Das Ende des linearen TVs: CNN im Zeitalter von Digitalisierung, KI und Trump

Das Ende des linearen TVs: CNN im Zeitalter von Digitalisierung, KI und Trump

Die Digitalisierung in allen Bereichen schreitet voran, nun nochmals modifiziert und katalysiert durch KI, die ganze Medienbranche ist im Umbruch , nicht nur im traditionellen Printbereich, sondern es scheint nu auch das Ende des traditionellen linearen Fernsehens zu kommen, , dieses sich nur noch an die zunehmend aussterbende ältere das noch schon ausgestorbene  Familienfernsehen ala „Wetten daß- Gottschalk als Gott verehrende und “ gewohnte Rentnergeneration zu richten, während die Jugend schon auf sozialen Medien, Streamingdiensten unterwegs ist. Ein Relikt dieser Zeit ist auch der Nachrichtensender CNN, der die Entwicklung bisher auch verschlafen hatte und nun unter seinem neuen Chef Thompson die Entwicklung nachholen und den ursprünglichen Revolutionsgeist der vergangenen Gründerzeit  wiederbeleben will.

„NACHRICHTENSENDER CNN

Schon wieder eine Revolution

  • VON NINA REHFELD, SEDONA
  • -AKTUALISIERT AM 19.01.2024-14:18

Nach einigen Führungspleiten und veritablem Glaubwürdigkeitsverlust will der neue CNN-Chef Mark Thompson den US-Nachrichtensender digital umrüsten. Und was sagt er zum Umgang mit Donald Trump?

Der neue CNN-Chef Mark Thompson hat in einem Memo an die rund 4000 Mitarbeiter des Nachrichtensenders seine Pläne dargelegt, den Konzern von einem linearen TV-Sender zu einer Multimedia-Plattform auszubauen. Das Publikum konsumiere Nachrichten nicht mehr abends vor dem Fernseher, sondern morgens auf dem Handy, so Thompson. Dem müsse CNN Rechnung tragen.

Der Sender habe sich mit der digitalen Anpassung zu viel Zeit gelassen, schrieb Thompson, auch wenn „unsere Stärken immer noch offenbar sind, wenn sich große Geschichten entwickeln“. CNNs Fernsehleute seien die „Juwelen in unserer Krone“, aber sowohl das TV-Programm als auch der Onlineauftritt des Senders wirkten bisweilen „altmodisch“. Der Konzern müsse zur „Innovationslust und Selbstsicherheit“ der frühen Tage zurückfinden; es sei „Zeit für eine Revolution“.

Wie CNN-Chef Mark Thompson seinen Fernsehsender retten will (faz.net)

CNN lernte ich während des 1.Golfkriegs kennen. Jener Peter Barnett, der da mit Panormamablick vom Baghdader Luxushotel ind derGreen Zone vor Ort war und dann all jene nächtlichen Pentagonkriegsvideos, wo in schwarz-grün Raketen über Bagdad wie in einem Videospiel abgingen. Das dürfte auch die damalige Generation Nintendokonsole begeistert haben und man fühlte sich an Ernst Jünger erinnert, der mal meinte, es gebe nicht Schöneres als sich die perlenden Luftblasen in einem Glas Champagner voe dem Licht einer brennenden STadt im Krieg anzusehen. Wahrlich eine digttaler Form der Videokriegsästhetik. Da war Ted Turner noch mit Red-Hanoi-Jane Fonda liiert und braichte man keine Coalition of the Willing, sondern lief das unter UNO- Zustimmung der internationalen Gemeinschaft und Bushvater als benign hegemon. . Beim 2.Golfkrieg des mißratenen Sohn Bush jr.fuhr ich mit embedded journalists .von CNN live bis nach Bagdad und da sich beim Sturz Saddams nicht die erwünschten befreiten und jubelnden Volksmassen vor der Kamera einfanden, außer einigen weniger photogenen und erwünschten rote Flaggen schwingenden Mitglieder der Kommunistischen Partei des Iraks, holten die US- Truppen dann die Saddamstatue selbst vom Podest, nachdem sie ihm eine Satrs and Stripes- US- Flagge übergestülpt hatten. Jagd nach Saddam und auf Chemical Ali, Pokerkratenschruken spiel und Verhaftung dann auch noch in CNN. Bei dem Erhängen von Saddam leiß man sich dann doch von krudischen embedded witnesses beliefern, wenngleich man vor Saddams Fall durch den Galgenboden doch ausblendete . Ja, das war die absolute Hochzeit von CNN: Inzwischen scheint der Sender Probleme zu haben, da Fox Trumpsender wurde und bessere Quoten, bekam, auch wenn er nach dem Sturm auf Capitol Hill und dessen Abwahl dann doch etwas auf Distanz ging, auch Tucker Carlson feuerte, Trump jedoch andere Sender, soziale Medien nutzte, zudem nun auch wieder auf Twitter/nun X und bei Marc Zuckerbergs Facebook zugelassen ist. .Dann versuchte der zwischenzeitliche neue CNN-Chef  Jeff Zucker dem entgegenzuwirken, dass er Trump unkommentiert trotz aller Fake News ins Programm nahm ,sogar mit Townhall Meeting. Das ging nun etlichen zu weit, vor allem den Demokraten unter den Zusehern. Thompson sendet nun zwar Trump, aber m it Faktencheck und ohne Townhallmeeting. Desweiteren scheint Die Zeit des linearen Fernsehens zu Ende zu gehen. Jetzt will CNN nun auch eine Multimediaplattform werden also auch CNN-Videos und News und Breaking News auf allen Kanälen und auf sozialen Medien wobei Trump News mit einem Faktencheck kommentiert werden sollen- ohne Townhall Meeting

Ein befreundeter Professor und ehemaliger CNN- Seher meinte noch:

„CNN ist auch mit dem embedded Journalism des Golfkriegs großgeworden. Es gab keine Konkurrenz, und eigentlich hatten die ein Monopol auf die Kriegsnachrichten. Damit ist es vorbei, und CNN ist ein ziemlich langweiliger Sender geworden, den in Amerika kaum einer schaut. Immer die gleichen Gesichter, deren tägliche Anti-Trump Show auch nur Erwartbares hervorbringt. Man kann sich das schenken. Ich zappe manchmal rein, aber es gibt nichts, was mich da fesselt.“

Btw: Würde mich auch mal interessieren, welche Quoten das englischsprachige Al Jazerra in den USA und der EU hat, nicht nur unter postkolonialen Linken und US-Zuschauern mit muslimischen Hintergrund, zumal jetzt während des Hamastankriegs im Gaza. Ob CNN da mithalten kann? Mal nicht als Kiregsgewinnler und Pentagon- Propagandasender mit embedded journalists in einer der inzwischen auch von Trump kritisierten Globalisierungs-war of choices? Aj Jazeera berichtet ja da eher embedded von der Hamas-24/7 and round the clock mit bester Islamistenpropaganda als staatlicher Propagandasender Katars ,der nicht nur im vielzitierten Global South gesehen wird. Und von den ganzen sozialen Medien sprechen wir jetzt mal besser nicht.

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