus und unwoker Weltfrieden? – Global Review (global-review.info)

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