Homeland–War on Terror in Berlin-Als Merkel von Al Kaida entführt wurde?

Berlin wird jetzt Dreh- wie auch Handlungsort der US-Antiterror-Serie Homeland, die auf die israelische Serie Prisoner of War zurückgeht. Zentraler Inhalt ist der War against Terror, der filmisch von der CIA-Agentin Carrie Matthison  in den USA, Libanon, Nahen Osten, Afghanistan, Pakistan und nun eben in Berlin geführt wird. Die ersten drei Staffeln geht es um den Irakkrieg-Heimkehrer Nicholas Brady, der von Carrie Matthison observiert wird und der Frage, ob er ein Al-Kaidaterrorist ist, was sich dann letztendlich bejaht und er ums Leben kommt.Ein von Al Kaida umgedrehter GI, der dann Kongressabgeordneter und US-Vizepräsidentschaftskandidat wird und im Auftrag von Al Kaida dann den US-Präsidentschaftskandidaten  ermorden soll–klingt ein wenig wie die moderne Schläferversion des „Mandschurischen Kandidaten“aus den 50er Jahren der Mc Carthy-Ära, als jeder US-Amerikaner ein potentieller kommunistischer Schläfer war, der auf Befehl Moskaus oder Pekings aktiviert werden konnte.Jedenfalls beachtlich, dass Al Kaida trotz NSA so locker den Marsch durch die US-Institutionen schafft bis hin zum Amt des US-Vizepräsidentschaftskandidaten. Erinnert mich etwas an die Hetze der US-Rechten und der Tea-Party-Bewegung, die Barack „Hussein“ Obama ja auch beschuldigt, kein US-geborener Präsident, aber dafür ein getarnter kommunistischer Islamist zu sein. Nach dem Tod Bradys emanzipiert sich dann CIA-Agentin Carrie Matthison und wird zur Hauptprotagonistin innerhalb Homelands, führt und koordiniert den CIA-Drohnenkrieg in Pakistan und wird auch als „Queen of Drones“gefeiert.In der fünften Staffel nun soll sie ihren Ruhestand in Berlin verbringen, wird aber wieder reaktiviert und führt den War on Terror in Deutschland und in Europa.

„Wenn schon Berlin, dann auch mit deutschen Schauspielern: Sebastian Koch und Alexander Fehling steigen bei „Homeland“ ein.

Ob es eine Marketing-Entscheidung ist, weil die Borderline-Agenten-Serie in Deutschland so irre beliebt ist, oder ob es daran liegt, dass Berlin als ehemalige Frontstadt und Ost-West-Scharnier ein attraktiver Spielort ist – „Homeland“ wird jetzt jedenfalls, wie seit einigen Wochen bekannt ist, ziemlich deutsch.Noch deutscher jedenfalls als Staffel vier – mit deutschem Setting und deutschen Schauspielern. Eine ziemlich desillusionierte Carrie Mathison (Claire Danes) soll laut ersten groben Drehbuch-Einzelheiten in Berlin ihr Post-CIA-Leben fristen. Weil der manisch Arbeitswütigen und, wie wir nach vier Staffeln wissen, auf lange Sicht ohne Feindberührung nicht so recht Ausgelasteten die Aufzucht des Kindchens (remember: Brody!) zu langweilig wäre, arbeitet sie zum einen für einen Philanthropen. Der trägt den Seriennamen Otto Döring und wird, wie jetzt bekannt wurde, von Sebastian Koch gespielt, der dem arrivierten amerikanischen Publikum aus dem Oscar-Film „Das Leben der anderen“ bekannt sein könnte.Zum anderen wird es Verwicklungen mit dem alten Arbeitgeber und damit der großen, aufregenden Weltgeschichte geben, in der Amerika und der Westen ihre Freiheiten und Standpunkte unter dramatischen Umständen zu verteidigen suchen. Miranda Otto („Herr der Ringe“) ist für die Rolle der Chefin der Berliner CIA-Dependance vorgesehen.Und weil Mathisons Psychogramm in Alex Gansas Serie immer auch Ausschläge im Bereich des Amourösen aufzeichnen muss, wurde der ehemaligen Agentin auch wieder eine Liebesgeschichte ins Drehbuch geschrieben – ihr Kollege und Freund wird von Alexander Fehling gespielt („Inglourious Basterds“).Die neuen Episoden sollen im Herbst laufen.“ tha/dpa

Gerade wurde in unserer Nähe nahe des G-7-Gipfels in Elmau der neue US-Actionfilm „The Big Game“gedreht. Handlung: US-Präsident wird von islamistischen Terroristen mit seiner Air Force 1 abgeschossen, entkommt in einer Rettungskapsel und zieht mit einem Jungen durch die Wälder–die Terroristen ihnen immer auf den Fersen.Ein Freund von mir spielte dabei einen Jäger. Die USA und ihre Filmindustrie inkorperieren ihr gesamtes politisches Personal–mal werden US-Präsidenten gejagt, mal retten sie die Welt,auch vor Außerirdischen. Mir ist noch keine deutsche Produktion bekannt, bei der ein Bundeskanzler, die Bundeswehr und der BND filmisch eine ähnliche Rolle spielten. Die absolute Ausnahme von der Regel war 1967 der Actionfilm „Mr. Dynamit“, der einen BND-Agenten (der von Lex Barker/Old Shatterhand gespielt wurde) als Protagonisten und als eine Art deutsche Version von James Bond hatte. BND-Chef Gehlen war damals begeistert und förderte auch die Produktionsfirma–heute ist allen Beteiligten  und Kommentatoren das Machwerk hochnotpeinlichst–so etwa Springers WELT: „Mr. Dynamit–der miese Imagefilm des BND“

http://www.welt.de/geschichte/article124697548/Mister-Dynamit-Der-miese-Imagefilm-des-BND.html

Ich glaube auch, diese kämpferischen und heroischen Typen nimmt den pazifistischen, entmilitarisierten Deutschen keiner mehr ab, bestenfalls als nostalgische Bad-Guy-Reminiszenzen ans Dritte Reich, anders als bei der hochgerüsteten Supermacht USA, bei der Filmindustrie, politisches Etsablishment und Sicherheitsapperat ein Art Symbiose bilden, dass es schon der Propaganda nahekommt.Die USA sind auch das Land, das  auch über eine Superhelden-Comic-Industrie- und vor allem Hybriskultur verfügen, in der das Heroische, Exzeptionale, das Superlative, das „Big is beautiful“ und Übermenschentum gefeiert und zelebriert wird wie in keinem anderen Land der Welt, so dann eben auch in Hollywood und in der Filmindustrie. Hier übersetzt sich hard power in soft power–auch filmisch ohne dass das einem Zuschauer übertrieben vorkäme und selbst liberale und linke Kritiker werden da integriert, insofern die Protagonisten wie bei den Marvel Comics oder eben bei Homeland Psychomacken oder menschliche Schwächen haben oder gebrochene Charakteren sind.Der Superheld ist auch Mensch und wir sind alles Menschen, also auch irgendwo alle Superhelden.Man darf gespannt sein, was in der Actiontriefenden Serie Homeland dann in Berlin und Deutschland alles im Drehbuch steht. Werden dann islamistische Terroristen den Bundestag stürmen, ein Al-Kaidakommando die Merkel entführen, Panzeruschi von der Leyen dann Merkel mit Tornados und Bundeswehreinsatz im Innern Merkel retten oder aber ein Al-Qudskommando die Quadriga in die Luft sprengen? Oder sind die Deutschen nicht fähig und müssen von den USA gerettet werden oder aber arbeiten beide transatlantisch wiederauferstanden wie zu Zeiten des Kalten Krieges zusammen und merzen den Islamismus wie schon einst den Kommunismus in wiedergeborener Waffenbrüderschaft gemeinsam aus?Wird dann die vielgescholtene NSA hierbei im letzten Moment die entscheidenden Tips zur Rettung Deutschlands geben–vielleicht in Kooperation mit dem ebenso gescholtenen BND?Wird das Migrantendurchsetzte Berlin dann zum Rekrutierungsfeld der Islamisten, jeder Dönerbudenbesitzer eine Zweigfiliale islamistischen Terrors, eine Moschee das Hauptquartier?Wird der Islamische Staat dann ein Kalifat in Neuköln ausrufen und die US-Botschaft beschiessen? Wird Berlin dann vom Drohnenkrieg der „Queen of Drones“ ins Visier genommen? Ist dann Cem Özdemir in Wahrheit ein Schläfer und wird noch rechtzeitig von Carrie Matthison enttarnt und in einem präventiven preemptive strike unschädlich gemacht? Oder ist die zum Schein von Al Kaida entführte Merkel nur eine FDJ-kommunistisch-islamistische  Schläferin wie Barack Hussein Obama, die mittels eines genialen Plots sich als Kalifin eines Kaliphats Europa und einer Neuen Weltordnung inthroniseren möchte, zumal mittels Shariakonformen Nullzinses der EZB und der Verkündigung „Der Islam gehört zu Deutschland“? US-Regisseure neigen ja manchmal und desöfteren zu Dramatisierungen.

Inzwischen gibt es auch schon eine Debatte, ob Homeland die Islamophobie und Paranoia schüre, da ja jeder, selbst jeder Bioamerikaner als potentieller islamistischer Terrorist verdächtigt werde und die Serie nur Stereotypen bediene.

“Homeland” has a Muslim problem

By Amago on November 6, 2013 in Loon Media

“But in case any viewers forgot that the top-level talent producing the show came from “24,” Fox’s examination of the post-9/11 years, the show has hammered, hard, a particular suspicion of Muslims. Brody’s anti-U.S. position, in the first season, was loosely associated with his conversion to Islam in a manner that felt more coincidental than causal; he’d been turned against the U.S. because of its drone strikes, not because of radical Islam. By the third season, “Homeland” is treating Islam like yet another of its cheap party tricks, like (spoilers ahead!) CIA agent Carrie’s (Claire Danes) madness, which comes and goes, or her newly announced pregnancy. It’s a fun twist, something that gives a jazzy frisson(…)“Homeland,” like “24,” operates on a set of fixed ideas about what the threats to America are. But “24″ began shortly after the attacks of Sept. 11 and its hyper-paranoid style had outlived its relevance once the Bush administration ended. Viewers likely do not believe that threats against America emanating from the Middle East are a thing of the past. However, a perpetual security state devoted entirely to vigilance against the ultra-effective cabal of Muslim terrorists feels like a fantasy from 2004. Nicholas Brody’s complicated relationship with Islam during the first season looks less, in retrospect, like a character note that helps to explain how difficult reentry into the U.S. has been and why he resents the drone strikes U.S. officials made, killing his adoptive Muslim family overseas. It looks, now, like the only way “Homeland” and its writers can conceive of someone wanting to do harm to America is by writing them as a Muslim.”

http://www.loonwatch.com/2013/11/homeland-has-a-muslim-problem/

Homeland: Ist die Serie islamophob?

Die Fernsehkritik feiert die US-Dramaserie Homeland. Mit Preisen wird sie geradezu überschüttet, wie zuletzt bei den Golden Globes. Doch es gibt auch kritische Stimmen. In den USA und Großbritannien sind jetzt zwei Artikel erschienen, welche der Serie Islamophobie vorwerfen.Am vergangenen Wochenende war die Showtime-Serie „Homeland“ der große Abräumer bei den Golden Globes. Die US-Produktion, welche auf der israelischen Serie „Hatufim“ („Prisoner of War“) basiert, wurde als beste Dramaserie ausgezeichnet. Die Hauptdarsteller Damian Lewis und Claire Danes gewannen die Globes in den Schauspiel-Kategorien.In die Lobeshymnen auf die Serie mischen sich jedoch in letzter Zeit auch kritische Stimmen. Rachel Shabi, eine Journalistin mit irakisch-jüdischen Wurzeln, die heute unter anderem für die englische Zeitung The Guardian schreibt (And the Winner is… Islamophobia), sieht in dem Preisregen für „Homeland“, „Argo“ und „Zero Dark Thirty“ eine „enthusiastische Unterstützung für die amerikanische Nahostpolitik“ durch Hollywood. Die Produktionen würden zwar als komplexe und nuancierte Darstellungen verkauft werden. „Bei aller Selbstkritik, die da und dort eingeflochten ist, stellen sie jedoch eine Rückversicherung des Publikums dar, dass Amerika auch in einer zunehmend komplexeren Welt immer noch das Richtige tut.“An „Homeland“ kritisiert sie vor allem, dass die muslimischen Figuren, egal wie aufgeklärt, westlich und integriert sie oberflächlich auch zu sein scheinen, am Ende doch irgendwie zum globalen islamistischen Terror-Netzwerk gehören. Diese Kritik teilt sie mit Laila Al-Arian.

http://www.serienjunkies.de/news/homeland-serie-islamophob-46000.html

And the winner is … Islamophobia

Rachel Shabi

The moral ambiguity of Homeland or Argo is a fitting tribute to the reality of US Middle East policy America’s Middle East policy has been enthusiastically endorsed. Not at the UN or Arab League, however, but by the powerbrokers of Hollywood. At the Golden Globes, there were gongs for a heroically bearded CIA spook saving hostages and American face in Iran (the film Argo); a heroically struggling agent tracking down Bin Laden (Zero Dark Thirty) and heroically flawed CIA operatives protecting America from mindless, perpetual terror (TV series Homeland).The three winners have all been sold as complex, nuanced productions that don’t shy away from hard truths about US foreign policy. And liberal audiences can’t get enough of them. Perhaps it’s because, alongside the odd bit of self-criticism, they are all so reassuringly insistent that, in an increasingly complicated world, America just keeps on doing the right thing. And even when it does the wrong thing – such as, I don’t know, torture and drone strikes and deadly invasions – it is to combat far greater evil, and therefore OK.

http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/jan/15/winner-islamophobia-argo-homeland

Diesen Islamophobievorwürfen treten liberale Postillen vehement entgegen. Zum einen The Atlantic, der Homeland für alles andere als islamophob hält und Gegenbeispiele für Muslime innerhalb der Serie bringt, die auf der Seiten des guten Amerikas kämpften und auch keinen Stereotypen entsprächen:

‚Homeland‘ Is Anything but Islamophobic

Despite accusations from critics and scholars, the show actually challenges stereotypes about „good“ Americans and „evil“ Arabs and Muslims.

http://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2012/12/homeland-is-anything-but-islamophobic/266418/

Dann auch der SPIEGEL, der Homeland als Positivbeispiel  der US-Serie 24 gegenüberstellt, da in Homeland gebrochene, widersprüchliche Protagonisten auftreten,also eher Antihelden als eben solch sauber geschnitzte Rambohelden wie Jack Bauer in 24:

„Die Guten, die Bösen: Traurig sind sie alle

In „24“ waren die Fronten noch klar geteilt in gute Agenten und böse Terroristen (mal abgesehen von Charles Logan, dem bösesten US-Präsidenten der TV-Geschichte), in der CIA-Verschwörungs-Serie „Rubicon“, die nach nur einer Staffel eingestellt wurde, war das Böse schnell im militärisch-politisch-industriellen Komplex verortet.In „Homeland“ jedoch kann von solcher Klarheit keine Rede mehr sein. Die Ermittler agieren schmutzig, der Terrorist ist vielleicht gar keiner, traurig sind sie alle, und während in herkömmlichen Serien die Vertreter nicht-amerikanischer Mächte normalerweise als radebrechende, eindimensionale Unmenschen dargestellt werden, trägt in „Homeland“ selbst der Chefterrorist die weichen Gesichtszüge eines Humanisten, der den Terror als Notwehr begreift.
Auf welche Seite man auch blickt, es sind gebrochene Charaktere, mit hehren Motiven vielleicht, doch jeder und jede verstrickt in eigene Schuld: Selten hat eine Serie den Krieg so gut beschrieben – obwohl kaum ein Schuss fällt.“

http://www.spiegel.de/kultur/tv/us-serie-homeland-leben-und-leiden-an-der-heimatfront-a-801307.html

Die US-Serie 24 der Bushjr.-Republikanerära ist eben die Machart ala Rambo und Top Gun der Reaganära, wo der saubere Held das dreckige Böse ausrottet, foltert und beseitigt. Homeland ist die demokratisch-liberale Version der Obamaära, die Kritik an Irakkrieg, Drohnenkrieg und seinen Kollateralschäden antizipiert und inkorperiert, dem aufgeklärten Publikum eben die oft geforderteren widersprüchlichen und gebrochenen Protagonisten liefert. Dennoch bleibt die Mission unumstritten, auch wenn sich einige Abgründe auftun. Hier sind sich beide einig,. Die Mission ist okay und warum auch nicht: Der Islamismus ist ja auch eine sehr aggressive Variante des Totalitarismus und warum sollte man ihn nicht mit allen Mitteln bekämpfen–da sehe ich den Vorwurf der Islamophobie noch nicht erfüllt.Aber ebenso gemeinsam ist beiden Genres auch, dass sie ihre Protagonisten schon immer  auf dem Schlachtfeld haben und die Frage dann eher ist, wie sie sich bewähren, aber eben nie die Frage stellen, wie die Protagonisten auf dieses Schlachtfeld kommen, wie dieses Schlachtfeld entstanden ist,woher der politische Islamismus kommt, was die Konflikt- und Kriegsursachen sind, es maximal mal zu Andeutungen , Schlagworten und Anspielungen kommt, die bestenfalls ein belesener Historiker oder eingeweihter Islamwissenschaftler verstehen könnte. Über die Geschichte der muslimischen Staaten, der US-Außenpolitik, ihre politischen Ursachen erfährt man nichts, nur wie sich die Helden oder Antihelden geschickt oder weniger geschickt, moralisch oder weniger moralisch durch den vorgefundenen Konflikt finden. Auch erfährt man nichts über die Tatsache, dass die USA ja jahrelang während des Kalten Krieges die islamistischen Bewegungen, sei es nun die Muslimbrüder gegen Assad oder Nasser, die Hamas gegen die PLO, die Al Kaida und die afghanischen Gotteskrieger inklusive Osama Bin Laden unterstützt haben.Oder dass westliche Verbündete wie das wahhabistische Saudiarabien und die Golfstaaten Chefunterstützer so ziemlich aller Islamisten der Region sind. Bei Homeland wird dies nur einmal am Beispiel des pakistanischen Geheimdienstes ISI und dem Militär gezeigt, das mit den Taliban kooperiert, obgleich ja Pakistan als US-Verbündeter gilt. In einem Satz kommt die Tatsache, dass der ISI und Teile des pakististanischen Militärs „die Taliban“ unterstützen und ein „Doppelspiel“betreiben,aber eben nicht warum? Hier spielen Hintergründe, wie die sogenannte „Strategische Tiefe“, die Pakistan gegenüber Indien in Afghanistan gewinnen möchte keine Rolle, ja auch das Wechselspiel der Allianzen ziwschen USA, China, Indien, Pakistan, Iran in diesem Konflikt wird nicht erklärt, auch nicht die geopolitische Auseinandersetuzng um Eurasien, noch Unterschiede zwischen afghanischer und pakistanischer Taliban gemacht werden, es wird immer nur von „den Taliban“geredet ohne dass solche Feinheiten und Widersprüche auch mal inhaltlich erklärt würden. Immerhin taucht dann auch noch aktuell das Haqqani-Netzwerk auf, wobei aber eben auch nicht erklärt wird, was dieses ist und welche Ziele es hat. Wenn man Homeland und ähnlichen Serien und Filmen einen Vorwurf machen will, dann sollte man ihn neben der Schürung von Paranoia an der Simplifizierung,  Geschichtslosigkeit, der Oberflächlichkeit, der Hintergrundslosigkeit machen, nicht aber ob man nun saubere oder gebrochene Helden hat.Jedenfalls spielt Homeland demnächst auch in Berlin und Deutschland und hoffentlich bleibt der islamistische Terror auch nur filimische Fiktion. Verschwörungstheoretiker mutmaßen ja inzwischen schon, dass Homeland von den USA propagandistisch nach Deutschland gebracht wurde, um ein deutsches 9-11 zu initieren, um dann den absoluten Überwachungsstaat, den Ausnahmezustand und eine NewWorldOrder (NWO) unter dem Deckmantel des Huntingtonschen Kampf der Kulturen und War on Terrors zu errichten .Homeland gibt es jetzt auch als Spiel mit dem Titel“ Homeland The Game– Espionage, Deception and Paranoia“. Ziel ist es ganz patriotisch und heldenhaft, politische Opportunisten und terroristische Maulwürfe zu beseitigen.Eigentlich ein Spiel, das ein Polizei- und Geheimdienststaat am liebsten schon im Kindergarten verteilen würde.Jedenfalls Film wie Spiel befördern etwas sehr gut: Paranoia.Die Grenzlinie zwischen Wachsamkeit und Paranoia kann dabei locker überschritten werden oder wie die Kinks einmal in einem Lied sangen „Paranoia-Selfdestroyer“. Der Westen und auch Deutschland steht im Spannungsfeld zwischen einer völlig unkritischen „Willkommenskultur“, die in jedem Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund nur den guten, integrationswilligen Neubürger sehen will und einer tendenziell geheimdienstgedanklichen Berufsparanoia, die hinter jedem einen potentiellen Terroristen befürchtet.

http://homeland.gf9games.com/

Als Lesetip auch noch den Artikel „Mit Rambo nichts Neues im Westen—warum sich Kriegs- und Antikriegsfilme in nichts unterscheiden“

http://www.global-review.info/2012/04/11/mit-rambo-nicht-neues-im-westen-warum-sich-kriegs-und-antikriegsfilme-in-nichts-unterscheiden/

 

 

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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