Probleme der russischen Zivilluftfahrt und Risse im System Putin und Selensky inmitten des Ukrainekrieges?

Probleme der russischen Zivilluftfahrt und Risse im System Putin und Selensky inmitten des Ukrainekrieges?

Der ehemalige Gazprom- und Putinbekannte Dr. Alexander Rahr informierte Global Review gerade über Probleme der russischen Zivilluftfahrt angesichts des Ukrainekriegs- O- Ton:

„Patruschew sen. berichtet, dass sich mehr als 30% der Zivilluftfahrtflotte in einem kritischen Zustand befinden und Ende dieses Jahres , wenn dieser Trend anhält, 70% überschreiten werden. Dies ist nicht der erste Bericht über die katastrophale Lage in der Zivilluftfahrt. Bisher wurden keine Entscheidungen getroffen .Darüber hinaus gibt es keine vorbereiteten Lösungen“.

Tja warum ist dem (Ex-) FSB/KBG- Chef des Nationalen Sicherheitsrats Patruschew angeblich die zivile Flugfahrt so wichtig? Und existiert dren Krise wirklich in so großen Dimensionen? Oder existiert sie innerrussisch vor allem weil Karaganow- und Asian Pivot- Fans in Moskau oder Nawalny da mal in den Fernen Osten Russlands fliegen, um ihre Goldenen Revolutionshorden aufzuwiegeln und zu besuchen, wobei der eine ja dann schon einmal eine Nowitschokunterhose verpasst bekam.  Die  meisten Russen dürften doch eher keine großen Zivilfflüge nutzen für Tourismus oder Verwandschaftsbesuche, sondern eher mit Auto oder Zug zu ihren zu ihren Wohnstätten und Großstädten wie Moskau oder Sankt Petersburg nahegelegenen Datschen fahren, zumal doch auch Verwandschaften zwischen europäischem und asiatischen Russland recht begrenzt sein dürften. Wahrscheinlich gibt es mehr Militärflüge über Russland und der Ukraine als Zivilflüge. Bezieht Patruschew sen. das auf den innerrussischen Zivilflugverkehr oder allgemein mit den Auslandsflügen, also auch Oligarchen oder Putintochter , die mal zu Shopping  nach Paris oder München, gar Tokyo, Peking oder New York fliegen wollen oder im feindlichen Westen mal sonnigen Yachturlaub machen oder die Sau raiuslassen wollen , nachdem die Krim nicht mehr so erholsam ist, obwohl da auch eine Brücke zu dieser russischen Erde und Welt gebaut wurde, die aber wie auch der Luftraum unter Beschuß der Ukrainer liegt. Oder geht es um die Businessclass und Geschätsleute und Silowiki? Nicht ganz klar, wo jetzt Vater Patruschews eigentliche Sorge liegt. Oder hängt es damit zusammen, dass viele Russen die Sicherheit des russischen Flugraums nach Prigoschins Speziallandung und nun auch angblich ukrainischen Abschüssen von Gefangenentransportmaschinen über Rußland so kritisch sehen wie viel Wetlser zuvor den ukrainischen Luftraum nach em Abschu0 der  MH- Maschine über dem Donbass sehen?

Dr. Rahr klärt auf:

„ Natürlich fliegen Tausende von westlichen Flugzeugen der Marke Airbus oder Boeing quer durch Russland von Moskau nach Vostok nach Sankt Petersburg nach Kraterburg nach Tschetschenien überall hin. Es gibt ja sehr viele moderne Flughäfen, die in Russland i den letzten 15 Jahren erbaut wurden .Es sind riesige Strecken , die nur mit Flugzeug überwunden werden können und Flugreisen in Russland sind teuer, aber ich würde sagen im Vergleich zu Europa noch relativ billig, weil da keine Klimasteuer auf die Flüge besteht. Und jetzt fehlen die Ersatzteile für die Boeings und Airbus wegen den Sanktionen und man schlachtet einfach ältere Flugzeuge der westlichen Marken  aus, entnimmt aus ihnen die einzelnen Teile und versucht sie n die Maschinen, die noch fliegen hinein zu montieren, falls dort Reperaturen notwendig werden, aber wieviel Jahre kann das dauern. Die Sanktionen werden natürlich spürbar den russischen Zivilsektor i Flug beschädigen.“

Ja, aber was bedeutet das dann weiter? Was sind die Folge der EInschränkung des russischen Zivilflugfahrt für die russische Wirtschaft , Staat und Gesellschaft? Werden die ernsthaft beeinträchtigt, weil Geschäftsleute, Diplomaten, Militärs, etc. nicht mehr so herumkommen können- der Tourismus ist ja wohl nicht kriegswichtig- oder gar am Kollabieren wäre, zumal jetzt auch Kudrins Staatsfonds fast weggeschmolzen sind? Zumal sich Putin ja selbst lange Zeit nicht mehr zu Auslandsbeschen und Flügen aus seinem Führungsbunker mit Riesentisch herauswagte, sondern lieber in home office sich vom Kreml per Video zuschalten ließ? Beeinträchtigt dies die Militärflugfahrt und den Ukrainekrieg ? Jedenfalls scheint man unter Trump und mit Aufkommen von AfD und Wagenknecht-Partei jetzt erst mal auf eine Aufhebung der Sanktionen zu hoffen—damit nicht nur die Zivilluftfahrt ihre Einzelteile bekommt. Ob das schon alles ist? Nun gut, Iran und Nordkorea kann da in Sachen Ersatzteile anders als bei Rüstungsgütern nicht einspringen, vielleicht China, das ja auch viele Airbusse und Boeing-Flugzeuge samt Ersatzteile hat, die noch nicht von den USA sanktioniert sind. Oder würden sie es dann? Oder steckt da eine dual- use- Sache dahinter, da auch die Rüstungsproduktion nicht so wie erhofft läuft?

Ja, da blickt man wohl etwas neidisch auf China, das noch keine offenen  Krieg gegen Taiwan,  einen asiatischen Staat  oder den Westen direkt begonnen hat und da ist gerade wie zur Goldenen Woche angesichts des Neujahrs die größte weltweite Völkerwanderung zu Land und Luft unterwegs auch in Sachen Zivilluftfahrt.-ohne Ersatzteilprobleme, solange es vor allem die Chip- und Hitech-Branchenin Sachen US- Sanktionen betrifft.

Auf Nachfrage an Dr. Rahr näher zu erläutern, was denn nun das bedeute, inwieweit ein Kollaps der Zivilluftfahrt bevorstehe, wieviele Airbus und Boing denn Russland als Anteil habe, inwieweit die Zivilluftfahrt neben Zug, Auto und anderen Transportmitteln, zumal zu welchen Zwecken habe, wo doch Yakunin  in seinem Buch „The Treacherous Path“ als ehemaliger Eisenbahnchef und Chef der Dialogue of Civilization behauptete, die Eisenbahn sei ds eigentliche zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Rückgrat der Sowjetunion und nun auch Russlands gewesen (ihm wurde ja von Belling Cat vorgeworfen Gelder zweckentfremdet zu haben, so daß der Aufbau der Eisenbahninfrastruktur nicht erfolgreich war, und etliche Russen an leeren Bahnhöfen wohl ihre eigenen Schienen mitbringen müssten, damit vielleicht mal ein Zug halte, während sein Oligarchensohn ein luxuriöses Leben in London verbringe und dort die Konten verwalte  ).. Wob3ei das natürlich auch selbsteitle Rechtfertigungen eines gefallenen Oligarchen- und (Ex-) KGBlers sein können, um seine eigene Wichtigkeit herauszustellen.

Nähere Angaben zu Verkehrsaufkommen und Struktur der verschiedenen Sektoren zu Land, zu Lufz oder zu See wollte oder konnte Dr. Rahr nicht liefern, meinte nur, dass er diese Nachricht in sozialen Medien gelesen und nur weitergeben wolle. Nun, die sind ja bekannt für ihre Fakenews, die zumal ja gerade gerne von Putin samt FSB- und GRU- Trollen gezielt gestreut werden und die Frage ist, was damit signalisiert werden solle? Eventuell Schwäche Putins und eventuelle Verhandlungsbereitschaft in der Ukraine oder Eskalation angesichts eines möglichen Kollaps ala peak power theory  oder aber Vortäuschung von Schwäche und etwaigen neuen Palastrevolten, diesmal von den Patruschews, zumal angesichts der Präsidentschaftswahlen? Manchmal liefert Dr. Rahr verifizierbare Informationen, auch seine historischen Kenntnisse sind immer interessant, aber manchmal versucht er einem auch „russische Bären “ der alten Marke Radio Eriwan aufzubinden, wie zuletzt die Nachricht eines angeblichen Gegenkandidaten zu Putin bei den Präsidentschaftswahlen, der vorraussehbar dann zurücktrat und nun zur Wahl Putins aufruft. Fehlt nur mal wieder die übliche „Doppelgängerstory“. Nun. Um festzustellen, ob da eben Risse im System Putin bestehen, das überlassen wir mal lieber BND-Kalll, der ja da mehr Informationen hat, nachdem der Prigoschinmarsch ihn erst mal zu widerlegen schien, Putin sich aber dann zu seiner Ehrenrettung doch durchsetzte. Glück gehabt.

Gerüchte auch um und aus Kiew:

„Will Selenskyj seinen obersten Militär austauschen?

In der Ukraine kursieren Gerüchte, wonach der Präsident seinen Armeechef austauschen will. Fast alle Medien berichten von diesen Plänen. Selenskyj aber schweigt dazu.

Von Walerij Saluschnyj, dem Oberkommandierenden der Streitkräfte, ist die ukrainische Öffentlichkeit Schweigen gewohnt. Deshalb dürften wohl nur die wenigsten auf eine Stellungnahme des obersten Militärs zu Gerüchten über dessen bevorstehende Absetzung gewartet haben.“

Dass allerdings auch Präsident Wolodymyr Selenskyj sich bisher nicht dazu geäußert hat, ist bemerkenswert. Immerhin hat Selenskyj sich, seitdem die Gerüchte am Montagabend die Runde machten, bereits zweimal in seinen täglichen Videoansprachen an die Öffentlichkeit gewandt. Darin dankte er am Dienstagabend Rettungskräften, sprach über die ukrainische Rüstungsindustrie und über ein Gespräch mit dem finnischen Präsidenten. Zu einer möglichen Verschärfung des Konflikts zwischen militärischer und politischer Führung hingegen verlor Selenskyj kein Wort – er verzichtete also auch auf Dementi entsprechender Berichte.

Ukrainekrieg: Will Wolodymyr Selenskyj seinen obersten Militär absetzen? (faz.net)

Der  Oberste Militär der Ukraine hatte ja Selensky offen widersprochen, da er meinte, dass die ukrainische Offensive kein Erfolg sei, wie ihm auch eigene politische Ambitionen nachgesagt wurden, etwa im Rahmen von möglichen Neuwahlen, die Selensky aber ablehnt. Ob es da noch einen Militärputsch gibt? Wahrscheinlich nicht wegen erhoffter EU-Mitgliedschaft und ersehnter Wiederaufbauhilfe, aber man kann auch nicht mehr sagen, dass das System Selensky keine Risse hätte. Schadet dem Image der erhofften  zukünftigen oligarchen- und korruptionsfreien Musterdemokratie und würde als Unterminierung der Ukrainesolidarität, zumal angesichts ausbleibender US- Hilfe verstanden werden. Was sagt eigentlich Transparency International zur Ukraine? Oder drückt Magarethe Bause (Grüne) als Vizevorsitzende von Transparency International da ein Auge zu, zumal mit Selenskys gerade Antikorruptionskampagnen und nun deren  Ermittlungen des SBUs gegen Regierungsmitgliedern und Rüstungsmanagern wegen Korruption bei der Munitionsbeschaffung ja zumindestens als good will attestiert werden könnte, wenngleich es aber auch das bisher geardezu sakrale Image der „guten Ukrainer“ etwas lädiert., ja manche auch von einem korrupten failed state sprechen, dessen nation building den Westen ruinieren könnte.. Aber Grünenoberhäuptling und Bausekollege Habeck erklärte ja auch schon ukrainische Atomkraft als sicher und Selensky kündigte an ,er werde 4 neue AKWs bauen. Natürlich nicht mehr Sowjetmodelle, sondern westliche Typen. Vielleicht auch mal Gelegenheit ,die Small Modular Reactors von Bill Gates und anderen, auf die Macron setzen will mit Wiederaufbaugeldern zu errichten-quasi als Pionierland. Siemens und die KWU ist ohnehin jetzt schon aufgrund Ausstiegs aus unsicherer deutscher Atomkraft draußen .Nun gut -im Falle eines Wahlsiegs Trump hätte dieser wohl auch keine Bedenken, einen Militärputsch oder Sturm auf das ukrainische Capitol Hill in einer Art Maidan 2.0 zu unterstützen, einen regme change oder eine farbene Revolution unter anderem Vorzeichen zu initieren, wie zuvor Brzezinski, Nuland und Kagan, sollte Selensky seinem Willen nicht gehorchen oder einem von ihm erhofften Deal mit Putin im Wege stünde oder zumindestens Neuwahlen fordern. Aber die könnten ihm zu lange dauern, meinte Trump ja mit ihm würde innerhalb 24 Stunden Frieden herrschen. Noch ist es noch nicht soweit. Jedenfalls hat sich BND- Chef Kahl noch nicht zu Worte gemeldet, dass das System Selensky keine Risse hätte.

Kommentare sind geschlossen.