Trump mal wieder „in Gefahr“-Rettet „uns“ Zuckerberg?

von Ralf Ostner

Ich kann diese ewigen Medienberichte nicht mehr hören, dass es „für Trump gefährlich“würde, er an der Schwelle eines Impeachments sei, sich die GOP-Elite gegen ihn ausspreche und er sich immer mehr Feinde mache–von Demokraten bis Republikanern zu VIPs von Hollywood-oder sonstigen Showgrössen.Das lässt ihn kalt, das nimmt er in Kauf, dazu weiss er, dass er bezüglich NATO, Nordkorea, Iran, Steuerreform für Reiche, die nun durchgebrachte Gesundheitsreform, Steuerreform, Privatisierung und Deregulierungen in Arbeits-, Umweltschutzrechten und im Finanz- und Bankensektor  so doch mehr Schnittmengen mit den neoliberalen, imperialistischen Republikanern und Teilen der Demokraten hat, die Bernie Sanders gerade exkommuniziert haben. Uns wir immer erzählt, dass das US-demokratische System „check and balances“habe, weswegen ein Autoritarismus und Faschismus ausgeschlossen sei- momentan wird aber gerade diese Prämisse gründlich ausgetestet.

Zudem will Trump parallel mit seinem entlassenenen rechtsradikalen Ideologen Steve Bannon nun die Republikanische Partei mittels eigenen Gegenkandidaten säubern und ersetzen. Trump hat schon einen Wahlsieg, Bannon dazu noch selbst einen eigenen Kandidaten gegen Trump und alle Republikaner siegen lassen und es sollen noch mehr Republikaner in den Midterm Elections 2018 ausgetauscht und gesäubert werden.Der Rechtsruck vollzieht sich nun auch an der Basis. John Mc Cain hat einen Hirntumor, George W. Bush ist ohnehin diskreditiert als Kriegsverbrecher, der die USA in den Irakkrieg mit Hillary Clintons Zustimmung und damit in den halben Ruin trieb nebst den desaströsen Wirkungen auf den gesamten Greater Middle East, der dann unter Obamas Rückzug auch den IS gebar und riesige Flüchtlingswellen und Hunderttausende von Toten. Andere Hawks und Scharfmacher wie Lindsey Graham haben auch nichts mehr groß zu verlieren, wie auch jener Mr. Flake oder Corker, die dann brav zurüchtraten.

Die Rest-GOP orientiert sich interessenmäßig und karrieremäßig nur noch darauf ihren Sitz zu behalten und nicht zu sehr aufzufallen und den Kopf rauszustecken.In seine Regierung nimmt er nur Milliardäre, CEOs und Militärs auf–außer seinem Vizepräsidenten Mike Pence stammt fast kein Regierungsmitglied aus der Republikanischen Partei. Trump entkoppelt sich vom politischen Partei-Establishment, will nur wirtschaftliches und militärisches Establishment, Geschäftsleute und Militärs für seinen Staat, keine Politiker,was Steve Bannons Ideologie von der Dekonstruktion des Staates entspricht,  ja will umgekehrt die gekaperte und faktisch entmachtete Republikanische Partei säubern und mit seinen Leuten besetzen, um beide Häuser des Kongresses nur noch mit seinen Marionetten gleichzuschalten, nachdem er schon den Obersten Gerichtshof für Jahrzehnte auf seine Linie festgelegt hat.Die Trumprevolution sieht sich gerade eben am Fortschreiten und auf der Erfolgsspur, während ihre Gegner da noch nicht richtig kapiert haben , wie die Gefahr beschaffen ist und mit jedem der zahlreich spontanen und individuellen Rülpstöne einer desorganisierten Opposition da schon den potentiellen Sturz von Trump zusammenphantasieren.

Die Trumpkritiker sind vor allem abgehalfterte GOP-Ex-Eliten-Leute, die eh nichts mehr zu verlieren haben, die demokratische Partei ist orientierungslos und hat sich darauf eingeschossen, sich den Trumpsieg als Putinmanipuliert zu erklären, was keine Neuorientierung zulässt, zumal auch nun FBI-Sonderermittler Mueller nur Leute aus dem Trumpwahlkampfteam unter Verdacht stellt, aber es eben  nie dazu kommen wird, dass einer den US-Präsidenten Trump wegen Russlandsspionage oder Geisteskrankheit ranbekommt.

Trump und Bannon wissen, dass diese Angriffe kommen, sind sich aber der Verrottetheit und der Desorganisation ihrer Gegner bewußt und werden nun die Zeit nutzen, um die GOP zu säubern. Ob ihnen dies gelingen wird, daran hängt mehr als an allen anderen Aktionen, die Trump absetzen wollen.

Zumal wird inzwischen schon diskutiert, ob nicht Marc Zuckerberg als nächster US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten oder einer neuen dritten Partei antreten könnte, die vielleicht auch das US-Zweiparteiensytem beendet. Dazu muss man sagen, dass Zuckerberg zwar die Milliarden hätte, bei Produktpräsentationen auch gelegentlich als Facebookrampensau auftritt, zumal sich auch mehr in Politik einmischt und auch das Silicon Valley und die ganzen globalistischen Multis und Milliardäre repräsentierten könnte, aber sich erst einmal gegen das Parteienestablishment der Demokraten durchsetzen müsste oder aber eben als dritte Partei endlos auf Tour gehen müsste mit seinem Oligarchenlabel, dass er wie Trump ein erfolgreicher und philantoper Milliardär sei, der die USA ebenso groß machen wolle und dabei mehr Fragen wie Internet, Globalisierung, Digitalisierung als Chance oder neue soziale Frage thematisieren müsste.

Dann wäre das US-System wirklich nur noch eine Frage zwischen globalistischen und wirtschaftsnationalistischen Oligarchen und Milliardären–eine offene Plutokratie. Zumindestens entscheidet sich die Frage, ob Trump 4 oder 8 Jahre regieren wird vor allem an der Frage der Gegenkandidaten und da sieht es momentan sehr desaströs aus.Einige hoffen ja auf ein Dallas 1963 und die silver bullet oder einen Militärputsch, aber auch das müsste organisiert werden, was angesichts der desorganisierten Gegenelite nicht sichtbar ist.

 



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