Kann Trump Gülen ausliefern? Who´next?

Die Türkei drängt die USA schon seit dem gescheiterten Putsch einiger mittlerer und inkompetenter türkischer Militärs, die nicht vom Generalstab unterstützt wirden, zumal dieser mittels des Ergenokonprozesses, Aufrüstung und Krieg gegen PKK und YPG im Nordiral und Nordsyrien eingebnden wirde als Chefdrahtzieher all dessen Fetullah Gülen, den Konkurrenzislamisten zu Erdogan aus seinem Exil in den USA auszuliefern, wie auch die Unterstützung für den bisher US-gestützten Syrienableger der PKK, die YPG einzustellen und die Türkei diese mittels einer Militäroffensive ausrotten zu lassen. Zumal Erdogan auch damit drohte, dass er das türkische Militär auch auf US-Truppen schiessen laasen würde.

Dies ist der beiderlei Hintergrund zu dem auch noch die Khashoggimordaffäre kommt, bei der sich Erdoganistan als Chefermittler und Hüter der internationalen Menschenrechte aufspielt. Wahrscheinlich würde Erdogan hier aber eher ein Schweigegeld akzeptieren, insofern Trump ihm Zugeständnisse macht, damit er nun seine Eskalation gegen den Iran zu forcieren erhofft, was aber auch nicht unbedingt im Interesse Erdogans wäre, zumal dieser wie auch Katar, Europa, China und Russland immer noch den Irandeal zu retten hoffen, wie auch nicht solch feindliche Beziehungen zum islamistischen Iran unterhalten wollen wie die USA, Israel und Saudiarabien.

Zumindestens verkündet jetzt der türkische Außenminister Cavugoclu, dass Trump Erdogan bei dem G-20-Gipfel zugesagt hätte, dass Gülens Auslieferungsantrag „in Arbeit „sei und vielleicht schon bald genehmigt würde. Dazu ist zu sagen, dass Erdogan erst einmal trifftige Beweise liefern müsste, dass Gülen hinter dem Putschversuch stünde, die von den US-Sicherheitsbehörden wie CIA, NSA, DIA, u.a. erst einmal bestätigt werden müssten, damit US-Gerichte und der US-Senat dies als fundiert ansehen würden, zumal Trump nicht allein über eine Ausweisung bestimmt und diese Instanzen sich bisher verwehrt und Gegenteiliges berichtet haben, wie auch die CIA und der US-Kongress die Schuld beim Khashoggimord entgegen der Trump-Adsministration bei dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salmann sehen.

Ein Kampf Trumps gegen den vermeintlichen „deep state“der USA, wie schon bei Putin, Mohmmaed Bin Salmann.Der von der US.-amerikanischen Rechten unter dem Kampfbegriff subsumnioerte“deep state“von US-Kongress, Medien, Geheimdiensten oder anderen staatlichen Orgnaisationen oder NGOs  ist eben die einfache Gewaltenteilung und der Pluralismus in den noch einigermassen demokraitsichen USA, die check and balances, die solche neofaschistischen Typen wie Trump, Banon  sowie seine opportunistischen Heritageunterstützer gerne als Verschwörung globalistischer Kräfte denunzieren wollen. Wie Steve Banon meint, die „verwaltete Welt und das Establishment“beseitigen zu können, so auch Trump, der als CEO-Duce der USA alleinherrschen will,alle Werte und die Weltordnung der Nachkriegszeit ausverkaufen will, um zu irgendwelchen Deals zu kommen, da aber eigene Ambitionen mit den noch existierenden Machtverhältnissen übersieht.

Gleichzeitig verkündet Trump, dass er der Offensive der Türkei gegen die YPG nichts entgegenstellen werde und es auf keine Konfrontation zwischen Erdogantürkei und US-Truppen in Nordsyrien ankommen lassen wolle. Trump scheint zugesagt zu haben Gülen und die YPG zu opfern für türkiscxhes Schweigegeld gegenüber Saudiarabien. Ob Gülen überhaupt ausgeliefert werden kann, ist fraglich.Gleichzeitig sind die türkischen Staatsmedien, die von Erdogan kontrolliert werden, voller Berichte, was Trump für ein Lügner ist, welche Fake News er verbreitet, will sagen: Erdogan bereitet sich auch aud den Fall vor, dass Trump sein leichtfertig gegebenes Versprechen nicht einhalten kann oder wird.

Zudem rüttelt Trump aber damit auch am US-Asylrecht, dem Urverständnis der USA der sichere Hort für alle Verfolgten und Unterdrückten der Welt zu sein, sei es nun Gülen oder andere Exilpolitiker oder etwa der in den USA stationierte Falungongführer Li Hongzhi.Trump würde, ginge es nur nach ihm möglicherweise Gülen an Erdogan, Li Hongzhi, Hu Ping, Wei Jingsheng und andere auch an die KP China oder andere autoritäre Regime ausliefern, um erhoffte Deals in handelspolitischen und militärischen Angelegenheiten zu befördern.Aber es geht eben nicht jur nach ihm.

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Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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