Kapital und Politik: Henry Kissinger und Charles Munger tot- ihr Erbe aus der Sicht der KP China

Kapital und Politik: Henry Kissinger und Charles Munger tot- ihr Erbe aus der Sicht der KP China

Henry Kissinger ist tot. Mit ihm scheinbar auch die traditionelle Realpolitik, die Engagementpolitik mit China, die zuletzt scheinbar nur noch bei Teilen der Bidendemokraten Unterstützung fand, wenngleich im neuen Gewande der Cooptition.

Only Nixon could go to China und Shuttle diplomacy wie während Yom Kippur 1973 scheinen auch nicht mehr zu helfen .Zumal, falls de Anti-Kissinger Trump .ins Amt kommen sollte. Und Kissingers und Kindermanns defensiver Realismus werden nun von John Mearsheimers offensiven Realismus abgelöst.

Dem SPIEGEL ist das eine relativ kurze Meldung wert:

„Früherer US-Außenminister Henry Kissinger ist tot

Er hat Amerikas Politik weit über seine Amtszeit hinaus beeinflusst. Jetzt ist der Nobelpreisträger und frühere US-Außenminister Henry Kissinger gestorben. Er wurde 100 Jahre alt.

30.11.2023, 03.01 Uhr

Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger ist tot. Der Nobelpreisträger, der in Deutschland geboren wurde, starb in seinem Haus in Connecticut im Alter von 100 Jahren. Das gab seine Beratungsfirma bekannt. Er werde bei einer privaten Feier im Familienkreis beigesetzt, hieß es. Eine Gedenkfeier solle zu einem späteren Zeitpunkt in New York stattfinden.

Kissinger war von 1973 bis 1977 Außenminister der USA und von 1969 bis 1975 Nationaler Sicherheitsberater der Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford. Der Republikaner prägte damit maßgeblich die US-Außenpolitik. Seine Bemühungen führten zur diplomatischen Öffnung Chinas, zu Rüstungskontrollverhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion, zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn und zum Pariser Friedensabkommen mit Nordvietnam.

Für dieses Waffenstillstandsabkommen im Vietnamkrieg erhielt Kissinger 1973 gemeinsam mit dem nordvietnamesischen Chefunterhändler Le Duc Tho den Friedensnobelpreis. Es ist aber eine der umstrittensten Entscheidungen in der Geschichte des Preises: Tho lehnte die Ehrung ab, weil der Krieg trotz des Abkommens weiterging. Kissinger selbst wollte den Preis später zurückgeben.

Ford nannte Kissinger einen »Super-Außenminister«, wies aber auch auf dessen Schärfe und Selbstsicherheit hin, die Kritiker eher als Paranoia und Egoismus bezeichneten. »Henry ist überzeugt, niemals einen Fehler gemacht zu haben«, sagte Ford. Während viele seine Brillanz lobten, kritisierten andere Kissinger für seine Unterstützung antikommunistischer Diktaturen, vor allem in Lateinamerika.

Mehr als fragwürdig ist die Rolle, die er bei der geheimen Bombardierung Kambodschas spielte. Schwer wiegen auch die Vorwürfe wegen seiner Rolle beim Militärputsch 1973 in Chile. Kissinger musste sich auch immer wieder die Frage gefallen lassen, ob er wirklich auf die Beendigung des Vietnamkriegs gedrungen und ihn nicht eher, um Nixons Wahlchancen zu steigern, unnötig verlängert hat.

Kissinger wurde 1923 als Heinz Alfred Kissinger im bayerischen Fürth geboren. Die jüdisch-orthodoxe Familie floh 1938 vor dem Naziregime in die USA. Dort wurde Kissinger fünf Jahre später eingebürgert und änderte seinen Vornamen.

Als US-Soldat kehrte er im Zweiten Weltkrieg mit der 84. Infanteriedivision in sein Heimatland zurück. Er arbeitete als Übersetzer bei Geheimdienstoperationen und half bei der Festnahme von Gestapo-Mitgliedern. Dafür wurde er mit dem Bronze Star ausgezeichnet.

Auf die Zeit bei der US-Armee folgte eine glanzvolle Wissenschaftskarriere an der Universität Harvard. Mit seinen Analysen zu Verteidigungsstrategie und Atomwaffen machte der Politikwissenschaftler auf sich aufmerksam und begann die US-Regierung zu beraten.

Als der Republikaner Nixon 1969 als Präsident ins Weiße Haus einzog, machte er Kissinger zu seinem Nationalen Sicherheitsberater und 1973 zusätzlich zum Außenminister. Kissinger wurde zum Inbegriff des Realpolitikers. Ihn trieben Einflusswahrung und der Ausgleich der weltweiten Machtbalance an. Seine Arbeit brachte ihm viele Bewunderer, aber auch viele erbitterte Gegner ein. Als Ford 1976 die Präsidentschaftswahl gegen den Demokraten Jimmy Carter verlor, endete Kissingers Ministerkarriere.

Er blieb aber in den folgenden Jahrzehnten ein in Washington viel gefragter und einflussreicher Berater – und sein Wort hatte bis zuletzt Gewicht. Als Buchautor befasste er sich auch im hohen Alter mit Themen wie Weltpolitik und Diplomatie, aber auch den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz. Auch nach seinem 100. Geburtstag im vergangenen Mai blieb Kissinger aktiv, nahm an Sitzungen im Weißen Haus teil, veröffentlichte ein Buch über Führungsstile und sagte vor einem Senatsausschuss über die nukleare Bedrohung durch Nordkorea aus. Im Juli 2023 besuchte er überraschend den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

max/AFP/Reuters

https://www.spiegel.de/ausland/henry-kissinger-ist-tot-a-e5e07cfe-7906-4143-b425-0fb01fb47c05

Interessant wie deutsche Maoisten wie der Arbeiterbund zum Wiederaufbau der KPD Kissinger sieht:

KAZ-Fraktion: „Ausrichtung Kommunismus”

Das Flugblatt „100 Jahre Henry Kissinger – Grund zu feiern?“ wurde am Dienstag 20. Juni in der Fürther Innenstadt, sowie vor dem Stadttheater Fürth, beim „Festakt“ verteilt.

Es war ein großer Erfolg, dass sich vier Organisationen zusammenfanden, um das Flugblatt herauszugeben.

Der Kriegsverbrecher Kissinger war selbst bei der Feier anwesend und wurde von diversen Politikern und Unternehmensvertretern gefeiert: Steinmeier, Söder, Schäuble, Ischinger, Mathias Döpfner (Vorstandvorsitzender Springer Verlag). Im Endeffekt erzählte jeder die gleiche Soße, vom großen Staatsmann, dem Jahrhundertpolitiker eben.

Nun kennt nicht jeder Leser der KAZ die spezifischen Bedingungen in Fürth, deren OB Thomas Jung nunmehr seit vielen Jahren als SPD-Bürgermeister mit großer Mehrheit gewählt ist. Jung zu charakterisieren ist relativ einfach: Er beherrscht es meisterhaft, dem Volk nach dem Mund zu reden. Er bedient sich, wenn es sein muss, jederzeit populistischer Argumente, Hauptsache es bringt Stimmen. Das hat bisher vorzüglich geklappt. So natürlich auch bei der Ehrung von Henry Kissinger. Fürth ist ja „gesegnet“ mit weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Menschen:

Ludwig Erhard, Gustav Schickedanz und eben auch Henry Kissinger. Alle werden von der offiziellen Stadtpolitik als große Söhne der Stadt Fürth hofiert. Aber jeder von denen hat eine Menge Dreck am Stecken. So etwa auch Gustav Schickedanz, bekannt als Gründer von Quelle, welches 2009 Pleite ging und zig Menschen in große wirtschaftliche Not brachte. Schickedanz war einer der großen „Arisierungsgewinner“ und Mitglied der NSDAP.

Was aber den OB und seine Anhänger nicht weiter interessiert. Seit Jahren klären wir über diese Personen auf und machen Druck auf die Stadt, sich endlich der Geschichte solcher Verbrecher und Verbrechen zu stellen.

Da konnten wir uns natürlich die Feiern zu Kissinger nicht entgehen lassen. Es entstand das nachfolgende Flugblatt, welches sehr gut bei der Bevölkerung ankam.

Die LINKE hat das Thema aufgegriffen und fordert über ihre Stadträte*innen die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft, die Umbenennung des Henry-Kissinger-Platzes und die Entfernung der Ehrentafel. Das ist gut so und ist sehr unterstützenswert.

Wir bleiben dran und lassen nicht locker!

„100 Jahre Henry Kissinger – Grund zu feiern?

Seit Wochen ist OB Jung in Wallung. Der Oberbürgermeister feiert, „wie der Hase im Rausch“[1]. Freilich will der Funke nicht so recht auf die Bevölkerung überspringen.

Höhepunkt ist am 20. Juni der Festakt zu Ehren von Kissinger im Stadttheater Fürth. Markus Söder hält die Festrede und wenn man den Ankündigungen Glauben schenken darf, soll Kissinger persönlich als Ehrengast anwesend sein.

Wer ist dieser so hoch geschätzte Kissinger?

Henry Kissinger wurde am 27. Mai 1923 als Heinz Alfred Kissinger in Fürth geboren.1938 musste er mit seinen Eltern vor den Nazis nach Amerika fliehen. Wer nun meint, dass die Verfolgung durch die Faschisten den jungen Heinz Alfred nunmehr zu einem entschiedenen Gegner imperialistischer, menschenverachtender und ausbeuterischer Politik werden ließ, wurde im weiteren Verlauf der Karriere von Henry bitter enttäuscht.

Kissinger integrierte sich schnell und intensiv in den amerikanischen Elite- und Politikbereich und stellte sich bereitwillig in den Dienst der imperialen amerikanischen Politik. Seine Grundprinzipien orientierten sich an Gewalt, Macht und Hegemonie durch die USA. (s. Bernd Greiner, Henry Kissinger, Wächter des Imperiums S.380 -384). Natürlich immer im Interesse des Kapitals und der wirtschaftlich Mächtigen.

Gewaltenteilung und Rechenschaftspflicht gegenüber den Regierten, war ihm im besten Falle egal, nach dem Prinzip „Das nationale Interesse ist bisweilen wichtiger als das Gesetz.“ (Ebd.S.386)

Er hielt „begrenzte Atomkriege für machbar“ (Ebd.S.65) „…mit ein paar taktischen Atombomben hätte man den Krieg in Korea gewinnen können.“ (Ebd.S.63)

Kriegsverbrecher und Schlächter in Vietnam!

„People call me a war criminal“.

Im März 1969 befahl der amerikanische Präsident Richard Nixon auf Empfehlung von Henry Kissinger den Krieg in Vietnam auf das neutrale Kambodscha auszuweiten. Senat und das Repräsentantenhaus wurden nicht informiert. Kissinger ist mitverantwortlich für den Tod zehntausender Kambodschaner (schätzungsweise 600.000) und tausender amerikanischer Soldaten. Gern prahlte er auf Partys mit den Worten „People call me a war criminal“ (Manche nennen mich einen Kriegsverbrecher).

Mit welcher Menschenverachtung und Brutalität der Krieg in Vietnam geführt wurde, zeigen die Dialoge zwischen Nixon und Kissinger.

„Nixon: „Also, also, also fickt die Wichser. Wir werden den gottverdammten Norden bombardieren, wie er noch nie bombardiert worden ist…Lasst dieses Land in Flammen aufgehen…Einfach die Scheiße aus ihnen rausbomben…Macht Kleinholz aus ihnen, macht Kleinholz aus ihnen, macht Kleinholz aus ihnen…Wir müssen dort alles treffen, was sich bewegt.“ Kissinger: “Herr Präsident, ich werde Sie aus ganzem Herzen unterstützen, und ich glaube, dass Sie das Richtige tun.“

Kissinger: „Scheißkerle sind das einfach (die Nordvietnamesen) …ich meine, sie sind schäbige, elendige, verdreckte Typen…Wenn wir alle ihre Kraftwerke an einem Tag zerstören würden, so dass die Bevölkerung ohne Strom ist…dann würden sie Bescheid wissen.“ (Ebd.S.238)

2-3 Millionen Menschen wurden allein in Vietnam getötet. Millionen Hektar Land wurden vergiftet und noch heute leidet Vietnam an den Nachwirkungen des Entlaubungsmittels „Agent Orange “.

Kissingers 100 Jahre würden kaum ausreichen, wenn er zur Aufgabe hätte, die Toten, Verletzten, Gedemütigten und Geschädigten zu zählen, die seinem Politik – Konto zuzuschreiben sind!

Kissinger – der Friedennobelpreisträger – Eine Farce!?

Dass Kissinger am 16. Oktober 1973, zusammen mit Le Duc Tho für Verdienste um den Frieden in Vietnam mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, rief weltweit ein Kopfschütteln hervor. Zwei der fünf Mitglieder des Nobel- Komitees legten konsequenterweise ihr Mandat nieder, für den Preisträger Kissinger aber war ein weiterer Traum in Erfüllung gegangen. (Ebd. S.254)

Der Schriftsteller Gore Vidal sagte einmal, dass die Satire an dem Tag starb, als Kissinger den Friedensnobelpreis erhielt.

Der nordvietnamesische Verhandlungspartner Le Duc Tho, der den Nobelpreis ebenfalls 1973 erhielt, lehnte ihn klugerweise ab. (Vgl. SZ, 20./21. September 2014)

Kissinger und sein Verhältnis zu Diktatoren. Grünes Licht für Völkermord!

Der Hauptverantwortliche für den Putsch in Chile 1973 war Kissinger, so der Auslandskorrespondent der New York Times Stephen Kinzer.

Dementsprechend pflegte er ein inniges Verhältnis zu Pinochet, dem Schlächter des chilenischen Volkes.

Kissinger zu Pinochet: „Es geht nicht darum, Sie zu schwächen, wir möchten Ihnen helfen. Mit dem Sturz Allendes haben Sie dem Westen einen großen Dienst erwiesen. Andernfalls wäre Chile den Weg Kubas gegangen.“ (Ebd. S.264)

„Meiner Meinung nach sind Sie ein Opfer aller linken Gruppen weltweit…Ich möchte, dass Sie Erfolg haben, und möchte dazu beitragen… (Ebd.S.299)

Die Liste der Verbrechen und der Unterstützung von Stellvertreterkriegen könnte noch weitergeführt werden (Osttimor, Irak usw.) Vieles wird noch geheim gehalten, aber was bekannt ist, genügt.

Sein Persönlichkeitsprofil ließ schon früh Abgründe erahnen.

Nach unten beißen, nach oben Pfötchen geben! Henry Ass Kissinger.

Das zeichnete sich schon in Studienzeiten ab. Ein Studienkollege sagte über Kissinger: „Alle hielten ihn für eine außergewöhnlich begabte Person, aber was für ein Hurensohn! Eine Primadonna, nur auf Eigennutz bedacht, egozentrisch.“ Aus Henry A. wurde schnell „Henry Ass Kissinger“. (Ebd. S.33)

„Wie ein herablassender, empathieloser Tyrann soll Kissinger später Mitarbeiter und Untergebene geschurigelt haben.“ Gleich „eines Machtmenschen, der andere erniedrigte, um sich selbst zu erhöhen – zumal, wenn er Konkurrenten witterte.“ (Ebd. S.58)

„Zugleich ging ihm der Ruf des skrupellosen Abräumers voraus, der sich darauf verstand, nach unten zu beißen und nach oben Pfötchen zu geben.“ (Ebd.S.107)

„Kissinger einzustellen wäre in etwa so, als würde man (den wegen Mordes verurteilten Sektenführer) Charles Manson Religion unterrichten lassen.“ (Ebd.S.330)

Sein Frauenbild war verheerend. „Für mich sind Frauen nur eine Ablenkung, ein Hobby. Niemand verbringt allzu viel Zeit mit seinen Hobbys.“ (Ebd.S.218)

Der ehemalige US-Verteidigungsminister Schlesinger urteilte: „Henry hat Gefallen an der Komplexität von Hinterhältigkeit und Verschlagenheit. Andere Leute schauen beschämt drein, wenn sie lügen. Henry macht das mit Stil, als wäre es eine Arabeske.“ (Ebd.S.269)

Sein Buhlen um eine Extraportion Anerkennung war und ist legendär (Ebd.S.284). Da kommen ihm die Lobeshymnen aus Fürth gerade recht.

Der SPD-Oberbürgermeister Jung zusammen mit seiner bunten Stadt -Entourage überschlägt sich geradezu, wenn es um den Ehrenbürger Fürths geht, nach dem ein Platz in der Stadt benannt wurde und der jetzt eine Ehrentafel erhielt. Jung lobt „seine Verbundenheit zur Kleeblattstadt, seinen kritischen Verstand, seine höfliche, bescheidene Art – und seine Leidenschaft für die Fürther Spielvereinigung.“ (vgl. Fürther NN, 27.05.2023)

Und schließlich freue sich Kissinger über die Bratwürste und das Sauerkraut in Franken. Na dann Prost, Mahlzeit!

Dabei ließ Kissinger doch einst wissen, dass ihm seine Heimat Fürth ziemlich egal sei. (vgl. FN, 21.09.2016, S.8).

Aber bei der Beurteilung der „historischen Leistungen“ von Henry Kissinger fällt auf, dass sich nicht nur bei OB Jung ein beträchtliches Maß an geschichtlicher Amnesie breit gemacht hat.

Kissinger und die SPD. Kissinger wünscht Brandt den Tod an den Hals!

Es war oftmals Hohn, Verachtung, Zorn und Wut, die viele „Verbündete“ traf. Allen voran den bundesdeutschen Kanzler Willy Brandt. (Ebd.S.317)

Ein auf Tonband überliefertes Gespräch zwischen Präsident Nixon und Kissinger gibt Aufschluss darüber. Adressat war Bundeskanzler Brandt (SPD), der sich 1973 einer Operation an den Stimmbändern unterziehen musste.

Nixon: „Wie sieht es mit Brandts Rachen aus?“ Kissinger: „Leider ist die Sache nicht bösartig. Nun, es ist schrecklich, so etwas zu sagen.“ Nixon: „Sie meinen, dass er unglücklicherweise bei sehr guter Gesundheit ist.“ Kissinger: „Leider wird er uns erhalten bleiben, yeah.“ Nixon: „Er ist ein Trottel.“ Kissinger: „Er ist ein Trottel…“ Nixon: „Er ist ein Trottel…“ Kissinger: „…und er ist gefährlich.“ Nixon: „Tja, leider ist er gefährlich.“ (Ebd. S.113)

Kissinger: „Das Hauptproblem ist, dass er (Brandt) nicht sehr helle ist. Nixon: „Dieser Kerl ist wirklich ein bisschen dumm.“ Kissinger: „Dumm und faul, und er trinkt.“ (Ebd. S.229)

Wie tief muss man gesunken sein, dass man jemanden wie Kissinger ehrt, der den Ehrenvorsitzenden seiner eigenen Partei den Tod an den Hals wünscht?!

Fazit:

„Henry Kissinger, ein Scheinriese, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt“, so lautet das Fazit von Bernd Greiner in seinem Buch „Henry Kissinger – Wächter des Imperiums“. In Fürth ist es gerade andersherum.

Es ist Zeit Kissinger vom Sockel zu holen!

1 Gedicht nach Sergei Michalkow, welches für Speichelleckerei steht.

https://www.kaz-online.de/artikel/100-jahre-henry-kissinger-grund-zu-feiern

Die KP China unter Mao, Deng und Nachfolge hingegen feiern Kissinger als guten Freund Chinas, pragmatischen Realpolitiker, der uns allen ein bleibendes Erbe hinterlassen habe. Die KP China setzte daher auch lieber auf Kissinger als ein paar sektiererhafte. ideologische und fanatische westdeutschen Kommunisten, die ohnehin nie eine Rolle in der deutschen Politik gespielt hatten.

Dazu noch einige frühere Global Review- Artikel über Kissinger als Lesetip:

Zeitgleich mit Kissinger stirbt Charles Munger, dem auch die Global Tims der KP China noch vor Kissinger eine eigene Laudation widmet:

“GT Voice: Munger’s grasp of China a legacy for Western investors

By Global Times Published: Nov 30, 2023 01:00 AM


Legendary investor Charlie Munger, Berkshire Hathaway’s vice chairman and Warren Buffett’s right-hand man, died on Tuesday in California, the US, according to a press release from the conglomerate. He was 99.

As the global investment community mourns Munger’s death, his legendary life, wisdom, wealth and even age are being brought up again on various social media platforms with a sense of awe and admiration. 

Over the past decades, Munger and Buffett teamed up to create one of the world’s largest investment conglomerates, with one of the best investment records ever. From 1965 to 2019, Berkshire Hathaway’s per-share market capitalization reportedly had a compound annual growth rate of 20.3 percent. Such a performance made Munger a globally recognized investment sage. His lectures and books on economics, psychology, engineering, the wisdom of life and many other fields have influenced many investors.

Against the backdrop of China-US political tensions, people who commemorate the legendary billionaire may notice that Munger in recent years applauded China’s economic system and investment opportunities by expressing his optimism about Chinese assets on various public occasions.

In an interview with the Acquired podcast released last month, Munger mentioned his high expectations for the Chinese economy. He said that the Chinese economy has better prospects over the next 20 years than almost any other big economy, and that the leading companies of China are stronger and better than practically any other leading companies anywhere – and they’re much cheaper. Therefore, he said he was „willing to have some China risk in the Munger portfolio.“

He also claimed that BYD’s founder, Wang Chuanfu, is a „natural engineer,“ and that the guy at BYD is better at actually making things than Elon Musk is. „He is a natural engineer and a get-it-done type production executive, and that’s a big thing. It’s a big lot of talent to happen in one place. It’s very useful. He solved all his problems on these electric cars, the motors, the acceleration, the braking and so on,“ Munger said, according to media reports.

Munger’s bullish view of the Chinese economy and its companies was largely based on his in-depth understanding of the country. Munger had a large collection of books about China, and he always admired Eastern philosophy. He had great respect for Confucian values, which emphasize hard work, thrift and education. He believed that these values are the mainstream values of Chinese society and the reason for China’s success. This may be a factor easily overlooked today, but it could still be an important reference to Western economists studying China’s problems and analyzing its economic prospects.

There has always been a serious problem in Western judgments of the Chinese economy – that is, people and even economists do not really understand China, but they are often influenced by views from mainstream public opinion. 

Their lack of understanding means they tend to evaluate China’s problems and economy from a Western viewpoint. But that’s just the problem. The West and China may have much in common, but there are also many differences. The stereotype that every nation must be like a Western country is wrong and will cause huge challenges and misunderstanding in not just political issues, but also economic and trade exchanges.

Munger’s insight into Chinese companies was based on his deep understanding of the dynamics of the Chinese economy and Chinese corporate culture. That’s why Munger’s investment in BYD was widely admired. It wasn’t just one of his best decisions – it was also because his understanding of the Chinese economy and its companies enabled him to obtain huge dividends from China’s industrial development.

This sort of vision and toleration for differences is what many Western politicians and economists lack, and that’s worth noting in reference to Western investment circles.

https://www.globaltimes.cn/page/202311/1302743.shtml

Interessant, welchen Stellenwert Warren Buffetts rechte Hand Charlie Munger in den Medien eingeräumt wird. Nicht nur in westlichen.Die Global Times preist ihn als Investorvorbild für China, als Vertreter von Kissingers, Engagement , quasi als Finanz-Kissinger, dessen Vorbild auch zur Entspannung der sinoamerikanischen Beziehungen, Aufhebung der Sanktionen und US-Investitionen in China für die Zukunft dienen könne. Wobei Kissinger ja auch mit etlichen Finanzgrössen liiert war, auch schon mal mit eigenem Sitz bei Rockefellers Chase Manhattan Bank .Irgendwie passend, dass Kissinger und Munger fast zeitgleich als letzte Vertreter des klassischen Engagements mit China starben.

Ein weiterer Artikel in der Global Times ist Global Britain und der Frae gewidmet, ob dieses seine Beziehungen zu China neuausrichten würde.

Bei der KP China setzt man immer noch darauf ,dass der gute alte Leninspruch noch gilt: „Die Kapitalisten werden uns auch noch die Stricke liefern, an  denen wir sie aufhängen“ .Jedenfalls setzt man immer noch darauf, dass der Druck westlicher Kapital- und Finanzgruppen zumal in wirtschaftlich desperaten Ländern wie Argentinien oder Brexit-Global Britain auf die Politik in Sachen  Reengagement mittel- und langfristig doch wieder durchsetzen könnte. Vielleicht auch in den USA. Daher die Laudatios, auf Henry,Kissinger und Charlie Munger und deren bleibendes, Erbe, was nicht nur geistig, sondern auch materiell zu verstehen ist.

“GT Voice: Is China-UK relationship set for new era of cooperation?

By Global Times Published: Nov 29, 2023 12:14 AM


Since UK Prime Minister Rishi Sunak’s appointment of David Cameron as foreign secretary earlier this month, the future of China-UK economic and trade relations has triggered renewed interest and speculation. Yet, instead of discussing the possibility of going back a decade in time, it may be more practical to look forward to and get the environment ready for future economic and trade cooperation.

Sunak said at the Global Investment Summit on Monday that the UK will not return to the Cameron era’s close ties with China, according to a report from The Guardian. 

„If David Cameron were here, he would say the China of today is not the China he dealt with a decade ago,“ he said.

After so many changes to the geopolitical landscape and the world economy, public attention to the hypothetical question of whether China-UK relations can return to the „golden era“ somehow mirrors the eagerness of the business community to restore the flourishing bilateral economic and trade cooperation of that era.

British Minster for Investment Dominic Johnson openly expressed the desire at the Global Investment Summit, saying that he was working to attract Chinese carmakers to build a factory in the country and investment from China was crucial to meeting environmental targets, Reuters reported. 

„I welcome strong business collaboration between the UK and China when it comes to investing in each other’s countries,“ Johnson noted. „Absolutely, I have an ambition to try and attract a Chinese car manufacturer.“

At a time when most of the focus about the future of China-UK economic and trade relations centers around whether there will be a comeback of the „golden era“ in bilateral economic relations, Johnson’s comments undoubtedly sent a positive signal.

Looking at the recent efforts of China and the UK to attract investment, it’s easy to see that despite challenges and frictions in recent years, the two countries still share common interests in the economy, trade and investment. 

Sunak reportedly announced on Monday that 29.5 billion pounds ($36.8 billion) of private-sector investment had been earmarked for the UK. China’s National Development and Reform Commission announced this month that China will shorten its negative list for foreign investment in a reasonable manner, and scrap all restrictions for foreign investors entering the manufacturing industry, according to the Xinhua News Agency.

While trying to attract investment, the two countries are also actively promoting overseas expansion by their own companies. For example, British Ambassador to China Caroline Wilson said in a video message at the second China-UK Forum that the UK is trying to help British companies enter the Chinese market or expand their presence in the country, and is willing to support Chinese companies that bring jobs and prosperity to the UK through investment, according to Xinhua.

Bilateral trade reached a record high of $103.3 billion in 2022, an indication of the strong resilience of bilateral economic and trade relations. This is largely because areas of cooperation between the two countries have not decreased amid political tensions. On the contrary, they are rising as China’s economy accelerates its transition toward green and high-quality development. 

Some areas of cooperation with strong potential may include the digital economy, artificial intelligence, automobiles and green development.

Of course, smooth cooperation progress still depends on a stable political and economic environment, and cooperation and mutual trust between governments are important factors in promoting bilateral investment. 

Also, exchanges between companies of the two sides are crucial for bilateral investment.

Overall, as long as the conditions are right, it is possible to see bilateral investment between China and the UK taking off again.

https://www.globaltimes.cn/page/202311/1302677.shtml

Global Britain nach dem Brexit jetzt auch im Linienstreit. Die Konservativen zwischen ab gehalftererten , Liberalen um Sinuk und zwei a deren Flügel .Aber der rechte Flügel um Liz Truss legte ja auch eine Bauchlandung hin .Kommt wieder ein Johnson Revival oder ein neuer shooting Star, der noch nicht auf dem Radar ist. Oder entsteht vielleicht doch eine neue Partei? UKIP gibt es ja scheinbar nicht mehr, Nigel Farrage will nu in die britische Verson des Dschungelcamps, bei der es viel Geld zu gewinnen gibt, zeigt aber das Protestpotential.und sitzt der Stermerflügel bei Labour so festim Sattel gegenüber den Corbynanhänger die gerade wegen ihres propälatisnensichen Kurses de Antisemitimsus bezichtigt wurde, während Stermer klar proisrealischen Kurs fährt. .Wo will er programmatisch hin? New,Labour und 3rd Way ala Blair in neuer Form?

„Sunak – der Mann ohne Orientierung

Stand: 29.11.2023, 16:35 Uhr

Von: Paul Mason

Die britischen Konservativen sind am Ende. Labour und dessen Chef Keir Starmer werden die Probleme erben. Die Kolumne.

Die konservative Regierung Großbritannniens wirkt erschöpft und ideenlos, das kompetente politische Personal fehlt nahezu an jeder Stelle. In fünf aktuellen Meinungsumfragen sank die Unterstützung der Wählerschaft für die Konservativen auf einen Wert zwischen 25 und 28 Prozent, während die Labour-Partei Werte zwischen 42 und 44 Prozent erreichte. Bei der persönlichen Beliebtheit liegt Premierminister Rishi Sunak 22 Punkte hinter Labour-Chef Keir Starmer zurück. Und das obwohl Sunak in der vergangenen Woche Steuersenkungen in Höhe von neun Milliarden Pfund sowie zahlreiche Wahlgeschenke beschlossen hat.

Auf einem Parteitag im September hatte Sunak noch versucht, seiner Regierung neues Leben einzuhauchen. Doch schon kurz darauf war er gezwungen, einen weiteren Neustart zu verkünden. Seine Innenministerin Suella Braverman hatte anscheinend rechtsextreme Proteste gegen die Palästina-Demos unterstützt und die soziale Spannung im Land durch ihre polarisierende Sprache angeheizt. Zu einem Höhepunkt im politischen Theaterleben kam es, als er den ehemaligen Premierminister David Cameron als Außenminister ernannte. Die pikante Implikation dabei: Kein amtierender Tory-Abgeordneter schien gut genug dazu, den Job zu füllen.

Der Grund für die Orientierungslosigkeit liegt auf der Hand. Der britische Konservatismus zerfällt in der Regierungszeit. Der liberale Flügel wurde, als er gegen den harten Brexit rebellierte, von Boris Johnson gestutzt. Unterdessen bleiben alle drängenden Probleme ungelöst. Die Wartelisten im Gesundheitswesen sind so lang wie nie zuvor. Auf einen freien Platz im Krankenhaus kommen im Durchschnitt 7,75 Kranke. Cameron hatte versprochen, die Nettozuwanderung auf eine Zahl unter 100 000 zu reduzieren. Laut der jüngsten Erhebung stieg sie auf 750 000 im vergangenen Jahr, und es scheint so, als ob sie in diesem Jahr gleich hoch liegt. Die Wirtschaftszahlen wachsen demgegenüber kaum noch.

Der Konservatismus wird in der Folge seine letzten zwölf Monate im Amt damit verbringen, über die Visionen von Sunaks Rivalen zu streiten. Die Wirtschaftsliberalen wollen die Steuern senken und die Wirtschaft deregulieren; die Populisten wollen Flüchtlinge nach Ruanda abschieben und dafür die Europäische Menschenrechtskonvention kündigen; die Johnson-Nostalgiker wollen mehr für öffentliche Dienstleistungen ausgeben und für eine Anti-China-Außenpolitik trommeln.

Der Staat, so schrieb der konservative Philosoph Michael Oakeshott, sei wie ein Schiff ohne Ziel, und die Aufgabe des Kapitäns bestehe nur darin, es über Wasser zu halten, nicht, es in Richtung Utopie zu steuern.

Heute ist der britische Konservatismus ein Kriegsgebiet der Utopien, von denen keine umsetzbar wäre, ohne das soziale Gefüge zu zerstören. Ohne 750 000 Migrantinnen und Migranten pro Jahr würde die Wirtschaft zum Stillstand kommen. Würde man das Geld ausgeben, das benötigt wird, um 7,5 Millionen Menschen von den Wartelisten der Krankenhäuser zu nehmen, würde die Verschuldung auf über 100 Prozent ansteigen. Auch Steuersenkungen würden das Finanzministerium in den Bankrott treiben.

Keir Starmer wird all diese Probleme und noch mehr erben. Er trifft auf eine veränderungshungrige Stadtbevölkerung und eine junge Generation, die der Politik nurmehr mit Zynismus begegnet. Als einzigen Vorteil verbleibt ihm, dass die Labour-Partei ihren eigenen ideologischen Krieg schon beendet hat. Die extreme Linke hat sich selbst ausgeschlossen, der neoliberale Flügel der Partei wurde in der Ära des Irak-Kriegs   geschwächt.

Ich hoffe, dass wir im Jahr 2024 sehen werden, wie Keir Starmer das Ruder übernimmt und das umsetzt, was der Konservatismus immer versprochen hat, aber in 13 Jahren nie erreicht hat: machen, was funktioniert.

Paul Mason ist Autor in London.“

https://www.fr.de/meinung/kolumnen/sunak-der-mann-ohne-orientierung-92702300.html

Wo sich nun auf Vorbilder und Vermächtnisse berufen wird, so nun auch im Falle der deutschen Sozialdemokratie. Agenda-/Irakkrieg- Basta- und Currywurstkanzler Gerd nun wieder als Vorbild. Der Gazprom-Putin-Gerd wird mal für einen Moment vergessen, wenn es um Wirtschaftspolitik geht und man Genossen gut zureden will. Zumal er sich gerade mit Oskar Lafontaine getroffen und ausgesöhnt hat und Lafontaines Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht gerade ihre Partei im Januar gründen will.

„Wirtschaftliche Dauerkrise

Wie wäre es mit einer Agenda 2030, Herr Scholz?

Gestern, 29.11.2023 | 12:42

Finanz-Experte Marc Friedrich ärgert sich über das Finanzchaos. Laut IWF schrumpft Deutschlands Wirtschaft als einzige unter den G7-Ländern. Wenn das so weitergeht, sind wir auch 2024 wieder der „kranke Mann Europas“. Um das zu verhindern, bräuchte Bundeskanzler Olaf Scholz allerdings den Mut eines Gerhard Schröders.“

https://m.focus.de/experts/wirtschaftliche-dauerkrise-wie-waere-es-mit-einer-agenda-2030-herr-scholz_id_227847529.htm

Als, wenn Scholz nicht will, dass Merz als der neue Agenda-Schröder gefeiert wird, soll er schnell dem alten Genossen nacheifern.

Und wo wir bei Kapital und Politik sind, ist auch interessant, was im Umfeld der neuen UN_ Klimagipfels in Dubai vermeldet wird:

„Nachhaltigkeit : Vier europäische Großbanken aus globaler Klimainitiative ausgetreten

  • Aktualisiert am 29.11.2023-16:22

Die französische Societe Generale, die niederländische ABN Amro Bank sowie die britischen Geldhäuser Standard Chartered und HSBC lassen ihre Ziele nicht mehr von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validieren, sagen Insider.

Vier europäische Großbanken haben Insidern zufolge einer von den Vereinten Nationen unterstützten globalen Initiative zur Überprüfung von Klimazielen den Rücken gekehrt. Die französische Societe Generale, die niederländische ABN Amro Bank sowie die britischen Geldhäuser Standard Chartered und HSBC ließen ihre Ziele nicht mehr von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validieren, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Institute befürchteten, sie seien damit künftig weniger in der Lage, in fossile Brennstoffe zu investieren. Dazu gehören etwa Finanzierungen von fossilen Energieprojekten, wie die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder, oder Investments in Öl-, Gas- oder Kohle-Unternehmen.

Die SBTi-Initiative wurde 2015 gegründet. Das Bündnis will Unternehmen dabei unterstützen, sich wissenschaftlich fundierte Klimaziele zu setzen, die mit dem Pariser Klimaabkommen in Einklang stehen. Dieses sieht eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad vor. Die Initiative gibt an, dass weltweit mehr als 4000 Unternehmen bei der Setzung von Klimazielen mit ihr zusammenarbeiten.

Den Insidern zufolge sind einige der Banken der Ansicht, dass die SBTi-Anforderungen an die Festlegung von Klimazielen zu schwer zu erfüllen seien. Die Institute seien jeweils von sich aus innerhalb des letzten Jahres aus der Initiative ausgestiegen.

Weniger strikte Alternative

Dabei hätten sich manche auch auf ihre Mitgliedschaft in einem anderen von den Vereinten Nationen unterstützten Bündnis berufen, der Net-Zero Banking Alliance (NZBA). Diese Initiative gilt als weniger strikt und erlaubt es Banken beispielsweise, weiterhin in fossile Brennstoffe zu investieren, solange sie Fortschritte bei der Emissionsverringerung machen.

Viele Banken sind der Auffassung, sie sollten weiterhin Engagements in fossile Brennstoffe eingehen können, solange Volkswirtschaften von diesen abhängig sind.

Das SBTi-Bündnis hatte in diesem Jahr Pläne für einen neuen Standard vorgestellt, der speziell für Finanzunternehmen gelten soll und bereits ab 2024 in Kraft treten könnte. Mit diesem soll künftig von Kreditinstituten und Vermögensverwaltern verlangt werden, keine neuen Projekte für fossile Brennstoffe mehr zu finanzieren.

Transformation zu wenig berücksichtigt

Für das Geldhaus Standard Chartered, das seine Geschäfte in den Energiemärkten weiterführen will, war das wohl zu viel. Die Bank erklärte, sie habe den Validierungsprozess verlassen. Der vorgeschlagene SBTi-Standard berücksichtige nicht ausreichend den Übergang von Kunden und Märkten weg von fossilen Brennstoffen. Das Institut suche nach einer alternativen externen Validierung ihrer Klimaziele und setze ihre wissenschaftlich fundierten Ziele über die NZBA.

Bei der HSBC hieß es dazu auf Anfrage, die Bank setze ihre Emissionsziele in Einklang mit den Vorgaben der NZBA. Bei der Societe Generale lautete die Antwort, sie habe sich verpflichtet, ihre Emissionsziele in Übereinstimmung mit der Methodik der NZBA festzulegen. ABN Amro erklärte, die Bank bleibe nach Verlassen der SBTi Mitglied bei der NZBA.

Änderungen nach Rückmeldungen

Das SBTi-Bündnis teilte mit, sie habe nach Rückmeldungen einige ihrer Anforderungen geändert. Sie werde Banken künftig erlauben, weiterhin einige Projekte für fossile Brennstoffe zu finanzieren. Sie werde jedoch weiter verlangen, die Finanzierung von solchen Projekten einzustellen, die die langfristigen Emissionsziele belasten würden. „Wir können die globale Erwärmung nicht auf 1,5 Grad Celsius begrenzen und die Risiken eines Klimazusammenbruchs abwenden, ohne unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern,“ erklärte das Bündnis.

Die meisten großen europäischen Banken, die sich der SBTi angeschlossen haben, sind weiterhin Mitglieder. Die französische Credit Agricole, die niederländische ING, BBVA aus Spanien und die Swedbank teilten Reuters mit, sie blieben weiter dabei, dass die SBTi ihre Emissionsziele validiere. Die SBTi hat bereits einige Ziele der Commerzbank und der österreichischen Raiffeisen Bank International abgesegnet. Die französische Großbank BNP Paribas ließ Anfragen nach einem Kommentar zu ihrem Status bei der SBTi unbeantwortet.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vier-europaeische-grossbanken-aus-globaler-klimainitiative-ausgetreten-19348190.html

Interessant, was es alles für Abkürzungen und Initiativen.SBTi, NZBA, ESG .Jedenfalls scheinen nun einige Banken die Dekarbonisierung nicht mehr so mit machen zu wollen, 4 europäische, wobei: Ist HSCB nicht chinesisch? Jedenfalls wird der COP28-Giofel nun von einem Ölscheich geleitet und scheint die Tendenz von Phase out zu Phase down zu gehen

Harry Flink von Blackrock trommelte im Vorfeld ja viele CEOs zu einem Treffen vor dem COP28-Treffen nach Dubai. Leider erfuhr man nichts vom Ergebnis des Treffens.

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